Dauerhafter Haarausfall nach Corona: Ursachen und Behandlungen

Bei manchen Menschen macht sich eine Coronavirus-Infektion auch nach überstandener Covid-19-Erkrankung noch bemerkbar. Schätzungsweise 6 bis 15 Prozent der Genesenen leiden unter Long Covid. Die Langzeitfolgen können bereits nach einer milden Erkrankung auftreten und Betroffene im Alltag einschränken. Bei Beschwerden empfiehlt es sich daher, medizinischen Rat einzuholen und mögliche Therapiemethoden zu besprechen.

Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur akute gesundheitliche Herausforderungen mit sich gebracht, sondern auch eine Vielzahl von Langzeitfolgen, die erst nach und nach in den Fokus rücken. Eine davon ist der Zusammenhang zwischen der Erkrankung und kreisrundem Haarausfall, auch als Alopecia Areata bekannt. Während dieser Haarausfalltyp bereits vor der Pandemie als Autoimmunerkrankung erforscht wurde, zeigt sich nun, dass Covid-19 offenbar als Auslöser oder Verstärker fungieren kann.

Die Erkenntnis, dass Covid-19 mit kreisrundem Haarausfall in Verbindung stehen kann, ist nicht nur medizinisch bedeutsam, sondern auch für Betroffene von großer Relevanz. Sie verdeutlicht, dass hinter dem plötzlichen Haarausfall nach einer Infektion oft komplexe Prozesse stecken, die gezielte Behandlungsansätze erfordern.

Eine der weniger offensichtlichen, aber zunehmend dokumentierten Langzeitfolgen von Covid-19 ist der verzögert auftretende Haarausfall. Viele Betroffene berichten, dass dieser erst Wochen oder sogar Monate nach der akuten Infektion beginnt.

Symptome wie Husten, Kurzatmigkeit oder Erschöpfung können nach einer Corona-Infektion noch lange bestehen bleiben. Man spricht dann von Post oder Long Covid. Die Behandlung ist oft komplex. Etliche Genesene haben nach ihrer Infektion mit Sars-CoV-2 mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen und brauchen lange, um sich vollständig von ihrer Erkrankung zu erholen.

Als Symptom von Long Covid tritt Schnupfen etwa auf, wenn die Schleimhäute geschädigt wurden. Riech- und Geschmacksstörungen als Corona-Langzeitfolge Mit Auftreten der Omikron-Variante hat der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn als Symptom zwar abgenommen, er kommt aber immer noch vor.

Auch depressive Verstimmungen und Ängste treten als Symptome von Long Covid auf. Diese können zum einen Auswirkungen schwerer Verläufe sein, da bei den Betroffenen häufig die Rückkehr in ein normales Leben erschwert ist. Zum anderen belasten die anhaltenden körperlichen Beschwerden und das andauernde Krankheitsgefühl bei Long Covid die Betroffenen mitunter stark.

Haarausfall kann nach einer Corona-Infektion ebenso wie nach anderen Infekten auftreten. Er beginnt meist erst einige Wochen nach der Infektion und verschwindet von selbst wieder. Denn die Haarfollikel bleiben erhalten und das Haar wächst nach. Bis die Haarfülle wiederhergestellt ist, kann es allerdings einige Monate dauern.

Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur körperliche, sondern auch erhebliche psychologische Auswirkungen auf viele Menschen gehabt. Besonders der plötzliche und sichtbare Verlust von Haaren durch kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) kann die emotionale Belastung zusätzlich verstärken.

Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig. Neben genetischen Veranlagungen oder hormonellen Schwankungen können auch Erkrankungen ein Grund dafür sein. Und auch hier gibt es unterschiedliche Faktoren, die Haarausfall begünstigen können.

Bei einer Corona-Erkrankung kann es vorkommen, dass die Haare in einer Ruhephase stecken bleiben. Sie hören auf zu wachsen und beginnen einige Wochen später auszufallen.

