Braun Pocket Rasierer im Test: Welches Modell überzeugt?

Ein Rasierapparat gehört für viele Männer zur täglichen Routine. Dabei gibt es unterschiedliche Vorlieben: Nass- oder Trockenrasur, Folien- oder Rotationsrasierer. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf verschiedene Elektrorasierer, darunter auch den Braun Series 9 Pro+ 9577cc und den Panasonic ES-LV6U.

Zwei Systeme im Vergleich: Folien- und Rotationsrasierer

Es gibt zwei Haupttypen von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Folienrasierer sind am weitesten verbreitet und verfügen über längliche Scherköpfe mit einer oder mehreren perforierten Scherfolien. Rotationsrasierer hingegen nutzen drei Schereinheiten mit runden Klingen, die in einem Dreieck angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert sind.

Die Flexibilität der Rotationsköpfe und die dreieckige Form bieten den Vorteil, dass sie sich besser an die Gesichtsform anschmiegen. Vor allem die kantigen Kinn- und Unterkieferbereiche lassen sich damit oft besser rasieren. Viele Nutzer empfinden Rotationsrasierer als schneller, da sie großflächiger rasieren. Folienrasierer wirken kraftvoller und eignen sich besser für Konturen und kleinflächige Bereiche wie unter der Nase. Die Rotationsrasierer haben uns beim Versuch, diese Stellen sauber zu bearbeiten, viel Zeit und viele Nerven gekostet.

Folien- und Rotationsrasierer im Vergleich

Der Trend: Nassrasur mit Elektrorasierern

Seit einigen Jahren geht der Trend klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt, allerdings benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Bei all dem Aufwand kann man dann auch gleich zur Klinge greifen, die nicht nur gründlicher rasiert, sondern auch leichter zu reinigen ist.

Reinigung: Ein wichtiges Thema

Das Thema „Reinigung“ ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, besonders wichtig. Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und - je nach Modell - noch geölt. Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Allerdings gehen die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird ordentlich ins Geld. Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, verlängert die Lebensdauer er Reinigungskartuschen, büßt aber einen Großteil des Komforts ein.

Wir sind der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber.

Top-Modelle im Detail

Panasonic ES-LV6U

Gründlich, reizarm und hochwertig: Der Panasonic ES-LV6U ist ein Lehrstück, wie man einen exzellenten Rasierer baut. Dass sich abermals ein Apparat der japanischen Elektronikspezialisten an die Spitze setzt, hat gute Gründe: Der Scherkopf ist in einem Maß anschmiegsam, wie man es sonst nur von guten Rotationsrasierern kennt. Er ist auch recht groß.

Der Folienrasierer kommt mit einem fünffachen Schersystem, das aus vier Scherfolien und einem Integralschneider besteht - mehr Schneideelemente hat kaum ein anderes Modell im Test zu bieten. Die vielen Schneideelemente machen den Scherkopf recht wuchtig: Die Fläche mit den Schneideelementen ist satte 4,1 x 3 Zentimeter groß. Wenn man aufpasst, kommt man auch an kleineren Stellen ganz gut damit zurecht - für kleinteilige Arbeiten ist der Kopf zwar überdimensioniert, man hat aber eine relativ gute Übersicht.

Zudem ist er trotz seiner Größe äußerst flexibel in jede Richtung schwenkbar: vorne, hinten, rechts, links und alles dazwischen. Wie viele andere Modelle kommt auch der Panasonic ES-LV6U mit einem Trimmer, der sich in diesem Fall aus der Rückseite ausklappen lässt. Er eignet sich allenfalls dafür, die Koteletten zu stutzen oder die Bartkontur nachzuziehen. Das klappt immerhin einigermaßen zufriedenstellend, da man ihn im Gegensatz zu den Klapptrimmern vieler Konkurrenten zumindest arretieren kann.

Wie es sich für einen modernen Elektrorasierer ziemt, ist auch der Panasonic ES-LV6U mit einem Bartdichtesensor ausgestattet. Der kann angeblich erkennen, wenn der Scherkopf über ein bereits rasiertes Stück Haut oder einen Bereich mit weniger dichtem Haar fährt und die Schwingungen der Klingen anpassen. Laut Hersteller wird dichter Bart so mit höchster Leistung rasiert, während gleichzeitig empfindliche Haut geschont wird.

Der Panasonic ES-LV6U hat ein rudimentäres, aber ausreichendes Display. Es handelt sich dabei um das Gleiche, das alle aktuellen Panasonic-Rasierer nutzen. Blaue LEDs zeigen den Akkuladestand in 20-Prozent-Schritten an, eine weitere, rote Leuchte gibt darüber Auskunft, ob der Stromspender gerade aufgeladen wird. Sich während des Aufladens rasieren kann man nicht - das ist aber normal und entspricht dem Usus.

Der ES-LV6U reist mit leichtem Gepäck an, in der Packung befinden sich außer dem Rasierer selbst das gewohnte Ölfläschchen, ein Netzteil und ein Weichschalenetui, das gute Dienste leistet. Wer sich mehr Extras wünscht, bekommt den fast gleichen Rasierer auch als ES-LV9U zusammen mit einer Reinigungs- und Ladestation.

Das kleine Wörtchen »fast« ist bedeutsam, denn zum Aufladen in der Station hat der ES-LV9U drei metallene Kontaktpunkte auf der Rückseite des Griffs, beim ES-LV6U sind diese nur angedeutet und nicht mehr als funktionslose Plastikknubbel. Die Reinigungsstation später nachzurüsten ist also nicht möglich.

Bislang gibt es keine weiteren seriösen Tests von unserem Testsieger. Auch Stiftung Warentest und Ökotest haben den Panasonic ES-LV6U noch nicht getestet.

Braun Series 9 Pro+ 9577cc

Beim Series 9 Pro+ 9577cc hat sich Hersteller Braun richtig Mühe gegeben und einen exzellenten Rasierapparat erschaffen, der ganz klar in die Top-Riege der Rasierer gehört. Am Rasierapparat selbst macht der Scherkopf den wichtigsten Unterschied. Dieser ist beim Braun-Rasierer zwar nicht winzig, aber im Vergleich zu dem des Panasonic-Apparats ein gutes Stück schmaler. Für filigrane Details sind jedoch beide Modelle nicht optimal, in dieser Hinsicht bringt der schmalere Kopf in der Praxis keine nennenswerten Vorteile.

Die Rasur ist sehr reizarm und vermied im Test selbst auf empfindlicher Haut - Stichwort: Hals - konsequent Irritationen. Sie war auch sehr gründlich. In beiden Kernkompetenzen hält der Braun Series 9 Pro+ mit dem Testsieger mit. Lediglich auf dem Adamsapfel konnte sich der Panasonic noch einen Hauch besser behaupten. Das kann an der geringeren Anzahl an Scherfolien liegen, stärker dürfte jedoch die etwas geringere Flexibilität zu tragen kommen: Wie beim Panasonic sind die Schnittelemente beim Series 9 Pro+ flexibel gelagert und der Kopf ist nach vorne und hinten neigbar, dem Braun fehlen jedoch die Freiheitsgrade zur Seite.

Angesichts des hohen Preises, den Braun für sein Premium-Modell aufruft, erwartet man eine gute Handlage und angenehme Haptik - und wird nicht enttäuscht. Der Rasierer hat die bewährte Form, die man bereits von früheren Modellen des Herstellers kennt, beibehalten. Das Gewicht ist gut ausbalanciert, der Apparat liegt sicher in der Hand und lässt sich auch mit größeren Pranken gut greifen.

Ausschlaggebend für den Preis ist neben der Qualität des Rasierers auch das beiliegende Zubehör. Nicht jeder möchte eine Lade- und Reinigungsstation, doch wer sich eine wünscht, findet hier ein gutes Exemplar vor. Nach dem Spülvorgang kann sie den Rasierer auf Wunsch auch trocknen. Hierzu hat das Gerät ein kleines Gebläse, das relativ laut und aufdringlich ist - am besten startet man es erst unmittelbar, bevor man das Bad verlässt.

