Blond mit dunklen Augenbrauen: Ursachen und Lösungen

Viele Menschen fragen sich, warum manche Menschen blonde Haare und dunkle Augenbrauen haben. Dieser Artikel untersucht die genetischen Ursachen für dieses Phänomen und bietet Informationen zu verschiedenen Methoden zum Aufhellen der Augenbrauen.

Genetische Grundlagen der Haarfarbe

Unsere natürliche Haarfarbe wird grundsätzlich durch die Gene bestimmt. Sie sind dafür verantwortlich, welche Menge Melanin und in welchem Verhältnis die Pigmente Eumelanin und Phäomelanin produziert werden. Beide entstehen aus der Aminosäure Tyrosin unter dem Einfluss verschiedener Enzyme, ihr zunächst gemeinsamer Biosynthese-Weg verzweigt sich.

  • Dunkle Haare: Enthalten viel Eumelanin und wenig Phäomelanin. Eine große Menge Eumelanin und kaum Phäomelanin sorgen für schwarze Haare.
  • Rote Haare: Enthalten wenig Eumelanin und viel Phäomelanin.
  • Blonde Haare: Enthalten wenig von beiden Pigmenten.
  • Graue Haare: Der Haarfollikel verliert beim Alterungsprozess seine Fähigkeit, Melanin zu bilden.

Mehrere Gene sind an der Produktion beteiligt, so etwa das Gen MC1R („Melanocortin 1 Rezeptor“), das am besten erforscht sei. „Fällt es aus, wird kein dunkles Pigment gebildet“, erklärt er. Dann entsteht aus dem Ausgangsstoff Tyrosin mehr Phäomelanin, was zu einer rötlichen Haarfarbe führt. Haben beide MCR1-Gene eines Menschen diesen Funktionsverlust, wird das Haar feuerrot.

Vererbt werden Haarfarben dominant-rezessiv. Bekommt ein Kind von einem Elternteil das blonde und vom anderen das dunkle Gen, wird es dunkelhaarig - das dunkle Gen ist dominant. Blond wird das Kind nur, wenn es von beiden Elternteilen das blonde - rezessive - Gen erhält. Das kann aber in den Erbanlagen der Eltern vorhanden sein, auch wenn sie dunkelhaarig sind.

Studie: Mehr als 100 Genorte für Haarfarbe entdeckt

Natürliche Blondierung und Sonneneinstrahlung

Einmal angelegt, muss die Haarfarbe aber nicht so bleiben. So haben vor allem Kinder europäischer Abstammung oft helle Haare und dunkeln im Laufe ihrer Entwicklung nach. Im Laufe ihrer Entwicklung und insbesondere durch die hormonellen Veränderungen in der Pubertät werden dann die Enzyme aktiviert, die für die Produktion des dunklen Melanins erforderlich sind. „Und das überdeckt dann eben die blonde Färbung“, so der Genetiker.

Das Melanin in den Augenbrauen absorbiert Sonnenlicht. Trifft zu viel dieser Strahlung auf das Melanin, kann es zerstört werden. Die Augenbrauen bleichen somit aus. Bei den Augenbrauen ist dieser Effekt allerdings weniger stark ausgeprägt als beim Kopfhaar, da Augenbrauenhaare früher ausfallen. Sie werden schneller durch nicht ausgebleichte Haare ersetzt.

Bleached Eyebrows: Der Trend zu hellen Augenbrauen

Bleached Eyebrows sind ein aktueller Beauty-Trend, bei dem die Augenbrauen aufgehellt oder überschminkt werden, sodass sie kaum noch sichtbar sind. Dieser Trend verleiht dem Gesicht eine ätherische Anmutung und lässt kräftiges Augen-Make-up noch ausdrucksvoller erscheinen.

Methoden zum Aufhellen der Augenbrauen

Es gibt verschiedene Methoden, um die Augenbrauen aufzuhellen:

  • Augenbrauenfarbe: In der Drogerie gibt es spezielle Mittel zum Färben oder Bleichen der Augenbrauen. Wähle zum Bleichen der Augenbrauen möglichst einen hellen Blondton.
  • Haarfärbemittel: Alternativ zur Augenbrauenfarbe kannst du auch ein herkömmliches Färbemittel benutzen, um deine Augenbrauen zu bleichen. Hier solltest du allerdings bedenken, dass das Ergebnis nicht so stark wird wie bei der Augenbrauenfarbe.
  • Hausmittel: Wenn du erst einmal ohne Chemie probieren möchtest, Deine Augenbrauen zu bleichen, kannst du es auch mit sanfteren Hausmitteln versuchen. Ein beliebtes Hausmittel ist Zitrone. Auch Honig oder Kamille haben eine leicht bleichende Wirkung.

Risiken beim Färben der Augenbrauen

Bei der Anwendung von Augenbraunfärbemitteln sollte man sich stets über die Risiken bewusst sein. So sollte man z.B. nur Färbemittel verwenden, die auch für die Augenbrauen gedacht sind. Sonst kann es zu Schädigungen der Augenbrauen kommen. Zusätzlich ist die Gesichtshaut oft empfindlicher als die Kopfhaut, sodass ein falsches Färbemittel sie stärker reizen kann. Die Haut kann mit Rötungen, Schwellungen, Jucken, und Schmerzen reagieren. Außerdem sind starke allergische Reaktionen möglich.

Vor der Verwendung eines Färbemittels sollte ein Test auf die Verträglichkeit gemacht werden, indem man eine kleine Hautstelle z.B. am Arm mit dem Mittel bestreicht. Zeigt sich eine Hautveränderung, sollte das Mittel nicht verwendet werden. Zudem besteht das Risiko, dass das Färbemittel in die Augen gelangt. Dort kann es teils erhebliche Reaktionen auslösen. Schwellung, Rötung, Jucken, Einblutungen in die Augen und Schmerzen sind möglich. Sogar eine Erblindung kann nicht ausgeschlossen werden.

Hirsutismus: Übermäßiger Haarwuchs bei Frauen

Unter Hirsutismus versteht man einen sehr starken Haarwuchs bei Frauen, der eher dem männlichen Behaarungsmuster entspricht. Charakteristisch sind etwa ein „Damenbart“ oder Haare an Brust und Rücken. Frauen mit Hirsutismus haben meist mehr männliche Geschlechtshormone im Körper als Frauen ohne Hirsutismus. Die häufigste Ursache ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), eine Hormonstörung der Eierstöcke.

Behandlung von Hirsutismus

Unerwünschte Haare lassen sich kosmetisch, wie durch Rasieren oder mit Licht (Photoepilation), entfernen. Auch eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich, dies dauert aber eine längere Zeit. Hormonelle Verhütungsmittel mit Östrogen und Gestagen wie die Antibabypille können die Menge männlicher Geschlechtshormone im Körper senken.

Ursache Behandlung
PCOS Hormonelle Verhütungsmittel, Medikamente
Übermäßiger Haarwuchs Rasieren, Wachsen, Photoepilation

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