Lockere Wellen, die lange halten: Dauerwellen gibt es jetzt auch in soften Varianten - natürlich schön und schonend fürs Haar. Sie möchten wissen, ob Ihnen eine leichte Dauerwelle steht? Und wie Sie sie am besten pflegen und stylen können, damit die Locken möglichst lange halten?
Sollte ich mir eine leichte Dauerwelle machen lassen? Im Prinzip kann jeder die weichen Wellen tragen. Bei einer leichten Dauerwelle fangen die Locken oder Wellen nicht am Ansatz an, sondern erst weiter unten. Außerdem sind sie größer und sanfter als bei der klassischen Dauerwelle.
Wie groß die Locken sind, bestimmt in erster Linie die Wicklergröße. Aber auch die Beschaffenheit der Haare entscheidet darüber, wie leicht sich die Strähnen locken lassen. Sehr dicke Haare sind mit der schonenden Dauerwell-Methode schwerer in Wellenform zu bringen. Am besten sind die Haare unbehandelt. Dann kann der Friseur relativ einfach die ideale Wickelmethode für den natürlichen Haartyp bestimmen.
Bei blondierten oder gefärbten Haaren ist es schwieriger abzusehen, wie das Ergebnis ausfallen wird. Leicht stufig geschnitten wirken auch feine, dauergewellte Haare voluminös. Praktisch an diesem wilden Kurzhaarschnitt für Locken: Er ist super unkompliziert im Styling.
Sie wollen den Dauerwellen-Look erstmal nur testen? So geht‘s: Das noch leicht feuchte Haar zu kleinen Schnecken eindrehen und im Abstand von 20 cm vollständig trocken föhnen.
Lässige Locken, schonenderes Verfahren und bloß nicht zu perfekt: Die sanfte Dauerwelle von heute hat nichts mehr mit dem Kringel-Look der 80er- und 90er-Jahre zu tun. Durch ein spezielles Verfahren bringt der Friseur schwungvolle Wellen und natürliches Volumen ins Haar - und das für Wochen. Was die softe von der klassischen Dauerwelle unterscheidet: Die Haare sind am Ansatz noch gerade. Erst nach 2 bis 3 Zentimetern beginnen sie, sich zu wellen.
Nach einer gründlichen Haarwäsche teilt der Friseur die feuchten Haare in mehrere Partien und rollt sie auf große Schaumstoffwickler. Um die Haare biegsam zu machen, kommt dann ein Wellenmittel zum Einsatz. Kurze Einwirkzeit später trägt der Friseur ein Fixierspray auf, damit die Locken auch halten.
Von glatt zu lockig: Damit die aufgedrehten Locken halten, muss die Struktur der Haare aufgebrochen, umgeformt und wieder geschlossen werden. Dahinter stecken zwei chemische Prozesse. Zum Öffnen der formgebenden Schwefelbrücken im Haar verwendet der Friseur ein Reduktionsmittel (meist ein Thiol). Das Prinzip bleibt ähnlich. Jedoch arbeitet der Friseur bei der leichten Dauerwelle mit milderen Inhaltsstoffen, um Haare in Wellenform zu biegen. Die moderne Dauerwelle zeichnet zudem größere Wickler und eine präzisere Wickeltechnik aus. Diese richtet sich nach der individuellen Wuchsrichtung der Haare. Dadurch erzielt der Friseur ein Ergebnis, das haargenau zum Typ passt.
Der Profi-Treatment beim Friseur kostet in der Regel zwischen 50 und 100 Euro. Ganz ohne Chemie kommen selbst leichte Dauerwellen nicht aus. Die Haare sind strapazierter als zuvor, können stumpf wirken und brüchig werden. Durch die Umformung verändert sich außerdem die Haarstruktur.
Ein Blick in die Drogerie-Regale verrät: Selbst eine Dauerwelle zu machen, ist möglich. Bei feinen Haaren ist jedoch Vorsicht geboten, da aus sanften Wellen schnell Kringel-Locken werden können.
Wie lange eine leichte Dauerwelle hält, hängt u. a. davon ab, wie oft Haare waschen bei Dauerwelle? Die ersten zwei Tage nach der Dauerwelle sollten Sie Ihre Haare nicht waschen, damit sich die neuen Locken nicht aushängen.
