Diamant aus Haaren herstellen: Ein bleibendes Andenken

Die Idee, einen Diamanten aus den Haaren eines geliebten Menschen herzustellen, mag zunächst ungewöhnlich erscheinen, doch sie bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Erinnerung an einen Verstorbenen auf besondere Weise zu bewahren. Diese Erinnerungsdiamanten sind nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch ein unvergängliches Andenken an eine geliebte Person oder sogar ein geliebtes Tier.

In diesem Artikel werden wir den Prozess der Herstellung eines Diamanten aus Haaren detailliert beleuchten, die damit verbundenen Kosten betrachten und die ethischen Aspekte dieser ungewöhnlichen Bestattungsform diskutieren.

Wie Diamanten In Der Fabrik Hergestellt Werden

Die Diamantbestattung: Eine moderne Form des Gedenkens

Neben der klassischen Erdbestattung und der Kremierung erfreut sich die Diamantbestattung wachsender Beliebtheit. Bei dieser Methode wird aus der Asche oder den Haaren des Verstorbenen ein Erinnerungsdiamant gefertigt. Die Diamantbestattung kann als Ergänzung zur traditionellen Urnenbestattung gewählt werden oder diese, falls im jeweiligen Land erlaubt, auch ersetzen.

Der ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein synthetischer Diamant, der über identische chemische und physikalische Eigenschaften wie natürlich gewachsene Diamanten verfügt. Um einen Erinnerungsdiamanten wachsen zu lassen, müssen die Bedingungen, unter denen ein natürlicher Diamant über Jahrtausende entsteht, in der Diamantsynthese nachgebildet werden.

Wie entsteht ein Erinnerungsdiamant?

Um Diamanten aus humaner Asche oder aus Haaren herstellen zu können, müssen die Bedingungen der Natur simuliert werden. Dazu wird der Kohlenstoff zuerst aus der Asche oder den Haaren des Verstorbenen isoliert, dann in Graphit umgewandelt und schlussendlich zu einem Diamanten transformiert.

Hier sind die wesentlichen Schritte zur Herstellung eines Diamanten aus Haaren oder Asche:

  1. Kohlenstoffisolierung: Aus 250 Gramm Kremationsasche oder 5-10 Gramm Haaren wird der Kohlenstoff extrahiert. Falls nicht ausreichend Asche oder Haare vorhanden sind, können auch andere Kohlenstoffquellen wie persönliche Briefe, Tagebücher oder Fotos verwendet werden.
  2. Reinigung und Graphitisierung: In einem mehrstufigen chemischen Verfahren werden anorganische, oxidische und metallische Bestandteile entfernt. Der verbleibende Kohlenstoff wird in einer Vakuumumgebung bei 2.500 °C bis 2.700 °C graphitisiert, wodurch ein Graphit mit einer Reinheit von ca. 99 % entsteht.
  3. Diamantwachstum: Die Graphitprobe wird in eine spezielle Wachstumszelle eingesetzt und in einer HPHT-Presse (High Pressure High Temperature) einem Druck von rund 60.000 bar und einer Temperatur von ca. 1.400 °C ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen wandelt sich die Gitterstruktur des Kohlenstoffs von Graphit in einen Diamanten um. Die Größe des Erinnerungsdiamanten wird durch die Wachstumsdauer bestimmt.
  4. Schliff und Veredelung: Je nach Kundenwunsch kann der Erinnerungsdiamant einen speziellen Schliff erhalten oder auch als polierter Rohdiamant übergeben werden.
  5. Lasergravur und Zertifizierung: Jeder Haar- oder Aschediamant wird mit einer Lasergravur versehen, die das ALGORDANZA Signet und die individuelle Referenznummer des Auftrags enthält. Zusätzlich kann auf Rohdiamanten eine eigene Botschaft eingraviert werden. Abschließend erhält jeder Erinnerungsdiamant ein Zertifikat, das Auskunft über die Herkunft des Kohlenstoffs, die Echtheit des Diamanten sowie weitere spezifische Charakteristika gibt.

Der fertige Erinnerungsdiamant kann entweder persönlich in der Schweiz abgeholt oder per Kurier an den Bestatter versendet werden.

Die Rolle von Kohlenstoff

Kohlenstoff ist das Element des Lebens und das Grundmaterial, aus dem jeder Diamant zu 99,9 % besteht. Sowohl der menschliche Körper als auch Haare enthalten Kohlenstoff, was die Herstellung von Diamanten aus diesen Quellen ermöglicht.

