Der Fassonschnitt ist der Archetyp moderner Männerfrisuren.
Es war einmal, als es für Männerfrisuren eigentlich nur eine Sache zu klären gab: Kurze Haare, etwas längeres Haar oder richtig langes Haar.
Mit welcher Haarlänge man sich den jeweils geltenden gesellschaftlichen Normen untergeordnet hat, ist ein Thema für sich.
Heute hat Mann mehr zu entscheiden: Crew Cut, Undercut, Pompadour, Ivy League… um nur ein paar Namen zu nennen.
Aber mal ganz ehrlich - das Rad wird so oft nicht neu erfunden.
Für die genannten Looks, und noch einige mehr, ist der Fasson Schnitt die Basis, so unser Experte Denis Boger, Inhaber des Salons L&D Stylisten in München und Gast Trainer der Aveda Academy im Barbering.
Einer der beliebtesten Haarschnitte der Welt - und das völlig zurecht.
Er ist der Go-to-Look von Chris Hemsworth und Ryan Gosling. Auch Harry Styles trägt ihn.
Der Fassonschnitt ist die Basis für viele Frisuren-Styles wie Crew Cut, Pompadour oder Quiff.
Hier erfahren Sie alles über die Vielseitigkeit dieses Klassikers - vom traditionellen Mad-Men-Look bis zu modernen, texturierten Varianten mit Volumen.
Welche Fasson-Form passt zu welchem Gesichtstyp und wie lässt sich die Länge des Deckhaars, Übergänge und Fade-Techniken optimal einsetzen?
Chris Hemsworth, Ryan Gosling oder Henry Cavill zeigen, wie der Schnitt getragen wird.
Eine Anleitung für das Schneiden zu Hause, inklusive Tipps zur täglichen Pflege, Styling-Produkte und Inspiration für individuelle Anpassungen - ein Muss für jeden, der einen klassischen Look mit minimalem Aufwand maximale Wirkung möchte.
Verschiedene Varianten des Fassonschnitts
Kennzeichnend ist immer ein längeres Deckhaar, während die Seiten und der Nacken deutlich kürzer ausfallen.
Der Fasson Schnitt bildet die Basis für zahlreiche ikonische Styles - vom Crew Cut bis zum Pompadour.
International bekannt ist er unter dem Namen Short back and sides, was die Essenz des Looks perfekt zusammenfasst.
Jeffrey Ufberg„Wo ein Fassonschnitt anfängt und wo er aufhört, lässt sich pauschal nicht bestimmen“, erklärt Denis Boger, Inhaber des Salons L&D Stylisten in München.
Denn Friseure haben verschiedene Techniken zur Auswahl - von der klassischen Schere bis zum Rasierer, vom sauberen Übergang bis hin zum klaren Kontrast.
So wandelbar wie seine Geschichte ist auch seine heutige Wirkung: einst Spießer-Look, heute ein Style-Statement.
Der Friseur selbst hat verschiedenste Techniken zur Auswahl, um ihn zu schneiden und auf den Haartyp sowie die Gesichtsform anzupassen.
So kann der Fassonschnitt zum Beispiel mit einem Rasierer geformt werden oder als reiner Scherenschnitt angelegt sein.
Die einzigen Merkmale, auf die sich auch Denis Boger einlässt, sind: „längeres Deckhaar, und die Seiten als auch zum Nacken hin, immer kürzer“.
Drum ist der Schnitt auch als "Short back and sides" bekannt - die englische Übersetzung des Klassikers, die im Grunde alles Wesentliche aussagt.
Einst der Spießer-Look, dessen Varianten sich maximal in der Länge des Deckhaars bewegten, ist der Fasson wieder sehr gefragt - und hat mit Spießertum nichts mehr am Hut.
Unkompliziert, kurz und nach wie vor angesagt ist der Fassonschnitt im Military Style.
Hier wird auf einen Übergang zum Deckhaar verzichtet. „Man spricht von einem unverbundenen Fasson“, so unser Experte.
Oder anders gesagt, mehr oder weniger ein Undercut.
Die Vielfalt hört auch hier noch lange nicht auf.
Ob mit rasiertem Scheitel oder ohne.
Mit Verlauf im Undercut oder gleichmäßig kurz rasiert.
Einer der aktuellen Toptrends: Der Military-Look mit einem gepflegten (Voll)Bart.
Für den Banker nicht unbedingt die Frisur der Stunde, allerdings: verläuft das Deckhaar in die Seiten und in den Nacken, dann ist die superkurze Variante auch zum Anzug ein smarter Style.
Das Beste: diese Art des Fassonschnitts eignet sich auch für Männer mit dünnem oder dünner werdendem Haar.
Hierbei handelt es sich um die klassischste Variante aller Fassonschnitte.
Sleek und aufgeräumt.
Aber Influencer und Streetstyler geben ihm den Twist an Modernität, um diesen Fassonschnitt etwas lässiger wirken zu lassen.
So kommt er nicht selten in Kombination mit Bart und wirkt so selbst zu modernen Anzügen extrem cool.
„Die Merkmale des Klassikers sind nach hinten oder zur Seite gelegtes Deckhaar (auch hier die Länge bei ungefähr 5 bis 10 Zentimter), frei gelegte Ohren und ein sauber geschnittener Nacken“, so Denis Boger.
Für den typischen Wet-Look der Frisur sorgt Pomade oder Wachspaste.
Unverzichtbar: Ein Kamm, mit dem das Haar entsprechend zur Seite oder nach hinten gelegt wird.
