Damenbart entfernen: Ursachen, Methoden und dauerhafte Lösungen

Ein unerwünschter Damenbart kann für viele Frauen eine große Belastung sein. Das Thema Damenbart wird manchmal nicht einmal unter besten Freundinnen besprochen - so tabu ist es! Dabei leiden sehr viele Frauen darunter. Glücklicherweise gibt es effektive Lösungen, um dieses Problem anzugehen.

Was ist ein Damenbart?

Jeder Mensch besitzt feine, helle Vellushaare, die fast den gesamten Körper bedecken. Dabei handelt es sich um weiche und meist farblose oder sehr helle Härchen, die fast den gesamten Körper bedecken - mit Ausnahme der Handflächen, Fußsohlen und Lippen. Die Vellushaare dienen der Temperaturregulierung und helfen, die Haut vor äußeren Einflüssen wie Reibung oder leichten Umwelteinflüssen zu schützen. Wenn diese Haare eine dickere, dunklere und auffälligere Gestalt haben, spricht man von einem Damenbart.

Damenbart. Schon das Wort an sich klingt irgendwie seltsam und lässt sofort Bilder von Frauen mit starker Bartbehaarung aufkommen. Dabei handelt es sich bei einem Damenbart meist eher um vereinzelte Härchen oder gar einen Flaum, der auf der Oberlippe, dem Kinn oder den Wangen auftaucht und oft sogar nur von der Trägerin selbst wahrgenommen und als störend empfunden wird.

Ursachen für das Entstehen eines Damenbarts

Woher ein Damenbart kommt, ist unterschiedlich. Grundsätzlich ist es etwas ganz Normales, Haare an der Oberlippe zu haben und nichts, wofür sich Frauen schämen sollten. Gesichtshaare bei Frauen haben immer eine hormonelle Ursache.

In vielen Fällen ist eine stärkere Gesichtsbehaarung familiär bedingt. Ein Damenbart kann also auch genetische Veranlagung sein, die du von deiner Mama, Oma oder älteren Vorfahren geerbt hast. Der Körper der Frau produziert Testosteron normalerweise in einer geringeren Menge.

Durch verschiedene Einflüsse kann sich die Testosteronproduktion jedoch verstärken und zu einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt führen. Neben einer genetischen Veranlagung spielen auch Hormone oder die Einnahme von Medikamenten eine Rolle. Besonders in den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, während der Einfluss von Androgenen (männlichen Hormonen) relativ zunimmt.

Weitere mögliche Ursachen:

  • PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom): Eine hormonelle Störung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftreten kann. Sie führt neben einer unregelmäßigen/häufig ausbleibenden Menstruation und einem unerfüllten Kinderwunsch oft auch zu einem vermehrten Haarwuchs, z. B.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente können den Hormonhaushalt beeinflussen und als Nebenwirkung vermehrtes Haarwachstum auslösen.
  • Hormonelle Dysbalance: "Jeder Mensch hat männliche und weibliche Hormone in sich. Wenn vermehrt männlichen Hormone vorkommen, dann kann es sein, dass diese Haarwurzeln bei Frauen im Bereich des Bartes aktiviert werden und ein sichtbarer Damenbart entsteht.”

Um ein hormonelles Ungleichgewicht zu erkennen, gibt es folgende Möglichkeiten: “Der Gynäkologe muss sich durch ein Blutbild einen Überblick verschaffen und einen Ultraschall an den Eierstöcken vornehmen”, erklärt Dr. Merkel. "Denn die häufigste Ursache für eine hormonelle Dysbalance bei Frauen zwischen 15 und 30 ist das sogenannte PCO-Syndrom, polyzystisches Ovar-Syndrom, das vom Gynäkologen behandelt werden muss. Das geht durch die Antibaby-Pille, die den Östrogengehalt im Blut steigert, oder mit einem Anti-Androgen, das den Anteil der männlichen Hormone, den Testosterongehalt im Blut. Durch eine solche Behandlung verschwinden auch die Härchen in der Regel wieder.”

Haarentfernung mit Laser: So gut ist die Methode wirklich I ARD Gesund

Methoden zur Entfernung eines Damenbarts

Ein Damenbart kann für viele Frauen störend sein, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn zu entfernen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie ein Damenbart zuverlässig entfernt werden kann. Sowohl temporäre Lösungen als auch dauerhafte Anwendungen tragen dazu bei, die feinen Haare über der Oberlippe zu entfernen. Welche Methode für dich am besten geeignet ist, hängt von deinem Budget, deinem Schmerzempfinden und deinem Komfortanspruch ab.

Temporäre Methoden

Die gezeigten Methoden sind allesamt effektiv, aber haben einen Nachteil: Sie entfernen den Damenbart nicht permanent. Unabhängig von dem zusätzlichen zeitlichen Aufwand und dem oftmals schmerzhaften Prozess ist all diesen Methoden wie Rasieren, Wachsen, Zupfen oder Epilieren eines gemeinsam. Sie halten nur eine begrenzte Zeit.