Für unterwegs hat Braun sich noch ein anderes Schmankerl einfallen lassen und ein Ladeetui beigelegt. Das Hartschalen-Case schützt den Apparat nicht nur beim Transport, es dient zugleich als Powerbank, die dem Rasierer frische Energie zuführt. Eine praktische Idee - allerdings ist das Etui auch ein ziemlicher Brummer, was man im Reisegepäck eigentlich lieber vermeiden würde.

Unseres Erachtens kann das Powerbank-Etui seine durchaus vorhandenen Stärken nur dann richtig ausspielen, wenn Sie häufiger längere Zeit an Orten ohne Steckdose verbringen. Für noch längere Aufenthalte braucht man dann doch wieder das Ladegerät, denn aufgeladen wird das Case mit demselben proprietären Stecker, der auch direkt am Rasierer angeschlossen wird. USB-C wäre hier eine praktikablere Wahl gewesen.

Alles in allem löst der Braun Series 9 Pro+ 9577cc sein Premium-Versprechen ein und schnürt mit seinem Zubehör ein rundes Paket.

Philips S9987/55

Philips hat es mit dem S9987/55 gut gemeint und seinem Vorzeigerasierer eine Ausstattung mit auf den Weg gegeben, die ihresgleichen sucht - sowohl beim Zubehör als auch bei den Features. Auch die Qualität der Rasur hat uns voll überzeugt. Schon die Größe der Box gibt uns ein erstes Vorzeichen dessen, was uns erwartet. Sie ist deutlich größer als die Verpackungen, in denen andere Rasierer stecken. Kein Wunder, denn das Zubehör braucht Platz.

Die Reinigungsstation ist im Vergleich zu ihren Gegenstücken, die wir bisher getestet haben, sehr viel einfacher gestaltet, aber auch angenehm klein und findet somit leichter einen guten Platz im Badezimmer. Sie kann den Rasierer aber auch tatsächlich nur reinigen, nicht aufladen. Das Design beider Zugaben ist schnörkellos, schlicht und erwachsen und die Reinigungsstation verzichtet auf einen aus dem Korpus herausragenden Steg, wie wir ihn beispielsweise vom Philips S9711/31 oder einigen Modellen von Braun kennen.

Neben den beiden Stationen gehören ein Reinigungspinsel sowie ein hochwertiges Hartschalenetui zum Lieferumfang. Ein extra Trimmer ist nicht Teil des Sets - legt man darauf Wert, findet man die gleiche Kollektion unter der Bezeichnung S9987/59 zusammen mit dem bewährten Smart-Click-Bartstyler. Zum Testzeitpunkt kostet sie aber fast 60 Euro mehr als die Variante S9987/55 und bietet außer dem Trimmer keine Vorteile. Unserer Ansicht nach fährt man mit einem eigenständigen Barttrimmer besser und günstiger.

Philips hat allerdings nicht nur beim Zubehör, sondern vor allem bei der Ausstattung des Rasierapparats selbst aus dem Vollen geschöpft. An der Vorderseite prangt ein OLED-Display, das mehr kann als nur den Ladestand des Akkus anzuzeigen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Der S9987 kann leuchten, und das sogar farbig. Das sieht gut aus, allerdings dient die Lampe vorrangig nicht optischen Gesichtspunkten, sondern informiert über den Anpressdruck. Philips nennt das Feature »Pressure Guard« - bei zu viel Druck leuchtet der Rasierer in einem warnenden Rot, guten Druck quittiert er mit grünem und zu wenig Druck mit blauem Licht.

Für eine möglichst reibungslose und gründliche Rasur sorgen darüber hinaus eine spezielle Schutzbeschichtung sowie Sensoren für die Bartdichte und Bewegung - Merkmale, die zwar weniger imposant wirken als der Pressure Guard, aber die Rasurqualität merklich erhöhen. Und eine gute Rasur gelingt dem S9987 zweifellos - die Gründlichkeit war im Test exzellent, Hautreizungen traten keine auf. Selbst am Hals, einer typischerweise empfindlichen Region, hinterließ der Rasierer von Philips kein Brennen oder Jucken.

Verarbeitung und Haptik sind tadellos und entsprechen dem hohen Preis des Rasierers. Der Apparat liegt angenehm in der Hand und fühlt sich hochwertig an, der Eindruck vermittelt einen Hauch von Luxus. Auch das Betriebsgeräusch ist gut erträglich und nicht zu laut, wobei sich der S9987 akustisch nicht großartig von günstigeren Modellen des Herstellers unterscheidet.

Für Technik-Fans mit Freude am Stylen hat Philips noch einen Leckerbissen in Gestalt einer App. Sie heißt »Philips GroomTribe« und gew...

Braun Series 9 Pro+ im Test: Lohnt sich das Premiummodell?

Ein Rasierer, der sanft zur Haut ist, auch längere Haare erwischt und kaum Pflege benötigt? Der Series 9 Pro+ von Braun verspricht viel. Unser Test zeigt, ob das Gerät alles davon einhält.

Ich bin seit vielen Jahren überzeugter Nassrasierer. Die Ergebnisse waren meist ordentlich - allerdings nicht ohne Kompromisse. Besonders am Kinn, wo ich eine kleine Narbe habe, kam es wiederholt zu Schnitten. Auch am Hals reagiert meine Haut oft gereizt. Dennoch hat die Gewohnheit gesiegt - klassische Trockenrasierer waren für mich lange keine Alternative.

Mit dem Braun Series 9 Pro+ will der Hersteller Skeptiker wie mich überzeugen - mit Technik, die Bartdichte erkennt, Hautwellen schont und selbst längere Haare in einem Zug erfassen soll. Ich habe das Gerät einige Tage unter realen Bedingungen getestet. Hält es, was verspricht?

Braun bringt neben dem neuen Series 9 PRO+ auch einen weiteren Elektrorasierer heraus. t-online-Leser erhalten mit dem Gutscheincode TONLINE15 bei Amazon 15 Prozent Rabatt auf alle Geräte. Den Gutscheincode können Sie bis zum 10.08.2025 bei der Bestellung an der Kasse einlösen. Wir zeigen hier den reduzierten Preis an.

Braun Series 9 Pro+ Lieferumfang

Der erste Eindruck: Der Rasierer ist schick im Karton verpackt, gut verarbeitet, liegt angenehm in der Hand und wirkt stabil. Über dem großen Einschaltknopf befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem sich der Scherkopf fixieren lässt - praktisch bei der Reinigung oder für mehr Kontrolle an bestimmten Stellen.

Der Scherkopf soll stabiler sein als bisher und ist auffällig komplex aufgebaut: zwei äußere Scherfolien, dazwischen eine Klinge für längere Haare, eine für kürzere, flach anliegende Haare und ein Hautschutzelement. Schon beim Anblick wird klar: Hier steckt einiges an Entwicklungsarbeit drin. Beim Einschalten fällt ein heller Brummton auf - begleitet von Vibrationen, die ein Gefühl von Kraft vermitteln.

Braun Series 9 Pro+ Scherkopf

Das gut ablesbare, vollfarbige LED-Display zeigt unter anderem den Akkustand in Prozent, weist auf nötige Reinigungen hin und erinnert daran, wann der Scherkopf gewechselt werden sollte - in der Regel alle 18 Monate. Auch der Reisesicherungsmodus wird auf dem Display angezeigt: Wird der Einschaltknopf einige Sekunden gedrückt gehalten, aktiviert sich eine Tastensperre, die versehentliches Einschalten verhindert. Während des Ladevorgangs visualisiert ein Fortschrittsbalken den aktuellen Stand.

Vor dem ersten Test hatte ich mich eine Woche nicht rasiert. Entsprechend war der Bartwuchs deutlich sichtbar - keine einfache Ausgangslage für das Gerät. Der Series 9 Pro+ brauchte bei diesen längeren Haaren mehrere Züge, um ein glattes Ergebnis zu erzielen. Allerdings wäre es auch überraschend gewesen, wenn es anders gewesen wäre. Dem Gerät ist das nicht anzulasten. Ein Haar "duckte" sich erfolgreich mehrfach weg und wurde mit dem integrierten Trimmer entfernt, der sich auf der Rückseite befindet und einfach zum Aktivieren nach oben geschoben wird.

