Bauanleitung: So bauen Sie Ihren eigenen Brennholzschuppen

Heizen mit Holz ist eine kostengünstige und CO2-neutrale Alternative. Mit etwas Geschick und den passenden Werkzeugen können Sie Ihren eigenen Brennholzunterstand im Garten bauen und so Ihr Holz sauber und trocken lagern. In dieser DIY-Anleitung erfahren Sie, wie es geht.

Was ist der Unterschied zwischen Holzlege, Kaminholzunterstand und Brennholzlager?

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es feine Unterschiede:

  • Holzlege: Eine offene Konstruktion zum Lagern von Brennholz mit Einlegeböden, die Schutz vor direkter Nässe bietet und eine gute Belüftung ermöglicht.
  • Kaminholzunterstand: Ähnlich einer Holzlege, aber oft kleiner und kompakter. Eine überdachte Struktur, die das Holz vor Regen und Schnee schützt.
  • Brennholzlager: Kann verschiedene Formen annehmen, von einer offenen Fläche im Garten bis zu einem geschlossenen Schuppen. Dient dazu, größere Mengen an Brennholz für längere Zeiträume zu lagern.

Letztendlich geht es darum, eine geeignete Einrichtung zum Lagern von Brennholz zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen und örtlichen Gegebenheiten entspricht.

Anleitung: Holzlege selber bauen

Bevor Sie mit dem Bau der Holzlege beginnen, sollten Sie den idealen Platz dafür festlegen. Wählen Sie einen Standort nahe am Haus, der gut belüftet ist, aber das Holz dennoch vor direkter Nässe schützt. Messen Sie den verfügbaren Platz aus und entscheiden Sie sich für die gewünschte Größe der Holzlege. Planen Sie die benötigten Materialien entsprechend.

Diese Materialien benötigen Sie zum Bau der Holzlege

Wer einen eigenen Brennholzunterstand bauen möchte, ist auf einige Materialien und Werkzeuge angewiesen. In unserem Beispiel ist der Unterstand zwei Meter breit, einen Meter tief und an der Vorderseite 1,35 Meter hoch.

Hier der gesamte Überblick über die benötigten Materialien:

  • 6 Fundamentsteine mit Fassung für 50 mm Balken
  • Fundamentbalken: 100 x 50 mm für 3 m
  • Konstruktionsholz für Fundament- und Dachrahmen: 76 x 50 mm für etwa 23 m
  • Stützpfosten und Stützwinkel: 70 x 56 mm
  • Latten für Boden und Seitenwände: 69 x 22 mm für etwa 51 m
  • Konstruktionsholz für seitliche Rahmen, der die Latten der Seitenwände trägt: 22 x 22 mm für etwa 7,5 m, bei größerem Unterstand 34 x 34 mm
  • Wellblech 2200 x 1300 mm
  • Wellblechschrauben, Unterlegscheiben und Abstandshalter
  • Spannplattenschrauben mit Senkkopf 5,0 x 60 mm
  • Spannplattenschrauben mit Senkkopf 4,5 x 50 mm
  • Spannplattenschrauben mit Senkkopf 6 x 100 mm
  • Splitt und Schotter

Tipp: Als Holzsorte eignen sich vor allem widerstandsfähige Hölzer wie Douglasie, Kiefer oder Fichte. Am besten verwenden Sie Hölzer, die bereits mit einem Verwitterungsschutz versehen wurden, das erspart das nachträgliche Aufbringen eines Schutzanstrichs.

Wichtig bei der Arbeit mit der Kettensäge ist die richtige Schutzausrüstung und gutes Werkzeug! Diese Hilfsmittel erleichtern den Bau der Holzlege und mindern die Gefahr von Arbeitsunfällen.

