Die Zwanziger Jahre üben bis heute eine faszinierende Anziehungskraft aus. Die Mode dieser Zeit, insbesondere die Frisuren, spiegeln den Geist des Wandels und der neu gewonnenen Freiheit wider. Eine der bekanntesten Frisuren dieser Ära ist zweifellos die Wasserwelle.
Die raffinierten Wellen liegen perfekt gestylt am Kopf und rahmen das Gesicht elegant ein. Diese Frisur gelingt sowohl mit langen als auch mit kürzeren Haaren sowie bei feinem und dickerem Haar. Gestylt wird sie entweder mit Schaumfestiger, Kamm und Haarklammern oder mit einem Lockenstab und Haarspray.
Die Faszination für die Bob-Frisur lässt einfach nicht nach, denn während deren Vorform - der Bubikopf - bereits in den 1920er-Jahren Schlagzeilen machte, gehört der Haarschnitt auch ein Jahrhundert später noch zu den wichtigsten Frisuren-Trends für kurzes Haar. Seine Beständigkeit hat der Bob nicht nur dem eleganten und pflegeleichten Look zu verdanken, sondern auch seinen wandelbaren Eigenschaften.
Denn ob glatt oder wellig, gerade oder stufig, glamourös oder rockig - die Frisur kann zahlreich variiert werden, passt damit zu jedem Stil, Gesichtsform oder Haartyp und erfindet sich mit dem Zeitgeist ständig neu. Im Winter 2023 gehört der sogenannte Vintage Bob etwa zu den schönsten Neuinterpretationen des Klassikers: Wir erklären, warum dieser eine tolle Balance aus Nostalgie und Trend schafft und wem der neue Frisuren-Trend im Winter 2023 steht.
Neben dem Italian, Boxy oder Shaggy Bob kündigt sich im Winter 2023 der Vintage Bob als neuer Frisuren-Trend an. Dieser ist allerdings weniger futuristisch, sondern schöpft seine Inspiration viel mehr aus der Vergangenheit. Der Haarschnitt ist nämlich an den Look der 50er- und 60er-Jahre angelehnt, kommt damit mit einer nostalgischen Note daher und schafft durch moderne Details doch die Verbindung zur Gegenwart.
Kennzeichnend für den neuen Frisuren-Trend ist eine kurze Länge. Die Spitzen sollten das Kinn umspielen und reichen höchstens bis zur Mitte des Halses. Der Vintage Bob wird zudem gerne mit einer leichten Schräge interpretiert - die Haare im Nacken fallen etwas kürzer aus, während die Strähnen zum Kinn hin länger werden. Der diagonale Schnitt lässt die Frisur sehr elegant fallen. Während die Spitzen gerade und stumpf geschnitten werden (was sehr modern aussieht), können bei feinem Haar unsichtbare Stufen eingearbeitet werden, um dem Frisuren-Trend noch mehr Volumen zu verleihen.
Der Vintage Bob wird erst durch sein Styling zum unverkennbaren Frisuren-Trend, denn dieses verleiht dem Haarschnitt die Retro-inspirierte, rundliche Silhouette. Die Längen sollten demnach über eine große Rundbürste getrocknet, mit einer Warmluftbürste oder beheizten Lockenwicklern gestylt werden. Das verlagert das Volumen in die Spitzen, was eine elegante, umgedrehte V-Silhouette ergibt, das Gesicht harmonisch umrahmt und die Spitzen sanft nach innen fallen lässt.
Damit wirkt der Frisuren-Trend sehr weich und anmutig und kommt mit seiner typischen Vintage-Note im Stil der 50er- und 60er-Jahre daher.
Extra-Tipp: Wer es nicht zu brav mag, kann das Styling mit einem dezenten Undone-Finish auffrischen. Dafür sprühen Sie abschließend etwas Texturspray auf und zerzausen das Haar sanft mit den Fingern.
Der Vintage Bob hat einen weichen, femininen Charakter und gleicht damit eckige, harte Gesichtszüge perfekt aus. Aufgrund seiner kurzen Länge und einrahmenden Effekt ist dieser auch ideal für eher längliche, ovale und schmale Gesichter, denn hier addiert dieser etwas mehr Fülle und hebt die Konturen gleichzeitig schön hervor. Für runde Gesichter empfehlen wir den Vintage Bob an sich weniger - außer, man trägt diesen mit etwas mehr Länge und im Seitenscheitel gestylt. Dann harmoniert dieser nämlich auch mit runden Zügen optimal und streckt diese optisch sogar ein wenig.
