Mit dem Bau eines eigenen Gartenhauses wird für viele Gartenbesitzer ein kleiner Traum Wirklichkeit. Es bietet nicht nur ausreichend Stauraum für alle möglichen Gartengeräte, Outdoor-Möbel und den Grill - sondern eignet sich auch als Werkstatt, Hobbyraum oder sommerliches Feriendomizil. Egal, wie Sie Ihr Gartenhaus nutzen möchten: das Innere sollte stets trocken sein! Den wichtigsten Beitrag gegen Nässe in einem jeden Haus leistet unbestritten das Dach.
Sobald Sie undichte Stellen bemerken, ist es an der Zeit, dass Sie das Gartenhausdach erneuern. Je eher du angesichts von Dachschäden handelst, desto besser. Denn mit dem rechtzeitigen Ausbessern kleiner Schäden verhinderst du, dass diese so groß werden, dass ein bloßes Ausbessern der Dacheindeckung nicht mehr reicht, sondern diese komplett erneuert werden muss.
Wird das vor der üblichen Liegezeit nötig - Dachpappe hat eine Lebensdauer von gut 10 Jahren und EPDM Folie von bis zu 50 Jahren - geht die vorzeitige Gartenhausdacherneuerung ins Geld. Schlimmstenfalls schadet die eindringende Feuchtigkeit nicht nur der Dacheindeckung, sondern auch der Dachkonstruktion beziehungsweise der Bausubstanz des ganzen Gartenhauses.
Für welche Dachform Sie sich auch entscheiden: Mindestens genauso wichtig ist es, das richtige Material auszuwählen und das Dach fachmännisch zu decken. Die Qual der Wahl? Wenn es darum geht, das Dach Ihres Gartenhauses zu decken, dann haben Sie beim Material die Qual der Wahl.
Im Folgenden finden Sie einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen für verschiedene Gartenhausdacheindeckungen. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie diesen leicht folgen und das Dachdecken deines Gartenhauses in Eigenleistung vornehmen. Am besten holst du dir ein, zwei Paar Helferhände dazu.
Dachpappe ist das klassische Material zum Gartenhausdachdecken. Dabei handelt es sich um Pappe, die mit Bitumen getränkte wird, was Feuchtigkeit abhält. Wobei häufig grobkörniger Sand, feiner Kies oder Schiefersplitt in die Bitumenschicht eingewalzt wird, um die Dachpappe abriebfest und UV-Licht-beständig zu machen.
Unser Tipp: In der Regel verlegst du Dachpappe in Form flexibler, großflächiger Platten. Diese verlegst du quer zur Dachneigung überlappend. Es gibt Dachpappe aber auch als Meterware von der Rolle und in Form von Bitumenschindeln. Befestigt wird die Dachpappe auf der Schalung mithilfe spezieller Dachpappennägel (auch Dachpappstifte genannt) oder Heftklammern.
Rolle die Dachpappe mit träger Einlage aus Glasvlies quer zur Dachneigung von Giebelseite zu Giebelseite aus. Beginne dazu an einer Traufenseite, auch Tropfkante genannt, des Spitzdachs. Schneide die Dachpappe mit dem Teppichmesser mit Hakenklinge ab. Bei dünner Pappe kann aber auch schon eine Schere oder ein Cuttermesser reichen. Die nächste Bahn Richtung Dachfirst (die obere Kante des Daches) rollst du mit einer Überlappung von etwa zehn Zentimetern über der ersten aus.
Um den Dachfirst effektiv vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen, empfehlen wir das Verlegen der Dachpappe mit einer Überlappung zu beiden Dachflächen hin.
Verlege anschließend die Dachpappe auch auf der zweiten Dachfläche. Achte darauf, dass die letzte Bahn oben am Dachfirst von der zuvor beidseitig überlappenden Bahn überlappt wird.
Versäubere die Überstände der Dachpappe an den Giebelseiten mit dem Teppichmesser bündig.
Es folgt die Gartenhaus-Dacheindeckung mit flexiblen Bitumenschindeln. Empfehlenswert sind Exemplare mit träger Einlage aus Glasflies und speziell eingefärbtem Mineralgranulat auf der Oberseite. Starte mit dem Verschindeln der Gartenhausdachfläche wieder an der Traufkante. Nagele die erste untere Bitumendachschindelreihe verkehrt herum auf. Das heißt: Die Schindeleinschnitte zeigen nach oben und die durchgehende Kante der Bahn nach unten.
