Sind Blondshampoos schädlich für Ihr Haar? Ein umfassender Leitfaden

Blonde Haare haben einen besonderen Charme und verleihen jedem einen strahlenden Look. Doch um diese Schönheit zu erhalten und das Beste aus Ihren blonden Haaren herauszuholen, ist die richtige Haarpflege von entscheidender Bedeutung. Die Welt der Shampoos und Conditioner ist unübersichtlich und jedes neue Shampoo verspricht eine andere Wunderwirkung. Beim Kauf sollten Sie jedoch auf Shampoos verzichten, die bestimmte schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Die Frage, ob Blondshampoo schädlich für die Haare ist, beschäftigt viele. Die meisten dieser Shampoos enthalten aufhellende Inhaltsstoffe, meistens Wasserstoffperoxid. Dass diese das Haar schädigen, ist kein Geheimnis. Aber diese Stoffe sind in Blond-Shampoos eher gering konzentriert (verglichen mit Aufhellungssprays, Blondierungen o.Ä.), sodass sich die schädigende Wirkung in Grenzen hält. Demnach wirken sie aber auch schwächer, das heißt, die Aufhellung erfolgt sehr langsam.

Kurz gesagt: Je schneller und intensiver die Aufhellung, desto stärker die Schädigung. In Ihrem Fall wird das Haar also nicht dramatisch aufgehellt und damit nicht dramatisch geschädigt. Was man aber auch noch wissen sollte: Bei einer Aufhellung werden zuerst dunkle Pigmente der Haarfarbe und als letztes Rotpigmente herausgezogen. Das heißt, dass die Haare einen leichten Rot-/Karamellstich bekommen könnten, wenn man sie nur minimal heller macht.

Auch wenn Sie es selten nehmen möchten oder aufhören damit, kann es immer noch passieren, dass Ihre Haare trotzdem noch heller werden können. Außerdem passiert es auch meistens, dass man von diesen Shampoos einen Gelbstich ins Haar bekommt und wenn Sie den haben, ist auch blöd. Also lassen Sie es lieber...

Einmal in der Woche sollte es nicht schädlich sein, diese Aufhellungsshampoos zu benutzen. Bloß nicht jeden Tag! Versuchen Sie ansonsten auch eine Kur direkt nach der Anwendung gut in die Haare einzumassieren. Die Haare bleichen in der Sonne auch aus... Ich würde von dem Chemiezeug die Finger lassen. Macht die Haare meist dünner und schädigt auch manchmal die Haarwurzeln... Ich würde es lieber sein lassen, denn Sie müssen sich dann von weichen gesunden Haaren verabschieden.

Neuer Bericht: Diese 8 Shampoos bestehen aus problematischen Chemikalien – 2 sind wirklich sicher

Die Gefahren schädlicher Inhaltsstoffe in Shampoos

Sie wünschen sich ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe? Der stolze Hinweis „ohne Silikone“ prangt heute schon auf vielen Shampoo-Verpackungen - Tendenz steigend. Seitdem bekannt wurde, dass Silikone Haar und Kopfhaut versiegeln und langfristig schädigen, steigen immer mehr Verbraucher auf ein Shampoo ohne Silikone um. Doch was ist eigentlich mit den vielen anderen, meist chemischen Zusätzen in unseren Shampoos? Sind die alle unbedenklich? Weit gefehlt. Die Liste potenziell gefährlicher Inhaltsstoffe ist sehr lang. Hormonell wirksame und krebserregende Substanzen sind hierbei keine Seltenheit. Ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe zu finden, ist oft gar nicht so einfach.

Hier sind einige der häufigsten und potenziell schädlichen Inhaltsstoffe, die in vielen Shampoos enthalten sind:

