Haarausfall durch Amalgam: Ursachen und Zusammenhänge

Amalgam, ein Material, das über viele Jahre als Standard-Füllmaterial in der Zahnmedizin eingesetzt wurde, ist aufgrund seiner Eigenschaften bis heute in aller Munde. Es ist günstig, flexibel, leicht formbar, härtet schnell aus und verfügt über eine besondere Stabilität, was Plomben aus diesem Material eine sehr hohe Lebensdauer verleiht. Die moderne Zahnmedizin hat jedoch Abstand von den umstrittenen Amalgamfüllungen genommen.

In der heutigen Zeit weiß man, dass Amalgamfüllungen gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können.

Das liegt vor allem daran, dass die Metall-Legierung neben Kupfer, Zinn und Silber zu mehr als 50 Prozent aus dem Nervengift Quecksilber besteht.

Das in dem Standart-Zahnfüllmaterial von einst enthaltene Schwermetall Quecksilber kann Auslöser für vielerlei körperlicher Beschwerden sein.

Gerade dann, wenn Patienten neben Amalgamfüllungen auch noch Goldplomben in den Zähnen tragen und somit über einen Mix aus verschiedenen Metallen im Mund verfügen, kann die Quecksilberbelastung im Blut erhöht sein.

Amalgam ist auch heute noch buchstäblich in aller Munde. Es handelt sich hierbei um ein günstiges Material für Zahnfüllungen, das zur Hälfte aus Quecksilber besteht. Der Rest der Amalgamfüllungen besteht aus einem Gemisch aus Silber, Kupfer, Zink und Zinn.

Wie bereits angesprochen, ist die Zahnfüllung aus Amalgam eine chemische Verbindung mit Quecksilber. Es ist bekannt, dass Quecksilber in hohem Grad gesundheitsschädlich und toxisch ist. Doch es gibt zahlreiche Studien, die einen Zusammenhang zwischen diffusem Haarschwund und Amalgam im Mund belegen.

Wie Amalgam zu Haarausfall führen kann

Die aus dem Quecksilberamalgam der Zahnfüllungen freigesetzten Quecksilbermengen reichen jedoch nicht aus, um Haarausfall herbeizuführen. Somit können Amalgamzahnfüllungen nicht für ein diffuses Effluvium verantwortlich gemacht werden.

Noch heute wird die Quecksilberverbindung aufgrund ihrer Haltbarkeit bis zu 30 Jahren in der Behandlung von Karies verwendet.

Eine intakte Amalgamfüllung ruft keine toxischen Reaktionen hervor. Doch im Laufe der Zeit kommt es zur Porosität der Füllung und die Quecksilberbestandteile treten aus. Das aus der Füllung gelöste Amalgam bleibt nicht im Mundraum, sondern verteilt sich über die Blutbahn in Ihrem gesamten Körper. Dafür spricht, dass das Schwermetall in einer Blutprobe und im Urin nachweisbar sind.

Ihr Körper wehrt sich gegen die Toxine und reagiert auf die Vergiftung. Viele Betroffene leiden nicht in den ersten Jahren, sondern sehr viel später unter den Folgen einer Amalgamvergiftung.

So kann sich Haarschwund 10 oder 15 Jahre nach der Kariesbehandlung einstellen, so dass Sie keinen Zusammenhang herstellen können und primär nach anderen Gründen suchen.

Eine Belastung Ihres Körpers mit Schwermetallen führt zu Kopfschmerzen, zu Müdigkeit und Erschöpfung und Gelenkschmerzen sowie Appetitlosigkeit. Wenn Sie eines oder mehrere der Symptome begleitend zum Haarschwund feststellen, können Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Amalgam als Verursacher ausgehen.

Kommt es zu Haarverlust durch Amalgam, ist das dünner werdende Haar meist kein alleiniges Symptom. Eine endgültige Diagnose kann nur ein Arzt mit einer Blut- und Urinuntersuchung stellen.