Braun Series 9 Pro+ Ergebnis

Die Rasur war insgesamt angenehm, ohne Ziepen, ohne Hautverletzungen. Auf glatten Hautpartien wie den Wangen arbeitete das Gerät schnell und sehr gründlich. Und: Keine Rötungen am Hals, wie sie bei meiner Nassrasur sonst häufig auftreten. Bereits nach wenigen Tagen zeigte sich: Wer das Gerät regelmäßig einsetzt, erhält gute Ergebnisse - schnell, glatt, hautfreundlich.

Den eingebauten Sensor, der laut Hersteller 300 Bartdichtemessungen pro Sekunde durchführt, spürt man im Alltag übrigens nicht. Das Gerät passt sich offenbar dezent an, ohne merkliche Leistungswechsel.

Je nach gewähltem Set gehört auch das sogenannte SmartCare Center zum Lieferumfang. Das ist eine Reinigungsstation, die den Rasierer automatisch reinigt, trocknet und auflädt. Das Gerät wird kopfüber eingesetzt, per Knopfdruck startet der Vorgang. Dafür braucht es ein alkoholbasiertes Reinigungsmittel, das sich in einer Kartusche befindet und bei der Reinigung durch den Scherkopf gespült wird. Ein Schmiermittel soll dabei sicherstellen, dass die Klingen immer gut schneiden. Anschließend erfolgt die Trocknung.

Braun Series 9 Pro+ Reinigungsstation

Im Test funktioniert das zuverlässig. Die Station erkennt den Verschmutzungsgrad und passt den Reinigungszyklus an. Wer möchte, kann den Rasierer aber auch manuell reinigen: unter warmem Wasser abspülen, ausschütteln, trocknen lassen. Einmal pro Woche empfiehlt Braun in diesem Fall, den Scherkopf zu ölen.

Ein kleiner Tipp für alle, die sich nicht täglich rasieren und den Rasierer seltener reinigen: Wird der Flüssigkeitsbehälter nach Gebrauch wieder herausgenommen und mit dem Plastikdeckel verschlossen, verflüchtigt sich der Alkohol langsamer - die Kartusche hält länger. Das lohnt sich vor allem bei gelegentlicher Nutzung.

Braun Series 9 Pro+ Ladecase

Braun bietet für Reisen eine zusätzliche Lade- und Aufbewahrungsmöglichkeit: das sogenannte Power Case, eine Schutzhülle mit Ladefunktion. Die ist allerdings recht sperrig und schwer. Ein einfacher Scherkopfschutz aus Kunststoff zum Aufstecken fehlt leider, um den Rasierer einfach in den Kulturbeutel stecken zu können, ohne Schäden am Scherkopf zu verursachen.

Details im Überblick:

Merkmal Details
Herkunft Entwicklung in Kronberg, Fertigung in Walldürn (Deutschland)
Modellvarianten 9610s (mit Ladestation), 9625s (mit Power Case), 9677cc (mit Reinigungsstation + Power Case)
Schersystem 5 + 1 Elemente: 2x OptiFoil, 1x ProLift, 1x Direct&Cut, 1x ProTrimmer, 1x SkinGuard
Sensorik Bartdichtesensor (300 Messungen/Sekunde)
Display Vollfarbiges LED-Display mit Reinigungs- und Wartungshinweisen
Beweglichkeit Schwenkbarer Scherkopf (40°) mit Feststellfunktion
Akkulaufzeit Bis zu 60 Minuten, Ladezeit: ca. 1 Stunde (Schnellladefunktion möglich)
Reinigungsstation Reinigt, trocknet, lädt automatisch
Folgekosten Scherkopf ca. 70 € (alle 18 Monate), Reinigungskartusche ca. 5 € (alle 8 Wochen)
UVP Zwischen 319,99 € und 399,99 €, je nach Ausstattung

Mit Preisen zwischen 320 und 400 Euro (je nach Paket - mit oder ohne Reinigungsstation oder Ladecase) ist der Braun Series 9 Pro+ kein Schnäppchen.

Bedenken solle man auch die regelmäßigen Folgekosten: etwa 70 Euro für den neuen Scherkopf (empfohlen alle 18 Monate, das hängt natürlich von der Häufigkeit der Rasur ab) und rund 5 Euro für jede Reinigungskartusche, die bei häufiger Nutzung alle zwei Monate fällig wird.