Stress wirkt sich auf diverse Weise auf den Körper aus. Ärzte sprechen hier von psychosomatischen Störungen. Neben Schlaf- und Verdauungsstörungen, kann auch Haarverlust dazugehören. Viele Corona-Patienten leiden unter Stress. Die Infektion mit der neuen Krankheit bringt Ängste mit sich, die sich negativ auf die Psyche auswirken. Das einschneidende Erlebnis erhöht den Stresspegel und die Haare fallen aus. Dieser stressbedingte Haarausfall zeigt sich oft erst Wochen bis Monate später. Betroffene bemerken den Haarausfall daher erst, wenn sie wieder genesen sind.

Eine Viruserkrankung ist immer eine besondere Belastung für den Körper. Sie wirkt sich auch auf die Organe und Gefäße des Körpers aus. Bei einer Covid-Infektion können sich die Blutgefäße der Haarfollikel verengen, die für die Produktion der Haarfasern zuständig sind. Weil sie dadurch während der Krankheit nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt werden, stellen sie das Wachstum ein.

Haarverlust zählt bei diversen Medikamenten zur Liste der möglichen Nebenwirkungen. Neben Antidepressiva und Blutverdünnern kann auch die längerfristige Einnahme von Ibuprofen die Haare verstärkt ausfallen lassen.

Corona-Infektionen begünstigen Haarausfall. In der Praxis wurde der Zusammenhang zwischen Corona und Haarausfall schon früh erkannt. Die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Corona-Erkrankung oder Corona-Impfung unter Haarausfall litten, nahm stetig zu. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Fieber, Stress und die körperliche Belastung bei Erkrankung Haarausfall begünstigt. Jedoch steckt bei Corona mehr als das dahinter. Die Haarausfall-Muster bei COVID-19 Erkrankungen ähneln anderen Haarausfall-Mustern.

Corona führt zu unterschiedlichen Formen des Haarausfalls, häufig treten sie in Kombination auf. Corona löst Autoimmunerkrankungen aus bzw. reaktiviert jene, die in Vergangenheit aufgetreten sind.

Corona beschädigt Gefäße, aktuellen Erkenntnissen zufolge greifen Autoantikörper die innere Haut der Gefäße an (Endothel). Woraufhin die Versorgung von Zellen und Organen nicht mehr optimal funktioniert. Durch eine Unterversorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen werden sie geschädigt und funktionieren nicht mehr richtig bzw. sterben ab. Das zeigt sich im anagenen Effluvium (Haarausfall in der Wachstumsphase der Haare mit unterschiedlichen Haarlängen). Die Folge ist diffuser Haarausfall, welcher sich über das gesamte Kopfhaar erstreckt.

Die Professorin und Leiterin der Immundefekt-Ambulanz, Carmen Scheibenbogen der Charité Universitätsklinik in Berlin stellte treffend fest: “Long-COVID hat alle Anzeichen einer Autoimmunkrankheit.” Corona führt also zumindest bei manchen Erkrankten dazu, dass das Immunsystem fehlgesteuert reagiert. Dabei werden körpereigene Zellen und Organe als Fremdkörper bzw. Und dieses Muster sehen wir bei den Haarfollikeln ebenfalls, in Form von Alopecia Areata (kreisrundem Haarausfall). Diese Haarwurzeln werden also von den eigenen Abwehrkräften angegriffen.

Es wird zwischen der vernarbender und nicht-vernarbender Alopezie unterschieden. Bei der nicht vernarbenden Alopezie sterben die Haarwurzeln in aller Regel nicht ab. Sie gehen in einen Ruhezustand über. Bei der vernarbenden Form der Autoimmunerkrankung werden die Haarfollikel und teilweise auch das umgebende Bindegewebe (bspw. die Haut) zerstört. Dies äußert sich in einem Absterben und Vernarben der Haarwurzeln. Dazu gehört u.a. die Folliculitis Decalvans, dahinter steckt eine Entzündung der Kopfhaut und Haarwurzeln, die die Haarfollikel unwiederbringlich zerstört.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Studien, die den Zusammenhang von Corona-Erkrankungen bzw. Long COVID und Haarausfall belegen. Auch nach einer Corona Impfung kann es zu Haarausfall kommen. Wir haben beobachtet, dass Impfungen mit Haarausfall-Erkrankungen einhergehen können. Die Inkubationszeit beträgt bei nicht-vernarbenden Alopezien etwa 4 bis 6 Wochen, nach Ansteckung bzw. Impfung.