  • Propylene Glycol: Klingt chemisch, ist es auch! Es ist sehr häufig in Shampoos und anderen Pflegeprodukten zu finden. Propylene Glycol wird aus Erdöl gewonnen und wird in Shampoos gerne als Feuchthaltemittel eingesetzt. Gesunde Alternative: klingt ähnlich, ist aber doch ganz anders: Pentylene Glycol ist ein Feuchtigkeitsspender, der in der Naturkosmetik zugelassen ist und den selben Zweck erfüllt.
  • Formaldehyde: Shampoos und andere Pflegeprodukte enthalten häufig Formaldehyde, welche langfristig viele gesundheitliche Schäden im Körper verursachen können. Formaldehyde haben die Eigenschaft, Stoffe miteinander zu verbinden und diese fest und widerstandsfähig zu machen. Diese spezielle Eigenschaft wird gerne und häufig in der Kosmetik genutzt. Formaldehyd wird deshalb sehr oft in Nagellacken oder Glättungsshampoos und -Conditionern eingesetzt. Formaldehyde werden ebenfalls von der Industrie gerne zu Konservierungszwecken eingesetzt und gelten nicht nur als stark hautirritierend, sondern sogar als krebserregend. Formaldehyd wird sogar zur Leichenkonservierung eingesetzt.
  • PEGs (Polyethylenglykole): PEGs sind in der Herstellung besonders günstige und vielseitig einsetzbare Tenside. Daher sind sie in herkömmlichen Shampoos auch weit verbreitet. Aus Verbrauchersicht haben PEGs allerdings wenig Vorteile. PEGs weichen die Zellwände auf und begünstigen so das Eindringen schädlicher chemischer Stoffe in unseren Körper. Außerdem können Shampoos, die PEGs enthalten, Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten. PEGs sind anders als die Formaldehyde in der INCI-Liste recht einfach zu sehen, weil sie meist die Großbuchstaben PEG und eine Zahl im Namen tragen, also beispielsweise PEG-9 oder PEG-14 Glyceryl Oleate. Zudem sollten Sie auf die Silbe „eth“ achten, da Soffe mit dieser Silbe ebenfalls zu dieser Stoffgruppe gehören. Wussten Sie, dass Sodium Laureth Sulfat (SLS) zu den bekanntesten Polyethylenglykolen gehört? Das Tensid ist eines der meist verwendeten waschaktiven Substanzen in Shampoos und anderen Pflegeprodukten.
  • Parabene: Parabene verhindern, dass Shampoos und andere wasserhaltige Kosmetika von Bakterien und Schimmelpilzen befallen werden und werden daher sehr oft als Konservierungsmittel eingesetzt. Die Gefährlichkeit dieser Stoffgruppe besteht darin, dass sie dem Hormon Östrogen sehr ähnlich ist und so unseren Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen kann. Bei Frauen reichen die Folgen eines Östrogen-Überschusses von Stimmungsschwankungen über schwere Depressionen bis zu Gebärmutter- und Brustkrebserkrankungen. Bei Männern begünstigt ein Östrogen-Überschuss die Verweiblichung (zum Beispiel eine Brustentwicklung).
  • Sulfate (Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate): Jetzt kommen wir zu den am häufigsten verwendeten Tensiden (das sind die waschaktiven Substanzen in einem Produkt) in Shampoos: Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate. Aber warum werden diese Tenside dann überhaupt noch eingesetzt, wenn doch bekannt ist, dass sie so aggressiv sind? Durch ihre stark entfettende, schaumbildende Wirkung und ihre günstige Herstellung sind sie bei vielen Herstellern sehr beliebt und in fast jedem herkömmlichen Shampoo oder Conditioner zu finden. Diese Tenside sind synthetisch und können sogar Rückstände von Dioxan und Nitraten enthalten, welche als Auslöser vieler Krebserkrankungen unter Verdacht stehen. Sie sind unter anderem auch deshalb heftig umstritten, da sie für Organschäden an Herz, Leber, Augen (grauer Star) und Gehirn mitverantwortlich sein sollen. Hierzu gibt es allerdings noch keine verlässlichen Studien, weshalb wir nur darauf hinweisen möchten ohne genauer darauf einzugehen. Wussten Sie, dass Tenside natürlichen Ursprungs, so wie wir sie bei unseren Produkten verwenden, mindestens genauso gut reinigen, dafür aber viel milder sind?
  • Synthetische Farbstoffe: Viele Shampoos enthalten synthetische Farbstoffe, die nicht selten schädliche Auswirkungen auf unseren Körper haben. Die meisten Farbstoffe werden unter der Bezeichnung CI (= Color-Index) plus einer fünfstelligen Zahl an den hinteren Stellen der Inhaltsangabe (INCI) gekennzeichnet. Oft kommen Azofarbstoffe zum Einsatz, von denen einige im Verdacht stehen, aromatische Amine oder Anilin freizusetzen, welche als krebserregend gelten. Farbstoffe dienen rein dem Marketing und Hersteller erhoffen sich so, die Attraktivität ihrer Produkte zu steigern. Für die Wirkung eines Shampoos tragen Farbstoffe allerdings nichts bei.
  • Synthetische Duftstoffe: Shampoos enthalten häufig synthetische Duftstoffe, um den Eigengeruch der im Shampoo verarbeiteten Chemikalien zu überdecken. Bei vielen Menschen lösen diese Duftstoffe allerdings starke allergische Reaktionen aus. Die sehr häufig eingesetzten Moschusverbindungen haben sogar eine krebserregende und erbgutschädigende Wirkung. Sie reichern sich in Fettgewebe an und lassen sich sogar in der Muttermilch nachweisen. Oft werden Duftmischungen mit einem einfachen Begriff „Parfum" umschrieben, vielleicht um von ihrer eigentlichen oft negativen Wirkung abzulenken. Denn ein Parfumöl, das sich zum Beispiel in einem Shampoo oder anderen Kosmetikprodukt findet, kann viele Hundert unterschiedliche Duftstoffe enthalten.
  • Weichmacher (Phthalate): Beide Inhaltsstoffe werden als Weichmacher in herkömmlichen Shampoos eingesetzt und gelten als stark allergene Stoffe und sind sogar giftig. Sie können mit anderen chemischen Inhaltsstoffen des Shampoos reagieren und gefährliche Nitrosamine bilden.
  • Silikone: Silikone bewirken, dass unsere Haare leichter kämmbar, glänzend und glatter werden. Klingt ja erst einmal nicht schlecht… ABER sie bilden dabei einen Film auf (Kopf-) Haut und Haaren und lassen sich (auch wenn es von manchen Herstellern gerne behauptet wird) nicht auswaschen, da die Stoffgruppe der Silikone nicht wasserlöslich ist. So wird nicht nur unser Haar, sondern auch unsere Kopfhaut bei jeder Wäsche immer mehr versiegelt (Build-up Effekt). Sie kann nicht mehr atmen und keine Schadstoffe mehr ausscheiden, was dazu führt, dass Schadstoffe über andere Hautstellen ausgeschieden werden.
  • Oxybenzone: Oxybenzone werden als UV-Schutz in Shampoos oder in andere Kosmetikprodukte eingearbeitet, besonders in Color-Shampoos sind sie häufig anzutreffen.

Die Liste gefährlicher Inhaltsstoffe in Shampoos ist nicht vollständig, die Kosmetikindustrie ist sehr innovativ, was die Entwicklung neuer „Wirkstoffe“ angeht und versteckt diese überaus gerne in der Vielzahl der zur Verfügung stehenden chemischen Stoffbezeichnungen. Selbst wenn man diesen Eintrag bis zum Ende gelesen hat - wie viel kann man sich tatsächlich merken? Da wir persönlich kein fotographisches Gedächtnis und auch keinen Doktor der Chemie haben, ist die Bilanz eher dürftig. Allerdings ging es uns hier auch nicht um das auswendig Lernen chemischer Stoffbezeichnungen, sondern vielmehr um die Sensibilisierung für das Thema im Allgemeinen.

Sichere Alternativen und Tipps zur Auswahl

Hier können Sie Ihre Kosmetikprodukte auch bereits vor dem Kauf auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen. Bei Naturkosmetik sind Sie vor schädlichen Inhaltsstoffen in der Regel sicher. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen und ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe suchen, sind Sie bei PAKAHI auf jeden Fall richtig! Wir setzen auf beste Naturkosmetik Zutaten und verzichten konsequent auf chemische Zusätze jeglicher Art.

Die Wahl des richtigen Shampoos für blonde Haare ist ein wichtiger Schritt, um die Schönheit Ihrer blonden Mähne zu bewahren. Ein speziell formuliertes Shampoo kann dabei helfen, Trockenheit, Brüchigkeit und Gelbstich zu bekämpfen und Ihnen ein strahlendes Blond zu schenken. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie purpurrote Pigmente, Kamille-Extrakt und feuchtigkeitsspendende Zusätze. Kombinieren Sie das Shampoo mit einem Conditioner und gelegentlichen Haarkuren, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Verwenden Sie es regelmäßig, aber nicht übermäßig, und folgen Sie den richtigen Anwendungstipps, um das Beste aus Ihrem Shampoo für blonde Haare herauszuholen.

Hier sind einige zusätzliche Tipps, um Ihr Haar sicher aufzuhellen:

  • Verwenden Sie einen Hut oder Sonnenschutz für die Kopfhaut.
  • Verwenden Sie ein UV- und Hitzeschutzspray für Ihren Haaransatz und die Spitzen, um Trockenheit und Haarbruch zu vermeiden.
  • Wenn Sie unbedingt den Salon meiden und einen sonnenaktivierten Aufheller verwenden wollen, seien Sie extrem vorsichtig, dass Sie den Aufheller nicht mit Ihrer Haut oder Kopfhaut in Berührung bringen - und machen Sie immer erst einen Strähnentest.

Es gibt zwar Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren, aber der Verzicht auf sonnenaktivierte Sprays ist die einzige Möglichkeit, ganz auf Nummer sicher zu gehen. Sie kommen vielleicht nicht mit „natürlich“ sonnengeküsstem Haar aus Ihrem Inselurlaub zurück, aber wir können Ihnen garantieren, dass es auf lange Sicht gesünder ist.

Im Jahr 2023 ist es einfacher denn je, gesträhntes Haar gesund zu halten und nicht zu Stroh zu bleichen. Ein:e gute:r Colorist:in weiß, wie man den Aufhellungsprozess am besten gestaltet, um die Gesundheit des Haares zu bewahren, und verschreibt Ihnen in der Regel ein Programm zum Aufbau von Haarbindungen für zu Hause von Marken wie Olaplex oder K18, damit Ihre Haare geschmeidig und stark bleiben.

Es ist einfacher und kostengünstiger, als einen Termin im Friseursalon zu vereinbaren, also warum nicht? Sie wissen bereits, dass ein Aufheller die Haare unangenehm orange färben kann, aber damit enden die Risiken noch nicht. Wenn Sie Ihr Haar mit Zitronensaft oder Wasserstoffperoxid behandeln (wie es in den meisten Aufhellern zum Sprühen enthalten ist) und es der Sonne aussetzt, kann das zu ernsthaften Schäden an Haar und Haut führen, die über verblasste Wurzeln und trockene Spitzen hinausgehen. Selbstgemachte Haaraufheller können chemische Verbrennungen verursachen, und um das Ganze noch schlimmer zu machen, kann es sein, dass Ihre Strähnen gar nicht wie versprochen „sonnengeküsst“ aussehen.

Wie genau sich Ihr Haar durch die Verwendung eines Haaraufhellers verändert, hängt von Ihrer natürlichen Pigmentierung ab. Da helles Haar am wenigsten Melanin enthält, funktionieren diese Sprays am besten beim Abbau von Melanin bei Menschen mit blondem oder sehr hellbraunem Haar. Deshalb werden jene mit naturblondem Haar schneller ein aufgehelltes Ergebnis bekommen als jene mit dunklem Haar. Sie fügt hinzu, dass auch ohne Aufheller ungeschützte Sonneneinstrahlung das Melanin im Haar abbaut; wenn ein Aufheller eingesetzt wird, verstärkt sich der Effekt. Allerdings enthalten sowohl Aufheller als auch Bleichmittel Wasserstoffperoxid, das dem Haar seine natürlichen Öle entzieht und es austrocknen kann.

Die beiden Hauptbestandteile, die Sie wahrscheinlich ganz oben auf der Liste der Inhaltsstoffe von Haaraufhellern finden, sind Zitronensaft (auch Zitrus- oder Zitronensäure genannt) und Wasserstoffperoxid. Beide werden von der Sonne aktiviert und lassen das Haar oxidieren, wenn es Hitze und UV-Licht ausgesetzt wird. Zitronensäure hat einen pH-Wert von 2, was im Vergleich zum natürlichen pH-Wert des Haares, der bei 4,5 bis 5,5 liegt, sehr niedrig (also sauer) ist. Wenn die Sonne ins Spiel kommt, kommt es zu einer noch drastischeren chemischen Reaktion.

Ein weiterer, weniger schädlicher - aber auch weniger wirksamer - pflanzlicher Haaraufheller, den Sie in Blondiersprays finden können, ist Kamille oder Kamillenextrakt, der eine Verbindung namens Apigenin enthält. Es ist sanfter als Zitronensaft und Wasserstoffperoxid, aber es führt nicht so schnell zu sichtbaren Ergebnissen.

Laut Dr. Galaria sind haaraufhellende Produkte deshalb problematisch, weil sie leicht und unbeabsichtigt eine Verätzung namens Phytophotodermatitis verursachen können. Das ist eine Reaktion, die auftritt, wenn die Haut mit Zitronen oder Orangen in Berührung kommt. Die Kopfhaut kann auf jeden Fall betroffen sein, ebenso wie Ihre Hände oder Teile Ihres Gesichts, auf die Sie versehentlich etwas von Ihrem Aufhellungsspray getropft haben. In schweren Fällen kann es zu Blasen und Hyperpigmentierung durch diese Verätzung kommen.

Wenn Sie den durch die Sonne verursachten Schaden rückgängig machen wollen, empfehlen die meisten Colorist:innen einen Toner. Wenn Sie blond sind, könnte das einfach ein lila Shampoo sein - aber wenn Sie mit dem Ergebnis wirklich unzufrieden sind, müssen Sie eine Farbkorrektur vornehmen lassen (so viel zum Thema kostengünstig).

Es ist ein wenig verwirrend. Denn obwohl sonnenaktivierte Aufheller umstritten sind, gibt es sowohl Sonnenschutz- als auch seriöse Haarpflegemarken, die sie anbieten. Aber sind sie wirklich sicher? Laut Dr. Galaria ist ein sonnensicherer, UV-aktivierter Aufheller ein Widerspruch in sich - diese Produkte wirken nur, wenn das Haar der Sonne ausgesetzt ist, und bergen daher ein gewisses Risiko.

Es gibt jedoch einige Formulierungen, die sicherer sind als andere. Um die Inhaltsstoffe in Relation zu setzen: Viele beliebte Aufheller enthalten eine Kombination aus Zitronensaft und Wasserstoffperoxid. Die neueren Formeln sind sich alle sehr ähnlich. Die meisten enthalten Zitronensaft und Wasserstoffperoxid, aber einige Hersteller haben versucht, mehr feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe beizufügen, damit der Haarschaft nicht so stark geschädigt wird. Kein Aufheller ist ohne Mängel, aber die für Sie am besten geeigneten Produkte enthalten nur eine geringe Konzentration an Wasserstoffperoxid oder kommen ganz ohne aus - achten Sie also auf den Hinweis „peroxidfrei“.

Wenn Sie sich für eine bestimmte Formel interessieren, fragen Sie Ihre:n Colorist:in nach Rat. Er:Sie kennt Ihr Haar und hat Erfahrung damit, wie Aufheller auf Ihr Haar wirken. Da Aufheller sehr wirkungsvoll sind, empfehle ich Ihnen dringend, eine:n Farbexpert:in zu konsultieren.

Weitere bedenkliche Inhaltsstoffe und ihre Auswirkungen

Neben den bereits genannten Inhaltsstoffen gibt es noch weitere Stoffe, die in Shampoos enthalten sein können und potenziell schädlich sind:

  1. Sulfate: Sulfate verleihen Ihrem Shampoo seine reinigende und schäumende Kraft. Aber sind sie auch schädlich für Ihr Haar? Sollten Sie auf sulfatfreie Formeln umsteigen? Sulfate sind chemische Reinigungsmittel, die aus Mineralsalzen bestehen. In vielen Shampoos finden Sie Sodium Laureth Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate oder Ammonium Laureth Sulfate. Diese Tenside ziehen Wasser und Öl an, um Schmutz, Öl und abgestorbene Zellen von Ihrer Kopfhaut und Ihrem Haar zu entfernen. Ihre schäumende Wirkung hilft Ihnen, Ihr Shampoo aufzuschäumen, und lässt die Formel tiefer in Ihr Haar eindringen. Sulfate sind sehr gut für die Reinigung. Aber sie haben einen großen Nachteil: Ihr Haar muss einen Teil seiner natürlichen Feuchtigkeit und Öle behalten. Wenn Ihr Shampoo eine zu hohe Sulfatkonzentration aufweist (mehr als 15 %), kann es die wichtige Schutzschicht, die das Haar vor Schmutz, Umweltverschmutzung und Pollen schützt, entfernen. Nach und nach wird Ihr Haar trocken und spröde, und auch Ihre Kopfhaut kann gereizt werden.
  2. Silikone: Mit Sicherheit haben Sie bereits gehört, dass Sie silikonhaltige Shampoos vermeiden sollten. Wieso eigentlich? Silikone legen sich wie ein Schutzfilm über die Haare und sorgen für Glanz und Kämmbarkeit. Allerdings verhindert diese Schutzschicht, dass andere Pflegeprodukte tief ins Haar eindringen können. Auch Ihre Kopfhaut kann unter Irritationen leiden und Juckreiz auslösen, da sie nicht ausreichend atmen kann.
  3. Alkohol: Sie ahnen es wahrscheinlich schon - auch auf Alkohol in Ihrem Shampoo sollten Sie lieber verzichten, besonders wenn Sie empfindliche Haut haben. Alkohol kann außerdem Ihre Haare austrocknen, was zu Haarbruch führen kann.
  4. Propylene Glycol: Propylene Glycol ist ein Inhaltsstoff, der nicht nur in Shampoos, sondern auch in anderen Pflegemitteln zu finden ist. Gewonnen wird der Stoff aus Erdöl und in Shampoos anschließend als Feuchthaltungsmittel genutzt. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Inhaltsstoff kann zu Juckreiz, Irritationen und sogar Haarausfall führen.

