Nicht alle Blumen eignen sich gleich gut zum Pressen. Besonders “dicke”, fleischige oder kugelförmige Blumen wie z.B. Rosen lassen sich schwierig pressen, da sie meist zu viel Feuchtigkeit enthalten und schnell anfangen zu faulen. “Dünne”, flache Blumen hingegen sind entsprechend einfacher. Ob groß oder klein ist da egal, auf die Dicke kommt´s an. Gut geeignet sind beispielsweise Margeriten, Schleierkraut, Jasmin, Veilchen oder Geranien.
Danach bindest du die Blumen an den Stielen mit einem Gummiband, einer Schnur oder einem Geschenkband zusammen. Ein Gummiband verhindert, dass der Strauß seine Form verändert, wenn die Stiele durch die Trocknung dünner werden. Achte jedoch darauf, dass die Stiele dadurch nicht beschädigt werden.
Hänge die Blumen kopfüber auf und achte darauf, dass sie nirgendwo anstoßen. Am besten eignet sich dafür ein warmer und trockener Ort wie zum Beispiel dein Keller oder Dachboden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte allerdings bestmöglich vermeiden werden, damit die Farben deiner Blumen nicht ausbleichen.
Nach etwa 2 bis 4 Wochen sind deine Blumen getrocknet. Die Dauer hängt von der Blumenart, der Größe sowie dem Standort, an dem sie aufgehängt wurden, ab.
Wenn du möchtest kannst du deine getrockneten Blumen jetzt noch mit etwas Haarspray fixieren, denn so glänzen sie mehr und halten länger.
Übrigens: Einige Blumen müssen zur Trocknung nicht kopfüber aufgehängt werden. Hortensien trocknen beispielsweise auch in einer Vase, wenn man das Wasser verdunsten lässt.
Am besten benutzt du dafür einen Drahtzaun mit kleinen Maschen. Schneide diesen im ersten Schritt so zurecht, dass alle Blumen hineinpassen oder das Stück Zaun in den Ofen passt.
Jetzt kannst du die Blumen mit den Stielen nach unten in den Zaun fädeln.
Trockne die Blumen im Ofen bei Umluft und niedrigen Temperaturen von circa 35 - 40 Grad für mehrere Stunden. Wie lange die Blumen im Ofen brauchen hängt von der Größe und Anzahl der Blumen ab.
Wenn die Blumen trocken sind kannst du sie wieder vorsichtig aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.
Auch bei dieser Methode kannst du zum Schluss deine getrockneten Blumen mit etwas Haarspray fixieren.
Wie ihr Name schon verrät, ist die Blumenpresse extra zum Pressen von Blumen gebaut worden. Entsprechend ist dies wohl die “beste” Methode, um Blumen in ihrem aktuellen Zustand zu konservieren. Meist besteht die Blumenpresse aus zwei Holzscheiben, die mithilfe von Schrauben an den vier Ecken zusammengehalten und zusammengepresst werden können. Auch hier ist es wichtig, die Blumen zwischen zwei Lagen Papier oder Pappe zu legen, damit diese die Feuchtigkeit aufsaugen können.
Wer keine Blumenpresse besitzt oder zu faul ist sich eine zu bauen, kann auch auf das zurückgreifen, was vermutlich jeder Zuhause hat: Ein dickes Buch. Auch hier ist es wichtig, die Blumen zwischen zwei Lagen Papier UND Pappe zu legen. Richtig gehört, wir sagen extra auch “Pappe”, denn beim Pressen der Blumen im Buch besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit der Blume in die Seiten des Buches wandern. So würdest du dir kurzerhand dein Buch ruinieren. Nimm also stattdessen zusätzlich zwei Stück Pappe, um die Blumen von beiden Seiten “einzuschlagen”. Lege das Ganze in die Mitte von deinem Buch. Dann nur noch das Buch zuklappen und wenn nötig, beschweren. Alle paar Tage solltest du das Papier auswechseln.
