Wenn es einen Haarschnitt-Trend gibt, der Beständigkeit zeigt, dann ist das der Bob. Immer wieder tauchen neue Bob-Trends in den sozialen Medien auf, da ist für jeden der passende Kurzhaarschnitt dabei. Was allerdings nicht bedeuten muss, dass wir ihn nicht in den unterschiedlichsten Varianten tragen können.
Seit geraumer Zeit angesagt sind etwa der “Soft Wave Bob”, der "Scandi Bob” oder der “Side Part Bob”. Aber auch der Stufen-Bob ist auf Social Media & Co. gerade immer mehr zu sehen.
Kein Wunder, sind 90er-Jahre-Looks und auch Stufenschnitte aka “The Rachel Cut” derzeit der absolute Renner. “Bei uns ist derzeit vor allem die Nachfrage zum fransigen Bob aka Stufen Bob hoch”, sagt auch Stefan Pauli vom Salon Pauli in München. “Dabei werden die Enden etwas stufiger geschnitten, was Bewegung in den ansonsten eher symmetrischen Schnitt bringt.”
Das Besondere an diesem Bob-Haarschnitt: Während ein komplett gerade geschnittener Bob eher ovalen und schmalen Gesichtern steht, kann man beim Fransen-Bob auch passend zu runden und eckigen Gesichtern schneiden. Ähnlich wie der Stufenschnitt schafft er es, diesen Gesichtsformen durch angepasste, unsichtbare Stufen zu schmeicheln. Oft ist dabei auch die Frontpartie etwas länger als die Haare im Nacken.
Sowohl für glattes Haar, als auch für lockiges. Besonders lockiges Haar bekommt durch die unsichtbaren Layer mehr Textur, die Locken fallen schöner. Bei glattem Haar sind die Stufen allerdings mehr sichtbar.
“Wir schneiden den Bob mit Fransen mit einem speziellen Messer,” erklärt Stefan Pauli. “Mit dem sogenannten Calligraphy Cut kann man leichter Stufen ins Haar bringen, die Haare werden versiegelt und weniger Spliss entsteht.” Der fransige Bob kann aber auch mit einer Friseurschere geschnitten werden.
Vorher: So sehen meine Haare vor dem Test aus. Starke Naturlocken, herausgewachsener Schnitt.
Schritt 1: Zunächst werden meine Haare gewaschen, denn der Schnitt findet in nassem Haar statt.
Schritt 2: Dann setzt Stefan Pauli das Messer für den Calligraphy Cut an. Strähne für Strähne kürzt er mit dem Messer.
Schritt 3: Die Haare werden getrocknet - hier sieht man schon, wie meine Locken durch die Stufen schön fallen.
Schritt 4: Damit man die Stufen besser sieht, werden meine Haare abschließend geglättet.
Nachher: Die fransigen Strähnen umrahmen mein Gesicht perfekt.
Der Vorteil des fransigen Bobs: Da Stufen und Fransen vorkommen, wächst der Haarschnitt auch nicht so drastisch heraus, wie ein herkömmlicher Bob. So ist der fransige Bob auch die perfekte Übergangsfrisur, wenn man ein paar Zentimeter hinzubekommen und seine Haare wieder länger wachsen lassen möchte.
Das kommt ganz auf die Haarstruktur an. Bei Locken lohnt sich ein guter Schaumfestiger, der ins feuchte Haar einmassiert wird. Beim Trockenföhnen einen Diffusor nutzen, der sorgt für Extra-Volumen.
Für den Sleek-Look die Haare zunächst mit einer Rundbürste komplett glatt föhnen (Hitzeschutz nicht vergessen!) und dann Strähne für Strähne durch das Glätteisen ziehen.
Unser Tipp: Damit die Spitzen stets gepflegt bleiben, kannst du auch diese Tricks gegen Spliss anwenden.
Im Salon Pauli kostet der Haarschnitt mit einem Kaligraphen-Messer rund 100 Euro. Informiere dich vorab bei deinem Friseur.
Der Bob ist ein wahrer Allrounder, da sie durch die Vielseitigkeit jeder Frau steht. Die Haare umrahmen Ihren Kopf und betonen so Ihr Gesicht. Daher kommt es bei der Wahl des Bobs vor allem auf Ihre Gesichtsform an.
Während der Long Bob streckt, passt zu einem länglichen Gesicht ein Micro Bob, der bis kurz unter die Ohren reicht. Die Haarschnitte unterscheiden sich vor allem durch die verschiedenen Längen und unterschiedlichen Schnitte.
Je nach gewünschtem Ergebnis wird die Frisur lässig mit Stufen oder akkurat auf eine einheitliche Länge geschnitten. Eine Mischung bringt ein asymmetrischer Bob mit, bei dem die vordere Haarpartie länger und der Nacken durchgestuft ist. Längen und Schnitte lassen sich nach Belieben miteinander kombinieren. Durch die Vielfalt steht der Bob jeder Frau.
Faszinierend in seiner Vielfalt und den Kombinationsmöglichkeiten ist der Bob für jede Frau und jeden Haartyp geeignet. Besonders für dünnes und feines Haar ist er die richtige Wahl. Sonst plattem Haar verleiht der Cut mehr Volumen und Sprungkraft. Damen mit Locken dürfen sich ebenfalls freuen. Wellen im Bob sorgen automatisch für ein lässiges Ergebnis. Der kurze Schnitt schmeichelt auch bei grauem Haar und hat einen verjüngenden Effekt.
| Bob-Frisur | Beschreibung |
|---|---|
| Long Bob | Reicht bis zum Schlüsselbein, passt zu jedem Haartyp und jeder Gesichtsform. |
| Shaggy Bob | Stark durchgestuftes Deckhaar, unkompliziertes Styling. |
| Blunt Bob | Akkurater Schnitt, wirkt stark und markant. |
| Short Bob | Endet meist auf Höhe der Wangenknochen, wirkt jugendlich. |
| Bob mit Pony | Vielseitig kombinierbar, von Curtain Bangs bis klassisch gerade. |
| Asymmetric Bob | Vorderpartie länger, sanfte Stufen am Hinterkopf für Fülle. |
Der Bob feierte seinen Durchbruch in den 1920er Jahren, als Frauen sich von langen Haaren trennten und die Kurzhaarfrisur als Zeichen von Selbstbewusstsein und Emanzipation trugen. Ikonen wie Louise Brooks und Coco Chanel machten den Schnitt populär. Heute setzen Stars wie Victoria Beckham, Lucy Hale oder Kaia Gerber auf den zeitlos eleganten Look, während Anna Wintour mit dem „Triple-B-Bob“ ihr Markenzeichen geschaffen hat.
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