Strandbesuch, Date oder einfach die tägliche Körperpflege - für viele Männer bedeutet das mehr als nur eine Bartrasur. Wer sich dann noch wie ich auch regelmäßig den Kopf rasiert, hat schnell mehrere Geräte, zwischen denen er wechseln muss. Aber das ist umständlich - und wer hat schon Lust, jedes Gerät einzeln zu reinigen und zu pflegen? Also teste ich den neuen All-in-One-Rasierer von Braun.
Braun bringt mit dem All-in-One Series 7 einen neuen Rasierer auf den Markt, der für jede Körperregion den optimalen Aufsatz und die richtige Klinge haben soll. t-online-Redakteur Xaver Malkus testet das Gerät.
Der neue All-in-One Series 7 von Braun soll für jede Körperregion geeignet sein.
Schon vor der ersten Rasur fällt auf, dass das Gerät sehr leicht sowie relativ klein ist und auch sehr gut in der Hand liegt. Da ich plane, mir damit auch den Kopf zu rasieren, gibt es dafür direkt Pluspunkte. In diesem Zusammenhang machen auch die gerillte Rückseite und der gummierte Griff auf der Vorderseite einen guten Eindruck. In der Vergangenheit habe ich bereits verschiedene Haarschneidemaschinen benutzt, die teilweise recht schwer waren und ein glattes Gehäuse aus Plastik hatten. Mehr als einmal sind mir deswegen verschiedene Geräte bei der Kopfrasur aus der Hand gefallen.
Die gerillte Rückseite sorgt für guten Halt.
Das Kabel des Ladegeräts ist circa einen Meter lang. Bei mir reicht die Länge problemlos, um die Ladestation im freigeräumten Badregal aufzustellen. Ein nettes Detail ist, dass ein Lichtsignal und ein kurzer Ton beim Einstecken auf der Ladestation den Kontakt zum Stromkreis anzeigen. Das reduziert das Risiko, eines Morgens mit entladenem Rasierer vor dem Spiegel zu stehen.
Ein Licht zeigt den Ladevorgang des Rasierers in der Station an.
Der Rasierer hat auf der Ladestation relativ viel Spiel. Dadurch gleitet der Rasierer schnell und einfach in seine Position. Allerdings wackelt der Unterbau immer ein kleiner wenig, wenn ich den Rasierer einstecke. Da bei mir die Waschmaschine direkt unter dem Regal steht, war ich anfangs skeptisch, ob der Rasierer in diesem Aufbau auch stabil genug steht. Erfreulicherweise wackeln Rasierer und Station auch beim Schleudergang meiner Waschmaschine nicht.
Der Rasierer kommt mit umfangreichem Zubehör. Im Lieferumfang ist auch ein Reiseetui enthalten. Das ist praktisch für die Aufbewahrung der verschiedenen Aufsätze und macht die Mitnahme auf Reisen einfach. Dabei fällt jedoch direkt auf, dass nicht alle Aufsätze plus Ladegerät darin Platz finden. Für einen kurzen Urlaub ist das sicherlich kein Problem. Wer aber jeden einzelnen Aufsatz zur Sicherheit dabeihaben möchte, sollte einen größeren Kulturbeutel wählen.
Der Rasierer kommt mit umfangreichem Zubehör.
Nicht alle Aufsätze passen mit dem Ladegerät in das Reiseetui.
Neben dem begrenzten Platz im Reiseetui stört auch die Tiefe der Taschen auf der linken Seite. Es ist mitunter etwas umständlich, einzelne Aufsätze herauszuholen. Hier wäre ein Stecksystem wie auf der rechten Seite besser. Gut ist hingegen die Reisesicherung des Rasierers: Wenn man die Starttaste drei Sekunden lang gedrückt hält, lässt sich der Rasierer nicht mehr durch kurzes Drücken einschalten. So besteht keine Gefahr, dass sich das Gerät im Gepäck einschaltet und der Akku entlädt.
Den All-in-One Series 7 gibt es auch noch in anderen Varianten: Im 18-in-1-Set sind zwei zusätzliche Aufsätze für Bartübergänge und eine Aufbewahrungstasche dabei. In der 13-in-1-Variante gibt es einen Kammaufsatz weniger und einen Detailkamm anstatt einer eigenen Klinge. In der 11-in-1-Version gibt es sechs Kammaufsätze, eine Tasche anstatt eines Etuis und keine Ladestation.
In der Regel schneide ich Kopf- und Gesichtsbehaarung auf die gleiche Länge: zwei Millimeter. Dafür gibt es einen passenden Kammaufsatz, der sich problemlos auf die ProBlade-Klinge aufsetzen lässt.