  • Rasieren: Beim Rasieren entfernen Sie die Haare mit einer Klinge direkt an der Hautoberfläche. Den Damenbart zu rasieren, ist sicherlich die einfachste Variante. Einfach mit dem Rasierer über die Haut oberhalb der Oberlippe gehen und schon sind die störenden Härchen weg. Die Methode ist schnell sowie einfach zu Hause durchführbar. Allerdings wachsen die Haare bereits nach wenigen Tagen wieder nach. Es kann eine stoppelige Haarstruktur entstehen.

    Fakt ist: Die Haare kommen nach dem Rasieren nicht stärker und auch nicht dunkler zurück. Wenn du dich entscheidest, den Damenbart mit einem Rasierer zu entfernen, werden die Haare kurz über der Haut abgetrennt. Dadurch entsteht eine gerade Schnittfläche, die den Anschein erwecken kann, dass die nachwachsenden Haare stärker sind. Das sind sie aber nicht.

  • Zupfen: Hierbei ziehen Sie die Haare einzeln mit einer Pinzette heraus. Mit der Pinzette den Damenbart zu zupfen, ist eine weitere beliebte Variante. Dabei werden die Haare einzeln aus der Haarwurzel herausgezogen. Diese Herangehensweise ist präzise und kostengünstig. Die Ergebnisse halten länger als beim Rasieren. Nachteilig ist jedoch, dass sich das Zupfen nur für wenige, einzelne Haare eignet und es durchaus schmerzhaft sein kann.

    Allerdings entfernt es praktisch nie ein Haar samt Wurzel, wie wir gerne glauben möchten.

  • Wachsen/Sugaring: Beim Wachsen tragen Sie eine warme oder kalte Wachsmasse auf Ihre Haut auf, kleben einen Strip auf und entfernen diesen ruckartig. Das Sugaring funktioniert ähnlich, es wird aber eine Zuckerpaste genutzt. Mit Kaltwachsstreifen oder heißem Wachs kann ein Damenbart ebenfalls gut entfernt werden. Das Verfahren entfernt die Haare mitsamt ihrer Wurzel und ermöglicht Ihnen glatte Haut für mehrere Wochen. Mit regelmäßiger Anwendung lässt sich der Haarwuchs auch reduzieren. Die Methode ist recht schmerzhaft und kann Hautreizungen sowie Rötungen verursachen, die mitunter länger anhalten können.

    Waxing ist mit Kaltwachsstreifen oder Heißwachssystemen möglich. Es drohen schlimmstenfalls Verbrennungen der Haut im Bereich vom Damenbart, durch zu heißes Wachs. Zudem ist es manchmal recht schmerzhaft, wenn Sie ohne ausreichende Erfahrung die Wachsstreifen selbst entfernen.

  • Epilieren: Das Prinzip gleicht dem der Pinzette - nur dass beim Epilieren viele Pinzetten blitzschnell zusammenarbeiten. Ein elektrischer Epilierer zieht die Haare mitsamt der Wurzel aus der Haut, was zu einem langanhaltenden Ergebnis von bis zu vier Wochen führt. Mit der Zeit kann sich der Haarwuchs reduzieren. Das Verfahren ist im Gesicht allerdings recht schmerzvoll. Zudem besteht das Risiko von Hautreizungen und eingewachsenen Haaren.

    Epilierer funktionieren wie eine Pinzette, sie ziehen das Haar heraus, was ebenfalls langfristig wirkt und sogar sehr sauber ist. Doch Epilierer für die Oberlippe, also den Damenbart, gibt es praktisch nicht. Diese sind einfach zu groß.

  • Enthaarungscreme: Chemische Inhaltsstoffe lösen in diesem Fall die Haarstruktur auf, sodass Sie die Haare einfach abwischen können. Das Verfahren ist schnell. Die enthaltenden Chemikalien können aber Hautirritationen oder sogar allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Blondieren: Insbesondere für Frauen mit dunklen Haaren ist diese Variante eine Option - die Haare werden mit einer speziellen Creme aufgehellt und wirken dadurch heller, wodurch sie weniger auffallen.

    Die schmerzfreie Methode hat den einzigen Nachteil, dass sehr empfindliche Haut manchmal gereizt auf die Chemie reagiert.

  • Threading: Beim Threading dreht eine Kosmetikerin einen Faden mit ihren Fingern sehr schnell und führt ihn gleichzeitig über die Haut. Die Haare werden aus der Haut herausgezwirbelt.

    Das schmerzt weniger als Wachsen, lässt sich aber allein praktisch von den wenigsten Frauen durchführen.

Dauerhafte Methoden

Anders ist es bei der sog. dauerhaften Haarentfernung mit Laser. Einen Damenbart dauerhaft zu entfernen, ist der Wunsch vieler Frauen, die die Härchen als störend empfinden. Um einen Damenbart dauerhaft zu entfernen, ist eine Laserbehandlung die nachhaltigste Methode.

