Darmkrebs: Symptome, Therapie und Lebenserwartung

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Dank wirkungsvoller Vorsorge ist die Zahl der Neuerkrankungen rückläufig. Früh erkannt, lässt er sich oftmals heilen. Hier erfährst du mehr über die Erkrankung, mögliche Ursachen, Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmethoden.

Darmkrebs entsteht, wenn sich Zellen der Darmschleimhaut zu Krebszellen verändern. Das passiert meist im Bereich des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Enddarms (Rektumkarzinom). Dünndarmkrebs tritt seltener auf. Der Überbegriff für diese beiden Krebserkrankungen ist “kolorektales Karzinom”. Am häufigsten tritt Darmkrebs in den unteren 30 bis 40 Zentimetern des Dickdarms auf. Selten ist dagegen Krebs im Dünndarm und im Bereich des Afters.

Ursachen und Risikofaktoren von Darmkrebs

Was genau die Mutation von gesunden Schleimhautzellen im Darm zu Krebszellen auslöst, ist noch nicht vollständig geklärt. Bei etwa fünf Prozent der Fälle liegt eine erbliche Mutation vor. Bei den anderen 95 Prozent können bestimmte Faktoren, von denen man weiß, dass sie das Krebsrisiko erhöhen können, eine mögliche Ursache sein. An erster Stelle steht dabei das Alter.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • Zu wenig Bewegung
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Verzehr von zu viel Fleisch- und Wurstwaren
  • Chronische Entzündungen der Darmschleimhaut (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Darmkrebserkrankungen in der Familie

Zur Klärung empfiehlt sich der Besuch einer qualifizierten genetischen Beratungsstelle. Erhärtet sich der Verdacht auf eine genetische Veränderung in der Familie, kann ein prädiktiver Gentest durchgeführt werden. Daran lässt sich erkennen, ob eine Person Trägerin oder Träger eines veränderten Gens ist oder nicht. Bei positivem Testergebnis empfehlen sich regelmäßige, engmaschige Vorsorgemaßnahmen.

Symptome von Darmkrebs

Darmtumore wachsen langsam über Jahre hinweg. Da sie lange keine Beschwerden verursachen, ist die Gefahr groß sie erst in fortgeschrittenem Stadium zu entdecken. Unter anderem deshalb ist die Früherkennung so wichtig.

Typische Anzeichen, die auf einen Tumor im Darm hinweisen können, sind:

  • Verfärbungen durch Blut im Stuhl (Darmtumore können mehr oder weniger intensiv bluten)
  • Vermehrter Schleim auf dem Stuhl (Darmtumore, die aus den Schleim-produzierenden Darmzellen hervorgehen, produzieren viel Schleim)
  • Andauernder Durchfall oder Verstopfung bzw. beides im Wechsel
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten, beispielsweise bleistiftdünner Stuhl
  • Entleerung von etwas Blut, Schleim oder Stuhl beim Abgang von Blähungen
  • Entleeren von auffallend übelriechendem Stuhl
  • Starke, anhaltende Blähungen
  • Laute Darmgeräusche oder Rumoren
  • Häufiger Stuhldrang (auch ohne Entleerung)
  • Tastbare Verhärtungen im Bauchraum, vergrößerte Lymphknoten
  • Bauchkrämpfe oder Bauchschmerzen, die länger als eine Woche anhalten, Schmerzen beim Stuhlgang
  • Blutarmut, Blässe
  • Ständige Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, Leistungsabfall
  • Appetitlosigkeit, ungewollter Gewichtsverlust

Sicherheit kann ein Arztbesuch geben, um die Beschwerden abklären zu lassen. Doch keine Angst: Diese Anzeichen können auch andere Ursprünge haben.

Untersuchungen bei Darmkrebs

Wichtig für die Diagnosestellung sind Informationen über das eventuelle Vorhandensein, die Dauer, Ausbreitung und Aktivität von Vorerkrankungen (vor allem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) sowie mögliche (Darm-) Krebserkrankungen in deiner Familie. Außerdem helfen deiner Ärztin oder deinem Arzt Informationen über Risikofaktoren.

