Damenfrisuren für Naturlocken: Styling-Tipps für jede Länge und jeden Anlass

Frizzig, spröde und kraus - viele Frauen verteufeln ihre Naturlocken genau deswegen, aber mit der richtigen Lockenroutine können Sie Ihre Naturlocken wieder mit Stolz tragen. Mit Berücksichtigung einiger Pflege- und Styling-Tipps lässt sich die Haarpracht unkompliziert bändigen, sodass coole Looks entstehen. Um Naturlocken zum Glänzen zu bringen, gibt es daher einiges, das es zu beachten gilt.

Die richtige Pflege für Naturlocken

Um die Locken vor dem Styling in Form bringen zu können, ist die richtige Pflegeroutine von Bedeutung. Naturlocken sind bekannt für ihre hohe Pflegebedürftigkeit, da sie schnell dazu neigen, spröde auszusehen.

Tipps für die Haarwäsche

  • Nicht zu häufig Haare waschen: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Haare nicht zu oft waschen, da Naturlocken ohnehin schon zu Trockenheit tendieren.
  • Kämmen nicht vergessen: Vor und nach dem Ausspülen ist das Haar mit einem grobzackigen Kamm oder den Fingern durchzukämmen.
  • An Tagen, an denen Sie Ihr Haar nicht waschen möchten, eignet sich auch die Verwendung eines Trockenshampoos speziell für Naturlocken.

Trocknen der Haare

  • Lufttrocknen oder Föhnen: Entweder Sie lassen Ihr Haar nun an der Luft trocknen oder Sie verwenden einen Föhn mit Diffuser-Aufsatz, der nicht zu heiß eingestellt sein sollte.

Der passende Haarschnitt

Damit sich attraktive Stylings realisieren lassen, ist ein ansprechender Haarschnitt Grundvoraussetzung. Wenn Sie viel Volumen haben und Ihre Locken springen lassen möchten, sollten Sie sich für einen kürzeren Schnitt entscheiden oder sich Stufen schneiden lassen. Je länger die Haare sind, desto stärker hängen die Locken aus und erscheinen nur noch als Wellen. Besonders im Trend liegen kurze und mittellange Bob-Frisuren mit Locken.

Zu viel experimentieren sollten Sie mit Naturlocken aber nicht, da sich diese nun mal nur schwer wieder bändigen lassen. Grundsätzlich kommen Naturlocken am besten zur Geltung, wenn Sie sie offen tragen. Kleine Schleifen, Flechtzöpfchen am Oberkopf oder Haarreifen können einen femininen Look abrunden.

Locken richtig stylen und pflegen - Annas Haar- und Stylingtipps | SHA-TV

Styling-Ideen für Naturlocken

An Tagen, an denen die Haare stark abstehen und sich nur sehr schwer bändigen lassen, kann auch ein Zopf als Naturlocken-Frisur Abhilfe schaffen. Mit einem hohen Pferdeschwanz, einem High-Bun oder aber einem tiefen Chignon am Hinterkopf können Sie garantiert nichts falsch machen. Auch ein Lockenstab kann für eine schwungvolle Naturlocken-Frisur sorgen. Dieses praktische Styling-Gerät kommt insbesondere bei Frauen mit Wellen oder glatten Haaren zum Einsatz. Aber auch für Frauen mit Naturlocken ist er ein durchaus passendes Utensil. Sie entscheiden, ob Sie eher eine wellige Frisur oder große Locken mit dem Lockenstab zaubern möchten.

Wenn Sie Ihre Naturlocken-Frisur doch einmal glatt tragen wollen, dann kann ein glättendes Serum in Kombination mit einem Glätteisen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis beitragen.

Styling-Tipps für definierte Locken

Es ist oft nervenaufreibend, Naturlocken zu stylen. Mit einigen Tricks verleihst du ihnen Sprungkraft & Feuchtigkeit! Locken neigen dazu schnell auszutrocknen, sind anfällig für Frizz und manchmal einfach echt schwer in den Griff zu bekommen. Wir geben dir die besten Tipps an die Hand und zeigen dir tolle Frisier-Ideen für deine Lockenpracht. Damit lockiges Haar nämlich perfekt gestylt ist, musst du bereits bei der Haarpflege, also beim Haare waschen und dem anschließenden Prozedere mit speziellen Tipps und Tricks anfangen.

Die Curly Girl Methode

Hier können wir uns was von der Curly Girl Methode, also der Locken-Methode von Lorraine Massey, abschauen. Diese besagt einige Grundregeln, die deine Locken-Pflege vereinfachen und zeigt dir einige Inhaltsstoffe, die du bei Lockenstyling-Produkten meiden solltest.

Locken-Typen

Locken sehen bei jeder Frau ein bisschen anders aus, aber gewisse Locken-Typen lassen sich in Kategorien einordnen. Zuallererst ist es also wichtig, den eigenen Lockentyp herauszufinden. Es kann bei der Pflege und beim Locken-Styling entscheidend sein, ob die Haare wellig, lockig oder kraus sind.

