Die Welt der Comics und Zeichentrickfilme ist reich an vielfältigen Charakteren, von denen einige durch ihr markantes Aussehen oder ihre einzigartigen Eigenschaften in Erinnerung bleiben. Dieser Artikel widmet sich einer besonderen Gruppe: den Männern mit Glatze in der Comicwelt, und bietet zudem eine umfassende Liste bekannter Zeichentrickfiguren.
Ein Paradebeispiel für eine unvergessliche Comicfigur ist Mr. Magoo. Dieser gebrechliche alte Mann, fast blind und tollpatschig, erlebte seine größten Erfolge in der US-Zeichentrickserie "The Famous Adventures of Mr. Magoo" (1964-1965). In 24 Folgen schlüpfte er in verschiedene Rollen, von Figuren aus bekannten Märchen bis hin zu historischen Persönlichkeiten. Ob als Cyrano de Bergerac, Paul Revere, Sherlock Holmes oder einer von Schneewittchens sieben Zwergen - Mr. Magoo ließ keinen Fettnapf aus.
Die deutsche Ausstrahlung der Serie fand zunächst im Rahmen der "Trickfilmzeit mit Adelheid" statt, später auch als eigenständige Serie.
Viele Titel der Speedline Top100-Liste wurden kontrovers diskutiert, die Nummer Eins blieb jedoch immer unbestritten: Das Siegerpodest gebührt Carl Barks für seine Geschichten aus Entenhausen. Zwischen 1943 und 1967 schuf Barks in einem Gesamtwerk von 7.800 Seiten eine Vielzahl faszinierender, unterhaltsamer, abenteuerlicher und humorvoller Geschichten.
Kristallisationspunkt des Barksschen Kosmos war Donald Duck, der erstmals 1934 in Walt Disneys Kurztrickfilm "The wise little Hen" aufgetreten war. Unter Barks Feder wuchs Donald aus der eindimensionalen Figur der Zeichentrickfilme und Zeitungsstrips zur realen Person heran: Ewig im Kampf mit einer widrigen Umwelt, den Tücken der Technik, der unerbittlichen Natur und den Launen seiner Mitmenschen.
Donald ist kein Held, er ist einfach nur eine Ente wie Du und ich, er ist die Ente in uns allen. Ihm zur Seite stehen seine drei Neffen Tick, Trick und Track, die ihn mit ihrer Cleverness und ihrem Pfadfinderhandbuch aus (fast) jeder Bredouille hauen. Barks eigene Erfindung ist der Fantastilliardär Dagobert Duck, der sich vom habgierigen Geizhals zum unternehmungslustigen Abenterer mausert - und Jahre später George Lucas nach dessen eigenem Bekunden als Vorbild für Indiana Jones dienen sollte.
Gustav Gans, Daisy Duck, Daniel Düsentrieb, die Panzerknacker... die Barksschen Geschöpfe sind weltweit bekannt. Barks Gesamtwerk besteht aus zwei Teilen: Die kurzen Zehnseiter, erschienen in "Walt Disney´s Comics & Stories", sind Gag-getrieben Geschichten, zu Beginn noch im Stil der Disney-Zeichenrickfilme, die zumeist Donalds Kampf als Erziehungsberechtigter gegen seine aufsässigen (und ihm zumeist überlegenen) Neffen Tick, Trick & Track thematisieren.
Neuland betrat Barks mit den bis zu 30seitigen Abenteuergeschichten in "Donald Duck" und "Uncle Scrooge", in denen die Ducks Abenteuer auf der ganzen Welt erleben, häufig auf der Jagd nach mythischen Schätzen und alten Legenden. In diesen Geschichten entfaltet Barks sein ganzes Können als Autor: Er ist ein großer Geschichtenerzähler in alter Tradition.
Barks Zeichnungen sind geprägt von seinem sicheren Gespür für den Erzählfluss, sie werden niemals dominierend, denn im Vordergrund stehen die Figuren, ihre Gedanken und Emotionen. Wie kein zweiter kann Barks seine Charaktere Gefühle mit einem einzigen Blick, einer Körperhaltung, einer Geste ausdrücken lassen. Darüber hinaus nutzt er gekonnt Silhouetten, witzige Hintergrund-Details, Slapstick-Elemente und halpseitige Splash-Panels.
Barks Werk wird nach wie vor weltweit publiziert, ist aber in Europa erheblich populärer als im Ursprungsland Amerika. Der Erfolg in Deutschland, der u.a. zur wunderschönen Werkausgabe der "Barks Library" geführt hat, ist in nicht unerheblichen Maße auf die kongeniale Übersetzung von Erika Fuchs zurückzuführen. Zahlreiche ihrer Kreationen ("Dem Ingenieur ist nichts zu schwör") haben Eingang in unsere Alltagssprache gefunden.
Die tiefe Menschlichkeit der Barksschen Kreationen, seine Liebe zum Fabulieren, seine handwerkliche Meisterschaft, der herzerwärmende Optimismus kombiniert mit einem nüchternen Zynismus: Barks Werk spricht jeden an. Wie wir alle hat auch Carl Barks weniger gute Tage gehabt, aber an seinen guten Tagen hat er Geschichten erzählt, deren Perfektion auch beim hundertsten Lesen atemberaubend ist.
Was hat dieser bärtige Brite nicht schon alles geschrieben: V for Vendetta, From Hell (jüngst abgeschlossen) und dazu noch Watchmen, die graphic novel (man glaubt fast, für Watchmen wurde diese Betitelung erfunden), ohne die wir vielleicht gar nicht mehr hier wären; allesamt Medium-Refresher ohnegleichen.
Alan Moore ist fraglos der mit Abstand wichtigste unter den lebenden anglo-amerikanischen Comicautoren, und nicht wenige Comicrezipienten hörten oder äußersten schon mal das sinngemäße Statement: „Mit Comiclesen hab´ ich ja wieder ernsthaft angefangen, als Frank Miller mit The Dark Knight Returns und Alan Moore und Dave Gibbons mit Watchmen Mitte der Achtziger gezeigt haben, wie gut, erwachsen, anspruchsvoll und...“.
Tatsächlich ähnelt die Watchmen-Lektüre einer großen Initiation, einer Eiswasserdusche sowohl auf Seiten der Leseerfahrung als auch der Comicschaffenden. Stärker als das Telefonbuch einer größeren Kleinstadt ist diese elegische Superhelden-Symphonie unerreichter Zenit innerhalb des „Was wäre, wenn es Superhelden wirklich gäbe“- Diskurses und markiert die Grenzen dessen, was im Mainstream-Comic möglich scheint.
Es ist unmöglich, nach einmaliger Lektüre die ganze Fülle dieses Großwerks auszukosten; zu genau ist alles durchkomponiert, zu überreichlich die (graphischen) Details. Verschiedene Variationen heldischer Moral bzw. Motivation werden an verschiedenen Maskierten durchprobiert, bis als letzte Konsequenz nur der Ausweg in ethisch nicht mehr einholbares, über-menschliches Nichts bleibt.
Die Welt der Comics ist voller unvergesslicher Charaktere. Hier eine kleine Auswahl:
Auch die Welt der Schlümpfe bietet eine Vielzahl von Charakteren, jeder mit seinen eigenen Stärken und Schwächen. Hier eine Übersicht:
| Schlumpf | Eigenschaft |
|---|---|
| Fauli | Schläft den ganzen Tag |
| Hefti | Der stärkste Schlumpf |
| Jokey | Schenkt explodierende Geschenke |
| Muffi | Kommentiert alles mit "Ich hasse..." |
Hier ist eine Liste von Zeichentrickfiguren:
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