Unser Tipp: Pro Bitumenschindelbahn kommen etwa vier Dachpappstifte zum Einsatz. Sie müssen oberhalb des glänzenden Klebestreifens eingeschlagen werden, damit die Folgereihe Bitumendachschindeln die Nagelköpfe bedeckt.
Achte darauf, die Schindeln mit einem Überstand von vier Zentimetern zum unteren Traufbrett zu befestigen.
Wichtig: Dein Gartenhausdach soll später noch eine Dachrinne bekommen? Dann gibt die Größe der Dachrinne vor, wie groß der Überstand sein muss.
Die nächste Schindelreihe musst du deckungsgleich auf die erste legen. Dabei müssen sich die Fugen überdecken. Das gelingt dir am besten, indem du einen regelmäßigen Fugenversatz realisierst. Außerdem musst du die Folgereihe Dachschindeln gegenüber der ersten überlappend aufnageln. Wiederhole diese Vorgehensweise bis in die Kante des Dachfirsts.
Damit die Firstkante dicht wird, musst du sie auf besondere Weise abdichten. Dazu schneidest du die Bitumenschindelbahnen zu einzelnen Schindeln auf. Lege diese anschließend schuppenförmig über den First und vernagele sie wie gehabt.
Die in Bahnen gelieferte EPDM Folie besteht aus einem gummiartigen, elastischen Werkstoff und dichtet das Dach jahrzehntelang zuverlässig ab. Erfahre im Folgenden, wie die Dacheindeckung mit der EPDM-Folie in 6 Schritten gelingt.
Bevor du mit der EPDM Dachfolie dein Gartenhausdach decken kannst, musst du das Dach gründlich reinigen. Achte darauf, dass der Untergrund absolut trocken ist und spitze Gegenstände wie Steine oder Nägel beseitigt werden, da diese die Plane beschädigen können. Bei einer Erneuerung der Dacheindeckung ist zu beachten, dass zuerst die alte Dacheindeckung vollständig entfernt werden muss.
Sobald das Dach gesäubert ist, kannst du die EPDM Dachfolie auf dem Gartenhausdach ausbreiten. Da die EPDM Folie dabei gedehnt wird, sollte man diese nach dem Auslegen gut 30 Minuten lang liegen lassen, sodass sie in ihre ursprüngliche Form zurückkehren kann.
Um den Flächenkleber effektiv aufzutragen, rollst du die EPDM Folie bis zur Mitte auf. Danach trage den Kleber mithilfe einer Farbrolle dünn auf das saubere Gartenhausdach auf. Lasse am Rand einen Abstand von 5 bis 10 Zentimetern, da dort nachher der Blendenkleber verwendet wird.
Zum Verkleben der Plane, rollen Sie diese von der Mitte her wieder aus.
Auf das Verkleben der Folienfläche folgen nun die Blenden. Dazu schlägst du die Folien an den Seiten zurück. Trage sowohl auf die Folie, als auch auf die Holzblenden den Kontaktkleber auf. Das gelingt am besten, wenn du diesen in ein Gefäß umfüllst und einen Scheuerschwamm zur Hand nimmst.
Das Verkleben der Blendenecken gestaltet sich etwas kniffliger. Dazu musst du die EPDM Folie an den Ecken zu einem Dreieck falten. Die sich ergebende Ecke klebst du an eine Seite der Blenden und drückst sie fest an.
Für die Dachkonstruktion nutzt du idealerweise Konstruktionsvollholz oder bei höheren Belastungen Brettschichtholz. Beim Brettschichtholz, auch Balkenschichtholz genannt, handelt es sich um verleimte Bauhölzer, die aus mehreren Brettern entweder vertikal oder horizontal verleimt werden. Aufgrund der Verleimung mehrerer Bretter in gleicher Faserrichtung kommt es ebenfalls nur selten zu einer Rissbildung.
Damit das Holz das Dach - beispielsweise eines Carports - halten kann, muss es bruchfest, formstabil und insbesondere tragfähig sein. Außerdem ist eine Dachkonstruktion permanent Wind und Wetter ausgesetzt, sodass es Regen, Frost und Sonne im Wechsel standhalten sollte. Ein Dachbau aus Holz ist grundsätzlich langlebig und tragfähig. Wähle aber ein Material aus, das fest sowie widerstandsfähig und elastisch ist. Achte außerdem auf Pilzbefall am Holz. Nadelholz eignet sich gut für Dachkonstruktionen. Aufgrund ihrer Holzinhaltsstoffe und dem meist hohen Harzgehalt sind Nadelhölzer gegen Pilzbefall oder Witterungseinflüsse resistenter. Auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zum Beispiel Chemikalien ist höher. Nadelhölzer sind leicht zu be- und verarbeiten und wegen des geringen Schwindverhaltens formstabil.