Nach dem ausführlichen Gespräch (Anamnese) steht eine gründliche körperliche Untersuchung an, bei der deine Ärztin oder dein Arzt auch den Mastdarm austastet.

Darmspiegelung

Bei Verdacht auf Darmkrebs wird deine Ärztin oder dein Arzt außerdem eine Darmspiegelung veranlassen. Diese darf nur von speziell dafür ausgebildeten Fachärztinnen und -ärzten durchgeführt werden. Die Darmspiegelung kann sich auf den Mastdarm beschränken (Rektoskopie), den höher gelegenen Dickdarmabschnitt sowie das Rektum untersuchen (Sigmiodoskopie) oder den gesamten Dickdarm betreffen (Koloskopie). Stellt die Ärztin oder der Arzt Gewebeveränderungen fest, nimmt sie oder er eine Gewebeprobe (Biopsie), die anschließend pathologisch auf bösartige Veränderungen untersucht wird. Wenn Darmpolypen vorhanden sind, werden diese als mögliche Krebsvorstufen während der Untersuchung entfernt.

Die Darmspiegelung ist das beste Verfahren zur Diagnose von Darmkrebs. Kommt eine Darmspiegelung aus bestimmten Gründen nicht infrage, etwa weil der Darm verengt oder durch den Tumor verschlossen ist, gibt es alternative diagnostische Verfahren.

Weitere mögliche Untersuchungen

Steht die Diagnose Darmkrebs fest, gilt es, dein individuelles Krankheitsbild möglichst klar zu beschreiben, um die Behandlung passgenau darauf zuzuschneiden. Dazu müssen unter anderem folgende Fragen beatwortet werden:

  • Wo genau liegt der Tumor?
  • Wie groß ist er?
  • Wie schnell wächst er?
  • Hat er bereits zu Metastasen in anderen Organen geführt?
  • Welche Eigenschaften besitzt er - weist er beispielweise bestimmte Mutationen auf, die Einfluss auf die Therapiewahl haben können?

Aufschluss darüber geben weitere spezifische Untersuchungen.

Therapieplanung bei Darmkrebs

Welche Behandlung die richtige für dich ist, wägt deine Ärztin oder dein Arzt auf Basis deiner individuellen Diagnose - Größe und Lage des Tumors, Einwuchs in die Darmwand sowie Lymphknotenbefall - und deines Allgemeinzustands sowie deinen Wünschen sorgfältig und gemeinsam mit dir ab. Bei allen Stadien besteht die Chance auf eine Heilung, doch je früher der Krebs behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Ist keine Heilung mehr möglich, ist das Ziel, die Erkrankung möglichst gut zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten.

Darmkrebs wird meist operativ entfernt. Bei einem fortgeschrittenen Darmkrebs kommt auch eine Strahlen- oder Chemotherapie zum Einsatz.

Operation bei Darmkrebs

Nach der Diagnose Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) schließt sich in den meisten Fällen zügig die Operation an. Sind die Tumore sehr klein und sitzen nur an der Oberfläche der Dickdarmschleimhaut, kann möglicherweise eine Entfernung mit dem Endoskop (wie bei der Darmspiegelung) - also ohne Bauchschnitt - ausreichen. In jedem Fall wird das entnommene Gewebe pathologisch untersucht.

Bei der klassischen Operation entfernt der Arzt oder die Ärztin den erkrankten Teil des Darms. Das geschieht über den offenen Bauchschnitt und zunehmend auch endoskopisch mit kleinen Schnitten (Schlüssellochtechnik). Der verbliebene Teil des Darms wird wieder zusammengefügt. Die Länge reicht in der Regel aus, um die Funktion zu erhalten.

Während der Operation werden auch die umliegenden Lymphbahnen und die Lymphknoten entfernt. Wie viel herausgeschnitten werden muss, richtet sich nach der Lage des Darmtumors - aber auch nach seiner Größe und wie stark das Karzinom in das umliegende Gewebe eingewachsen ist. Wichtig ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zum gesunden Darmgewebe, um einen Rückfall zu verhindern. Deshalb muss auch gesundes Gewebe entfernt werden. Nach der OP wird das entnommene Gewebe und auch das Lymphgewebe im Labor pathologisch untersucht.

