Volles, glänzendes Haar wird oft mit Jugend, Schönheit und Vitalität assoziiert. Umso belastender ist es für viele Menschen, wenn Haarausfall auftritt. Das tägliche Kontrollieren der Haare, Bürste und des Spülbeckens kann zu einem ängstlichen Ritual werden.
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
Wenn Sie Ihren Haarausfall mit Chinesischer Medizin behandeln lassen möchten (sei es diffuser, kreisrunder oder kompletter Haarausfall), ist es wichtig, die Ursachen genau zu ergründen. Die Chinesische Medizin hat eigene Theorien bezüglich Haarausfalls entwickelt, so gibt es in der TCM sogar bestimmte Kräuter, die bei Haarausfall besonders gut sind oder das graue Haar neu „färben“ können sollen.
Bei einer Behandlung in meiner Praxis erörtere ich mit Ihnen genau, welche Medikamente eingenommen werden, ob es vermehrte Schadstoffbelastungen gibt, wie die Ernährung und das Schlafverhalten sind und wie hoch Ihr Stresspegel ist. Bei Frauen ist dem Ablauf des Menstruationszyklus die größte Bedeutung zuzumessen. Welche Blutuntersuchungen wurden schon vorgenommen? Letztlich interessieren mich die gesamte körperliche Verfassung und Lebensumstände meines Haarausfall-Patienten, um ihm bestmöglich helfen zu können.
Die traditionelle chinesische Medizin betrachtet Haarausfall nicht als genetischen Defekt, sondern geht von Störungen der Yin-Yang Balance, der 5 Elemente Beziehungen oder der Meridiane aus. Ein Mangel an Yang kann zum Beispiel einen Blutmangel bedeuten (Leber-Yang Defizit) und die Haare gelten in der TCM als „Spross des Blutes“. So kann dieser Blutmangel zu einem Haarausfall führen, und dementsprechend auch behandelt werden. Oder es könnte ein Mangel an Essenz - Jing - vorliegen, dann sind die Nieren betroffen bzw. das Wasserelement gestört.
Ein weiterer Ansatzpunkt für Haarausfall könnte eine Stauung des Energieflusses sein, der den freien Fluss von Qi (Energie) und des Blutes behindert, also die Diagnose Qi- oder auch Blutstagnation. Es obliegt dem verantwortlichen Naturheilkundler bzw. Heilpraktiker die richtige Diagnose für die Behandlung des Patienten herauszufinden. In den seltensten Fällen tritt Haarausfall auch schon im jungen Alter auf.
Die chinesische Medizin ist reich an Bildern. Den Haarausfall kann man am ehesten mit einem Getreidefeld vergleichen, auf dem wenig gedeiht. Für ein üppiges Kornfeld braucht man eine nährstoffreiche, fruchtbare und feuchte Erde.
So ist die Therapie des Haarausfalls „zur Bereitung des guten Bodens“ in der Regel längerfristig, Sie sollten sich auf einen Zeitraum drei (bis sechs) Monaten einstellen, in dem sie je nach individueller Diagnose unterschiedlich intensiv mit chinesischen Heilkräutern (die je nach Befund mehr nähren, kühlen, befeuchten, Wind ausleiten oder Blockaden beseitigen) behandelt werden, lokale Anwendungen der Kopfhaut bekommen und akupunktiert werden.
Die traditionelle chinesische Medizin gewinnt bei der Diagnose ein genaues Bild des Patienten und entwirft daraufhin ein individuelles Behandlungskonzept, auf der Basis von naturheilkundlichen Mitteln und Methoden. Hierzu zählen Akupunktur, Chinesische Heilkräuter aber auch Diätetik.
Meistens ist ein multipler Ansatz, also bestehend aus allen obigen Methoden, der beste. Denn die Chinesische Medizin glaubt an die multifaktorielle Genese von Erkrankungen, bzw. postuliert, dass der Organismus durch eine Vielzahl an Störungen und schädlichen Einflüssen in ein Ungleichgewicht kommt, das in diesem Fall den Haarausfall produziert. Somit ist auch ein mehrgleisiger Ansatz der richtige in der TCM.