So oder so: Der Vintage Bob lässt sich individuell anpassen und schmeichelt damit jedem.
In den Zwanzigerjahren lag der Garcon-Schnitt ganz hoch im Kurs. Immer mehr Frauen trennten sich von ihren langen Haaren und trugen stattdessen Kurzhaarschnitt! Der Bubikopf feierte in den 60ern mit Stil-Ikone Twiggy noch mal ein furioses Comeback.
Tipp: Die Frisur sieht auch super stylisch mit einer Wasserwelle aus.
Ob Bob oder langes Haar: Schöne Locken oder gewellte Haare gehörten ebenfalls zu den Frisuren der 20er Jahre.
Ja, auch Hüte sind Frisur! Oder zumindest ein passender Style! In den 20er war vor allem der Glockenhut ein stylisches Accessoire zum Outfit. Ob darunter nur eine Lockenpracht hervorkam oder ein Seitenscheitel mit Wasserwelle - so oder so lässt der Hut den kompletten Look edel aussehen.
Ebenso ikonisch wie die Wasserwelle waren auch Stirnbänder in der Zeit. Wer denkt nicht an die Flapper-Girls mit Feder-Band im Haar und Zigarettenspitze in der Hand?! Stirnbänder, aber auch andere Accessoires, wie Federn, einzeln oder mehrere im Bündel, stilvolle Haarreifen oder Haarschmuck, passen ebenfalls in diesen Look.
Während der Tageslook eher dezent war, war der Abend-Look der Zwanziger ein ganz besonderer: schmale Augenbrauen, dunkelrot geschminkte Lippen und gekonnt in Szene gesetztes Augen-Make-up - so speziell war die goldene Zeit. Ein Style, der auch heute noch wunderbar auf einer Motto-Party funktioniert: Dazu schminkst du dir schicke Smokey Eyes mit Grau- oder Brauntönen und greifst zu einem Lippenstift in einem Rotton, gerne auch etwas dunkler wie bspw. Bordeaux.
Die Lippen wurden recht spitz nach oben gemalt, was ihnen einen eleganten und eigenwilligen Touch bescherte.
Von Coco Chanel bis Gatsby: Aaah, die „Roaring Twenties“ und ihre Avantgarde! Neben dem berühmten „kleinen Schwarzen“, ihrem zum Klassiker gewordenen Cocktailkleid, entwarf sie vor allem Matrosenblusen und geradlinige Kleider mit lockerer, tief sitzender Taille (das typische Chanel-Kostüm musste noch bis in die 1950er Jahre warten). Erstmals wagten sich Frauen ohne Korsett aus dem Haus, trugen beim Sport sogar Hosen … und die Rocksäume wurden so kurz, dass man skandalös viel Bein sah. Der Flapper-Stil war geboren!
Freilich waren viele der knapperen Schnitte grundsätzlich dem kriegsbedingten Stoffmangel geschuldet - aber gleichzeitig verschaffte die neue Mode der 1920er Jahre Frauen ein nie gekanntes Maß an Freiheit und Bequemlichkeit.
Und dann gab es doch das Gegenteil. Denn der wohlhabenderen Gesellschaft stand nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren der Sinn nach Schönheit und Opulenz. Deshalb funkelte und glänzte man bei jeder Gelegenheit mit den Sternen um die Wette: Festliche Flapper Dresses und lange Abendkleider im Gatsby-Stil der 1920er Jahre sind ein Feuerwerk aus edlen Stoffen, glitzerndem Strass, Perlen, Gold- oder Silberstickerei und Fransen.
Auf den völlig neu erfundenen Bubikopf-Frisuren zeigten außerdem Hüte, Vintage-Haarbänder und Kopfschmuck mit Strass, Pailetten, Perlen und Federn spektakuläre Wirkung.
| Frisur | Merkmale | Styling Tipps |
|---|---|---|
| Wasserwelle | Raffinierte, gestylte Wellen | Schaumfestiger, Kamm, Haarklammern oder Lockenstab und Haarspray |
| Vintage Bob | Kurze Länge, kinnlang, leichte Schräge | Rundbürste, Warmluftbürste oder Lockenwickler für rundliche Silhouette |
| Garcon-Schnitt | Kurzer, jungenhafter Schnitt | Wasserwelle für zusätzlichen Style |
| Locken/gewelltes Haar | Schöne Locken oder Wellen | Für Bob oder langes Haar geeignet |
Stars wie Rita Ora, Tara Sutaria und Gigi Hadid haben den eleganten Look aus den Goldenen Zwanzigern dieses Jahr bereits erneut zum Leben erweckt und wir können es kaum abwarten, diesen glamourösen Look selbst zu stylen.