Chemotherapie bei Darmkrebs

Die Chemotherapie soll Krebszellen abtöten, die möglicherweise nicht durch die Operation entfernt werden konnten. Das soll ein Wiederaufflammen des Krebses verhindern. Ein solcher Rückfall (Rezidiv) passiert vor allem dann, wenn zum Zeitpunkt der OP nicht nur der Darm, sondern auch die Lymphdrüsen befallen waren.

Zum Einsatz kommen so genannte Zytostatika. Zytostatika wirken auch gegen alle anderen gesunden Zellen im Körper. Daher kommt es zu Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit oder Entzündungen der Mundschleimhaut.

Die Wirkstoffe werden entweder als Infusion oder als Tabletten verabreicht. Diese sogenannte adjuvante Chemotherapie dauert circa sechs Monate. Dabei wechseln sich Behandlungsphasen mit Erholungsphasen ab. Ist der Tumor (Karzinom) sehr groß, kann schon vor der Operation eine Chemotherapie stattfinden. Bei dieser sogenannten neoadjuvanten Chemotherapie soll der Tumor so geschrumpft werden, dass man ihn möglichst komplett und schonend entfernen kann.

Strahlentherapie bei Darmkrebs

Bei Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) ist der Tumor im letzten Abschnitt des Dickdarms gewachsen. Auch hier ist die Operation der wichtigste Behandlungsansatz. Bei bestimmten Formen kann der Tumor (Karzinom) mithilfe eines Endoskops rektal, also über den Anus, abgetragen werden. Sitzt der Krebs tiefer und ist größer, muss der betroffene Bereich des Darms entfernt werden, außerdem das umgebende Gewebe und die darin enthaltenen Lymphknoten.

Bei Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) im Frühstadium reicht eine Operation meist aus. Ist der Krebs fortgeschritten, erhält die Patientin oder der Patient oft schon vor der Operation eine Chemotherapie oder eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie (Radiochemotherapie). Ziel ist es, den Tumor schon vor der Operation zu verkleinern, um eine Entfernung des Schließmuskels zu vermeiden. Außerdem senkt das die Rückfallrate.

Bei der Strahlentherapie sollen die Krebszellen mithilfe von ionisierender Strahlung zerstört werden. Die Bestrahlung (Radiotherapie) schädigt das Erbgut der Tumorzellen, dadurch sterben sie ab. Bei Enddarmkrebs findet die Strahlentherapie oft vor der Operation statt, kombiniert mit einer Chemotherapie. Das dient dazu, den Tumor im Enddarm zu verkleinern und den Schließmuskel zu erhalten. Der Behandlungszeitraum einer Strahlentherapie beträgt meist fünf Tage und dauert mehrere Wochen. Die Bestrahlung ist nur jeweils einige Minuten lang. Damit das gesunde Gewebe nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, muss der Patient oder die Patientin unter dem Bestrahlungsgerät exakt gelagert werden. Die Bestrahlung selbst tut nicht weh.

Zielgerichtete Therapie und Immuntherapie

Wenn ein Tumor spezielle Merkmale aufweist, kann unter Umständen die zielgerichtete Therapie (targeted therapy) helfen. Dabei greifen Medikamente gezielt in Wachstums- oder Teilungsprozesse der Tumorzellen ein. Der Tumor (Karzinom) wird dadurch etwa von der Blutversorgung abgeschnitten und ausgehungert. Zu den Medikamenten gehören Antikörper (große Eiweiße) oder sogenannte kleine Moleküle.

Die klassischen Behandlungsverfahren können bisher noch nicht durch die zielgerichtete Therapie ersetzt werden. Sie kommt bei Darmkrebs vor allem im fortgeschrittenen metastasierenden Stadium zum Einsatz, meist zusammen mit der Chemotherapie. Die Heilungschancen konnten damit mehr als verdoppelt werden. Auch zielgerichtete Therapien können Nebenwirkungen haben.

