Wer hätte gedacht, dass ein unscheinbarer Pilz, der an Birkenbäumen wächst, so viele gesundheitliche Vorteile haben kann? Der Birkenporling ist ein Baumpilz, der in unseren Wäldern weit verbreitet ist. Wie sein Name verrät, kannst du ihn an Birken finden - vornehmlich an Bäumen, die geschwächt oder bereits abgestorben sind.
In diesem Artikel erfährst du, wie der Birkenporling den Haarwuchs fördern kann, welche weiteren gesundheitlichen Vorteile er bietet und wie du ihn in deinen Alltag integrieren kannst.
Ein Birkenporling auf einer Birke.
Der Birkenporling ist ein parasitärer Baumpilz, der im Sommer und Herbst weißbräunliche, rundliche Furchtkörper bildet. Er ist ein wahrer Wunderpilz. Im Gegensatz zum Zunderschwamm kannst du ihn daran erkennen, dass er weicher ist und sich leichter vom Baum ablösen und dann verarbeiten lässt. Wir finden, er hat eher etwas blasen- oder organartiges im Vergleich zu anderen Baumpilzen.
Im Folgenden erfährst du auf welche Merkmale, du achten solltest, damit du einen Birkenporling sicher erkennen kannst. Wie immer gilt beim Sammeln: Nimm nur mit, was du auch sicher zuordnen und bestimmen kannst! Ein Pilzerkennungsbuch kann dir dabei helfen.
Die Volksheilkunde nutzt das kräftigende Mittel seit Jahrhunderten gegen Schuppenbildung und um das Haar zu entfetten. Extrakte aus den Blättern der Birke sind häufig Bestandteil von Haarshampoos und Haarwassern.
Früher galt Birkenhaarwasser als Wundermittel gegen erblich bedingten Haarausfall. Dieser Effekt konnte zwar nicht nachgewiesen werden, die kräftigende und anregende Wirkung von Birkenwasser ist aber unumstritten. In vielen haarkosmetischen Produkten findet sich ein Auszug aus Betula alba. Darunter befinden sich Kalzium, das das Haarwachstum anregt, Natrium, das die Kopfhaut reinigt, Proteine für die Verbesserung der Haarstruktur und Vitamin C für gesunde Haarfollikel.
Die ebenfalls enthaltenen Aminosäuren sind wichtige Bestandteile des Keratins, welches die Haare zum Wachsen brauchen. Haarwasser mit Birkenextrakt pflegt und regeneriert die Kopfhaut.
Birkenhaarwasser selber machen: Ein einfaches Rezept.
Aus Birkenblättern und Leitungswasser kann man ganz einfach ein regulierendes Birkenhaarwasser selbst herstellen. Dazu werden 500 Gramm junge Birkenblätter in einem Liter Wasser aufgekocht. 20 Minuten köcheln lassen, dann abseihen, auskühlen lassen und in eine saubere Flasche abfüllen.
Noch erfrischender wird das Haarwasser, wenn man die Blätter, statt sie zu kochen, in Alkohol aufsetzt, später abseiht und den Extrakt mit Hamamelis-Wasser aufgießt. Ein einfaches Birkenhaarwasser lässt sich bereits aus einer Handvoll Birkenblättern und Leitungswasser selbst machen - ohne künstliche Zusätze und zum Nulltarif.
So einfach stellen Sie selber ein erfrischendes Birkenwasser für die Haare her:
Die Blätter säubern und in Streifen schneiden. Zusammen mit den Rosmarin-Nadeln in das Weck-Glas geben. Alkohol darübergießen und das Glas verschlossen drei Wochen lang stehen lassen. Gelegentlich schütteln, damit sich die Wirkstoffe lösen.
Danach den Ansatz zuerst durch ein Sieb, dann durch ein Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter filtern, mit dem Hamamelis-Wasser vermischen und in die Sprühflasche füllen.
Das Birkenhaarwasser täglich nach der normalen Haarwäsche als Pflege auf die feuchte Kopfhaut sprühen und gut einmassieren. Die Massage in Verbindung mit dem Birkenwasser vitalisiert die Haut, regt das Haarwachstum an und beseitigt Juckreiz. Trockene Hautschuppen lösen sich, und das Haar wird vom Ansatz her gestärkt.
Birkenhaarwasser gilt inzwischen als beliebtes Haarpflegeprodukt, das Männer und Frauen gleichermaßen anwenden können. Birkenwasser wird nachgesagt, Schuppen auf der Kopfhaut zu bekämpfen.
Auch bei Haarausfall wenden manche Menschen Birkenhaarwasser an. Dem Wasser aus der Birke wird nachgesagt, hierbei eine ausgleichende Funktion zu übernehmen und den Haarausfall zu verlangsamen.
Weiterhin wird dem Birkenhaarwasser eine durchblutungsfördernde Wirkungsweise nachgesagt. Birkenhaarwasser kannst du bei der täglichen Haarwäsche verwenden.
Der Birkenporling ist ein Allrounder, wenn es um Gesundheit geht. Schon Ötzi, die Mumie aus dem Eis, trug ihn vor rund 5.300 Jahren bei sich, als er in den Ötztaler Alpen ums Leben kam. Es wird vermutet, dass der Jungsteinzeitmensch den Pilz aufgrund seiner Heilwirkung bei sich trug.
