Braun Series 9 Pro+ im Test: Lohnt sich das Premiummodell?

Ein Rasierer, der sanft zur Haut ist, auch längere Haare erwischt und kaum Pflege benötigt? Der Series 9 Pro+ von Braun verspricht viel. Ein Test zeigt, ob das Gerät alles davon einhält.

Viele Männer legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres, zu dem eine gute Rasur gehört. Hierfür greifen sie gerne zu einem Braun-Rasierer. Das Unternehmen Braun, gegründet 1921, hat sich auf elektrische Kleingeräte spezialisiert.

Der Braun Series 9 Pro+ will Skeptiker überzeugen - mit Technik, die Bartdichte erkennt, Hautwellen schont und selbst längere Haare in einem Zug erfassen soll. Das Gerät wurde unter realen Bedingungen getestet, um zu prüfen, ob es hält, was es verspricht.

Erster Eindruck und Lieferumfang

Ausgepackt: Im Paket waren das Ladecase (mit Rasierer darin), die Reinigungsstation samt Reinigungsmittel, die verständlich gestaltete Anleitung und das Ladekabel. (Quelle: Clausen)

Der Rasierer ist schick im Karton verpackt, gut verarbeitet, liegt angenehm in der Hand und wirkt stabil. Im Paket waren das Ladecase (mit Rasierer darin), die Reinigungsstation samt Reinigungsmittel, die verständlich gestaltete Anleitung und das Ladekabel.

Über dem großen Einschaltknopf befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem sich der Scherkopf fixieren lässt - praktisch bei der Reinigung oder für mehr Kontrolle an bestimmten Stellen.

Der Scherkopf soll stabiler sein als bisher und ist auffällig komplex aufgebaut: zwei äußere Scherfolien, dazwischen eine Klinge für längere Haare, eine für kürzere, flach anliegende Haare und ein Hautschutzelement. Schon beim Anblick wird klar: Hier steckt einiges an Entwicklungsarbeit drin. Beim Einschalten fällt ein heller Brummton auf - begleitet von Vibrationen, die ein Gefühl von Kraft vermitteln.

Funktionen und Ausstattung

Das gut ablesbare, vollfarbige LED-Display zeigt unter anderem den Akkustand in Prozent, weist auf nötige Reinigungen hin und erinnert daran, wann der Scherkopf gewechselt werden sollte - in der Regel alle 18 Monate. Auch der Reisesicherungsmodus wird auf dem Display angezeigt: Wird der Einschaltknopf einige Sekunden gedrückt gehalten, aktiviert sich eine Tastensperre, die versehentliches Einschalten verhindert. Während des Ladevorgangs visualisiert ein Fortschrittsbalken den aktuellen Stand.

Den eingebauten Sensor, der laut Hersteller 300 Bartdichtemessungen pro Sekunde durchführt, spürt man im Alltag übrigens nicht. Das Gerät passt sich offenbar dezent an, ohne merkliche Leistungswechsel.

Je nach gewähltem Set gehört auch das sogenannte SmartCare Center zum Lieferumfang. Das ist eine Reinigungsstation, die den Rasierer automatisch reinigt, trocknet und auflädt. Das Gerät wird kopfüber eingesetzt, per Knopfdruck startet der Vorgang. Dafür braucht es ein alkoholbasiertes Reinigungsmittel, das sich in einer Kartusche befindet und bei der Reinigung durch den Scherkopf gespült wird. Ein Schmiermittel soll dabei sicherstellen, dass die Klingen immer gut schneiden. Anschließend erfolgt die Trocknung.

Elektrorasierer Braun Series 9 Pro+ | TEST | Deutsch

Reinigungsstation: Mit leichtem Blubbern und Brummen wird der Rasierer zuerst getreinigt, danach beinahe leise getrocknet. (Quelle: Clausen)

Im Test funktioniert das zuverlässig. Die Station erkennt den Verschmutzungsgrad und passt den Reinigungszyklus an. Wer möchte, kann den Rasierer aber auch manuell reinigen: unter warmem Wasser abspülen, ausschütteln, trocknen lassen. Einmal pro Woche empfiehlt Braun in diesem Fall, den Scherkopf zu ölen.

Für Reisen bietet Braun eine zusätzliche Lade- und Aufbewahrungsmöglichkeit: das sogenannte Power Case, eine Schutzhülle mit Ladefunktion. Die ist allerdings recht sperrig und schwer. Ein einfacher Scherkopfschutz aus Kunststoff zum Aufstecken fehlt leider, um den Rasierer einfach in den Kulturbeutel stecken zu können, ohne Schäden am Scherkopf zu verursachen.