Klassischer Fassonschnitt
Der traditionelle Fassonschnitt setzt auf klare Linien: kurzes Haar an den Seiten, ein wenig Länge am Oberkopf.
Im Mad-Men-Stil wirkt er sleek, preppy und elegant, besonders wenn das Haar mit Pomade oder Wachspaste streng nach hinten oder zur Seite gelegt wird.
Typisch sind freigelegte Ohren und ein sauberer Nacken - ein Look, der sich hervorragend mit einem Anzug kombinieren lässt.
Die moderne Variante spielt mit Struktur und Volumen.
Lockiges oder welliges Haar kommt im Out-of-Bed-Look besonders gut zur Geltung.
Mit Styling-Paste lässt sich ein mattes, lässiges Finish kreieren, das die Frisur zeitgemäß wirken lässt.
Hierbei kann man mit einem Undercut arbeiten oder die Übergänge weicher gestalten.
Mit rasiertem Seitenscheitel wirkt der Look edgy, ohne verliert er nie seine klassische Eleganz.
Der Fassonschnitt ist längst nicht mehr nur Männersache.
Immer mehr Frauen und nicht-binäre Personen adaptieren den Look - sei es als kurzer, androgyn inspirierter Haarschnitt oder in Kombination mit kreativen Farbtechniken.
Voluminöse Fassonschnitte findet man unter dem Namen Quiff oder Pompadour wieder.
Das Deckhaar sollte etwas länger ausfallen (ungefähr 5 bis 10 Zentimeter), damit lässt sich erahnen, dass diese Looks etwas mehr Zeit im Badezimmer erfordern.
Föhn, Bürste, Pomade, Mousse bis hin zum Haarspray sind hier Standard.
Die Seiten und der Nacken können Undercut-like sehr kurz ausfallen oder mit Übergängen auch länger.
Dieses Styling eignet sich besonders für welliges und lockiges Haar, denn der messed-up Style kommt mit der entsprechenden Haarstruktur ganz natürlich.
Auch wenn es simpel klingt - es gibt viele Varianten des Fasson Schnitts.
Ein klassischer Pompadour à la Elvis Presley unterscheidet sich stark von einem kantigeren Style, wie ihn David Beckham trägt.
Beide gehören in dieselbe Kategorie, erzeugen aber völlig verschiedene Styles.
Die Variabilität macht den Fassonschnitt für fast jede Gesichtsform passend.
Eckige Gesichter profitieren von weichen Übergängen, runde Gesichter wirken mit mehr Volumen im Deckhaar markanter.
Ein klar gezogener Scheitel streckt optisch und harmoniert besonders mit ovalen Gesichtszügen.
Ob Buzz Cut oder Edgar - die Kanten spielen eine große Rolle.
Längere Frisuren profitieren von weichen, natürlichen Konturen, während ein straffer Fade scharfe Linien verlangt.
Feines Haar lässt sich mit dem klassischen Mad-Men-Style optimal bändigen, während dickeres Haar in texturierten Fasson-Varianten seine volle Wirkung entfaltet.
Selbst dünner werdendes Haar kann von einem Military-Fasson profitieren, da die kurzen Seiten optisch mehr Dichte ins Deckhaar bringen.
Da dieser Haarschnitt eine gewisse Lässigkeit und Mühelosigkeit erfordert, um optimal zur Geltung zu kommen, sollten Sie Ihr Haar nicht zu sehr bearbeiten.
Damit der Fasson Schnitt gut aussieht, wenn Sie ihn zu Hause selbst schneiden wollen, sollten Sie diese Schritte beachten.
Sobald Sie die gewünschte Grundlage geschaffen haben, geht es an die Pflege und das Gestalten.
Tragen Sie eine stark fixierende, mittelmatte Paste auf, um die Texturen besser zur Geltung zu bringen und vermeiden Sie dickflüssige Gels, da diese Ihrem Haar nicht den richtigen Look verleihen.
Pomade, Matt-Paste, Mousse oder Haarspray - je nach gewünschtem Finish ist die Produktauswahl entscheidend.
Für den Sleek-Look eignet sich Pomade, für den messy Fasson matte Pasten oder Clay.
Ein moderner Fasson lässt sich morgens mit wenigen Handgriffen stylen.
Wichtig: das Deckhaar nach dem Duschen föhnen, gegebenenfalls mit Bürste oder Kamm in Form legen und anschließend das Stylingprodukt einarbeiten.
Damit der Fassonschnitt seine klare Form behält, empfiehlt sich ein Nachschneiden alle drei bis vier Wochen.
Längere Varianten wie Pompadour oder Quiff können auch etwas später aufgefrischt werden, während der Military-Fasson besonders regelmäßig getrimmt werden sollte.
Für klare Konturen sollte man alle drei bis vier Wochen nachschneiden.
Ja - der Schnitt lässt sich individuell anpassen und funktioniert bei nahezu allen Gesichtsformen.
Grundsätzlich ja, sofern die richtigen Werkzeuge vorhanden sind.
| Frisur | Gesichtsform | Styling-Produkt | Nachschneide-Rhythmus |
|---|---|---|---|
| Klassischer Fasson | Oval, eckig | Pomade, Wachs | 3-4 Wochen |
| Texturierter Fasson | Rund, herzförmig | Matt-Paste, Clay | 3-4 Wochen |
| Military-Fasson | Alle | Keine | 2-3 Wochen |
tags: #klassische #fasson #frisur #anleitung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.