Aktuell beschäftigen sich Forscher wieder intensiv mit dem heimischen „Superfood“. Es konnte nachgewiesen werden, dass der Birkenporling stark antibakteriell, antiviral und antioxidativ wirkt und man forscht nun auch an den antitumoralen Eigenschaften. In der Naturheilkunde ist er vor allem als Magen- und Darmfreund bekannt und soll das Immunsystem stärken.
Die regelmäßige Einnahme von Chaga kann sich positiv auf verschiedene Bereiche deiner Gesundheit auswirken:
Der Birkenporling lässt sich auf unterschiedliche Weise zubereiten und zu Rezepten in deiner wilden Küche verarbeiten. Achtung: Wir empfehlen dir, nur junge Birkenporlinge zum Kochen zu verwenden. Der Geschmack von Birkenporlingen ist säuerlich bis leicht bitter. Darum sollte er nicht als Hauptzutat, sondern eher als gesunde Beigabe in deinen Speisen verwendet werden.
Die bekannteste Zubereitung aus Birkenporling ist der Birkenporling-Tee. Er ist als Heiltee bekannt und kann z.B. bei Magen-Darm-Problemen, gegen Sodbrennen und Müdigkeit eingesetzt werden. Du kannst den Baumpilz dazu frisch verwenden, oder auch trocknen.
Einen Tee bereitest du, indem du 2 TL Pulver mit 500 ml Wasser für 20 Minuten köchelst und es dann abseist. Der Tee schmeckt bitter - doch genau das tut unserem Magen gut.
Findest Du einen Birkenporling und brauchst ihn aktuell nicht, kannst Du ihn klein schneiden und trocknen oder in Alkohol ausziehen. Zum Trocknen die kleinen Würfel ausbreiten und im Ofen oder Dörrautomat gut durchtrocknen.
Für Tinktur den Pilz ebenfalls in kleine Würfel schneiden und in ein Glas geben. Das Glas mit mindestens 40 %igem Trinkalkohol auffüllen. Das Glas sollte gut gefüllt und die Pilzstücke mindestens einen Finger breit bedeckt sein.
Wir filtern die Stücke nicht raus, sondern heben die Tinktur mit dem Pilz darin auf, bis sie gebraucht wird. Der getrocknete Pilz kann bei Bedarf als Tee aufgebrüht werden. Dafür etwa einen Esslöffel Pilzwürfelchen mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgießen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Von diesem Tee einmal täglich einen Esslöffel bei Bedarf einnehmen. Den fertigen Sud im Kühlschrank aufbewahren und binnen 5 Tagen aufbrauchen bzw.
Der Chaga Pilz, auch Schiefer Schillerporling, wächst ebenfalls auf alten Birken. Tee aus Chaga wird in der russischen und skandinavischen Volksmedizin gegen verschiedene Krebsarten angewendet.
Allerdings solltest du nur Chaga-Pilze von Birken verwenden, da nur sie die wirksamen Inhaltsstoffe der Birke, wie Betulin und Betulinsäure in sich anreichern. Chaga Pilz enthält starke antioxidative Substanzen und wirkt positiv auf das Immunsystem.
Darüber hinaus wirkt er gegen Diabetes, Magenentzündungen (Gastritis) und chronische Darmentzündungen, Krebs und diverse Hauterkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege. Wie der Birkenporling verbessert auch Chaga das Hautbild.
Nimm drei bis vier Chaga Stücke und koche sie etwa zehn Minuten auf kleiner Flamme mit einem halben Liter Wasser im Topf auf. Gieße dann das Teewasser durch ein Teesieb in ein Glas. Der Tee hat eine dunkelbraune Farbe und schmeckt nach Kaffee bzw. Getreidekaffee.
Du kannst weitere Gewürze mitkochen, um den Geschmack zu verbessern, z.B. Zimt oder Ingwer. Du kannst die Chagastücke bis zu fünfzehn Mal wiederverwenden. Bis zum nächsten Aufguss sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Je häufiger du ihn aufkochst, desto länger muss er kochen.
Sammle Birkenporling, indem du sie von Birken pflückst. Stelle sicher, dass die Porlinge frisch und unbeschädigt sind. Ideal ist der Herbst, danach werden sie alt. Wasche die Birkenporlinge gründlich unter kaltem Wasser, um jeglichen Schmutz oder andere Verunreinigungen zu entfernen.
Der Birkenporling ist giftig, wenn er von Schimmel befallen ist. Das tritt bei alten Exemplaren auf, die sechs bis zehn Monate alt sind. Ansonsten kann es nur noch sein, dass du den Birkenporling verwechselt hast mit einem anderen Pilz.
Wichtiger Hinweis: Bitte sammle nur Pilze, die du kennst und bei denen du dir sicher bist! Iss den Birkenporling nicht roh, sondern koche ihn aus. Der Tee ist sicher. Außerdem kontrolliere den Pilz auf Schimmel. Der Birkenporling muss pilzig frisch riechen. Riecht er muffig, lass die Finger weg.
| Eigenschaft | Birkenporling | Chaga-Pilz |
|---|---|---|
| Wachstumsort | Ausschließlich auf Birken | Hauptsächlich auf Birken |
| Aussehen | Weißbräunliche, rundliche Furchtkörper | Harte, brüchige Knollen, die an schwarze Lava erinnern |
| Geschmack | Säuerlich bis leicht bitter | Ähnlich Kaffee oder Getreidekaffee |
| Wirkung | Antibakteriell, antiviral, antioxidativ, gut für Magen und Darm | Stark antioxidativ, stärkt Immunsystem, wirkt gegen Entzündungen |
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