Die ProBlade-Klinge wird sehr gut mit Bart- und Kopfhaaren fertig. Besonders gut gefällt mir als Mann mit kahlem Kopf, dass auch die feinen spärlichen Haare auf dem Scheitel mit der Klinge und dem Zweimillimeteraufsatz erfasst werden. Denn während andere Rasierer in der Regel gut mit den noch dichten kurzen Haaren des Kranzes fertig werden, scheitern sie häufig an einzelnen Haaren, sodass diese wie unschöne kleine Stacheln auf dem Kopf emporschießen. Die AutoSense-Technologie funktioniert hier sehr gut.
Im Gegensatz zu typischen Haarschneidemaschinen ist die ProBlade-Klinge des Rasierers allerdings etwas schmaler, sodass ich für den Kopf mehr Rasurbahnen als mit einer Haarschneidemaschine ziehen muss. Mit dem geringen Gewicht des Rasierers ist das aber kein Problem.
Wirklich positiv überrascht bin ich vom Körpertrimmer und dem Sensitive-Aufsatz. Gerade im Intimbereich ist die Haut sehr dünn und empfindlich. Die runden Zacken des Sensitive-Aufsatzes glätten die Haut erstaunlich gut und halten sie auf Abstand zur Klinge. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rasierern trimmt der All-in-One 7 sehr gut und risikoarm. Aufs Glattziehen der Haut sollte man aber trotzdem nicht verzichten.
Die runden Zacken des Sensitive-Aufsatzes schützen empfindliche Haut gut vor den Rasierklingen.
Wer es vollkommen glatt möchte, kann mit dem Präzisionsscherkopf die letzten Stoppeln abrasieren. Im Vergleich zu einem reinen Bodygroomer ist die Fläche des Scherkopfs allerdings etwas klein. Falls es schnell und effizient glatt werden soll, empfiehlt sich für den Intimbereich ein eigener Bodygroomer.
Braun hat auch einen neuen Bodygroomer Series 7 herausgebracht. Besonders praktisch an diesem Modell ist, dass sich an der Vorderseite eine kleine Lampe befindet, mit der man jede Körperstelle und auch feine Haare genau sieht.
Der Präzisionsscherkopf erfasst kurze Stoppeln, aber keine langen Haare.
Seine eigentliche Stärke spielt der Präzisionsscherkopf beim Bart aus. An den Übergängen zwischen längerem und kürzerem Bart schneidet er zuverlässig nur die Stoppeln und lässt längere Haare auf der gewünschten Länge. So lassen sich konturierte Bärte einfach in Form halten. Allerdings tut er sich auch bei kurzen Stoppeln ein wenig mit den wechselnden Wuchsrichtungen der Barthaare am Übergang zum Hals schwer. Das Rasurergebnis ist trotzdem sehr gut, dort braucht es aber mehr Züge als an anderen Stellen.
Im Lieferumfang sind auch ein Nasen- und Ohrhaartrimmer sowie ein Trimmer für Feinkonturen enthalten. Beide erledigen zuverlässig ihre Aufgabe, ohne die Haut zu verletzen. Gerade der Detailtrimmer ist sehr praktisch, um einzelne Stellen beim Bart genau in Form zu bringen. Er bietet sich auch für die Stelle zwischen den Augenbrauen an.
In Ermangelung der richtigen Bart- und Kopfhaarlänge konnte ich die Aufsätze zum Faden und für längere Bärte und Frisuren nicht testen. Da diese wie auch der Aufsatz für die Augenbrauen mit der ProBlade-Klinge die Haare kürzen, gehe ich von einem guten Schneideergebnis aus.
Die Reinigung ist vergleichsweise unkompliziert. Nach dem Ausbürsten der Haare und Stoppeln mit der mitgelieferten Bürste lassen sich der wasserdichte Rasierer und die Aufsätze bequem unter dem Wasserhahn ausspülen.
Laut Hersteller reicht der Akku für 120 Minuten Betrieb. Im Test reichte der Akku problemlos für eine Rasur von Kopf, Gesicht und Körper, drei weitere Rasuren des Gesichts und eine erneute Rasur von Kopf, Gesicht und Körper. Das entspricht meinem wöchentlichen Nutzungsverhalten. Da der Rasierer nun seinen festen Platz auf der Ladestation im Badregal gefunden hat, muss ich mir um die Akkulaufzeit aber ohnehin keine Sorgen machen.
Körperpflege gehört zum festen Bestandteil der täglichen Routine. So legen immer mehr Männer Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild - auch an Stellen, die früher vernachlässigt wurden. Neben der klassischen Rasur und Bartpflege rückt die Körperrasur zunehmend in den Fokus. Diese vielseitigen Ganzkörper-Rasierer sind optimal geeignet, um den Haarwuchs im Zaum zu halten, zu stutzen oder vollständig zu entfernen.