Der genaue Mechanismus, der zum Haarausfall bei COVID-19 führt, ist noch nicht vollständig erforscht. Es gibt jedoch erste Erkenntnisse, dass dies auf Gefäßveränderungen zurückzuführen sein kann, die die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen und Sauerstoff beeinträchtigen.

Haarausfall nach Corona-Infektion? Das kannst du tun!

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata)

Kreisrunder Haarausfall, medizinisch als Alopecia Areata bezeichnet, ist eine entzündliche Erkrankung, die zu plötzlichem, lokal begrenztem Haarausfall führt. Typisch sind runde oder ovale kahle Stellen, die meist auf der Kopfhaut auftreten, aber auch andere behaarte Körperregionen wie Augenbrauen, Bart oder Wimpern betreffen können.

Die Ursache von Alopecia Areata liegt in einer fehlgeleiteten Immunreaktion. Das Immunsystem greift die Haarfollikel an, was deren Wachstumszyklus unterbricht. Die betroffenen Follikel verbleiben in einer Ruhephase, wodurch die Haare ausfallen, ohne dass neue nachwachsen.

Ein weiteres Merkmal dieser Erkrankung ist ihre Unvorhersehbarkeit. Der Verlauf kann individuell stark schwanken: Während bei einigen Betroffenen die Haare spontan nachwachsen, kommt es bei anderen zu wiederkehrenden Episoden oder einer Ausweitung der kahlen Stellen.

Die Diagnose von Alopecia Areata erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung. In unklaren Fällen können zusätzliche Tests, wie eine Dermatoskopie oder eine Biopsie, notwendig sein, um andere Ursachen für den Haarausfall auszuschließen.

Für Betroffene kann der plötzliche Haarverlust eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Neben der medizinischen Behandlung spielt daher auch die emotionale Unterstützung eine wichtige Rolle.

Die Symptomatik des kreisrunden Haarausfalls (Alopecia Areata) nach einer Covid-19-Infektion kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Das frühzeitige Erkennen und Einordnen der Symptome ist entscheidend, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Kahle, runde oder ovale Stellen: Die betroffenen Bereiche sind meist klar abgegrenzt und treten häufig auf der Kopfhaut auf. Im Vergleich zu diffusem oder vernarbendem Haarausfall ist der kreisrunde Haarausfall durch die klaren, lokalisierten Stellen gut abgrenzbar. Während diffuser Haarausfall meist eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare zeigt, bleibt bei Alopecia Areata die umliegende Haarpracht intakt. Das rechtzeitige Erkennen dieser Symptome kann helfen, den Haarausfall besser einzuordnen und gezielt medizinische Unterstützung zu suchen.

Der menschliche Haarzyklus besteht aus drei Phasen: der Wachstumsphase (Anagenphase), der Übergangsphase (Katagenphase) und der Ruhephase (Telogenphase). Stressfaktoren wie eine schwere Infektion können dazu führen, dass eine größere Anzahl von Haaren gleichzeitig in die Telogenphase übergeht. Diese Phase endet nach etwa zwei bis drei Monaten mit dem Ausfall der Haare.

Covid-19 kann den gesamten Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Faktoren wie eine geschwächte Immunabwehr, hormonelle Veränderungen und ein erhöhter Energiebedarf während der Genesung können die Nährstoffversorgung der Haarfollikel beeinträchtigen. Besonders Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Vitamin D spielen eine entscheidende Rolle für das Haarwachstum.

Chronische Entzündungen, die nach einer Covid-19-Infektion bestehen bleiben können, tragen ebenfalls zur zeitverzögerten Symptomatik bei. Diese Entzündungen belasten den Körper und stören die Regeneration der Haarfollikel.

