Cavalier King Charles Spaniel Fellpflege: Ein umfassender Leitfaden

Die Beliebtheit des Cavalier King Charles Spaniel hat in den letzten Jahren immens zugenommen. Der Cavalier King Charles Spaniel überzeugt vor allem mit seiner Anpassungsfähigkeit und guten Laune. Sein Charakter ist fröhlich und ausgeglichen, niemals nervös oder unangenehm auffallend.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die richtige Fellpflege für Ihren Cavalier King Charles Spaniel, um sein Fell gesund und glänzend zu halten.

Allgemeine Informationen zum Cavalier King Charles Spaniel

Der Ursprung des Cavalier King Charles Spaniel ist weitgehend unbekannt. Ihre Geschichte ist erst seit dem 15. Jahrhundert nachzuvollziehen, da die Tiere von da an auf berühmten Gemälden erkennbar sind. Besonders am englischen Königshof wurde der kleine Spaniel sehr beliebt und zählte zu den Lieblingshunden von König Charles I, der auch den Namen des Hundes weitgehend beeinflusste.

Die britische Hunderasse wurde mit der Standard Nummer 136 von der FCI anerkannt und steht in der Systematik in Gruppe 9, Sektion 7. Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein kleiner Hund, der Aktivität, Lebensfreude und Anmut ausstrahlt.

Charakter und Haltung

Er tobt und spielt gerne, besonders mit Kindern, und ist auch sonst sehr menschenbezogen und kontaktfreudig. Die Familie wird deshalb zu jeder Zeit glücklich und überschwänglich begrüßt. Wichtig im Umgang mit Kindern ist dabei, dass sie die Tiere nicht als Spielzeug behandeln und ihnen von Anfang an Respekt entgegenbringen.

Obwohl der Cavalier King Charles Spaniel ein Schoßhund ist, weist er - besonders im ausgewachsenen Zustand - Temperament und eine hohe Unternehmungslust auf. Auch wenn er sich nicht nur auf dem Land, sondern auch in Wohnungen wohlfühlt, braucht er deshalb ausreichende Spaziergänge und Möglichkeiten seine Lebenslust auszuleben. Auch im Umgang mit anderen Hunden und Haustieren verhält er sich sozial und sucht keine Konfrontationen.

Die Haltung der Hunde ist demnach nicht mit Problemen verbunden und ihre Erziehung geht mit etwas Feingefühl recht leicht von der Hand. Der Cavalier King Charles Spaniel zeigt sich sehr charmant und zärtlich, was ihm auch seinen Namen "Cavalier" einbrachte. Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein Gesellschaftshund. Er kann sich hervorragend in Gemeinschaften integrieren, ist sehr kontaktsuchend und eignet sich mit seinem liebevollen Wesen besonders als Familienhund. Sowohl bei einsamen älteren Menschen als auch in kinderreichen Familien entwickelt sich der Hund schnell zu einem treuen, anhänglichen Freund.

Trotz seiner Größe hat er auch viel Spaß an Hundesportarten. Da Hunde dieser Rasse wenig bellen, sind sie als Wachhund eher ungeeignet. Lange Spaziergänge liebt dieser Hund sehr, wobei er trotzdem gut in einer Stadtwohnung gehalten werden kann.

Cavalier King Charles Spaniel - CHARAKTER und PFLEGE

Das Fell des Cavalier King Charles Spaniel

Das Haarkleid des Cavalier King Charles Spaniel ist lang, seidig und glatt oder leicht gewellt. Es ist sehr üppig und mit viel Unterwolle unterlegt.

Das Fell der Tiere kann verschiedene Farben aufweisen:

  • Schwarz mit leuchtend lohfarbenen Färbungen (Black and Tan)
  • Schwarz-Weiß mit lohfarbenen Abzeichen (Tricolour)
  • Perlweiß mit gleichmäßig verteilten kastanienroten Färbungen (Blenheim)
  • einfarbig Rot (Ruby)

Die Lebenserwartung liegt bei dieser Hunderasse zwischen 9 und 14 Jahren.

Regelmäßige Fellpflege

Das Fell des Cavalier King Charles Spaniel muss regelmäßig, sprich alle zwei bis drei Tage, gebürstet werden. Egal, wie pflegeleicht das Fell eines Hundes ist: Er sollte sich bereits früh daran gewöhnen, dass eine Bürste sein Fell berührt.

Auch bei „unkomplizierten“ Hunden reicht es nicht, einmal kurz über den Rücken und halbherzig die Beine zu bürsten oder zu kämmen. Ein Hund hat am gesamten Körper Fell (Überraschung ;)). Der Bauch, die Armhöhlen, der Schwanz, die Ohren, der Nacken und das Gesicht gehören also dazu.

Bürsten und Kämmen

Langes Fell verfilzt schneller als kurzes Fell. Man bürstet es vorsichtig, aber gründlich mit einer speziellen Langhaarbürste und einem Kamm aus Metall. Vor allem, BEVOR man den Hund baden möchte. Warum? Die Haare - und zwar auch die losen - quellen im Wasser auf und verfangen und verheddern sich schnell. Da man den Hund nach dem Baden ebenfalls bürsten muss, ziepen diese losen Haare und tun weh. Keine schöne Erfahrung für den Hund!

Baden

Außerdem gehört es zur Fellpflege, den Hund in regelmäßigen Abständen zu baden, um den Schmutz von draußen zu entfernen - sonst bilden sich Bakterien im Fell, was nicht nur einen unangenehmen „Hundegeruch“ zur Folge hat. Kurzes Fell macht weniger Arbeit als langes Fell. Auch das Baden nimmt deutlich weniger Zeit in Anspruch.

Trimmen

Bei einigen Hunden muss das Fell auch hin und wieder getrimmt (gestutzt/geschoren) werden, z. B. Wer sich beim Nägel trimmen unsicher fühlt, sollte es sich von einem Hundetrainer erklären lassen - oder mit seinem Hund besser in einen Hundesalon gehen.

Haarausfall beim Cavalier King Charles Spaniel

Nun habe ich mal in einer Hunde-Zeitschrift gelesen, dass ein CKCS überdurchschnittlich viele Haare verliert. Stimmt das wirklich? Die Antwort darauf ist etwas schwierig, kommt vielleicht auf die Sichtweise an. Ein Cavalier gehört mit zu den Langhaarrassen, somit verliert er im Vergleich zum Mops viele lange Haare.

Ein Mops haart zwar auch, aber seine Stichelhaare sitzen überall fest, habe den Mops willkürlich gewählt. Also ich kann Dir nur sagen, so ein Berner verliert weit aus mehr Haar als ein Cavalier. Also was wir an Haaren jeder Tag entsorgen und was jeden 2. wir dachten ehrlich gesagt nicht das die Cavas so haaren, zumindest unser Billy ist darin Weltmeister...

Generell ist es so, wer Tiere hält, hat auch mehr zu putzen. Das stelle ich täglich am eigenen Leib fest. Es frustriert zwar manchmal, da hat man den Vormittag alles pikobello und am Nachmittag sieht alles aus wie vorher. Probleme machen nämlich nicht nur die Haare, die sind eher zweitrangig. Mehr Dreck fällt durch das an,was die Hunde zwangsläufig mit ins Haus tragen.

Meine beiden Haaren nicht sonderlich viel, es sei sie sind im Fellwechsel. Da waren die Haare vom Kaninchen schon unangenehmer, weil flauschiger und viel mehr. Außer im Fellwechsel haaren meine fast garnicht. Den Fellwechsel merkt man da kannst Du ständig saugen, glaube mir. Wenn Du dann regelmässig bürstest kannst Du das alles etwas beschleunigen.

Aber wie Silke schon sagt es fällt generell mehr Dreck in Haus und Wohnung an wenn man Tiere hat. unsere Anna haart wesentlich mehr als Bonny. Da bei uns aber eh jeden Tag der Staubsauger geschwungen wird, ist es mir persönlich egal. Es ist einfach so, wenn Tiere im Haus sind kannst du es nie hundert Prozentig super sauber haben. Ist mir aber egal, meine Hunde sind mir sehr wichtig und da nehme ich auch ein wenig mehr Schmutz gerne in Kauf.

Wollte ich eben schreiben: bei mir gibts keine schwarzen Klamotten, außer bei Beerdigung und selbst da findet sich ein weißes Haar drauf...Ich würde sagen, die Cavalieren haaren schon ganz schön, etwas mehr als der durchschnittliche Hund. Wenn ich so im Hundesalon vergleiche, dann ist es mehr als Shi Tzu, Havaneser, Bologneser oder Westie. Das liegt aber auch daran, daß sie nicht so schnell verfilzen. Bei diesen Rassen hält der Filz die Haare auf dem Hund, bei unseren fallen sie raus.

Besonders schön sehen bestimmte Ecken im Haus aus, die die Flusen magisch anziehn! Du hast alles sauber, guckst an diese Stelle..., da liegt schon wieder was! Man sollte es aber vor der Anschaffung einplanen. Wir hatten vorher eine Golden Retriever-Hündin - oh Gott - so lieb wie sie war - so entsetzlich war das Haaren. Das ganze Jahr über trotz guter Futterzusätze. Ich hätte den ganzen Ort von der Wolle mit Socken versorgen können. Das wird Luna mit Sicherheit nicht toppen können.

Tipps zur Minimierung von Haarausfall

  • Regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechsels
  • Hochwertiges Futter
  • Ergänzungsfuttermittel für ein gesundes Fell
  • Regelmäßiges Staubsaugen und Reinigen der Wohnung

Gesundes Fell - ein Zeichen für Gesundheit

Ein gesundes Fell glänzt im Licht, fühlt sich geschmeidig, sieht gut aus, ist gleichmäßig und es riecht gut. Klare Anzeichen für ein mangelnde Pflege sind trockenes, sprödes, fettiges oder staubiges Fell, jede Menge lose Haare und kahle Stellen. Außerdem riecht es oft unangenehm, weil sich Bakterien darin vermehren.

Historischer Hintergrund der Spaniels

Spaniels gehören zu den sehr alten Hunderassen, die es bereits im Mittelalter in England in unterschiedlichen Größen gab. Sie wurden häufig auf Gemälden dargestellt und waren beliebte Begleithunde des Adels am Hofe als auch bei der Jagd. Die höfische Damenwelt hielt die kleinen Spaniels begeistert als Schoßhunde.

Die Zwergspaniels unterhielten die Damen, spielten mit den Kindern und wärmten die Damen in den kalten Schlössern oder auf Kutschfahrten. Das wichtigste Merkmal der Hunde war, dass sie möglichst klein waren, damit die Damen sie den ganzen Tag tragen konnten. Bereits in der Antike wurden sehr kleine Hunde dargestellt und erwähnt, allerdings waren es noch keine Hunderassen, wie wir sie heute kennen.

Spaniels am Hofe von Heinrich VIII, Elisabeth I.

In England begleiteten Zwergspaniels bereits im 15.Jahrhundert den Adel. Sie wurden bereits am Hof von König James I. (1437-1460) gesehen und Heinrich der VIII. Sowohl Königin Elisabeth I. (1533-1603) als auch Maria Stuart (1542-1587) besaßen Zwergspaniels.

Zwergspaniels - die große Liebe von König Charles I.

Die englischen Könige Charles I. (1600-1649) und sein Sohn Charles II. (1630-1685) waren große Liebhaber der kleinen Zwergspaniels. Sowohl Vater als auch Sohn waren stets von den kleinen Spaniels umgeben und wurden zum Namensgeber der Rasse, deren erste Variante "King Charles Spaniel" hieß. Charles I. züchtete die schwarzen Spaniels (black and tan) und sein Sohn Charles II. die schwarz-weißen Zwergspaniels mit black and tan-Zeichnung (tricolour).

Zwergspaniels blieben bei dem britischen Adel bis zum Beginn des 19.Jahrhunderts sehr beliebt. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts wurden die etwas größeren Zwergspaniels sowohl zur Jagd als Stöber- und Apportierhunde auf Vögel und Kleinwild als auch als Haustiere verwendet. Mit dem Ende des viktorianischen Zeitalters (1837-1901) kommen in England die asiatischen kurznasigen Hunderassen wie der Mops, der Japanese Chin und der Pekingese in Mode. Der alte King Charles Spaniel hatte langsam, aber sicher ausgedient.

Die Zucht des King Charles Spaniel

Da die Hunde ausschließlich als Begleithunde gezüchtet wurden, unterlag die Zucht der Zwergspaniels der Mode. Das so begehrte und niedliche "Kindchenschema" mit kurzer Schnauze, runden Köpfen und riesigen Augen wurde Ziel der Zucht der King Charles Spaniel. Experten gehen davon aus, dass Pekingesen, Japanese Chins oder Möpse mit King Charles Spaniels gekreuzt wurden, um die kurze Schnauze zu erzielen.

Doch es ist ebenso möglich, dass die Zwergspaniels durch weitere Verzwergung die typischen Merkmale des rundlichen Kopfes, der kurzen Schnauzen und der großen Augen angenommen haben. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts (um 1900) wollten die Züchter den Namen von King Charles Spaniel in Toy Spaniel ändern. Dies wurde jedoch von König Edward VII aktiv verhindert.

Roswell Eldridge und die Rückbesinnung auf den ursprünglichen Typ

Der reiche amerikanische Geschäftsmann, Jagdliebhaber und Hundefreund Roswell Eldridge (1857-1927) war sehr enttäuscht, dass auf der Crufts-Show (der weltgrößten Hundezucht-Show in England) der King Charles Spaniel des alten Typs mit der längeren Nase nicht mehr ausgestellt wurde. Um die Zucht anzuregen, setzte Roswell Eldridge 1926 ein Preisgeld bei der Crufts-Show für Rüden und Hündinnen aus, die den Hunden auf den Gemälden zur Zeit von Charles II. gleichen.

Zu Beginn wurden nur wenige Hunde des ursprünglichen Schlages ausgestellt, aber Eldridge setzte die Preisgelder auch für die folgenden fünf Jahre. Auch zu der Zeit von Charles II. gab es bereits sowohl die kleinen Spaniels für die Damen (Schoßhunde der Damen, carpet spaniels, sleeve spaniels) als auch die etwas größeren, sportlichen Spaniels, die sowohl als Haustiere, als auch für die Jagd und das Apportieren von Kleinwild eingesetzt wurden. Es wird vermutet, dass Eldridge, der ein passionierter Jäger war, eben diese größeren und sportlicheren King Charles Spaniels meinte.

Die Gründung des "Klub zur Förderung des Cavalier King Charles Spaniels"

1928 fanden sich auf der Crufts-Show Liebhaber der Rasse und es kam zu der Gründung des "Klub zur Förderung des Cavalier King Charles Spaniels". 1945 erfolgte die Anerkennung der neuen Rasse durch den The Kennel Club. Leider war dies aber eine zu kleine Zuchtbasis, in der sich Erbkrankheiten sehr verbreitet haben.

Die Rückkreuzung zum Cavalier King Charles Spaniel

Die Rückkreuzung des King Charles Spaniels erhielt als eigenständige Rasse den Zusatz "Cavalier". Dies geschah in Anlehnung an die königstreuen Anhänger King Charles I., während des englischen Bürgerkriegs (1642-1649), die "Cavaliers" genannt wurden. Ihre Gegner und Anhänger des englischen Parlamentes, wurden wiederum als "Roundheads" verspottet. Charles I. wurde trotzdem zum Ende des Bürgerkrieges 1649 enthauptet.

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