Rasurergebnis und Hautverträglichkeit

Vorher und Nachher: Das Ergebnis stimmt und verlief ohne Hautreizungen oder andere Probleme. (Quelle: Clausen)

Vor dem ersten Test hatte ich mich eine Woche nicht rasiert. Entsprechend war der Bartwuchs deutlich sichtbar - keine einfache Ausgangslage für das Gerät. Der Series 9 Pro+ brauchte bei diesen längeren Haaren mehrere Züge, um ein glattes Ergebnis zu erzielen. Allerdings wäre es auch überraschend gewesen, wenn es anders gewesen wäre. Dem Gerät ist das nicht anzulasten. Ein Haar "duckte" sich erfolgreich mehrfach weg und wurde mit dem integrierten Trimmer entfernt, der sich auf der Rückseite befindet und einfach zum Aktivieren nach oben geschoben wird.

Die Rasur war insgesamt angenehm, ohne Ziepen, ohne Hautverletzungen. Auf glatten Hautpartien wie den Wangen arbeitete das Gerät schnell und sehr gründlich. Und: Keine Rötungen am Hals, wie sie bei meiner Nassrasur sonst häufig auftreten. Bereits nach wenigen Tagen zeigte sich: Wer das Gerät regelmäßig einsetzt, erhält gute Ergebnisse - schnell, glatt, hautfreundlich.

Vor- und Nachteile

Der Braun Series 9 Pro+ konnte als langjähriger Nassrasierer in weiten Teilen überzeugen: keine Hautreizungen, gründliche Rasur, zuverlässige Technik und einfache Pflege. Für Menschen mit empfindlicher Haut oder Schnittproblemen bei der Nassrasur kann das Gerät eine sinnvolle Alternative sein.

Kleine Einschränkungen gibt es bei längeren Haaren oder in Problemzonen wie dem Kinn, aber diese Punkte sind auch sehr abhängig von der Haut und dem Bartwuchs und dem Gerät an sich nicht anzulasten.

Stärken:

  • Gründliche Rasur auf glatten Hautpartien
  • Sehr hautschonend, auch bei empfindlicher Haut keine Verletzungen
  • Beweglicher Scherkopf erleichtert die Rasur in Konturen und Problemzonen

Schwächen:

  • Nicht jeder Hauttyp wird gleich gut erreicht - an sensiblen Stellen wie Kinn oder Narbe kann es Schwächen geben
  • Hoher Preis - Gerät ab rund 320 €, Ersatz-Scherkopf rund 70 €, Reinigungskartusche alle zwei Monate ca. 5 €
  • Kein Aufsteckschutz für den Scherkopf - Transport ohne Hülle nicht optimal

Alternativen und Preisvergleich

Mit Preisen zwischen 320 und 400 Euro (je nach Paket - mit oder ohne Reinigungsstation oder Ladecase) ist der Braun Series 9 Pro+ kein Schnäppchen. Bedenken sollte man auch die regelmäßigen Folgekosten: etwa 70 Euro für den neuen Scherkopf (empfohlen alle 18 Monate, das hängt natürlich von der Häufigkeit der Rasur ab) und rund 5 Euro für jede Reinigungskartusche, die bei häufiger Nutzung alle zwei Monate fällig wird.

Dafür erhält man ein Gerät, das in seiner Gesamtheit technisch sehr durchdacht wirkt, keine großen Schwächen zeigt und spürbar hautschonend arbeitet. Wer bereit ist, in diese Preisklasse zu investieren, bekommt einen Rasierer mit hohem Alltagsnutzen. Und was noch für ihn spricht: Der Rasierer wird in Deutschland gefertigt, jedes Gerät wird einzeln kontrolliert und es gibt eine Garantie von fünf Jahren.

Überblick über weitere Braun Rasierer Modelle

Du bist auf der Suche nach einem neuen Braun Rasierer, bist dir aber noch nicht sicher, für welche Serie du dich entscheiden sollst? Hier ist ein Überblick über die Unterschiede der einzelnen Serien, nämlich die Series 3, 5 und 7 sowie die Series 9 Pro. Einen wesentlichen Unterschied stellt der Preis dar. Dieser ist aufsteigend orientiert, angefangen mit der günstigen Series 3 für etwas um die 50€ bis hin zu hochpreisigen Series 9 Pro, die mehrere 100€ kostet.

Die Geräte in unserem Braun Rasierer Test sind allesamt sogenannte Folienrasierer. Charakteristisch für diese Art von Rasierapparaten ist der rechteckige Klingenblock sowie die Nutzung von Scherfolien zum Schutz der Haut.

Was die Rasierer in unserem Braun Rasierer Test ebenfalls gemeinsam haben, ist, dass sie sowohl zu Trocken- als auch zur Nassrasur verwendet werden können und darüber hinaus wasserdicht sind, wodurch sie auch unter der Dusche zum Einsatz kommen können. Lediglich die Series 3 kann nur zur Trockenrasur verwendet werden, was allerdings unserer Produktauswahl geschuldet ist.

Allesamt kommen die Geräte in unserem Braun Rasierer Test mit einer Akkuladezeit von 60 Minuten und bieten darüber hinaus eine Quick Charge Funktion, bei der man 5 Minuten lädt und dadurch immerhin ausreichend Power erhält, um einen kurzen Rasurzyklus zu bewältigen. Während die Series 5, 7 und 9 Pro mit 50 bzw. 60 Minuten eine gute Leistung mitbringen, ist die Series 3 mit 30 Minuten unserer Meinung nach unterdimensioniert.

Für Feinheiten oder zum Vortrimmen gibt es bei der Series 3 und 7 einen aufsteckbaren Trimmer mit dazu. Die von uns getestete Variante der Series 5 hatte keinen dabei. Es gibt aber auch hier Ausstattungsvarianten, die einen Trimmer mitbringen. Die wahrscheinlich bequemste Art von Trimmer gibt es dagegen bei der Series 9 Pro. Hier ist er nämlich einfach in den Griff integriert worden und kann bei Bedarf rausgeschoben werden.

Entscheidet man sich für die günstige Series 3, muss man im Wesentlichen mit dem Basisgerät zurechtkommen, da keine besonderen Features verbaut worden sind. Legt man noch ein paar Scheine mehr auf den Tisch für den 7er, gibt’s neben diesen Wartungsindikatoren noch ein haardichte Sensor mit dazu, der die Schneidleistung an die Bartdichte anpasst. Die Series 9 Pro bringt darüber hinaus noch ein weiteres Feature mit. Zum einen soll die zusätzliche Klinge, der sogenannte “ProLift Trimmer”, die Haare vor dem Schneiden stärker anheben, wodurch auch 3 bis 7 Tage Bärte zu schaffen sein sollen. Zum anderen hat das Gerät noch einen Präzisionsschalter, mit dem sich der ansonsten bewegliche Rasiererkopf teilfixieren lässt.

Während die kleinen Serien 3 und 5 neben Netzteil und Schutzkappe verhältnismäßig wenig mitbringen, sieht das bei den höheren Serien 7 und 9 schon etwas anders aus. Neben ein paar Kleinigkeiten gibt es bei den beiden noch eine Reinigungsstation mitsamt Kartusche obendrauf sowie ein Rasierercase für unterwegs.

Reinigung und Pflege

Damit die Rasierer möglichst lange ihren Dienst verrichten können, ist es natürlich wichtig, sie regelmäßig zu reinigen. Dafür nimmt man einfach das Scherelement ab und hat dann die Möglichkeit, das Ganze erstmal vorsichtig auszuklopfen. Danach kann man das Scherelement wieder aufsetzen und bei laufendem Gerät unter fließendem Wasser ausspülen.

Wer sich für die Series 7 oder 9 Pro entschieden oder eine entsprechende Ausstattungsvariante gewählt hat, kann für die Reinigung natürlich auch die mitgelieferte Station nutzen. Hierfür muss einfach die Reinigungskartusche rein, den Rasierer platzieren und los geht’s. Die Reinigung dauert dann einen kurzen Moment und der Rasierer ist wieder frisch.

Details im Überblick

Hier ist eine detaillierte Tabelle mit den wichtigsten Merkmalen des Braun Series 9 Pro+:

Merkmal Details
Herkunft Entwicklung in Kronberg, Fertigung in Walldürn (Deutschland)
Modellvarianten 9610s (mit Ladestation), 9625s (mit Power Case), 9677cc (mit Reinigungsstation + Power Case)
Schersystem 5 + 1 Elemente: 2x OptiFoil, 1x ProLift, 1x Direct&Cut, 1x ProTrimmer, 1x SkinGuard
Sensorik Bartdichtesensor (300 Messungen/Sekunde)
Display Vollfarbiges LED-Display mit Reinigungs- und Wartungshinweisen
Beweglichkeit Schwenkbarer Scherkopf (40°) mit Feststellfunktion
Akkulaufzeit Bis zu 60 Minuten, Ladezeit: ca. 1 Stunde (Schnellladefunktion möglich)
Reinigungsstation Reinigt, trocknet, lädt automatisch
Folgekosten Scherkopf ca. 70 € (alle 18 Monate), Reinigungskartusche ca. 5 € (alle 8 Wochen)
UVP Zwischen 319,99 € und 399,99 €, je nach Ausstattung

tags: #braun #rasierer #tasche #test

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