Die psychische Belastung durch die Pandemie, verbunden mit der Sorge um die eigene Gesundheit und die sozialen Einschränkungen, kann ebenfalls eine Rolle spielen. Stress ist ein bekannter Auslöser für Haarausfall und kann bestehende Probleme verstärken.

Die zeitverzögerte Natur des Haarausfalls nach Covid-19 zeigt, wie tiefgreifend die Auswirkungen der Erkrankung auf den gesamten Organismus sein können.

Besonders der plötzliche und sichtbare Verlust von Haaren durch kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) kann die emotionale Belastung zusätzlich verstärken.

Die Pandemie hat weltweit zu einem Anstieg von Stress, Angstzuständen und Depressionen geführt. Isolation, finanzielle Unsicherheiten und die Sorge um die eigene Gesundheit oder die von Angehörigen haben viele Menschen an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Dieser chronische Stress kann das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen und Autoimmunreaktionen wie kreisrunden Haarausfall auslösen oder verschlimmern.

Der sichtbare Verlust von Haaren, insbesondere an exponierten Stellen wie der Kopfhaut oder den Augenbrauen, kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene fühlen sich stigmatisiert oder ziehen sich aus Angst vor negativen Reaktionen aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Die Rolle des Immunsystems

Covid-19 hat nicht nur Auswirkungen auf die Atemwege, sondern kann auch tiefgreifende Veränderungen im Immunsystem auslösen. Eine der bemerkenswertesten Folgen ist die mögliche Aktivierung von Autoimmunreaktionen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellen und Gewebe angreift.

Das Immunsystem reagiert auf eine Covid-19-Infektion oft mit einer starken Entzündungsreaktion, die als Zytokinsturm bekannt ist. Dabei werden große Mengen entzündungsfördernder Moleküle, sogenannte Zytokine, freigesetzt. Diese übermäßige Immunantwort kann nicht nur gesundes Gewebe schädigen, sondern auch das Gleichgewicht des Immunsystems nachhaltig stören.

Ein weiterer Faktor ist die mögliche Kreuzreaktivität des Immunsystems. Studien legen nahe, dass bestimmte Virusproteine von SARS-CoV-2 Ähnlichkeiten mit körpereigenen Strukturen aufweisen. Diese molekulare Mimikry könnte dazu führen, dass das Immunsystem nicht nur das Virus, sondern auch körpereigene Zellen - wie die der Haarfollikel - angreift.

Darüber hinaus wird vermutet, dass Covid-19 bestehende Autoimmunerkrankungen verschlimmern oder latent vorhandene Erkrankungen aktivieren kann.

Die Rolle des Immunsystems bei Covid-19 und Autoimmunreaktionen ist ein aktives Forschungsfeld. Wissenschaftler untersuchen derzeit, wie gezielte Therapien, die das Immunsystem modulieren, das Risiko solcher Reaktionen verringern können.

Die Mechanismen, die kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) nach einer Covid-19-Infektion auslösen, sind komplex und basieren auf einer Vielzahl biologischer Prozesse. Diese Prozesse betreffen sowohl das Immunsystem als auch die Haarfollikel direkt.

1. Immunologische Fehlsteuerung

Nach einer Covid-19-Infektion kommt es häufig zu einer Überaktivierung des Immunsystems. Dabei können regulatorische T-Zellen, die normalerweise Autoimmunreaktionen unterdrücken, in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Dies führt dazu, dass zytotoxische T-Zellen die Haarfollikel angreifen und deren Wachstumszyklus unterbrechen.

2. Entzündungsbedingte Mikroumgebung

Eine Covid-19-Infektion kann eine entzündliche Mikroumgebung schaffen, die die Haarfollikel empfindlich macht. Zytokine wie Interleukin-6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α), die während der Infektion vermehrt ausgeschüttet werden, fördern entzündliche Prozesse in der Kopfhaut.

