Das Friseurhandwerk ist mehr als nur Haareschneiden; es ist eine Kunstform, die Kulturen prägt und Geschichten erzählt. Von den bescheidenen Anfängen bis hin zu modernen Salons hat sich das Friseurhandwerk stetig weiterentwickelt und dabei stets seinen einzigartigen Charme bewahrt. Lassen Sie uns in die faszinierende Geschichte dieses Handwerks eintauchen.
Film- und Folklore-Motive zieren als »Truck Art« viele Lastwagen, bunte Ladenschilder veranschaulichen das Angebot von Schneidern und Friseuren. Ladenschild-Malerei ist eine Hauptbeschäftigung auch des Künstlers Middle Art, der sich auf seinen Bildern häufig mit Namen und Adresse für weitere »Aufträge aller Art« empfiehlt.
Wie farbig und auch wie problematisch diese Suche verläuft, zeigt gegenwärtig das West-Berliner Festival »Horizonte '79«, bei dem Afrika mit Schriftsteller-Lesungen und Konzerten, außerdem aber mit einer großangelegten Ausstellung gastiert.
Möglich war das Unternehmen vor allem dank dem Sammeleifer afrikakundiger Europäer; denn einschlägige Museen etwa fehlen den afrikanischen Ländern völlig.
Die Schule von Oshogbo in Nigeria macht dieses volkreichste Land des Kontinents anscheinend auch zum kunstreichsten. Dort hämmert beispielsweise der Reliefschmied Asiru Olatunde biblische Szenen in Aluminiumblech. Dort fixiert Twins Seven-Seven (unter Mithilfe seiner Ehefrauen) seine suggestive Phantasiewelt.
Auch eine populäre Gebrauchskunst, die sich ans einheimische Publikum richtet, ist da im Schwang.
Bedeutsam sind indes vor allem, wie naiv auch immer, seine Bilderzählungen aus dem (Biafra-)Bürgerkrieg. Sie münden in eine Verherrlichung der zentralen Staatsmacht.
Auch andere Länder haben ihre malenden Propagandisten. So läßt der zairische Künstler Art P. Moke den Staatschef Mobutu glorios mit Elefant und Leoparden durch seine, Mokes, Heimatstadt Bandundu ziehen.
Eine Welt für sich bleibt die äthiopische Malerei, die, sichtlich in koptisch-christlicher Tradition, zu strip-artigen Bildgeschichten ausholt.
Erich Emil Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren, wo er trotz der ärmlichen Verhältnisse seiner Eltern eine sehr glückliche Kindheit verlebte. Er hatte eine sehr enge Beziehung zu seiner Mutter Ida Augustin, die all ihre Kraft darauf verwandte, ihm eine gute Bildung zu ermöglichen.
Ab 1906 besuchte Kästner die Volksschule in Dresden. Da er schon früh den Wunsch hatte, Lehrer zu werden, trat er mit vierzehn Jahren in das Freiherrlich Fletscher'sche Lehrer-Seminar in Dresden ein.
Als er feststellte, dass der Lehrerberuf ihm nicht lag, kam ihm 1917 der Einberufungsbefehl gerade recht. Während seiner Militärausbildung musste er mit einem schweren Herzleiden ins Lazarett, von dem er sich nie ganz erholen sollte.
1919 ging Kästner zunächst auf das König-Georg-Gymnasium, wo er Mitarbeiter der Schülerzeitung wurde, und bestand dort im selben Jahr sein Abitur, wofür er das "Goldene Stipendium der Stadt Dresden" bekam.
Noch während seines Studiums wurde Erich Kästner 1922 Mitarbeiter der "Neuen Leipziger Zeitung", an die er zuvor einen satirischen Artikel über die damalige Geldentwertung mit dem Titel Max und sein Frack geschickt hatte.
Bei seiner Arbeit lernte Kästner Erich Ohser kennen, der viele seiner Gedichte illustrierte. Der "große Erich" (Erich Ohser) und der "kleine Erich" (Erich Kästner) gingen 1927 gemeinsam nach Berlin, nachdem beiden aufgrund eines Skandals um Kästners Gedicht Abendlied (mit Illustrationen von Ohser) bei der "Neuen Leipziger Zeitung" gekündigt worden war.
In Berlin arbeitete Kästner weiter als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen, bis ihm die Leiterin des Kinderbuchverlags "Williams & Co" Edith Jacobsohn vorschlug, ein Kinderbuch zu schreiben.
Kästner nahm diese Idee auf und veröffentlichte 1928 Emil und die Detektive mit Illustrationen von Walter Trier, der noch viele Kinderbücher von Kästner illustrieren sollte. Das Kinderbuch wurde ein großer Erfolg, aber Kästner war im selben Jahr auch als Lyriker mit seinem Gedichtband Herz auf Taille erfolgreich.
1931 kam die Filmadaption unter der Regie von Gerhard Lamprecht in die Kinos und verzeichnete ebenso großen Erfolg wie die Romanvorlage.
Kästners erster Roman für Erwachsene Fabian. Die Geschichte eines Moralisten (1931) ist eine Satire auf die Gesellschaft. Fabian war einer der größten Erfolge Kästners und brachte ihm die Anerkennung vieler zeitgenössischer Literaten wie Hans Fallada, Heinrich Mann und Hermann Hesse.
Während Kästner an Pünktchen und Anton arbeitete, veröffentlichten er und Walter Trier 1930 zwei Bilderbücher: Arthur mit dem langen Arm und Das verhexte Telefon.
Nach dem Schulroman Das fliegende Klassenzimmer (1933) wurde Erich Kästner mit einem Publikationsverbot belegt und durfte nur noch im Ausland (Schweiz) publizieren.
Unter Pseudonymen schrieb er zunächst weiter, fasste dann für kurze Zeit Fuß bei der UFA als Drehbuchautor, was ihm ebenso verboten wurde. In dieser Zeit schrieb er unter anderen das Drehbuch zu Münchhausen (Josef von Baky, 1942).
Obwohl Kästner die Möglichkeit hatte, aus Deutschland zu fliehen, emigrierte er nicht und wurde mehrmals verhaftet und verhört. Er wollte seine Eltern nicht zurücklassen und hatte außerdem vor, als Augenzeuge zu bleiben und ein geheimes politisches Tagebuch zu führen.
Nach dem Krieg zog Kästner nach München und wurde zunächst Feuilletonchef der "Neuen Zeitung". Nebenbei schrieb er für das Kabarett "Die Schaubude".
1947 wurde Kästner zum Präsidenten des westdeutschen PEN-Zentrums gewählt und blieb es 10 Jahre lang. Er galt längst als anerkannte Autorität im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.
1949 wurden die märchenhafte Tierparabel Die Konferenz der Tiere und der Problemroman Das doppelte Lottchen veröffentlicht, der zum "ersten deutschen Jugendbestseller nach 1945" wurde.
In den fünfziger Jahren erschienen weitere Nacherzählungen von volkstümlichen Stoffen: Der gestiefelte Kater (1950), Münchhausen (1951), Die Schildbürger (1954), Don Quichotte (1956) und Gullivers Reisen (1961), die von Horst Lemke illustriert wurden.
Erich Kästner hatte mit einer seiner Lebensgefährtinnen (Friedhilde Siebert) einen Sohn, der später seinen Namen annahm und sich Thomas Kästner nannte.
1961 wurde bei Kästner Tuberkulose festgestellt, was ihn zu mehreren Sanatoriumsaufenthalten in Agra zwang. Sein großer Alkohol- und Zigarettenkonsum wurde zwar von den Ärzten verboten, Kästner blieb jedoch bei seinen Gewohnheiten.
Kurze Zeit später starb Kästner am 29. Seit den späten zwanziger Jahren sind alle Generationen mit Emil und die Detektive, dem Doppelten Lottchen, Pünktchen und Anton und dem Fliegenden Klassenzimmer aufgewachsen, wenn nicht mit den Büchern, dann mit einer der zahllosen Hör- oder Filmversionen.
Der ungemein große Erfolg, den Kästner bereits mit seinem ersten Kinderbuch Emil und die Detektive verzeichnete, lässt sich teilweise damit erklären, dass er seine Geschichten nicht in fernen Ländern ansiedelte, sondern in die bekannte Umgebung der Kinder einbettete und Großstädte wie Berlin zum Schauplatz machte.
Mit Emil und die Detektive begründete Kästner außerdem den Detektiv- und Kriminalroman für Kinder.
Mit seinem Werk wird Erich Kästner zum bedeutendsten Modernisierer der Weimarer Kinderliteratur. Außerdem waren Kästners Kinderbücher zu seiner Zeit auch unter anderen Gesichtspunkten bahnbrechend: Sie waren in klarer, einfacher Sprache geschrieben, banden Alltagssprache ein und waren von vielseitigem Humor geprägt.
Oft wird der Erfolg seiner Kinderbücher auch damit erklärt, dass die Kinder in seinen Büchern die eigentlichen Helden sind und ohne die Hilfe der Erwachsenen zurechtkommen. Dieses starke Kinderbild entspringt Kästners Überzeugung, dass Kinder bessere Menschen seien als Erwachsene und einen klaren Blick für alles hätten.
Mit seinen Nacherzählungen von mittelalterlichen Stoffen versucht Kästner den kindlichen Leser an Literatur für Erwachsene heranzuführen und ihm die großen Figuren der Weltliteratur vertraut zu machen. Hier hebt er drei Charakterzüge der Protagonisten besonders hervor: "Die Hauptfiguren verfügen alle in besonders hohem Maß über Zivilcourage, Klugheit und Humor, also über genau die Eigenschaften, die Kästner pädagogisch besonders wichtig sind."
Zu betonen ist, wie gut Kästner mit den neuen Medien umgehen konnte und seine Werke stets für andere Medien adaptierte, beispielsweise für Rundfunk und Film.