Dafür erhält man ein Gerät, das in seiner Gesamtheit technisch sehr durchdacht wirkt, keine großen Schwächen zeigt und spürbar hautschonend arbeitet. Wer bereit ist, in diese Preisklasse zu investieren, bekommt einen Rasierer mit hohem Alltagsnutzen. Und was noch für ihn spricht: Der Rasierer wird in Deutschland gefertigt, jedes Gerät wird einzeln kontrolliert und es gibt eine Garantie von fünf Jahren.

Stärken und Schwächen im Überblick:

Stärken Schwächen
Gründliche Rasur auf glatten Hautpartien Nicht jeder Hauttyp wird gleich gut erreicht - an sensiblen Stellen wie Kinn oder Narbe kann es Schwächen geben
Sehr hautschonend, auch bei empfindlicher Haut keine Verletzungen Hoher Preis - Gerät ab rund 320 €, Ersatz-Scherkopf rund 70 €, Reinigungskartusche alle zwei Monate ca. 5 €
Beweglicher Scherkopf erleichtert die Rasur in Konturen und Problemzonen Kein Aufsteckschutz für den Scherkopf - Transport ohne Hülle nicht optimal

Braun Series 9 Pro+ Fazit

Der Braun Series 9 Pro+ konnte mich als langjährigen Nassrasierer in weiten Teilen überzeugen: keine Hautreizungen, gründliche Rasur, zuverlässige Technik und einfache Pflege. Für Menschen mit empfindlicher Haut oder Schnittproblemen bei der Nassrasur kann das Gerät eine sinnvolle Alternative sein.

Kleine Einschränkungen gibt es bei längeren Haaren oder in Problemzonen wie dem Kinn, aber diese Punkte sind auch sehr abhängig von der Haut und dem Bartwuchs und dem Gerät an sich nicht anzulasten.

Kundenmeinungen zum Braun Pocket Rasierer

Ich habe schon so viele dieser kleinen Rasierer gekauft, aber es lohnt sich immer wieder! Mit R6 Batterien hält er unglaublich lange - sogar während 2-3 Wochen im Urlaub! Die Qualität der Rasur ist einfach top, ich bin wirklich überzeugt. Eine klare Weiterempfehlung!

Dieser Rasierer von Braun begleitet mich bereits seit über einem Jahrzehnt und schneidet auch nach all den Jahren noch wie am ersten Tag. Der einzige kleine Nachteil ist, dass er keine Trimmfunktion hat und daher täglich verwendet werden sollte. Dennoch vergebe ich volle 5 Sterne für die herausragende Qualität dieses Produkts.

Dieser stylische, blaue Rasierer ist mein Lebensretter, wenn ich mich morgens beeilen muss und meine Rasur nicht perfekt war. Nach jahrelanger Nutzung kann ich ihn uneingeschränkt empfehlen. 5 Sterne!

Der Rasierer ist ideal für unterwegs oder kurze Trips mit wenig Gepäck. Er erfüllt seinen Zweck und sorgt für eine schnelle Rasur. Ideal für spontane Einsätze.

Die BRAUN Qualität dieser tragbaren Barttrimmer ist beeindruckend. Der Batterieverbrauch ist akzeptabel, was ideal für unterwegs ist. Allerdings kann der langhaarige Bart etwas schwer zu handhaben sein, da der kleine Langhaarschneider nicht effektiv ist. Verbesserungen sind hier erforderlich, um die Funktionalität zu optimieren.

Die Braun-Rasierer mit Batterie und Vibrationsprinzip funktionieren wirklich gut. Im Vergleich zu Rotationsrasierern eignen sich vibrierende Rasierer besser für kurze Barthaare. Leider hat dieses Modell keinen Langhaarschneider. Ich habe schon günstigere batteriebetriebene Braun-Rasierer mit Langhaarschneider erhalten, teilweise sogar gesponsert von privaten TV-Sendern.

Elektrorasierer im Test: Wie gründlich rasieren Philips, Braun und Co.? | 2025 | Kassensturz | SRF

tags: #braun #pocket #rasierer #test

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen