Hast du das Gefühl, deine Haare werden lichter? Sammeln sich in der Bürste beim Kämmen oder im Abfluss nach dem Duschen häufiger Haare? Wenn ja, muss dies kein Zufall sein oder daran liegen, dass du kürzlich wieder ein Jahr älter geworden bist. Ein zunehmender Haarverlust kann in Zusammenhang mit deiner chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) oder deren Therapie stehen.
Viele Betroffene einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, leiden unter Haarausfall. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, gibt Tipps, was du dagegen tun kannst, und geht auf die Rolle von Medikamenten wie Salofalk ein.
Die Aufgabe unserer Haarwurzeln ist es, stetig neues Haar zu bilden und nachwachsen zu lassen. Die äußerst teilungsaktiven Haarwurzelzellen benötigen hierfür eine konstante Versorgung mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen, wie etwa Eisen, Zink und Selen sowie bestimmten Vitaminen, wie Biotin und Folsäure.
Bei Betroffenen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung können die Haarwurzeln aufgrund eines häufig niedrigeren Nährstoffgehalts im Blut vermehrt unterversorgt sein. Mikronährstoffe können mitunter nicht in ausreichendem Umfang über den Darm aufgenommen werden. Eine mangelhafte Nährstoffversorgung muss jedoch nicht der einzige Grund für Haarverlust sein.
Besonders bei chronischen Entzündungen wie Morbus Chron oder Colitis ulcerosa kommt es häufig zu einem Mangel an Nährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen. Unsere Haarfollikel gehören mit zu den teilungsaktivsten Zellen des Körpers. Hierfür ist ein hoher Stoffwechselumsatz erforderlich, der seinerseits Nährstoffe (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate), Vitamine und Spurenelemente benötigt. Vielfach können von diesen Substanzen keine Depots gebildet werden, der Körper ist dann auf eine kontinuierliche Zufuhr angewiesen.
Medikamente, die in der Therapie dieser Erkrankungen zum Einsatz kommen können, sind:
Es ist wichtig zu beachten, dass auch Medikamente wie Salofalk, die Mesalazin enthalten, in seltenen Fällen Haarausfall als Nebenwirkung verursachen können.
Salofalk 500mg Tabletten enthalten den Wirkstoff Mesalazin, eine entzündungshemmende Substanz zur Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen. Salofalk 500mg Tabletten werden angewendet bei Patienten mit:
Die meisten Patienten verspüren innerhalb von 2 Wochen nach Therapiestart eine Besserung ihrer Beschwerden.
Mesalazin- bzw. 5-ASA-Präparate gibt es zum einen als Tabletten oder Granulat zur Einnahme. Weiter kann der Wirkstoff als Zäpfchen (Suppositorien),als Einlauf („Klysma“) oder Schaum zur "rektalen" Anwendung (d.h. zur Einführung über den After) zur Anwendung kommen.
Werden Mesalazin-/5-ASA-Präparate als Tabletten oder Granulat geschluckt, sollten in der Therapie des entzündlichen Schubes mindestens 3g pro Tag eingenommen werden, häufig ist die Kombination mit einer örtlichen, d.h. über den Darmausgang eingebrachten Therapie sinnvoll. In der Remissionserhaltung, d.h. nach Abklingen Ihrer akuten Beschwerden, genügt die Einnahme der halben Dosis.
Es ist häufig erforderlich, die Behandlung mit Mesalazin / 5-ASA längerfristig (d.h. zumindest über einige Jahre) durchzuführen. Dies hängt jedoch auch vom Charakter Ihrer individuellen Erkrankung ab. Die Behandlung wirkt nur, wenn Sie Ihre Tabletten regelmäßig und in der besprochenen Dosis einnehmen - dies fällt Ihnen vielleicht leichter, wenn Sie die gesamte Tagesdosis bereits am Morgen einnehmen.
Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Therapie mit Mesalazin / 5-ASA. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt notwendig. Nur so kann er eventuell auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zu einem Abbruch der Therapie. Die meisten im sogenannten „Beipackzettel“ erwähnten Nebenwirkungen sind selten.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt?
Der Arzt achtet auf Haut-und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig. Gefährliche Nebenwirkungen sind außerordentlich selten.
Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?
Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der 5-ASA-Therapie bemerken, dann sollten Sie Ihren Hausarzt informieren.
Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?
Wenn Sie schwanger werden, besteht deshalb keine Notwendigkeit, die Behandlung abzubrechen.
Hast du das Gefühl, in letzter Zeit vermehrt Haar zu verlieren oder dass sich lichte Stellen bilden? Dann solltest du dich mit deinem Arzt in Verbindung setzen. Denn nur, wenn man rechtzeitig gegen den Haarverlust vorgeht, kann er sich stoppen lassen!
Mit deinem Arzt kannst du den Ursachen des Haarverlusts auf den Grund gehen und das weitere Vorgehen besprechen. Über regelmäßige Kontrollen deines Blutbilds kann beispielsweise deine Nährstoffversorgung überprüft werden. Auch kann die Analyse deines Haares wichtige Hinweise über die ausreichende Versorgung mit z.B. Mineralien und Spurenelementen liefern.