  • Laser-Haarentfernung: Dieses Verfahren nutzt gezielt Lichtenergie, um die Haarwurzeln zu veröden, sodass keine neuen Haare mehr nachwachsen. Dabei zerstört der Laserstrahl die Haarfollikel, sodass das Haarwachstum gestoppt wird. Der Laserstrahl sendet hochenergetisches Licht aus, das vom Farbstoff Melanin im Haarfollikel absorbiert wird. Diese Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt, wodurch die Haarwurzel gezielt zerstört wird. Einmal verödete Haarfollikel produzieren in der Regel keine neuen Haare mehr.

    Medizinische Laser senden ihre Lichtimpulse direkt über das einzelne Haar zu dessen Wurzel. Die Lichtenergie wird über den Laser in Wärme umgewandelt, welche die haarbildenden Zellen schädigen soll. Die Haare fallen anschließend aus - im Idealfall für immer. Dieser Idealfall tritt bei einem gut angepassten Laserstrahl und beim richtigen Haar- und Hauttyp ein.

    Beim Haare entfernen wird ein Laser-Impulsgeber zentimeterweise über die Haut geführt, wobei er genau dosierte Lichtimpulse entsprechend des Haar- und Hauttyps abgibt.

    Es gibt einen wesentlichen Nachteil mit Laserlicht: Behandelbar ist nur dunkles Haar, weil das Melanin - der Haarfarbstoff - das Laserlicht durchleitet.

  • IPL (Intense Pulsed Light): Um den Frauenbart zu entfernen, ist IPL eine weitere Möglichkeit. Dafür wird ähnlich wie bei der Lasermethode mit Lichtimpulsen gearbeitet, die direkt auf die Haarfollikel wirken und diese zerstören. Der Unterschied zum Laser ist, dass es sich um einen anderen Lichttyp handelt. Viele Geräte für zu Hause arbeiten mit IPL.

    IPL Haarentfernung (= Intense Pulsed Light) ist eine modernere Laservariante mit intensiven Lichtimpulsen in unterschiedlichen Wellenlängen, die noch etwas besser gesteuert einen etwas besseren Effekt als Laserlicht bewirkt. Daher unter den gleichen Voraussetzungen - bei dunklem Haar - die dauerhafte Haarentfernung im Gesicht bewirken können.

    Ein weiteres Problem von allen lasergestützten Verfahren ist die Wirkung der Energie allein auf aktive Haarwurzeln. Daher müssen die Behandlungen nach sieben bis zehn Wochen wiederholt werden um die restlichen Haare und deren Wurzeln zu entfernen.

  • Elektro-Epilation: Bei dieser Methode wird ein feiner Draht mit einer Sonde in ein Haarfollikel eingeführt, ein elektrischer Impuls ausgelöst und das Haarfollikel für immer zerstört, sodass daraus nie wieder ein Haar entwächst.

    Die Elektro-Epilation setzt ebenfalls an der Verödung der Haarwurzel an. Hierbei wird aber nicht Laserlicht, sondern elektrischer Strom zur Wurzel der Härchen geleitet. Dafür muss ein feiner Draht in den Haarschaft eingeführt werden.

    Wenn Sie aber im Gesicht helle Haare haben und diese vielleicht noch auf einem dunkleren Teint besonders auffallen, kann die Elektro-Epilation das Mittel der Wahl zum entfernen der Haare sein.

Vor- und Nachteile der Methoden im Überblick

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden zur Haarentfernung zusammenfasst und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigt:

Methode Vorteile Nachteile
Rasieren Schnell, einfach, schmerzfrei, kostengünstig Haare wachsen schnell nach, Stoppelbildung, Hautirritationen möglich
Zupfen Präzise, kostengünstig, Ergebnisse halten länger als beim Rasieren Schmerzhaft, zeitaufwendig, nur für wenige Haare geeignet
Wachsen/Sugaring Glatte Haut für mehrere Wochen, Haarwuchs kann sich reduzieren Schmerzhaft, Hautreizungen, Rötungen möglich
Epilieren Langanhaltendes Ergebnis, Haarwuchs kann sich reduzieren Schmerzhaft, Risiko von Hautreizungen und eingewachsenen Haaren
Enthaarungscreme Schnell Hautirritationen, allergische Reaktionen möglich
Laser-Haarentfernung Dauerhafte Haarentfernung Teuer, mehrere Sitzungen notwendig, funktioniert am besten bei dunklen Haaren und heller Haut
IPL Dauerhafte Haarentfernung möglich, Geräte für den Heimgebrauch erhältlich Weniger effektiv als Laser, funktioniert am besten bei dunklen Haaren und heller Haut
Elektro-Epilation Dauerhafte Haarentfernung, auch für helle Haare geeignet Schmerzhaft, zeitaufwendig, teuer
Blondieren Schmerzfrei Hautirritationen möglich, macht dunkle Haare heller, aber entfernt sie nicht
Threading Hält lange an schwer selbst durchzuführen

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der Methode von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben abhängt. Eine Beratung bei einem Dermatologen oder Kosmetiker kann hilfreich sein, um die beste Option für Sie zu finden.

tags: #Damenbart #rasieren #wie #oft

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen