Friseurausbildung: Alle Voraussetzungen auf einen Blick

Nach einem Friseurbesuch fühlen sich viele Leute direkt wie neugeboren. Friseurinnen und Friseure zaubern dir nämlich nicht nur deine Wunschfrisur, sondern schaffen auch ein Wohlfühlerlebnis. Wenn auch du dich für eine Ausbildung zum Friseur interessierst, findest du hier alle wichtigen Informationen zu Voraussetzungen, Inhalten und Perspektiven.

Was macht ein Friseur?

Als Friseur schneidest, pflegst, wäschst und stylst du Haare und hältst deine Kunden über die neusten Frisuren-Trends auf dem Laufenden. Darüber hinaus gestalten Friseure wundervolles Make-up, führen Maniküren durch und verkaufen Kosmetika und Haarpflegeprodukte. Mit handwerklichem Geschick, Wissen um modische Trends und unter Berücksichtigung der individuellen Kundenwünsche erschaffen Friseure als Experten für „Colour, Cut and Style“ den perfekten Look. Neben der optischen Veränderung sorgen Sie auch dafür, dass der Friseurbesuch zum Erlebnis wird und Entspannung bringt.

Friseure beraten ihre Kundinnen und Kunden individuell und achten dabei genau auf den Typ, das Alter und die Gesichtsform. Bevor sie zur Schere greifen, waschen und pflegen sie die Haare mit Produkten, die gut für die Haare und die Umwelt sind. Beim Föhnen bringen sie die Haare dann in die gewünschte Form. Für das Färben bieten sie verschiedene Möglichkeiten an, zum Beispiel blondieren sie mit Wasserstoffperoxid oder nutzen natürliche Hennafarben für eine rötliche Färbung. Auch beim Schminken achten sie darauf, dass alles stilgerecht ist und zu deiner Frisur passt.

Es erwartet dich ein Beruf mit festen Arbeitszeiten, die du mit verschiedenen, abwechslungsreichen Aufgaben verbringst. Dein Gehalt kannst du im Laufe deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs auf verschiedene Arten steigern - denn es gibt gute Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Arbeitszeiten

In der Regel werktags. Viele Friseursalons haben montags geschlossen, öffnen dafür aber meist auch am Samstag. Bei besonderen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten kann auch mal ein Sonntag zum Arbeitstag werden.

Voraussetzungen für die Friseurausbildung

Grundsätzlich kannst du die Ausbildung zum Friseur mit jedem Schulabschluss machen. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber haben aber einen Hauptschulabschluss - es gibt sogar Azubis, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem eine Friseur-Ausbildung beginnen.

Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst.

Was muss ich für ein Typ sein, um Friseur zu werden?

  • Künstler: Du bist kreativ und hast Spaß an Styling und Make-up.
  • Kommunikativ: Du gehst gern mit Menschen um und bist ein guter Zuhörer.
  • Modebewusst: Du hast ein Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen.

Für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin solltest du vor allem kreativ und handwerklich geschickt sein. Da du täglich mit Kunden arbeitest, sind Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Geduld besonders wichtig. Du solltest außerdem ein gutes Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen haben, um deine Kunden typgerecht beraten zu können. Auch körperliche Ausdauer ist von Vorteil, da du oft lange im Stehen arbeitest.

Schulische Kenntnisse

  • Deutsch: Beim Umgang mit dem Kunden sind ein guter Ausdruck und Sicherheit in der deutschen Sprache sehr wichtig.
  • Chemie: Friseure sollten chemische Prozesse verstehen können, denn sie müssen Färbe- und Tönungsmittel anmischen und anwenden.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Friseur?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Du kannst die Ausbildung aber auch verkürzen, z. B. bei sehr guten Leistungen. Auch eine Teilzeit-Ausbildung ist möglich. Hast du schon eine andere Ausbildung gemacht, kannst du die Friseur-Ausbildung auch in einer Abendschule machen - quasi als schulische Ausbildung. Machst du dich in deiner Ausbildung als Friseur/in besonders gut, besteht in Absprache mit deinem Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit, deine Lehre um ein halbes Jahr zu verkürzen.

Deine Ausbildung als Friseur/in ist auf drei Jahre ausgelegt. Du absolvierst sie dual, das heißt, dass du zum einen praktische Erfahrungen in dem Friseurbetrieb deiner Wahl machst, zum anderen theoretisches Wissen rund um deinen Traumberuf an einer Berufsschule sammelst. Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen.

Die Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin verläuft dual. Auszubildende besuchen - wie für duale Ausbildungen typisch - an festen Tagen in der Woche oder im Block die Berufsschule. Dort lernen sie etwa verschiedene Schnitttechniken oder auch kaufmännische Aspekte der Buchhaltung, um zu erfahren, wie man einen eigenen Laden führt.

Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung - also dem ersten bis 18. Monat - lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes.

Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing - wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik.