ÖKO-TEST Ergebnisse zu Blondierungen

ÖKO-TEST hat im September 2018 Blondierungen für zu Hause getestet und dabei folgende Ergebnisse erzielt:

  • Deutlich heller bekommt man Haare nur mit der Chemiekeule.
  • Zum Aufhellen kommt meist ein Cocktail aus Wasserstoffperoxid und Persulfaten zum Einsatz.
  • Die Blondierungen dringen tief ins Haarinnere und verändern es. Das strapaziert das Haar. Es ist nach der Blondierung rauer und spröder. Die Widerstandsfähigkeit und die Reißfestigkeit sind geringer.
  • Aufheller arbeiten mit Wasserstoffperoxid, Blond-Colorationen auch. Trotzdem ist es nicht dasselbe. Denn die Aufheller bleichen nur, die Colorationen bringen Farbe ins Haar. Sie enthalten zusätzlich Färbechemikalien.
  • Salonprodukte stehen in Sachen Chemie den Blondierungen für zu Hause in nichts nach. Tatsächlich ist der Wasserstoffperoxidanteil beim Friseur meist sogar höher.
  • Grundsätzlich sind Blondierungen keine einfachen Kosmetika, die mehrteiligen Komponenten und die Dauer der Anwendungen bergen einige Schwierigkeiten.
  • Bekannte Foulspieler: Ein Grund für die schlechten Ergebnisse sind bedenkliche Färbestoffe, die wir schon aus vorherigen Haarfarbentests kennen. Teilweise können sie zu schweren Allergien führen. Am stärksten werten wir p-Aminophenol ab, das im Test in einem Produkt enthalten ist. Das Färbemittel ist im Chemikalienrecht als CMR-Stoff eingestuft.
  • Aufgrund der langen Einwirkzeit werten wir streng ab, wenn die Hersteller PEG/PEG-Derivate einsetzen.
  • Mikroplastik, das die Umwelt belastet, ist nicht erwünscht.
  • Die Duftstoffe Lyral und Hydroxycitronellal lösen häufig Allergien aus.
  • Handschuhe anziehen. Die in den Packungen mitgelieferten oder eigene Einmalhandschuhe verwenden.
  • Flecken vermeiden: Textilien wie Badunterlage entfernen, alte Handtücher nutzen. Spritzer auf Fliesen und Boden gleich wegwischen.
Bewertungskriterien von ÖKO-TEST
Kriterium Abwertung
CMR-Stoffe (z.B. p-Aminophenol) 4 Noten
Bedenkliche Färbestoffe (extremes/starkes Sensibilisierungspotenzial) 2 Noten
PEG/PEG-Derivate (bei langer Einwirkzeit) 2 Noten
Halogenorganische Verbindungen 2 Noten
Mikroplastik/synthetische Polymere 2 Noten
Butylphenyl Methylpropional (Lilial) 2 Noten
Polyzyklische Moschus-Verbindungen 2 Noten
Bedenklicher UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat 2 Noten
Bedenkliche Färbestoffe (moderates Sensibilisierungspotenzial) 1 Note

Quelle: ÖKO-TEST September 2018

Indem Sie sich über die potenziellen Risiken informieren und auf Inhaltsstoffe achten, können Sie sicherstellen, dass Ihre Haarpflegeroutine Ihre Gesundheit und die Umwelt schützt.

tags: #Blond #Shampoo #schädlich #Inhaltsstoffe

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