Hier sind einige weitere Braun Bodygroomer im Vergleich:
Der Braun Bodygroomer BG7550 überzeugt mit einem durchdachten Design, guter Verarbeitung und einer hohen Benutzerfreundlichkeit. Besonders das geringe Gewicht, die lange Akkulaufzeit und das integrierte LED-Licht machen ihn zu einem praktischen Begleiter für die Körperpflege. Die Rasurergebnisse sind insgesamt gut, auch wenn es in bestimmten Bereichen etwas Geduld erfordert. Ein kleiner Kritikpunkt ist die unzureichende Anleitung für den Glattrasur-Aufsatz.
Die Bedienung des Braun Bodygroomer BG7550 ist denkbar einfach. Das Gerät verfügt lediglich über eine einzige Taste, die sowohl zum Ein- als auch zum Ausschalten dient. Der Knopf ist schön groß und hat einen perfekten Druckpunkt. Zudem lässt er sich hervorragend ertasten. Besonders gut fällt uns das integrierte LED-Licht auf, das eine präzisere Rasur ermöglicht. Dank der hohen Helligkeit leuchtet es den Bereich, der gerade rasiert wird, gut aus und stellt sicher, dass keine Haare übersehen werden.
Der Lieferumfang ist umfangreich und beinhaltet mehrere Aufsätze und eine Reisetasche. Der Akku des Braun BG7550 soll laut Hersteller bis zu 100 Minuten am Stück durchhalten. Das können wir in der Praxis bestätigen. Das Aufladen dauert knapp 90 Minuten, eine Schnellladefunktion erlaubt zudem eine Notfallladung in nur 5 Minuten - praktisch, wenn es einmal schnell gehen muss.
Der Braun XT5 Series X ist ein All-in-One-Trimmer, der nicht nur zum Trimmen des Bartes geeignet ist, sondern auch für die Körperrasur und darüber hinaus sogar zum Glattrasieren. Hier hat das Gerät in der Theorie den klassischen Barttrimmern einiges voraus. Aber ist der Braun XT5 wirklich die perfekte Allround-Lösung?
Auf den ersten Blick macht der neue Braun XT5 einen sehr guten Eindruck. Das Design gefällt uns und aufgrund seiner Konstruktion ist er schön klein. Hier könnte ihm die Bauweise im Vergleich zu den klassischen Barttrimmern in puncto Handling Pluspunkte verschaffen. Schalten wir das Gerät ein, so ertönt das klassische Surren, welches lautstärketechnisch vergleichbar mit den meisten Barttrimmern ist.
Ein Manko, welches uns sofort auffällt: Der All-in-One-Trimmer von Braun hat keine Akkuladestandsanzeige.
Kommen wir zum größten Manko des Braun XT5: dem Akku. Der Braun Trimmer bietet nämlich lediglich Energie für 45 Minuten Trimmen, braucht dabei ganze 10 Stunden, um voll aufgeladen zu werden, und hat keine Schnellladefunktion. Für einen Trimmer, der 40 Euro kostet (zum Zeitpunkt unseres Kaufs), ist das schwach.
Der Braun Bodygroomer BG5350 überzeugt mit seiner kompakten Bauweise, einfachen Bedienung und guten Rasurergebnissen. Die Verarbeitung ist insgesamt hochwertig, auch wenn ein Metall-Scherkopf wünschenswert gewesen wäre. Die einfache Reinigung und gute Akkulaufzeit sprechen ebenfalls für das Gerät. Der Lautstärkepegel ist höher, als wir es uns gewünscht hätten, und die Rasursperre beim Laden ist ein kleiner Wermutstropfen. Der Lieferumfang könnte zudem etwas umfangreicher sein, insbesondere ein besserer Reisebeutel wäre wünschenswert.
Die Bedienung des BG5350 ist grundsätzlich sehr intuitiv und einfach. Der Bodygroomer für nur über eine Taste zum Starten und Stoppen der Rasur.
Mit einer Akkulaufzeit von circa 100 Minuten zeigt der BG5350 eine überzeugende Performance. Die verbaute Akku-LED zeigt an, wann wir den Rasierer wieder laden müssen. Das Ladekabel misst 80 Zentimeter, was zwar kurz ist, aber aufgrund der Ladesperre nicht ins Gewicht fällt.
| Modell | Akkulaufzeit | Besondere Merkmale | Kritikpunkte |
|---|---|---|---|
| All-in-One Series 7 | 120 Minuten | Umfangreiches Zubehör, Sensitive-Aufsatz | Präzisionsscherkopf etwas klein für Intimbereich |
| Bodygroomer BG7550 | 100 Minuten | LED-Licht, kompaktes Design | Unzureichende Anleitung für Glattrasur-Aufsatz |
| XT5 Series X | 45 Minuten | All-in-One-Funktionalität | Lange Ladezeit, keine Akkuladestandsanzeige |
| Bodygroomer BG5350 | 100 Minuten | Einfache Bedienung, kompakte Bauweise | Hoher Lautstärkepegel, kurzer Ladekabel |
tags: #braun #rasierer #body #test
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