Konkret lernst du neben der Auswahl und richtigen Handhabung von Werkzeugen wie Schere, Kamm und Föhn auch, wie du auf Kundenwünsche eingehst und sie entsprechend ihrer Vorstellungen berätst. Viele Kunden wissen oft nicht, was für eine Frisur sie wollen, und vertrauen hier auf dein geschultes und stilsicheres Auge. Bei deiner Ausbildung als Friseur/in hantierst du fast täglich mit chemischen Stoffen zum Blondieren und Färben von Haaren oder Haarteilen. Da der direkte Kontakt zur Haut schädlich sein kann, lernst du zudem wie du richtig mit diesen Substanzen umgehst.

Der Friseurberuf ist sehr vielseitig, deshalb lernen Auszubildende in der Berufsschule das grundlegende Know-how für die kreative Arbeit im Friseurhandwerk - von Haar- und Kopfhautpflege über Stilberatung bis hin zur betrieblichen Organisation.

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr richten sich die Inhalte zusätzlich zur Grundausbildung nach der gewählten Spezialisierung.

Während deiner Ausbildung führst du regelmäßig ein Tagebuch über die Dinge, die du gelernt hast. Das sogenannte Berichtsheft kannst du schriftlich führen oder als APP auf deinem Handy. Deine Ausbildung findet Vollzeit im Salon an den Tagen an denen auch der Salon geöffnet ist statt. Der erste Teil der Gesellenprüfung soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden. Hier sollst du im praktischen Teil an eigenen Modellen zeigen, was du bis hierher gelernt hast.Du planst eine Damen- und eine Herrenfrisur, dokumentierst vorher alles in einer Prüfungsmappe mit Bildern und Beschreibungen und am Tag der Prüfung setzt du deine Gestaltung um.

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Wo kann ich als Friseur arbeiten?

Friseurinnen sind nicht nur in klassischen Friseursalons anzutreffen, sondern arbeiten auch oft in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen - es gibt also verschiedenste Einsatzorte und dementsprechend gute Aussichten, eine Stelle zu finden. Die meisten Friseure arbeiten in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also in klassischen Friseur- oder Kosmetiksalons.

In einem Friseurstudio hast du viel mit Kunden zu tun und arbeitest wahrscheinlich mit wenigen Kollegen zusammen. Arbeitest du bei Fernseh-, Film- und Theaterproduktionen mit und frisierst die Darsteller, hast du einen ganz anderen Tagesablauf und bist auch viel unterwegs.

Aufstiegsmöglichkeiten nach deiner Ausbildung zum Friseur

Mit dem erfolgreichen Abschluss Deiner Ausbildung zum Friseur hast Du viele Perspektiven. Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten - und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren. Die Ausbildung im Friseurhandwerk ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in eine Reihe spannender Berufsfelder.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren - je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt. Mit der Meisterprüfung in der Tasche bist Du einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt.

Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Friseur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Friseurmeisterinnen und -meister können auch als Geschäftsführerinnnen und Geschäftsführer in größeren Friseurunternehmen tätig sein.

Und wer kein eigenes Unternehmen gründen möchte, kann die Leitung eines Studios oder Salons übernehmen. Es gibt verschiedene Arten, dich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren: zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.

Wer Freude daran hat, sein Wissen und Können an andere weiterzugeben, kann sich als Fachtrainerin und Fachtrainer z.B. über die Friseur-Innung vor Ort, die Arbeitsagentur oder die direkte Ansprache in einem tollen Salon tätig werden.

Engagierte Berufsschullehrer werden immer gesucht. Nach Deiner Ausbildung sind Deiner Karriere keine Grenzen gesetzt.

Spezialisierung

Es gibt verschiedene Arten, dich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren: zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.

Meisterprüfung

Für deine Meisterprüfung besteht entweder die Möglichkeit sie in Teilzeit neben dem Beruf oder in Vollzeit an einem Bildungszentrum der Handwerkskammern zu absolvieren.

Zusatzqualifikation Hair & Beauty Artist

Hast du schon während deiner Ausbildung den Anspruch, deinen fachlichen Horizont zu erweitern, bietet sich die Zusatzqualifikation Hair & Beauty Artist an.

Weitere Informationen und Tipps

  • Praktikum: Falls Du Dir noch nicht ganz sicher bist, nutze die Möglichkeit, ein Praktikum oder einen Ferienjob zu absolvieren. So kannst Du herausfinden, ob der Beruf zu Dir passt!
  • Innungsmitgliedschaft: Dein Ausbildungsbetrieb sollte Innungsmitglied sein. Er setzt sich für die Interessen des Friseurberufs ein! Mehr Infos zur Ausbildung in der Friseurbranche erhältst Du bei den Profis der Friseurinnung vor Ort. Spreche Deinen Obermeister oder den Prüfungsvorsitzenden an. Sie können Dir ganz bestimmt weiterhelfen. Und wer weiß, vielleicht können Sie Dir einen trendigen Ausbildungsbetrieb empfehlen!
  • Teilzeitausbildung: Ja, in bestimmten Fällen ist eine Teilzeitausbildung möglich - z. B. bei familiären Verpflichtungen oder gesundheitlichen Gründen.
  • Anerkennung im Ausland: Die Friseurausbildung ist in vielen Ländern anerkannt, aber es gelten jeweils eigene Vorschriften.

Wir wünschen Dir viel Erfolg und viel Freude bei uns in der Friseurbranche!

tags: #friseur #ausbildung #voraussetzungen

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