Eine sehr seltene Ursache für Haarausfall sind Vergiftungen mit Schwermetallen, zum Beispiel: Quecksilber/Amalgam, mit dem mancher beruflich Kontakt hat. Zahnfüllungen setzen in der Regel so wenig Quecksilber frei, dass diese Mengen keinen Haarausfall auslösen. Wissenschaftliche Beweise pro und contra Haarausfall durch Amalgam fehlen jedoch.

Haaranalysen sollen dabei helfen, herauszufinden, ob Schwermetalle die Ursache für Haarausfall sind.

Amalgam entfernen - 7 Tipps

Ralf Paus: „Ergibt die - für mich außer für Gerichtsmedizinervöllig unsinnige - Haaranalyse, dass sich im Haarschaft Schwermetalle befinden, ist das fast immer ohne Bedeutung. Haarschäfte sind wichtige Ausscheidungsinstrumente, in die der Körper wie in ein Archiv Stoffe entsorgt, die er durch Ablagerung im ‚toten’ Haar unschädlich macht. Der Nachweis dieser Stoffe bedeutet also keinesfalls, dass man belastet ist.

Sie fühlen sich kerngesund und sind umso erstaunter, dass Ihr Haar plötzlich dünner wird und systematisch ausfällt. Ein Blick auf Ihre zurückliegenden Zahnarztbehandlungen kann aufschlussreich sein und die Ursache in den Fokus stellen.

Früher galt Amalgam als das preiswerteste und wirksamste Füllmaterial für kariöse Zähne. Doch längst ist bewiesen, dass es bei Amalgamfüllungen zu zahlreichen Nebenwirkungen und gesundheitsschädigenden Einflüssen kommt.

Haarausfall durch Amalgam ist ein Risiko, das Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Daher empfiehlt es sich, den Ursachen von unerklärbarem und diffus auftretendem Haarschwund auf den Grund zu gehen. Das gleiche Risiko tragen Sie auch, wenn Ihre Füllungen aus Amalgam schon älter und dementsprechend porös sind.

Ehe Sie über eine Wiederherstellung Ihrer ästhetischen Ausstrahlung nachdenken und sich Eigenhaar transplantieren lassen, muss die Ursache behandelt und Ihr Körper entgiftet werden. Bei vielen Betroffenen legt sich der Haarverlust durch Amalgam in dem Moment, in dem der Zahnarzt die Füllungen entfernt und durch biokompatible Komposite ersetzt.

Weitere mögliche Ursachen für Haarausfall

Es ist wichtig zu beachten, dass Haarausfall viele Ursachen haben kann, die nicht mit Amalgam in Verbindung stehen:

  • Durch chemische Shampoos und Stylingprodukte kann das Haar geschädigt werden und ausfallen. Achten sie darauf, Produkte mit natürlichen Wirkstoffen ohne aggressive chemische Bestandteile zu verwenden.
  • Durch Übersäuerung des Körpers kann es zu Haarausfall kommen.
  • Mangelhafte Ernährung oder Diäten, Stress, nach Schwangerschaften, schwere Infektionen (z.B. Grippe), bestimmte Stoffwechselstörungen (=> diffuser Haarausfall) sind auch Ursachen von Haarausfall.
  • Durch die Medikamente einer Chemotherapie fallen ebenfalls Haare aus.
  • Alopecia Areata (=>kreisrunder Haarausfall): Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt, jedoch wird vermutet, dass das körpereigene Immunsystem sich gegen die Haarwurzel richtet.
  • Hormonstörung, Klimakterium (Wechseljahre) und erbliche Veranlagung (=> hormoneller Haarausfall/ erblicher Haarausfall) sind ebenfalls Ursachen für Haarausfall.
  • Intensives Kämmen, Bürsten, Toupieren, Ziehen durch Gummibänder, strenge Zöpfe können zu Haarverlust führen.
  • Tönen, Färben, Bleichen, Dauerwellen, häufiges Waschen mit alkalihaltigen Shampoos sind auch Ursachen für immer weniger werdendes Haar.
  • Die wiederholte Belastung durch übermäßige Hitzeeinwirkung beim Föhnen, intensive Sonnen-oder Solarieneinwirkung, UV-Bestrahlung macht das Haar brüchig und lässt es leicht abbrechen.
  • Durch die hormonelle Umstellung bei der Absetzung der Anti-Baby-Pille kann es zu Haarausfall bei Frauen kommen.
  • Nährstoffmangel (z.B. Eisen oder Zink): Eisen und Zink sind haarwuchsfördernd.
  • Psychische Ursachen (z.B. starke berufliche Belastung oder Todesfälle): Stress und psychischer Druck wirken sich negativ auf das Haarwachstum aus.
  • Medikamente (z.B. Betablocker, Lipidsenker, Chemotherapeutika, Blutgerinnungshemmer, Rheumamittel, einige Antibiotika oder Jod): Die Wirkstoffe können mit der Blutversorgung in die Haarwurzeln gelangen und dadurch das Wachstum bremsen.
  • Wechsel der Jahreszeiten: Unsere Hormone sind im Frühling aktiver, davon profitiert der Haarwuchs. Im Herbst jedoch wachsen die Haare langsamer und fallen auch schneller aus.
  • Schilddrüsenstörung: Die Hormone, die den Stoffwechsel regulieren, werden von der Schilddrüse gebildet.

Amalgamsanierung und Alternativen

Um Ihren Körper von belastenden Schwermetallen zu befreien, müssen Sie die Ursache behandeln. Das heißt, dass die Entfernung der Amalgamfüllungen notwendig ist und zeitnah erfolgen sollte. Moderne Komposite enthalten kein Quecksilber, so dass sie ein adäquater Ersatz der alten Füllungen sind. Schon wenige Wochen nach der Entfernung der Amalgamfüllungen werden Sie sich gesamtgesundheitlich wohler fühlen und Ihr Haar wächst wieder nach. Doch in Einzelfällen kann Haarverlust durch Amalgamirreversibel sein.

In den meisten Fällen wächst Ihr Haar nach der Entfernung der Füllung und der Ausschwemmung der Giftstoffe aus Ihrem Körper selbstständig nach. Sind die Follikel sehr stark geschädigt, können Sie mit einer Haartransplantation gegen den Haarausfall durch Amalgam vorgehen und Ihr Selbstbewusstsein mit der Auffüllung der Kopfhaare wieder herstellen.

Wichtig ist hierbei, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eigenhaarverpflanzung geschaffen werden. Widmen Sie sich daher zuerst der Behandlung der Ursachen und lassen sich Zeit, um alle Rückstände der Schwermetalle aus Ihrem Körper zu schwemmen. Anschließend wird die Verpflanzung von Eigenhaar als minimalinvasiver Eingriff unter lokaler Betäubung vorgenommen.

Aus diesen Gründen bieten wir Ihnen bei Zahnarzt Dr. Gaß & Partner in Würzburg die Amalgamsanierung sowie die Amalgamausleitung an. Zunächst entfernen wir die alte Amalgamfüllung unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Danach füllen wir den Zahn mit besagter Kunststoff-Keramik-Füllung. Durch die dentinadhäsive Befestigungstechnik wird die Füllung fest im Zahn verankert. Diese Klebetechnik bringt diverse Vorteil mit sich, und zwar nicht nur in zahnmedizinischer Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf die Zahnästhetik. Haben Sie Fragen zur Amalgamsanierung bei Zahnarzt Dr. Gaß in Würzburg?

Im Anschluss an die Entfernung der Amalgamfüllung wird der betroffene Zahn neu versorgt. In der Regel raten wir zu Kunststofffüllungen aus Composite oder hochwertigem keramischen CEREC-Zahnersatz.

Die Amalgamsanierung lässt sich als eine Entgiftung des Körpers beschreiben und umfasst die Einnahme von Medikamenten, die bei Ihrem Zahnarzt in Münster individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Es dauert in der Regel etwa acht Wochen, bis der Körper komplett entgiftet ist.

Um Ihren Körper von belastenden Schwermetallen zu befreien, müssen Sie die Ursache behandeln. Das heißt, dass die Entfernung der Amalgamfüllungen notwendig ist und zeitnah erfolgen sollte. Moderne Komposite enthalten kein Quecksilber, so dass sie ein adäquater Ersatz der alten Füllungen sind. Schon wenige Wochen nach der Entfernung der Amalgamfüllungen werden Sie sich gesamtgesundheitlich wohler fühlen und Ihr Haar wächst wieder nach.

Die Haarimplantation überzeugt mit einer Erfolgsquote von bis zu 95 Prozent.

Schlussfolgerung

Amalgamfüllungen sind umstritten, weil sie giftiges Quecksilber enthalten. Wie gefährlich sind sie für die Gesundheit? Sollte man seine Amalgamplomben entfernen lassen?

Jeder dritte Mensch in Deutschland hat eine Zahnfüllung aus Amalgam. Das Material gilt als haltbar und kostengünstig. Wer eine Amalgamfüllung hat, sollte diese nicht ohne Anlass entfernen lassen, raten Zahnärztinnen und Zahnärzte. Nur beim Legen und Entfernen werden geringe Mengen von Quecksilber freigesetzt.

Amalgam besteht zu 50 Prozent aus Quecksilber, gebunden in einer Legierung aus Silber, Kupfer, Zink und Zinn - daher besteht keine Gefahr, wenn eine Amalgamplombe fest im Zahn sitzt. Die Metallmischung wird in fertigen Dosierungen an Zahnarztpraxen geliefert.

Giftig ist Amalgam allerdings, wenn man es im gasförmigen Zustand einatmet. eine Stunde lang nach dem Legen der Füllung.

Die Belastung durch freiwerdendes Quecksilber beim Ausbohren einer Füllung ist laut Expertinnen und Experten sehr gering, sodass nicht klar ist, ob dadurch Schäden entstehen können. Für eine Quecksilbervergiftung ist dagegen die Aufnahme enormer Mengen nötig. Da das Quecksilber in der Amalgamlegierung gebunden ist und nur beim Einlegen oder Ausbohren austreten kann, besteht keine Gefahr beim Verschlucken.

In Deutschland hat jeder Mensch durch Umweltbelastungen im Durchschnitt 1,5 Mikrogramm Quecksilber in einem Liter Blut. Bei fünf bis sechs Amalgamfüllungen erhöht sich die Belastung um das Doppelte bis Dreifache. Doch auch in diesem Fall bleibt sie unter dem Grenzwert von 5 Mikrogramm, der als unschädlich gilt.

Das Robert Koch-Institut sieht keine Belege, dass kleinste Mengen Quecksilber die Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, ALS, Autismus, Multiple Sklerose oder Hormonstörungen fördern. Speisefische wie Thunfische und Barsche können übrigens 20- bis 40-mal so viel Quecksilber enthalten wie eine Zahnfüllung aus Amalgam.

Tabelle: Mögliche Symptome einer Amalgamvergiftung

Symptom Beschreibung
Kopfschmerzen Wiederkehrende oder chronische Kopfschmerzen
Müdigkeit und Erschöpfung Andauerndes Gefühl von Müdigkeit und Kraftlosigkeit
Gelenkschmerzen Schmerzen in verschiedenen Gelenken
Appetitlosigkeit Verminderter Appetit oder Gewichtsverlust
Haarausfall Verlust von Kopfhaar oder Körperbehaarung
Gedächtnisstörungen Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis oder Konzentration
Metallischer Geschmack im Mund Anhaltender metallischer Geschmack

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