Werkzeugliste

  • Persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, Schnittschutzhose und -stiefel, Schutzbrille, Gehörschutz und Gesichtsschutz)
  • Eimer
  • Wasserwaage
  • Markierungspflöcke
  • Richtschnur
  • Metermaß
  • Bleistift
  • Hammer
  • Spaten
  • Akku-Bohrschrauber
  • Werkbank
  • Motorsäge, etwa STIHL MS 162

Bauanleitung für die Holzlege bauen

Die folgenden Arbeitsschritte sind in der Regel nöig, um eine stabile Holzlege selbst bauen zu können. In der Galerie oben zeigen wir zudem Schritt für Schritt was zu tun ist, damit aus einem Haufen Kanthölzer und Brettern ein dauerhafter Unterstand wird, an dem Sie Ihr Kaminholz witterungsgeschützt lagern und trocknen können.

Schritt 1: Die richtige Größe und Platzwahl festlegen

Bevor Sie mit dem Bau der Holzlege beginnen, sollten Sie den idealen Platz dafür festlegen. Wählen Sie einen Standort nahe am Haus, der gut belüftet ist, aber das Holz dennoch vor direkter Nässe schützt. Messen Sie den verfügbaren Platz aus und entscheiden Sie sich für die gewünschte Größe der Holzlege. Planen Sie die benötigten Materialien entsprechend.

Schritt 2: Holzbalken vorbereiten

Sägen Sie die Holzbalken auf die benötigten Längen für die Grundkonstruktion der Holzlege zurecht. Achten Sie darauf, dass die Schnittkanten sauber und gerade sind. Bei Bedarf können Sie die Kanten mit Schleifpapier glätten.

Schritt 3: Grundkonstruktion aufbauen

Bilden Sie mit den vorbereiteten Holzbalken ein Rechteck, das der gewünschten Größe der Holzlege entspricht. Fixieren Sie die Balken mit Holzschrauben und Winkelverbindern. Achten Sie dabei auf eine exakte Ausrichtung und verwenden Sie eine Wasserwaage, um sicherzustellen, dass die Konstruktion gerade ist.

Schritt 4: Einlegeböden anbringen

Messen Sie die Innenmaße der Grundkonstruktion aus und schneiden Sie die Kanthölzer auf die passende Länge für die Einlegeböden zurecht. Je nach Höhe der Holzlege können Sie mehrere Einlegeböden einplanen. Befestigen Sie die Einlegeböden mit Holzschrauben in den vorgebohrten Löchern.

Schritt 5: Stabilität erhöhen

Um die Stabilität der Holzlege zu verbessern, können Sie zusätzliche Querbalken in der Konstruktion anbringen. Diese sorgen dafür, dass das Gewicht des Holzes gleichmäßig verteilt wird und die Holzlege länger hält.

Schritt 6: Holzschutz anbringen

Damit die Holzlege Wind und Wetter trotzen kann, ist es wichtig, sie mit einem geeigneten Holzschutzmittel zu behandeln. Tragen Sie Holzschutzfarbe oder Holzlasur mit einem Pinsel auf alle sichtbaren Holzoberflächen auf. Achten Sie darauf, dass das gewählte Produkt wasserfest und für den Außenbereich geeignet ist.

Schritt 7: Holzlege aufstellen

Nachdem die Holzlege vollständig getrocknet ist, können Sie sie an den zuvor festgelegten Platz stellen. Achten Sie darauf, dass die Holzlege auf einer ebenen Fläche steht und nicht wackelt. Wenn nötig, können Sie die Standfestigkeit mit kleinen Keilen oder Unterlegern ausgleichen.

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung haben Sie gelernt, wie Sie eine praktische und langlebige Holzlege bauen können. Mit den richtigen Materialien und etwas handwerklichem Geschick können Sie jetzt Ihr Brennholz trocken und ordentlich lagern. Viel Spaß beim Umsetzen des Projekts!

Gut zu wissen: Wie lagere ich Brennholz richtig?