Der Flapper Bob ist weit mehr als nur ein kurzer Haarschnitt, er ist ein Statement. Charakteristisch für diese Frisur ist die gerade, oft kinnlange Schnittlinie, die entweder ganz glatt oder mit sanften Wellen getragen wird. Eine entscheidende Rolle spielt der Pony, der typischerweise kurz und akkurat geschnitten ist und oft deine Augenbrauen umspielt.
Was den Flapper Bob so besonders macht, ist seine radikale Abkehr von den langen, aufwendigen Hochsteckfrisuren der vorherigen Epochen. Er stand für eine neue Weiblichkeit: unabhängig, selbstbewusst und bereit, Konventionen zu brechen. Er war pflegeleicht und praktisch und passte perfekt zum aktiven Lebensstil der modernen Frau der 20er Jahre, die tanzte, rauchte und ihre Freiheit genoss.
Der Schnitt betonte das Gesicht und den Nacken und strahlte eine Mischung aus Eleganz und kühner Nonchalance aus.
Das Styling des Flapper Bobs ist überraschend vielseitig und lässt sich wunderbar in deinen heutigen Alltag integrieren - und damit perfekt für den kommenden Herbst. Für den klassischen, eleganten Look kannst du deine Haare glatt föhnen und mit einem Glätteisen für eine makellose, glänzende Oberfläche sorgen. Achte darauf, dass die Enden präzise geschnitten sind.
Für den typischen 20er-Jahre-Flair kannst du sanfte Wellen hinzufügen. Das gelingt am besten mit einem Lockenstab oder einem Glätteisen, indem du breite Haarpartien nur an den Spitzen leicht eindrehst, um eine sogenannte "Fingerwave"-Optik zu erzielen. Fixiere die Wellen anschließend mit etwas Haarspray.
Der Bubikopf, auch bekannt als „Eton Crop“ oder „Boyish Bob“, ist eine kurze und prägnante Frisur, die in den 1920er Jahren populär wurde.
Der Bubikopf entstand in den 1920er Jahren und wurde schnell zu einem Symbol für die Flapper-Ära. Die Flapper waren junge Frauen, die sich von den traditionellen Rollen und Normen ihrer Zeit distanzierten und einen modernen, unabhängigen Lebensstil pflegten.
Louise Brooks, eine bekannte Schauspielerin der Stummfilmzeit, trug einen klassischen Bubikopf und machte diese Frisur weltberühmt.
Der Bubikopf ist eine sehr kurze Frisur, oft ohrläppchen- oder kinnlang, mit klaren, geraden Linien. Ein markantes Merkmal des Bubikopf ist der gerade, kurze Pony, der die Stirn bedeckt und den Blick auf die Augen lenkt. Die klassische Version des Bubikopf ist glatt und glänzend, was durch die Verwendung von Pomade oder Haargel erreicht wird.
Einer der größten Vorteile des Bubikopf ist seine Pflegeleichtigkeit. Um den klassischen Look zu erzielen, können Produkte wie Pomade oder Haargel verwendet werden, um das Haar glatt und glänzend zu halten.
Der klassische Bubikopf ist glatt und hat klare, gerade Linien. Moderne Interpretationen können mehr Textur und Volumen enthalten.
Eine zeitgenössische Variante des Bubikopf ist der asymmetrische Schnitt, bei dem eine Seite länger als die andere ist.
Der Bubikopf steht für die Emanzipation und Modernisierung der Frauen in den 1920er Jahren.
Der Bubikopf hat einen bleibenden Einfluss auf die Mode und Kultur. Viele prominente Persönlichkeiten haben den Bubikopf getragen, darunter Schauspielerinnen, Sängerinnen und Modeikonen.
Der Bubikopf ist mehr als nur eine Frisur; er ist ein Symbol für eine ganze Ära der Veränderung und Modernisierung.
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