Die Immuntherapie hat den Ansatz, den Krebs mithilfe des körpereigenen Immunsystems zu bekämpfen. Mit Medikamenten wird das Immunsystem unterstützt, die Tumorzellen anzugreifen - indem man die Immunzellen vermehrt oder sogenannte Antikörper verabreicht. Sie sollen Krebszellen besser erkennen und ihren Stoffwechsel behindern. Eine Möglichkeit ist es, sogenannte Checkpoint-Hemmer einzusetzen. Diese Wirkstoffe greifen in die Steuerung der Immunantwort gegen Krebszellen ein. Bei Darmkrebs kommt die Immuntherapie meist erst dann zum Einsatz, wenn die klassischen Methoden Operation, Chemo- oder Strahlentherapie nicht ausreichend gewirkt haben.

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs wird manchmal die Immuntherapie in Kombination mit einer Chemotherapie verabreicht. Nicht jeder Patient oder jede Patientin spricht auf die Immuntherapie an. Hoffnung für Betroffene verspricht der neue Wirkstoff Dostarlimab. Er hilft dem Immunsystem dabei, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. In einer kleinen Studie erwies sich das Immuntherapeutikum bei einer Patientengruppe mit einer bestimmten Variante von Enddarmkrebs als sehr erfolgreich. Nach der Behandlung war der Tumor nicht mehr nachweisbar.

Metastasen und Lebenserwartung

Krebszellen können sich über die Blut- und Lymphbahnen im Körper ausbreiten und sich dann neu ansiedeln. Das nennt man dann Tochtergeschwulst oder Metastase. Bei Darmkrebs entstehen Metastasen am häufigsten in der Leber oder in der Lunge. Heilung ist auch dann möglich. Es hängt davon ab, wie viele Metastasen sich gebildet haben und wo sie sich befinden. Die Metastasen werden mit Operation und Strahlentherapie behandelt, vor allem aber mit Chemotherapie.

Wird Darmkrebs schon in einem frühen Stadium mit nur lokaler Ausbreitung erkannt, beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate 90 Prozent. Für die optimale Behandlung muss der Arzt oder die Ärztin erst klären, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Wichtig ist, zu welchem Zelltyp der Krebs gehört, wie schnell er wächst, ob er begrenzt ist oder ob er sich bereits im Körper ausgebreitet hat. So erstellt der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin eine Art Steckbrief des Darmkrebs.

Ist die Tumorerkrankung weit fortgeschritten und gibt es Metastasen, die nicht entfernt werden können, ist Heilung manchmal nicht mehr möglich. Eine Operation kann dennoch stattfinden, um das Leben zu verlängern und Komplikationen wie einen Darmverschluss zu vermeiden. Vor allem wird dann auf die Chemotherapie gesetzt. Sie kann die Krankheit bremsen, das Leben verlängern und Beschwerden lindern.

Die Operation ist schwieriger als bei Dickdarmkrebs. Der Raum im unteren Becken ist enger, die Sexualorgane und Harnorgane sind nah und Verletzungen müssen vermieden werden. Andernfalls droht beispielsweise Inkontinenz. Als Innovation bei der Therapie von Enddarmkrebs gilt die totale neoadjuvante Therapie. Ziel ist stets, den Schließmuskel zu erhalten. Ob das gelingt, hängt von der Lage des Darmtumors ab. Liegt er mehrere Zentimeter vom Schließmuskel entfernt, kann er meist erhalten bleiben. Wenn nicht, ist - vorübergehend oder dauerhaft - ein künstlicher Darmausgang (Stoma oder Anus praeter) nötig. Ein Teil des Darms wird über ein Loch in der Bauchdecke nach außen geführt und dort festgenäht. Durch modernste Operationsmethoden ist es heute in vielen Fällen möglich, den natürlichen Darmausgang zu erhalten.