Um deinen Lockentyp herauszufinden, kannst du ein Haar auf ein Blatt Papier legen und die Form beobachten:

  • Typ 1: Glatt (Gerade Linie)
  • Typ 2: Gewellt (Schlangenlinie)
  • Typ 3: Lockig (Spiralfeder)
  • Typ 4: Kraus (Zickzacklinie)

Weitere Faktoren, die eigenen Locken zu kennen:

  • Haarporosität: Bestimmt, wie leicht Haare Feuchtigkeit aufnehmen, bspw. wie schnell Haare in der Dusche vollständig nass werden. Geschieht das schnell, haben sie eine hohe Porosität. Durchschnittliche Porosität wäre der Idealfall zum Naturlocken stylen.
  • Elastizität: Zeigt die Sprungkraft der Locken. Je elastischer das Haar, desto lockiger. Du erkennst die Elastizität, wenn du ein Haar zwischen den Fingern auseinanderziehst und wieder loslässt. Kommt es im selben Zustand wieder zurück, ist diese durchschnittlich.

Die richtige Lockenpflege

Damit sich deine Locken schön formen, ist die richtige Pflege unabdingbar. Am besten hältst du dich dabei an die Curly Girl Methode. Hier wird auf Hitze verzichtet, lediglich Föhnen mit Diffusor bildet die Ausnahme. Das Haar wird zudem hauptsächlich mit Conditionern gewaschen. Shampoos werden nach und nach aus der Routine gestrichen. Wichtig sind auch regelmäßige Haarkuren, die die trockenen Locken mit Feuchtigkeit versorgen. Bei der Wahl deiner Pflege-Produkte solltest du stets darauf achten, Shampoos, Conditioner und Co ohne Silikone oder Sulfate zu verwenden. Diese beschweren die Haare nämlich, wodurch die Locken an Sprungkraft verlieren.

No-Go's bei der Lockenpflege

  • Sulfate
  • Silikone (erkennst du an den Endungen: -cone, -xane, -conol)
  • Alkohol
  • Paraffine

Für die optimale Pflege kann es auch entscheidend sein, ob Locken Proteine oder Feuchtigkeit brauchen. Haare mit hoher Porosität können durch Proteine wieder mehr Kraft bekommen. Ist die Porosität gering, sind feuchtigkeitsspendende Produkte der richtige Weg. Zum Beispiel Aloe Vera, Arganöl oder Sheabutter.

Die Haarwäsche

Bei Naturlocken und laut der Curly Girl Methode sollten Shampoos mit zu aggressiven Tensiden, also zu starken waschaktiven Substanzen, nicht in deiner Locken-Routine vorkommen. Sie nehmen deinen Haaren zu viel Feuchtigkeit. Reinigen solltest du sie für das beste Styling-Ergebnis aber trotzdem: Alle 2-3 Wochen kannst du ein Tiefenreinigungs-Shampoo verwenden, um alle Rückstände, sogenanntes Build-up, regelmäßig zu entfernen. Ansonsten empfiehlt sich ein mildes Shampoo. Generell gilt: Zu oft solltest du sie nicht waschen.

Für genügend Feuchtigkeit solltest du eine reichhaltige Spülung auf das gewaschene Haar geben. Verteile diese beim Locken stylen in deinen Längen und Spitzen. Eventuelle Knötchen kannst du mit den Fingern entwirren. Lass den Conditioner fünf bis zehn Minuten einwirken. Im Anschluss auswaschen. Mit regelmäßigen Repair-Kuren nährst du deine Locken auf Dauer.

Das richtige Kämmen

Eine sogenannte “Wet Brush“ ist geeignet, Haare in nassem Zustand zu bürsten. Selbst bei leichten Naturlocken ist es empfehlenswert, sie nicht trocken zu bürsten. Das kann zu Haarbruch führen, da sie empfindlicher sind. Außerdem lösen sich die einzelnen Locken-Cluster so auf und fallen nicht mehr schön. Nachdem du deine Spülung ausgewaschen hast, kannst du die nassen Haare in einzelnen Segmenten mit der Wet Brush vom Kopf weg und nach oben bürsten. So entstehen Locken-Bündel und du erzeugst Definition.

Leave-in Produkte und Haargel

Ein “Leave-in“ ist eine Haarpflege, die du in dein nasses Haar gibst und nicht auswäschst. Es sorgt für lang anhaltende Feuchtigkeit. Es gibt mehrere Optionen: Von Locken-Cremes über Locken-Sprays bis hin zu Schaumfestiger.

Du kannst diese Leave-in-Produkte auch miteinander kombinieren. Wichtig ist, deine Haarstruktur zu berücksichtigen. Hast du feineres Haar, greife zu leichteren Texturen. Sind deine Haare dicker, kannst du schwerere Texturen verwenden. Die Leave-in-Curl-Cremes sorgen dafür, dass deine Locken einfacher zu entwirren sind und dass sie sich gleichzeitig besser formen. Plus: Dank der Feuchtigkeitsversorgung wirken sie super gegen Frizz.