Beachten Sie diese Tipps, um sicherzustellen, dass Ihr Brennholz optimal trocknet und Sie stets qualitativ hochwertiges Holz für Ihre Feuerstelle zur Verfügung haben:

  • Belüftung sicherstellen: Lagern Sie das Brennholz an einem gut belüfteten Ort, der vor direkter Nässe geschützt ist. Eine gute Luftzirkulation verhindert Feuchtigkeitsansammlungen und Schimmelbildung.
  • Abstand zum Boden halten: Platzieren Sie das Holz auf einer erhöhten Unterlage wie beispielsweise einer Holzpalette oder Metallfüßen. Dadurch wird verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Boden in das Holz aufsteigt.
  • Ausreichend Abstand halten: Stapeln Sie das Holz in der Holzlege nicht zu dicht aneinander. Ein Abstand von mindestens 10 cm zwischen den einzelnen Holzscheiten ermöglicht eine gute Luftzirkulation und Trocknung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Holzstapelhilfe selber bauen

Eine detaillierte Anleitung mit Bildern finden Sie hier:

  1. Standort wählen: Suchen Sie sich einen ebenen und wettergeschützten Platz im Garten aus, der einen einfachen Transport der Holzscheite zum Haus ermöglicht.
  2. Fundament gründen: Graben Sie Löcher für die Fundamentsteine und füllen Sie diese mit Schotter und Splitt. Platzieren und richten Sie die Fundamentsteine aus.
  3. Holz vorbereiten: Schneiden Sie die Holzelemente in den benötigten Maßen zu (siehe Materialliste oben).
  4. Bodenrahmen bauen: Legen Sie die zugeschnittenen Bodenbalken auf den Fundamentsteinen aus und verschrauben Sie sie.
  5. Stützpfosten montieren: Montieren Sie die Stützpfosten in allen Ecken.
  6. Bodenbretter verschrauben: Verschrauben Sie die Bodenbretter auf dem Rahmen.
  7. Seiten- und Rückwände montieren: Befestigen Sie die Bretter auf dem Boden liegend mit Schrauben an den Vierkanthölzern und schrauben Sie die so entstehenden Seitenwandmodule im Ganzen an die Stützpfosten.
  8. Dachrahmen montieren: Schrauben Sie den Dachrahmen von außen an die Stützpfosten.
  9. Stützwinkel befestigen: Befestigen Sie in allen Ecken Stützwinkel.
  10. Dach montieren: Rollen Sie das Wellblech aus und verschrauben Sie es mit dem Dachrahmen.
  11. Brennholz einlagern: Sortieren Sie das Brennholz in Ihren neuen Unterstand ein.

Einige Tipps zum Schluss

  • Lagermenge bestimmen: Überlegen Sie, wie viel Brennholz Sie für die Heizsaison benötigen. Ein durchschnittlicher Haushalt benötigt etwa 5-8 Kubikmeter Holz.
  • Größe des Lagers planen: Ein Lager mit den Maßen 3,5 m Breite, 2 m Höhe und 1,4 m Tiefe bietet ausreichend Platz für etwa 6,5 Kubikmeter Holz.
  • Standort wählen: Wählen Sie einen gut belüfteten, leicht zugänglichen und ebenen Platz für Ihren Holzunterstand. Achten Sie darauf, dass es nicht in einer Senke steht, in der sich Regenwasser sammeln könnte.

Tipp: Nutzen Sie Ihre Hauswand als Rückwand für Ihr Brennholzlager. So sparen Sie Material und schützen das Brennholz gleichzeitig besser vor Wind und Wetter.

Wo lässt sich ein Holzlager gut aufstellen?

  • Im Vorgarten: Ein Holzlager kann im Vorgarten auch als dekoratives Element dienen.
  • In der Garage: Die Garage bietet einen trockenen und geschützten Platz für Ihr Holz. Hier ist es vor Regen und Schnee sicher.
  • Im Hintergarten: Der Hintergarten ist ein idealer Ort, um ein Holzlager aufzustellen, da es hier weniger sichtbar ist und Sie trotzdem einen schnellen Zugang zum Holz haben.

Ein Brennholzschuppen ist eine praktische Möglichkeit, Ihr Brennholz aufzubewahren - und gleichzeitig eine schöne Ergänzung in Ihrem Garten.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten einen Brennholzschuppen zu entwerfen und nur Ihre Fantasie setzt hier Grenzen. Es gibt dennoch auch einige Dinge, die beim Bau eines Brennholzschuppens beachtet werden sollten.

Ein Brennholzlager aus Paletten bauen

Ein Brennholzlager aus Paletten eignet sich perfekt zur Aufbewahrung. Paletten schützen vor Feuchtigkeit von unten, ein Dach schützt zur Wetterseite hin zusätzlich vor Niederschlägen und sorgt dafür, dass das Holz trocken bleibt.