Haarausfall als Nebenwirkung der Chemotherapie

Die Medikamente der Chemotherapie, die Zytostatika, hemmen Zellen in ihrem Wachstum und verhindern, dass sie sich weiter vermehren. Tumorzellen, die sich besonders schnell teilen und ausbreiten, sind das Hauptangriffsziel dieser Medikamente. Leider machen Zytostatika jedoch keinen Unterschied zwischen bösartigen Krebszellen und gesunden Körperzellen, so dass bei einer Chemotherapie auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen wird. Man beobachtet unerwünschte Nebenwirkungen der Zytostatikatherapie vor allem dort, wo sich Körperzellen besonders oft erneuern, wie z.B. im Knochenmark, in den Schleimhäuten oder in den Haarwurzeln.

Unsere Haare werden von einem Muskelring in den Haarzellen festgehalten. Da diese Zellen sich sehr schnell erneuern, werden sie durch die Chemotherapie stark geschädigt. Während der Chemotherapie mit 5-FU/FA kommt es häufig zum Ausdünnen der Haare, bei einer Behandlung mit Irinotecan ist ein kompletter Haarausfall möglich. Während der Therapie sollte man die Haare nach dem Waschen nur trocken tupfen, nicht rubbeln. Beim Fönen ist eine milde Wärme am besten. Es ist möglich, bereits vor der Therapie eine Perücke zu beantragen. Besprechen Sie dieses Thema rechtzeitig mit ihrem Arzt, der Ihnen auch ein Rezept ausstellen kann. Bei Frauen übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für die Perücke.

Auch eine Antihormontherapie kann Haarausfall bedingen, da sowohl Östrogene als auch Androgene auf die Haarfollikel wirken.

Darmkrebs - Die typischen Darmkrebs Symptome (2020)

Haarausfall als Nebenwirkung von Krebstherapien ist insbesondere für Frauen schwierig. Viele Patientinnen entscheiden sich in dieser Zeit für eine Perücke. Wichtig ist hier, sich möglichst früh an einen versierten Friseur oder ein Perückenstudio zu wenden. So kann die Perücke passend zu Kopfform und Originalhaarfarbe angefertigt und wenn nötig geschnitten werden.

Die äußeren, für alle sichtbaren Veränderungen der Krebstherapien werden häufig als stigmatisierend erlebt. Das Selbstwertgefühl wird reduziert, die Patient*innen ziehen sich zurück. Viele Patientinnen sind sehr unglücklich darüber und fühlen sich unweiblich, weniger attraktiv, verletzlich und entblößt. Haare sind ein besonders sensibles Gebiet der mit der Erkrankung einhergehenden körperlichen Veränderungen, da es sich um einen sichtbaren Verlust handelt und man allein dadurch immer wieder an die Erkrankung erinnert wird. Diese Gefühle sind normal und verständlich und es kann einige Zeit dauern, bis Sie sich daran gewöhnt haben.

Viele Patienten entscheiden sich auch für Tücher, Hüte, Turbane, Baseballkappen, Stirnbänder oder Bemalungen des Kopfes, um den Haarverlust zu kaschieren. Aber auch Schmuck oder die Betonung der Augen oder des Mundes durch Kosmetika kann die Aufmerksamkeit von der Frisur weglenken. In Seminaren beraten geschulte Friseure und Kosmetiker Patienten über Wickeltechniken für Tücher, Perückenkauf und -anpassung und geben Schmink- sowie Hautpflegetipps. Die Art der Kopfbedeckung variiert abhängig von der Jahreszeit: Im Sommer nutzen Krebspatientinnen oft sogenannte Bandana, im Nacken zusammengebundene Tücher, um den Haarausfall zu kaschieren. Tücher, Baseballkappen, Schirmmützen, Fischerhüte sowie Strohhüte eigen sich während der Sommerzeit auch hervorragend als Sonnenschutz. Im Winter können Kopfbedeckungen wie Hüte und Mützen aus Wolle, Kunstpelz, Samt und Strick den Wärmeverlust über die Kopfhaut mindern und vor Wind schützen.

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