3. Oxidativer Stress

Covid-19 kann oxidativen Stress in den Zellen erhöhen, was zu einer Schädigung der Haarfollikel führt. Freie Radikale, die durch die Infektion vermehrt entstehen, greifen die Zellstrukturen an und beeinträchtigen die Funktion der Haarmatrixzellen, die für das Haarwachstum verantwortlich sind.

4. Gefäßbedingte Faktoren

Ein weiterer Mechanismus ist die Beeinträchtigung der Blutgefäße, die die Haarfollikel mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Covid-19 kann durch endotheliale Dysfunktion und Mikrothrombosen die Durchblutung der Kopfhaut verschlechtern.

5. Genetische Prädisposition

Menschen mit einer genetischen Veranlagung für Autoimmunerkrankungen könnten besonders anfällig für kreisrunden Haarausfall nach einer Covid-19-Infektion sein.

Die Kombination dieser Mechanismen macht deutlich, warum kreisrunder Haarausfall nach einer Covid-19-Infektion auftreten kann.

Behandlungsansätze

Die Behandlung von kreisrundem Haarausfall (Alopecia Areata) nach einer Covid-19-Infektion erfordert einen individuellen Ansatz, der auf die spezifischen Ursachen und Symptome abgestimmt ist. Da die Erkrankung durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird, zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, das Immunsystem zu regulieren und die Haarfollikel zu stärken.

  • Topische Kortikosteroide: Diese entzündungshemmenden Medikamente werden direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, um die Immunreaktion zu unterdrücken.
  • Intralesionale Injektionen: Bei schwereren Fällen können Kortikosteroide direkt in die betroffenen Hautareale injiziert werden.
  • Topische Immuntherapie: Substanzen wie Diphencypron (DPCP) werden verwendet, um eine kontrollierte allergische Reaktion auszulösen.
  • JAK-Inhibitoren: Diese neuartigen Medikamente, wie Baricitinib oder Tofacitinib, zielen auf bestimmte Signalwege im Immunsystem ab, die bei Autoimmunreaktionen eine Rolle spielen.
  • Phototherapie: Die Behandlung mit UV-Licht kann entzündungshemmend wirken und das Immunsystem modulieren.
  • Nährstoffergänzung: Eine gezielte Supplementierung von Eisen, Zink, Biotin und Vitamin D kann die Regeneration der Haarfollikel unterstützen.

Die Wahl der Therapie hängt von der Schwere des Haarausfalls, der individuellen Krankengeschichte und den zugrunde liegenden Ursachen ab. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist entscheidend, um den optimalen Behandlungsplan zu erstellen.

Ernährung und Nährstoffsupport

Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Regeneration der Haarfollikel, insbesondere nach einer Covid-19-Infektion. Ein gezielter Nährstoffsupport kann die Haarwurzeln stärken, den Haarzyklus stabilisieren und das Wachstum neuer Haare fördern.

  • Biotin (Vitamin B7): Biotin ist essenziell für die Keratinproduktion, das Hauptprotein der Haare. Ein Mangel kann zu brüchigem Haar und Haarausfall führen.
  • Eisen: Eisenmangel ist eine häufige Ursache für Haarausfall, da es die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel beeinträchtigen kann.
  • Zink: Zink unterstützt die Zellteilung und die Reparaturprozesse in den Haarfollikeln.
  • Vitamin D: Dieses Vitamin ist nicht nur für das Immunsystem wichtig, sondern auch für die Aktivierung der Haarfollikel.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese fördern die Durchblutung der Kopfhaut und wirken entzündungshemmend.
  • Proteinreiche Ernährung: Haare bestehen größtenteils aus Keratin, einem Protein.

Da Nährstoffmängel individuell unterschiedlich sein können, ist eine vorherige Analyse durch einen Arzt oder Ernährungsberater sinnvoll. Bluttests können Aufschluss über spezifische Defizite geben, die gezielt ausgeglichen werden können.

Eine bewusste Ernährung, kombiniert mit einer gezielten Nährstoffzufuhr, kann die Regeneration der Haarfollikel erheblich unterstützen.