Erich Kästners Gesamtwerk ist sehr umfangreich, 2011 kam die (vorläufig) erste vollständige Bibliographie von Johan Zonneveld heraus. Die wichtigsten Auszeichnungen für seine Werke sind der Georg-Büchner-Preis (1957) und die Hans-Christian-Andersen-Medaille (1960).
Erich Kästners Kinderromane waren, angefangen mit Emil und die Detektive, alle große Erfolge, wurden in viele Sprachen übersetzt (Emil und die Detektive in über 40 Sprachen) und die bekanntesten sogar mehrmals für den Film adaptiert.
Obwohl Kästners Kinderbücher spezifische soziale Lebensumstände thematisieren und seine kindlichen Protagonisten sich einer Sprache bedienen, die heute historisch sind, verzeichnen die Kinderromane bei ihrer jungen Leserschaft bis heute immer noch ungebrochenen Erfolg.
Kästner gehört zu den Größen der deutschen Kinderliteratur wie Otfried Preußler oder Michael Ende. International ist er einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren.
Die Untergrund-Bahn ist ein Ort, wo es möglich ist, am Leben anderer teilzuhaben, ohne wirklich einsteigen zu müssen. Die Unterwelt birgt Überraschungen ohnegleichen: strenge Gerüche und anmutige Menschen, Kleinbürger und Szene-Volk. Auch wenn nach jedem Anschlag die Angst mitreist, die U-Bahn ist sicherer und schneller als das Auto - zumal wenn eine U-Bahn nicht nur U-Bahn spielt, sondern wirklich eine U-Bahn ist: etwa in New York, Moskau, Berlin.
"Am Alexanderplatz reißen sie den Damm auf für die Untergrundbahn. Rumm, rumm, rumm wuchtet die Dampframme. Die basteln und murksen zu Hunderten rum den ganzen Tag und die Nacht." Schreibt Alfred Döblin.
Die U-Bahn hat das Leben beschleunigt, sie hat Stadtteile zusammenrücken lassen und Untergrund-Fetischisten hervorgebracht.
Wie wird einer ‚Pufferküsser'? Sind Tunnel-Süchtige im Geburtskanal stecken geblieben? Müssen wir uns fürchten vor dem Untergrund? Kommt von dort die Verschwörung, die Revolution - etwa in Person jener "Tunnel-People" in N.Y., die ihr Obdach unter dem Grund gefunden haben?
Die Unterwelt ist durchlöchert: Alte Rohrpost-Tunnel und stillgelegte Kanäle sind zu finden in diesen Städten unter der Stadt, ebenso wie blinde Tunnel und tote Bahnhöfe. Diese Welt unter uns lebt: In den Blinddärmen unserer Metropolen werden Partys gefeiert und Musik-Wettbewerbe ausgetragen.
Damit es nicht zum Darmverschluss kommt und die komplexen U-Bahn-Systeme nicht kollabieren, braucht es Streckenläufer, Leitstellen-Menschen und Psychologen. Denn in der Unterwelt gibt es Leben, aber auch den Tod.
Bei allem Erfolg dieser Untergrund-Systeme, sie zwingen die Menschen in Höhlen unter die Erde, was für viele mit einem Gefühl des Unbehagens, wenn nicht der Angst oder Bedrohung verbunden ist.
Vielleicht war es aber auch gerade das Bedürfnis, dieses Unbehagen zu überwinden, warum der Homo Sapiens vor über 30.000 Jahren irgendwo zwischen dem Rift Valley und der Schwäbischen Alb begann, die Wände der dunklen, aber auch schützenden Höhlen zu bemalen.
Seit mehreren Jahren photographiert der Münchner Photograph Lothar Schiffler in den Metropolen Europas die schönsten Stationen der U-Bahnen, Undergrounds, Tunnelbanas und Metros. Seine Aufnahmen dokumentieren einerseits die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, andererseits gelingt es ihm aber auch, die Spannung zwischen den statischen Kunstwerken und den Bewegungen von Zügen und Passagieren einfühlsam und zuweilen überraschend zu visualisieren.
Wenn Ingenieure im Laufe der letzten hundert Jahre Großprojekte planten wie am Alexanderplatz, dann dachten sie auch an die Zukunft. Um die Bahnhöfe künftig nicht wieder aufreißen zu müssen, bauten unsere Vorfahren direkt ein kurzes Tunnelstück in Richtung Zukunft. Doch manch eines dieser Projekte wurde nie realisiert. Es blieben die ungenutzten Tunnel und Bahnhöfe.
Tunnel auf Vorrat anlegen - das kommt heute Tunnelwanderern entgegen. Interessierte tauchen ab in den Blinddarm des U-Bahnkörpers, in eine Welt des künstlichen Lichts und der Dunkelheit, eine Welt, in der das Zeitgefühl abhanden kommt.
tags: #der #fliegende #englander #friseur #geschichte
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.