Die leichten Locken entwirren Sie am besten mit einem grobzinkigen Kamm im feuchten Zustand. Ganz trocken und mit Bürste würden sie aufplustern und der softe Wellen-Effekt wäre dahin. Wenn möglich, lassen Sie dauergewelltes Haar an der Luft trocknen. So fallen die Wellen schön wild und natürlich. Bei Bedarf das trockene Haar mit Leave-in-Pflege auffrischen.
Sie wollen die Haare lieber föhnen? Dann geben Sie vorab eine Leave-in-Kur als Hitzeschutz in die Haare. Kneten Sie die Strähnen dann am besten mit einem Diffusor-Aufsatz über Kopf. So vermeiden Sie, dass der Luftstrom die Locken zu sehr aufwirbelt. Dadurch ginge ihr schöner Schwung verloren und sie wären weniger definiert.
Passende Stylingprodukte geben Struktur, drücken die Wellen aber nicht platt. Ein wenig Haarspray von unten in den Ansatz gesprüht - das genügt für ein dezentes Locken-Finish meist schon. Auch ein Schaumfestiger eignet sich zur Lockendefinition: ins handtuchtrockene Haar geben und wie gewohnt frisieren.
In meinen Teenagerjahren wurde mir allmählich bewusst, dass ich im Vergleich zu anderen Frauen doch recht dünne Haare besitze. Es entwickelte sich ein regelrechter Komplex, als auch meine Familie begann, mein Aussehen zu kritisieren (dabei besitzen sie alle ebenfalls feines Haar). Mit ca. 17 Jahren hatte ich genug und willigte ein, eine Dauerwelle auszuprobieren und verliebte mich sofort in das Resultat. Meine Haarpracht wirkte gerade so, als hätte sie sich vervierfacht. Es entstanden keine Pudellocken, sondern wunderschöne "Engelslocken", die mein eckiges Gesicht viel weicher machten.
Nachdem meine Haare in zwei Jahren vier Dauerwellen hinter sich hatten, ließ ich mich darauf ein, sie restlos herauswachsen zu lassen, um ihnen eine Pause zu gönnen. Doch als die Dauerwelle tatsächlich weg war, begann ich mich wieder extrem unwohl zu fühlen und von meinem Umfeld wurden wieder die alten Gefühle hervorgerufen (z.B. "Du sahst so toll aus! Und jetzt ist dein Haar wieder glatt und dünn!"). Mit der darauffolgenden Dauerwellphase 2.0 erwachte mein Selbstbewusstsein wieder von neuem. Erneut hagelte es Komplimente über Komplimente und mein Haar ließ wieder vier Dauerwellen über sich ergehen.
Alles war prima, doch eines Tages begannen meine Haare urplötzlich mitten im Intervall ohne hormonellen Grund auszufallen. Sie waren zwar noch gelockt, aber hatten doch einiges an Fülle eingebüßt. Ich wusste mir nicht anders zu helfen und ging nicht zu meiner Stammfriseurin, sondern zu einem hochpreisigen Friseur, für dessen Besuch ich lange gespart hatte. Die Dauerwelle war viel zu stark (was sich erst am nächsten Tag unter der Dusche wirklich bemerkbar machte, als sie mir fast büschelweise entgegenkamen). Ein Großteil meiner Haare war abgeknickt und abgebrochen. Teile meiner "Ponypartie" waren abgebrochen und hinterließen einen "Igel".
Nach einem dreiviertel Jahr und ca. 1/3 weniger Haarmenge sahen sie wieder einigermaßen "ok" aus: eeeeextrem kaputt und stumpf, aber nicht mehr abgeknickt oder "zwangsgescheitelt", sondern halb kraus und halb glatt. Natürlich sahen sie noch dazu wie abgenagt und abgefressen aus.
Dennoch entscheide ich mich nach reiflicher Überlegung nun dazu, die Dauerwellen zu lassen. Die Ansicht, dass Dauerwellen grundsätzlich schlecht sind, teile ich nicht. Es ging jahrelang gut - wahrscheinlich auch deswegen, weil meine Haare ansonsten komplett in Ruhe gelassen wurden (nur nachts gab es einen geflochtenen Zopf mit kleinem Bändchen zum Fixieren). ... back to the roots. Ich möchte wieder gesunde Haare haben und lasse daher die Dauerwelle herauswachsen (mein Umfeld wurde zudem radikal ausgemustert).
tags: #Dauerwelle #schwarze #Haare #Erfahrungen
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