Heute haben Bitumenschindeln die Dachpappe vom Spitzenplatz verdrängt und sind zur am häufigsten verwendeten Dacheindeckung bei Gartenhäusern avanciert. Das hat mehrere Gründe: Bitumendachschindeln bestehen aus einer Basisschicht Glasvlies, die mit Bitumen getränkt ist. Die Oberseite ist mit unterschiedlich eingefärbtem Mineralgranulat beschichtet. Die Bitumendachschindeln erhalten Sie bei uns in unterschiedlichen Farben und Formen. Sie sind leicht, ausgezeichnet zu verarbeiten und äußerst witterungsbeständig. Ab einer Dachneigung von circa 15 Grad können Sie Bitumendachschindeln verbauen.
Wir liefern Ihnen die EPDM-Folie nach Maß für Ihr Gartenhaus-Dach. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass die Folie Ihr gesamtes Dach vollständig abdichtet. EPDM-Folie bietet viele Vorteile: Das Material ist unglaublich elastisch, langlebig, UV- und Ozon-sicher und hält auch Wurzeln stand. Daher eignet es sich perfekt als Untergrund für eine Dachbegrünung. Extreme Temperaturen können der EPDM-Dachfolie ebenso wenig anhaben wie Starkregen.
Sie haben sich eingehend zum Thema Gartenhaus-Dacheindeckung informiert und sind sich sicher, welches Material Sie verwenden wollen? Bei uns erhalten Sie die Dachpappe als Meterware von der Rolle.
Mit Sonne, Sturm, Hagel und dem bayerischen Winter muss es ebenfalls fertigwerden. Nach eingehender Recherche entscheiden wir uns für Trapezblech. Die trapezförmig gekanteten Profilbleche aus Aluminium sehen modern aus, haben ein geringes Transport- und Eigengewicht und sind dank Beschichtung vor Witterung und Korrosion geschützt.
Trapezblech überzeugt durch seine Robustheit, seine überdurchschnittlich lange Lebensdauer und die einfache, schnelle und damit kostengünstige Montage. Doch auch im Privatbereich, auf Carports und Gartenhäusern, ist das Material beliebt. Es sieht moderner und hochwertiger aus als Bitumen und ist nicht so schwer und teuer wie Dachschindeln. Unterschiedliche Farbtöne (Rot, Grün, Grau) machen es vielseitig.
Tipp: Wir empfehlen Ihnen nicht, ein Gerüst zu mieten, sondern es gleich zu kaufen. Insbesondere, wenn Sie häufig an Fassade, Balkon oder in hohen Räumen arbeiten, hat sich das schnell amortisiert. Ideal sind Modelle wie das Corda Montagegerüst von Krause mit einer Arbeitshöhe von fünf Metern (ca.
Da wir das Dach ohnehin schon anfassen, verlängern wir es gleich noch auf der dem Garten zugewandten Seite. Diese Konstruktion soll Fahrrädern als Unterstand dienen. Lösen Sie dann die Verschraubung des Ihnen zugewandten Brettes. Nun können Sie das Brett vorsichtig abnehmen.
Um die Verlängerung möglichst stabil zu gestalten, bringen wir vier Stützelemente aus einfacher Fichte an. Die größte Herausforderung besteht darin, sie so anzufertigen, dass sich die natürliche Neigung des Dachs daran entlang fortsetzt. Passen alle vier Elemente, fixieren Sie diese mit Schrauben an der Außenwand des Gartenhauses.
Zum Ortgangbrett müssen wir die Pappe verbreitern. Die Latten sind Teil der Unterkonstruktion, auf der die Trapezbleche verschraubt und an der die Regenrinnen aufgehängt werden.
Prüfen Sie mit der Wasserwaage die Ablaufrichtung des Wassers für die Regenrinne, sägen die Rinnenelemente zu und montieren sie.
Damit das Trapezblech mit jedem Schindeldach mithalten kann, wird es nun noch mit Ortgangbrettern, einem Firstblech und Abschlusskappen für die Ortgangbretter versehen.
Jetzt haben Sie einen Eindruck davon, wie Sie am besten das Dach Ihres Gartenhauses decken. Holen Sie sich zur Umsetzung idealerweise tatkräftige Unterstützung. Auch an Ihre Sicherheit sollten Sie denken, denn beim Arbeiten auf Dächern gelten besondere Schutzmaßnahmen.
tags: #dachschuppen #erneuern #anleitung
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