Das ist wohl die allerschnellste Variante um Blumen zu pressen, denn in wenigen Minuten kannst du dein Ergebnis bestaunen. Auch bei dieser Methode brauchst du Papier und Pappe (je 2 Bögen). Zusätzlich benötigst du noch zwei Keramikfliesen. Die Blume kommt in die Mitte, dann jeweils von oben und unten eine Lage Löschpapier, eine Lage Pappe und je eine Fliese. Fixieren kannst du das ganze mit Gummibändern an den Ecken und dann ab in die Mikrowelle damit. Bei höchster Stufe solltest du innerhalb von einer Minute dein Ergebnis bestaunen können.
Wenn dem Material langsam die Feuchtigkeit entzogen wird, geht weniger Volumen verloren und die Struktur sowie die Farbe der Pflanze bleiben besser erhalten. Bei zu schnellem Trocknen kann das Material ausbleichen und seine Struktur verlieren.
Diese klassische Methode ist sowohl für einzelne Blumen als auch für Blumensträuße geeignet. Hierbei gilt: Je dunkler der Raum ist, in dem die Blumen getrocknet werden, desto weniger Farbe der Pflanze geht verloren.
Die Pflanzen verlieren während dem Trocknen an Volumen. Tipp: Wenn Sie Blumensträuße trocknen wollen, sind eine gute Luftzirkulation und das Aussortieren zu dichter oder zu feuchter Straußteile besonders wichtig. Denn sonst kommt es im Inneren des dicht gebundenen Straußes zu Schimmel, anstatt dass eine gleichmäßige Trocknung erreicht wird. Am besten lassen sich Pflanzen einzeln trocknen.
Diese Methode ist eher für einzelne Blumen geeignet - es sei denn, man verwendet eine große Menge an Waschpulver oder Trockensalz. Außerdem sollten die Blüten hier nicht zu sensibel sein, sonst könnten sie von dem Salz oder Waschpulver zerdrückt werden. Trockensalz darf nun im Ofen oder in der Mikrowelle getrocknet und wiederverwendet werden. Hierfür reicht eine Temperatur von ungefähr 120 °C.
Wer seine Blumen schnell trocknen will, kann Silicatgel verwendet. Man kennt die Körnchen aus kleinen Beuteln, die oft in Verpackungen zu finden sind. Sie saugen Feuchtigkeit auf und eignen sich damit perfekt zum Trocknen von Blumen. Je feiner die Körnchen des Kieselgels sind, desto schneller trocken die Blumen. Wenn das Gel Wasser aufgenommen hat, wird es bläulich-grau und muss dann vor dem nächsten Verwenden wieder getrocknet werden. Im Ofen trocknen die Kügelchen bei ungefähr 120 bis 135 °C mit Umluft-Einstellung.
Diese Methode ist die wohl schnellste, aber auch die schwierigste. Zu hohe Temperaturen lassen die Pflanzenteile zu schnell trocknen, sie schrumpfen oder verbrennen sogar. Eine Alternative zum Backofen stellt ein Dörrautomat dar, der speziell für das schonende Trocknen von Pflanzenmaterial gedacht ist.
In Vorbereitung sollten Sie feuchte Stellen der Pflanze vorsichtig abtrocknen und welke Pflanzenteile entfernen. Im Ofen eignet sich für die Befestigung zum Beispiel ein feinmaschiger Drahtzaun.
Tipp: Anstatt die Blumen in ihrer ursprünglichen Form zu trocknen, können Sie die Blumen auch pressen. Dafür reichen ein schweres Buchexemplar und ein paar Blatt Papier. Um die Blumen im Buch zu trocknen, legt man diese einfach zwischen zwei Seiten und schließt es. Die Blume kann alternativ zwischen zwei Blätter Papier gelegt und mit einem Buch beschwert werden - so werden die Buchseiten nicht beschädigt. Um die Blume ohne Farbverlust zu pressen, sollte das Papier ungefähr 2 Wochen lang alle 2 Tage ausgewechselt werden.
| Methode | Dauer | Geeignet für | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Lufttrocknen | 2-4 Wochen | Einzelne Blumen, Sträuße | Dunkler, warmer, trockener Ort |
| Ofen | 1-3 Stunden | Einzelne Blumen | Niedrige Temperatur (30-40°C), Tür leicht geöffnet |
| Pressen | 3-6 Wochen | Flache Blüten | Zwischen Papier und schweren Büchern |
| Trockensalz/Silicagel | 5-7 Tage | Einzelne Blumen, kleine Sträuße | Vollständig mit Trockenmittel bedecken |
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