Es gibt sogar bestimmte Kräuter, die als allgemein gut für das Haarwachstum oder das Aussehen des Haares gelten. Zu den Empfehlungen für die Ernährung gehören beispielsweise Knoblauch, Bohnen und Sojabohnensprossen. Ingwer und Knoblauch gelten als geeignete Lebensmittel für die äußere Anwendung, da z. B Knoblauch das Blut und Qi mit seiner wärmenden Wirkung in Bewegung setzt, sodass Durchblutungsstörung behoben werden. Ähnliches gilt für den Ingwer. Je nach Diagnose gibt es entsprechende Kräuter, die bei Einnahme ein Haarwachstum begünstigen können.
Absolut gesicherte Erkenntnisse zu möglicher Wirkung von TCM gegen Haarausfall liegen zurzeit nämlich nicht vor, allerdings hat die chinesische Heilkunst so manchen Skeptiker auch in vergangener Zeit schon überrascht.
Sehr hilfreich hat sich in den letzten Jahren die Verwendung eines Infrarot-Laser-Helms gezeigt, angeregt durch Forschungsergebnisse aus der Anti-Aging-Medizin. Allgemein dünner werdendem Haar, kreisrundem Haarausfall kann mithilfe von Laserlicht im Infrarotbereich entgegengewirkt werden. Zum Einsatz kommt Licht mit der Wellenlänge von 645 bis 850 Nanometern, das den Stoffwechsel der Mitochondrien anregt, die Wachstumsphase verlangsamt und Entzündungsprozesse vermindert.
Meist sind 2-4 Sitzungen / Woche notwendig, die idealerweise über einen Zeitraum von drei (bis sechs) Monaten erfolgen. Etwa 20 Minuten lang wird die Kopfhaut bestrahlt, derweil können leichte Tätigkeiten durchgeführt werden. Laserlicht bewegt sich allerdings in einer Linie und bildet einen kohärenten Strahl, der seine volle Intensität und Leistung beibehält. LED-Licht breitet sich wie eine Glühbirne in alle Richtungen aus und verliert auf dem Weg schnell an Durchschlagskraft.
Haarausfall (lateinisch Alopezie), d.h. v.a. Lehre der TCM sind “qi” und “xue” (Blut)). Chinesischen Medizin (TCM) geschwächt ist. Haarausfall, der auf einer Schwäche basiert, den Hauptbestandteil der Therapie darstellen. körperliche Betätigung können den Therapieverlauf beschleunigen. erwähnt, bei denen eine Stauung im Fluss von “qi” oder “Blut” ursächlich ist.
Die Leber speichert das Blut und zeigt sich in den Nägeln; Die Niere speichert Essenz (Erbanlage, genetische Potenzial) und zeigt sich im Haar. Niere kontrolliert die Knochen und produziert das Mark, daher ist Niere die Quelle vom Blut. Das Haar wird vom Blut ernährt, deswegen macht ein Mangelzustand des Blutes es trocken und Haarausfall folgt. Deshalb ist der Grundsatz der chinesischen Medizin, die Lebensenergie Qi zu ergänzen und die Blutzirkulation zu aktivieren, Leber- und Nieren- Yin zu ernähren, das Ungleichgewicht im Körper wiederherzustellen, damit Haare wieder wachsen können.
Ganzheitliche Therapie bei Haarausfall bedeutet, Körper, Seele und Erfahrungen gleichermaßen zu betrachten. Kreisrunder Haarausfall kann tief verunsichern - und doch birgt er auch die Chance, die eigene Geschichte, die eigenen Wurzeln und die Balance neu zu entdecken.
Die traditionelle chinesische Medizin und die westliche Naturheilkunde betrachten den Menschen und seine Krankheiten aus ähnlichen aber in vielen Punkten unterschiedlichen Perspektiven. So fehlt der westlichen Naturheilkunde meist die differenzierte Diagnose, welche die Ursache des Haarausfalls benennt. Die Chinesische Medizin kennt zum Beispiel für den kreisrunden Haarausfall diverse Ursachen und entsprechend Therapien sehen unterschiedlich aus, während die westliche Naturheilkunde tendenziell den kreisrunden Haarausfall immer gleich behandelt.
Die Heilpraktiker, welche mit westlicher Naturheilkunde arbeiten, kennen zum Beispiel die Stärkung des Organismus durch Vitamine und andere Stoffe und wissen darum, dass der Haarausfall auch etwas mit den Nerven, also mit Stress zu tun haben kann. Selten nutzt der Heilpraktiker hier aber ein ganzheitliches Bild des Menschen in seiner Imbalance, welche das Symptom Haarausfall produziert, so wie es in der TCM geschieht.
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