Wird ein Nährstoffmangel bei dir festgestellt, so hast du die Möglichkeit, in Abstimmung mit deinem Arzt, deine Speicher über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Ersatzpräparaten wieder aufzufüllen. Durch das vorsorgliche Achten auf deine Nährstoffspeicher und mögliche Veränderungen nach Start deiner Therapie, sollte einem gesunden Haarwachstum nichts im Wege stehen.
Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung von Haut, Haar und Nägeln:
Kommen diese Maßnahmen allerdings zu spät und der Haarverlust ist bereits fortgeschritten, musst du deswegen nicht verzagen - einen schönen Menschen entstellt nichts ;)
Solltest du dich mit dem Haarverlust jedoch nicht wohl fühlen, so bieten sich heute mit den Möglichkeiten zur Haartransplantation sowie der Meso- & PRP-Therapie eine Fülle von immer ausgereifteren Methoden, mit denen sich Haar wiederherstellen lässt.
Mehr als 150.000 Menschen leiden in Deutschland an einem Morbus Crohn oder an einer Colitis ulcerosa. Die vorliegende Arbeit gibt für den Nicht-Gastroenterologen eine Übersicht über die medikamentösen Behandlungsoptionen bei aktiver Erkrankung. Grundprinzip der Behandlung der passager oder chronisch aktiven Erkrankung ist die Unterdrückung des Immunsystems. Glukokortikoide haben den entscheidenden Fortschritt in Richtung Normalisierung der Lebenserwartung gebracht. Weitere immunmodulatorisch wirkende Substanzen kamen dazu, insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten die Therapie mit Antikörpern. Neben der Kontrolle von Häufigkeit und Schwere von Erkrankungsschüben sind heute mukosale Heilung und die Verminderung von Operationsindikationen bzw. der Kolektomierate Behandlungsziele. Die Therapie chronisch aktiver Verläufe bleibt aber für Arzt und Patient ein schwieriges Problem mit wiederholten Präparatewechseln.
Die chronische Immunsuppression bedarf aufgrund des breiten Spektrums an Nebenwirkungen (und der hohen Kosten) der Betreuung durch den erfahrenen Arzt mit vorbereitenden Untersuchungen, prophylaktischen Maßnahmen und kontinuierlicher Überwachung.
Empfohlene Diagnostik vor/bei immunmodulativer Therapie:
Empfehlungen zur Diagnostik und Impfprophylaxe zielen weniger auf die Komplikationen der Grunderkrankung als auf die Infektion oder Exazerbation unter der Immunmodulation.
Nach Beginn der immunmodulativen Therapie sollten folgende Kontrollen nach einer, zwei, vier, acht und zwölf Wochen und danach alle zwölf Wochen durchgeführt werden:
Konsequenter Sonnenschutz und regelmäßige dermatologische Untersuchungen aufgrund des erhöhten Hautkrebsrisikos sind den Patienten unter einer Immunmodulation zu empfehlen, insbesondere wenn mehr als eine Substanz eingesetzt wird. Frauen unter Immunmodulation sollten ein regelmäßiges Zervixkarzinom-Screening wahrnehmen. Die Länge des Kontrollintervalls von einem Jahr ist aus der Transplantationsmedizin abgeleitet; spezifische Daten für die Immunsuppression bei CED gibt es nicht.
Kontraindikationen einer langfristigen Immunmodulation sind zu beachten (siehe Fachinformationen der Hersteller zu den einzelnen Präparaten); hierzu zählen insbesondere eine aktive Tuberkulose und schwere Infektionen.
Dosierungsempfehlungen für Salofalk 500mg Tabletten:
Die empfohlene Dosis beträgt Erwachsene und ältere Menschen Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sind die üblichen Tagesdosierungen des Salofalk-Wirkstoffes Mesalazin bzw. der Salofalk 500mg Tabletten:
| Erkrankung | Akuter Schub | Rückfallvermeidung/ Dauerbehandlung | Mesalazin (Wirkstoff) | Salofalk 500mg Tabletten |
|---|---|---|---|---|
| Morbus Crohn | 1,5 g-4,5 g | - | 3 x 1 bis 3 x 3 | - |
| Colitis ulcerosa | 1,5 g-3,0 g | 1,5 g | 3 x 1 bis 3 x 2 | 3 x 1 |
Die Akutbehandlung der Colitis ulcerosa dauert üblicherweise 8 Wochen. Ihr Arzt wird festlegen, wie lange Sie dieses Arzneimittel anwenden sollen. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Sie sollten die Behandlung mit Salofalk 500mg Tabletten sowohl während des akut entzündlichen Stadiums als auch in der Langzeitbehandlung regelmäßig und konsequent durchführen, da nur so der gewünschte Therapieerfolg eintreten kann.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Salofalk 500mg Tabletten zu stark oder zu schwach ist.
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