Haare als Quelle für Erinnerungsdiamanten

Sollte aufgrund der gewünschten Bestattungsart keine oder nicht ausreichend Asche verfügbar sein, kann ein Erinnerungsdiamant genauso aus Haaren der verstorbenen Person hergestellt werden. Haare bestehen zu ca. 50 % aus Kohlenstoff. Für die Herstellung eines oder mehrerer ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamanten werden deshalb nur 5 g bis 10 g Haare benötigt.

Was ist in Haaren enthalten?

Das Haar besteht hauptsächlich aus Keratin, einem strukturell faserigen Protein. Aminosäuren, die Bausteine des Proteins, bestehen aus den folgenden Elementen:

  • Kohlenstoff (45%)
  • Sauerstoff (28%)
  • Stickstoff (15%)
  • Wasserstoff (7%)
  • Schwefel (5%)

Die wichtigsten Aminosäuren, die in unserem Haar vorkommen, sind Cystein, Serin und Glutaminsäure.

Kosten und Individualisierung

Die Herstellung eines Diamanten aus Asche oder Haaren ist ein aufwendiger und energieintensiver Prozess, der mehrere Wochen dauern kann. Die Kosten für eine Diamantbestattung beginnen bei etwa 1450 Euro und können je nach Größe, Schliff und gewünschten Individualisierungen variieren.

Faktoren, die die Kosten beeinflussen:

  • Größe (Karatgewicht): Größere Diamanten sind teurer.
  • Schliff: Ein aufwendiger Schliff erhöht den Preis.
  • Farbe: Farblose Diamanten sind in der Regel teurer als farbige.
  • Individuelle Wünsche: Spezielle Gravuren oder Fassungen können die Kosten erhöhen.

Tabelle: Ungefähre Kosten für Erinnerungsdiamanten (ALGORDANZA)

Karatgewicht Ungefährer Preis (EUR)
0.4 - 0.49 ab 2.400
0.5 - 0.59 ab 3.500
0.6 - 0.69 ab 4.600
0.7 - 0.79 ab 5.700
0.8 - 0.89 ab 6.800
0.9 - 0.99 ab 7.900
1.0 ab 9.000

Die Kosten für Liebesfels Diamanten beginnen bei €2400 für einen farblosen Diamanten im Brillant-Schliff mit 0,5ct.

Farbe der Diamanten

Die Farbe von Diamanten aus Haar hat keine Korrelation mit der Haarfarbe des Verstorbenen. Die Farbe von Diamanten aus Haaren hängt von den Elementen in der Zusammensetzung ab. Bei der Herstellung von Diamanten aus Haaren ist die häufigste Farbe gelb. Dies kann auf den Stickstoffgehalt im menschlichen Haar zurückgeführt werden. Wir können jedoch den Stickstoff in der Zusammensetzung entfernen, um blaue Diamanten aus Haaren herzustellen.

Ethische Aspekte und Akzeptanz

Die Herstellung von Erinnerungsdiamanten ist in Deutschland aufgrund der Bestattungspflicht nicht uneingeschränkt erlaubt. Da die in der Schweiz ansässige ALGORDANZA nicht dem deutschen Bestattungsrecht unterliegt, kann sie dort legal eine Aufteilung der Asche vornehmen. Die Kirchen stehen neuen Bestattungsformen kritisch gegenüber, da sie eine Störung der Totenruhe und eine Privatisierung des Todes befürchten.

Trotz dieser Bedenken erfreut sich die Diamantbestattung wachsender Beliebtheit, da sie eine individuelle und würdevolle Möglichkeit bietet, die Erinnerung an einen geliebten Menschen zu bewahren. Viele Menschen schätzen die Vorstellung, einen Teil des Verstorbenen in Form eines einzigartigen Schmuckstücks bei sich zu tragen.

Alternativen zur traditionellen Bestattung

Die steigende Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen spiegelt den Wunsch vieler Menschen wider, sich von traditionellen Konventionen zu lösen und einen persönlicheren Weg des Gedenkens zu finden. Neben der Diamantbestattung gibt es weitere Optionen, wie beispielsweise die Naturbestattung oder die Seebestattung, die ebenfalls eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Tod ermöglichen.

Fazit

Die Herstellung eines Diamanten aus Haaren ist eine faszinierende Möglichkeit, die Erinnerung an einen geliebten Menschen auf einzigartige Weise zu bewahren. Trotz ethischer Bedenken und rechtlicher Einschränkungen erfreut sich diese Form der Bestattung wachsender Beliebtheit, da sie eine individuelle und würdevolle Alternative zu traditionellen Bestattungsformen bietet.

Wie Diamanten In Der Fabrik Hergestellt Werden

Wenn Sie auf der Suche nach einem besonderen Andenken sind, könnte ein Erinnerungsdiamant aus Haaren die richtige Wahl für Sie sein.

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