Das Gel ist am Ende der entscheidende Punkt für Definition: Hiermit versiegelst du deine Locken und sorgst für Halt. Leinsamengel lässt sich auch ganz einfach zu Hause selbst machen! Es ist zudem ein gutes Hausmittel, um Naturlocken zurückzuholen.

Das Trocknen

Die mit Abstand lockenfreundlichste Methode, die Haare zu trocknen, ist, sie lufttrocknen zu lassen. Hier besteht die Gefahr auf Frizz, also aufgerautes Haar. Das verhinderst du mit einem Mikrofaserhandtuch. Wickle deine gestylten Haare darin ein und warte circa 15 Minuten, bis die meiste Feuchtigkeit aufgesaugt ist. Alternativ kannst du auch ein T-Shirt nutzen oder einen Mikrofaser-Haarturban.

Wenn du deine Haare schnell trocknen möchtest, ist föhnen die einzige Alternative. Bei Naturlocken gibt es allerdings einiges beim Föhnen zu beachten. Benutze zum Beispiel unbedingt einen Diffusor-Aufsatz für deinen Fön. Nutze bestenfalls die niedrigste Stufe und achte darauf, dass ein Hitzeschutz in deiner Locken-Creme enthalten ist oder trage zusätzlich einen auf. Bewege den Diffusor erst an deinem Ansatz hin und her und föhne im Anschluss kopfüber für mehr Volumen. Gehe hierbei vorsichtig mit deinen Haaren um und lege einzelne Locken-Bündel in den Diffusor-Aufsatz. Warte einen Moment, bis du mit der nächsten Sektion weitermachst. So vermeidest du unnötigen Frizz.

Das Öl-Finish

Je stärker der Halt deines Gels, desto mehr bildet sich ein leichter Film um deine Locken. Der sogenannte “Gel Cast“ sorgt für den gewünschten Halt und beugt Frizz vor. Manchmal kann das Haar sich dadurch hart anfühlen und im trockenen Zustand noch nass aussehen. Mit einem leichten Öl knetest du ihn ganz einfach raus und hast schön glänzende Locken, die lange halten!

Styling über Nacht

Nachdem du dir deine Naturlocken so herausgeputzt hast, willst du natürlich auch, das es eine Weile hält. Der Endgegner ist hier manchmal das Schlafengehen. Es gibt aber Wege, die Lockenpracht nachts zu schützen:

  • Binde deine Locken zu einem lockeren Dutt weit oben auf dem Kopf zusammen. So legen sie sich nicht platt und es entsteht weniger Reibung.
  • Nutze einen Seidenkissenbezug. So rutschen die Haare im Schlaf sanfter auf dem Kissen und bekommen weniger Frizz

Locken am nächsten Tag auffrischen

Sollten deine Löckchen am nächsten Morgen dann doch mal nicht so aussehen wie gewünscht: keine Sorge. Du musst nicht die ganze Locken-Styling-Routine von vorn machen. Mit einem “Refresh“ verlängerst du die Zeit zwischen den Haarwasch-Tagen und aktivierst deine Locken.

Fülle hierfür eine Sprühflasche mit Wasser und befeuchte deine Haare. Mit einem Locken-Aktivierungs-Gel oder einer leichten Locken-Creme kannst du die feuchten Haare nun von unten nach oben kneten. Wenn es mit dem Naturlocken stylen nach dem Schlaf schnell gehen soll, mit einem Diffusor trocknen, ansonsten an der Luft trocknen lassen und so wenig wie möglich anfassen, wir wollen schließlich keinen Frizz. Und fertig!

Frizz vermeiden

Wie du nun bereits weißt, ist lockiges Haar besonders anfällig für Frizz. Damit deine Locken schön geschmeidig und nicht kraus sind, haben wir hier die wichtigsten Tricks für tolle Locken aufgelistet:

  • Vermeide es deine Locken zu bürsten. Wenn du sie kämmst, benutze nur einen groben Kamm.
  • Benutze Leave-in-Produkte wie eine Lockencreme nach der Haarwäsche. Knete Haargel in deine nassen Haare.
  • Benutze Anti-Frizz-Sprays für feuchtes oder trockenes Haar.
  • Verteile etwas Haaröl im Haar um die Oberfläche zu glätten.
  • Trockne deine Haare mit einem Mikrofaserhandtuch.
  • Föhne deine Haare mit einem Diffusor.
  • Knete den Gel-Cast mit feuchten Händen aus. Verteile dazu beispielsweise etwas Öl oder eine Leave-in-Spülung in den Händen.
  • Fasse deine Haare beim Trocknen nicht an.

Der richtige Haarschnitt

Doch nicht nur die Pflege und die richtigen Produkte tragen zu einer definierten Mähne bei. Auch der richtige Haarschnitt und die passende Länge können wichtige Faktoren sein!

Grundsätzlich ist es deine Entscheidung, wie lang du deine Locken tragen willst. Oftmals wird aber empfohlen, bei Naturlocken kurze Haare zu tragen. Das liegt daran, dass die Schwerkraft das Haar herunterzieht, je länger es wird. Das heißt, die Locken könnten sich aushängen. Mit kürzerem Haar erzielen Frauen mit Naturlocken oft mehr Sprungkraft und Definition.

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