Brennholz richtig lagern & schnell trocknen - Anleitung & Tipps zum schnellen Trocknen von Kaminholz

In diesem Unterstand für den Garten ist das Kaminholz vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt und gleichzeitig wird das Holzlager dauerhaft und von allen Seiten belüftet. Als Faustregel gilt: Je trockener das Holz ist, umso höher ist sein Heizwert.

Schritt für Schritt: So bauen Sie ein Brennholzlager

  1. Paletten verbinden: Wenn Sie einen Kaminholzunterstand bauen wollen, fügen Sie zuerst Holzpaletten (ca. 80 x 120 cm) mit Flachverbindern oder, bei Geländestufen oder einem Gefälle, mit den Winkelverbindern zusammen.
  2. Paletten ausrichten: Als Fundament für das Brennholzlager dienen Pflastersteine. Sie sorgen für Halt und sicheren Stand, schützen die hölzernen Paletten vor Nässe von unten und lassen die Luft besser zirkulieren. Durch den Luftaustausch verbessern sich zudem die Lagerbedingungen für das Feuerholz. Klopfen Sie die Steine ein paar Zentimeter tief in den Boden und achten Sie darauf, dass sie waagrecht liegen.
  3. Bodenhülsen einschlagen: Die Löcher für die Einschlaghülsen mit einer Stahlstange vorbohren. Hülsen samt Einschlaghilfe (zum Beispiel von GAH-Alberts) in den Boden einschlagen, bis sie fest im Erdreich verankert sind. Verwenden Sie dazu einen schweren Vorschlaghammer.
  4. Pfosten ausrichten: Stecken Sie die Pfosten in die vorgesehenen Halterungen. Richten Sie sie zuerst mit einer Winkelwasserwaage aus und verschrauben Sie erst dann die Pfeiler mit den Hülsen.
  5. Gefälle berücksichtigen: Der Boden unter der Konstruktion weist ein leichtes Gefälle von circa zehn Prozent auf. Überprüfen Sie in diesem Fall mit einer Schlauchwasserwaage, ob die Pfosten auch alle gleich hoch sind, bevor Sie die Dachkonstruktion montieren. Die vorderen Pfosten sollten 10 cm länger sein, damit das Dach später ein leichtes Gefälle nach hinten hat.
  6. Rahmenhölzer verschrauben: Den oberen Abschluss für das Holzlager bilden Rahmenhölzer, die waagrecht auf den Pfosten aufliegen und von oben mit langen Holzschrauben fixiert werden.
  7. Rahmenkonstruktion kontrollieren: Kontrollieren Sie, ob alle Hölzer fest und stabil sowie im rechten Winkel zusammengeschraubt sind. Ziehen Sie die Schrauben bei Bedarf noch etwas nach und legen Sie erneut die Wasserwaage an, um Winkel und Ausrichtung final zu prüfen.
  8. Dachsparren montieren: Verteilen Sie die Dachsparren in gleichmäßigen Abständen (ca. alle 60 Zentimeter) und befestigen Sie sie mit Schwerlast-Winkelverbindern an den waagrechten Rahmenhölzern.
  9. Dachbretter verschrauben: Beplanken Sie die Dachsparren mit Schalbrettern. Sie werden mit Senkkopf-Holzschrauben auf die Dachsparren geschraubt.
  10. Dachpappe festnageln: Schneiden Sie die Dachpappe so zu, dass an den Seiten jeweils mehrere Zentimeter überhängen. So bleiben auch die oberen Rahmenhölzer sicher trocken. Legen Sie die Pappe aus und befestigen Sie sie mit verzinkten Nägeln.

Anschließend werden die Rückwand, Seiten- sowie Zwischenwände des Brennholzlagers mit Schalbrettern verkleidet. Die Seitenfläche, die in die Hauptwetterrichtung zeigt, wird komplett geschlossen, bei unserem Holzunterstand ist das die linke Seitenfläche. Ein Anstrich mit Holzschutzlasur erhöht die Witterungsbeständigkeit des Holzlagers.

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