Haarteile und Haarsysteme

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata) kann für Betroffene nicht nur eine medizinische Herausforderung darstellen, sondern auch eine erhebliche psychische Belastung. Sichtbare kahle Stellen auf der Kopfhaut oder an anderen Körperbereichen beeinflussen oft das Selbstbewusstsein und die Lebensqualität.

Moderne Haarteile und Haarsysteme sind so konzipiert, dass sie sich nahtlos in das vorhandene Haar integrieren und ein natürliches Aussehen gewährleisten. Dank innovativer Technologien können sie individuell an die Kopfform, Haarfarbe, -struktur und -dichte angepasst werden.

Haarteile und Haarsysteme sind nicht nur eine kosmetische Lösung, sondern können auch ein wichtiger Teil der Bewältigungsstrategie sein. Sie geben Betroffenen die Möglichkeit, sich auf andere Aspekte des Lebens zu konzentrieren, während medizinische Behandlungen parallel durchgeführt werden.

Insgesamt bieten Haarteile und Haarsysteme eine effektive, flexible und ästhetisch ansprechende Möglichkeit, mit den sichtbaren Folgen von kreisrundem Haarausfall umzugehen.

Prognose und Ausblick

Die Prognose für kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) nach einer Covid-19-Erkrankung ist grundsätzlich positiv, da die Haarfollikel in den meisten Fällen intakt bleiben und somit die Möglichkeit zur vollständigen Regeneration besteht.

In vielen Fällen kann sich der Haarausfall ohne medizinische Intervention zurückbilden. Studien zeigen, dass bei milden Formen von Alopecia Areata das Haarwachstum innerhalb von sechs bis zwölf Monaten spontan wieder einsetzen kann.

Obwohl die meisten Betroffenen mit kreisrundem Haarausfall nach Covid-19 eine gute Prognose haben, können Rückfälle auftreten. Diese sind häufig mit erneuten Stresssituationen oder einer Reaktivierung der Autoimmunreaktion verbunden.

Die wissenschaftliche Forschung entwickelt stetig neue Ansätze, um die Regeneration der Haare zu fördern.

Studie Häufigkeit von Haarausfall
Mai 2022 (COVID-19-Patienten) 24%
Oktober 2022 (Saudi-Arabien) 52,7%
Juli 2022 (Universität Birmingham) Haarausfall als signifikant assoziiertes Symptom

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vollständige Rückbildung des kreisrunden Haarausfalls na...

Für Betroffene ist dies gleich mehrfach belastend. Zum einen ist der Verlust des eigenen Haares stets mit Unsicherheit und anderen psychischen Belastungen verbunden. Die Sorgen wachsen, während das Selbstbewusstsein schwindet. Zum anderen bringt die Ungewissheit in Bezug auf Corona neue Ängste mit sich. Warum fallen die Haare aus? Wachsen meine Haare wieder nach?

Damit der Haarausfall durch COVID-19 gestoppt werden kann, ist möglichst schnell eine gezielte Therapie zu beginnen.

  • Analyse: Zunächst einmal müssen andere Einflüsse ausgeschlossen werden.
  • Immunsuppressive Therapie: Bei dieser Therapie wird das Immunsystem unterdrückt, sodass die Haarwurzeln nicht länger von den Abwehrkräften des Körpers angegriffen werden. Typischerweise wird hier mit Kortison bzw. wirkungsgleichen Medikamenten agiert.
  • Regenerative Therapie: Durch die Injektion von PRP (Plättchenreiches Blutplasma) und zytokin-reichem Plasma kann die schwere Entzündungsreaktion behandelt und die Haarwurzeln wieder regeneriert und ggf. reaktiviert werden. Es handelt sich also um eine gezielte Unterstützung der Haarfollikel, damit diese wieder genesen können.
  • Haartransplantation: Wenn Haarfollikel absterben, können kahle Stellen entstehen. Sind die Follikel bereits abgestorben, dann kann dort kein Haarwachstum mehr stattfinden.

tags: #dauerhafter #haarausfall #nach #corona #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen