Ob kurz oder lang, hell oder dunkel, glatt oder lockig: Unsere Haare werden im Alltag sehr stark strapaziert. Waschen, Föhnen, Stylen, Färben und Umwelteinflüsse können die Haarstruktur schädigen. Und da kommt Haarkosmetik ins Spiel. Nachhaltige Produkte und weniger Plastik sind auch in diesem Bereich Teil unserer Mission, die Welt ein bisschen sauberer zu machen. Natürliche Hausmittel zählen dabei zu den Geheimwaffen, mit denen du unsere Mission unterstützen kannst - und auch das Olivenöl gehört dazu!
Vorteile von Hausmitteln: Sie sind oft günstiger als spezielle Pflegeprodukte und noch dazu in fast jedem Haushalt direkt verfügbar.
Mit Olivenöl hast du ein Hausmittel für Haut und Haar, das gleich mehrere gute Eigenschaften vereint. Es versorgt deine Haare nicht nur nachhaltig mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen, sondern verleiht ihnen auch einen praktischen Schutzmantel gegen äußere Einflüsse. Obendrauf verleiht Olivenöl deinem Haar einen wundervollen, natürlichen Glanz.
Olivenöl ist nicht nur in der Küche sehr gesund und reichhaltig. Es versorgt auch deine Haare mit allem, was sie brauchen. Das natürliche Öl pflegt und schützt nachhaltig, dient aber auch als Soforthilfe bei strapaziertem Haar. Es kommt ohne Silikone und künstliche Inhaltsstoffe aus, sodass du dein Haar und die Kopfhaut keiner unnötigen Chemiebelastung aussetzt. Enthalten sind stattdessen Antioxidantien (als Schutzmantel), Oleuropein (zur Förderung des Haarwachstums) und viele Vitamine.
Sowohl für Olivenöl als Lebensmittel, wie auch als Kosmetik, solltest du auf eine gute Qualität achten. Laut Stiftung Warentest hat die Qualität von Olivenölen in den letzten Jahren zugenommen und auch günstigere Produkte bestehen den Test. Kaltgepresste Olivenöle gelten als hochwertig, da die schonende Herstellung die natürlichen Nährstoffe erhält. Außerdem solltest du auf die Namenszusätze wie „nativ” und „extra” sowie ein Bio-Siegel achten.
Zusatz-Info: Nicht alle Olivenöle können als vegane Kosmetik betrachtet werden. Zwar enthält das Öl keine tierischen Inhaltsstoffe, doch werden die Früchte meist nachts geerntet, was durch die Maschinen zur Gefahr für schlafende Vögel in den Olivenbäumen wird. Achte deshalb auch auf das Siegel FAO GIAHS - diese Öle bestehen aus von Hand geernteten Oliven.
Da es sich bei Olivenöl um ein recht schweres und dickflüssiges Öl handelt, eignet es sich am besten zur Haarpflege von dickem, trockenem Haar sowie Locken. Feines und schnell fettendes Haar solltest du entweder mit einem leichteren Öl pflegen oder aber etwas seltener und mit wenig Olivenöl behandeln. Hier gilt aber: Probieren geht über studieren! Taste dich vorsichtig ran und verwende anfangs nur eine kleine Menge Olivenöl. Du merkst recht schnell, wie deine Haare darauf reagieren. Schaden kann das Olivenöl aber nicht, lediglich das Haar etwas fettig wirken lassen.
Achtung bei gefärbtem Haar: Da Olivenöl aufhellend wirken kann (besonders als Haarkur mit Zitronensaft), solltest du bei gefärbtem Haar die Pflege erst an einer unauffälligen Strähne testen.
Die Anwendungsmöglichkeiten von Olivenöl als Haarpflege sind recht umfangreich und reichen von Kur über Spülung bis hin zum Frisuren-Finish. Wie gut sich die Wirkung des Olivenöls auf deinem Haar entfalten kann, hängt natürlich auch von der individuellen Haarstruktur und deinen ansonsten verwendeten Pflegeprodukte ab. Da Shampoos mit Silikonen das Haar künstlich ummanteln, kann das Öl nicht so gut eindringen. Du solltest daher auf silikonfreie Haarpflege wie unser festes Shampoo und den festen Conditioner zurückgreifen, die übrigens ebenfalls pflegendes Olivenöl enthalten.
Die beliebteste Anwendungsmöglichkeit für Olivenöl als Haarpflege ist eine Haarkur oder -maske. Du kannst hierfür das Öl pur verwenden oder mit weiteren Zutaten vermischen. Beliebt sind hier Mixturen aus Olivenöl mit Honig und Eigelb, Olivenöl mit Zitronensaft oder Olivenöl mit Bananen- oder Avocadomus. Diese Kombinationen verwöhnen dein Haar noch reichhaltiger.
Gehe für die Verwendung einer solchen Mischung, oder der von purem Olivenöl als Haarkur, wie folgt vor:
Du kannst die Ölkur bei dünnem und fettendem Haar etwa einmal wöchentlich wiederholen. Bei dickem Haar gerne auch ein- bis zweimal pro Woche. Bei sehr trockenen und splissigen Spitzen kannst du die Kur auch als Spitzenpflege anwenden, anstatt sie im ganzen Haar zu verteilen.
Eine schnellere Anwendung bietet das Olivenöl, wenn du es als Spülung nach der Haarwäsche benutzt. Wasche dir hierzu ganz normal die Haare und gehe anschließend wie folgt vor:
Olivenöl als Haarpflege muss aber nicht immer direkt ausgespült werden. Du kannst es auch als pflegendes Leave-in Treatment bzw. Haaröl verwenden. Gehe jedoch sparsam mit dem Öl um, damit deine Haare nach der Behandlung nicht fettig wirken. Verwende das Öl wie folgt - bei Bedarf mehrmals pro Woche:
Tipp: Für feines Haar solltest du lieber eine Kur oder Maske anwenden und das Öl wieder ausspülen.
Hast du trockene, juckende Kopfhaut oder Schuppen, kann dir Olivenöl ebenfalls sehr nützlich sein - und sogar die Verwendung von Anti-Schuppen-Shampoo ersetzen. Die pflegende und schützende Wirkung des Öls ist nicht nur für Haare geeignet, sondern auch als Hautpflege. Hierzu verwendest du es einfach pur:
Zu guter Letzt kannst du Olivenöl auch beim Styling verwenden. Damit deine Frisur jedoch nicht fettig wirkt, solltest du hier wirklich nur ein paar Tropfen verwenden - denn das Finish wird nicht ausgewaschen.
Neben Olivenöl gibt es auch andere Hausmittel, die bei Schuppen helfen können:
Diese Hausmittel können auch bei fettigen Schuppen zum Einsatz kommen:
Von welchen Hausmitteln raten die Expertinnen ab? Oft ist zu lesen, dass Teebaumöl gegen Schuppen wirken soll. "Bei der Anwendung von Teebaumöl besteht ein hohes Risiko für allergische Reaktionen, da Teebaumöl ein Kontaktallergen ist." Hautärztin Moers-Carpi rät zudem von Apfelessig als Hausmittel bei Schuppen ab. "Apfelessig wirkt zu aggressiv auf der Kopfhaut - und es riecht auch nicht angenehm."
Generell gilt: Gehen die Schuppen mit Juckreiz und Rötungen einher, sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen. Gleiches gilt für nässende Stellen, Bläschen oder Krusten auf der Kopfhaut.
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