Bio-Kokosöl für die Haare: Anwendung und Vorteile

Für teure Kosmetikartikel und Pflegeprodukte sind vor allem Frauen oft bereit viel Geld auszugeben. Löst man sich aber einmal von dem Denken, dass vor allem kostspielige Kosmetik einen besonders wirksamen Effekt mit sich bringen muss, dann findet sich der Schlüssel zur strahlenden Schönheit oftmals in uns zunächst ganz alltäglich erscheinenden Produkten, die aber besonders naturbelassen sind. Eins dieser lange Zeit gering geschätzten Produkte ist das Wundermittel Kokosöl, welches sich nicht bloß in der Küche als wahres Allroundtalent herauskristallisiert hat, sondern auch für zahlreiche Anwendungen im Beautybereich äußert beliebt geworden ist.

Weiße Zähne, geschmeidige Haut und kräftiges Haar: Das alles verspricht Kokosöl zu bewirken. Das Öl ist ein echter Allrounder und unter Beauty-Nerds, Blogger*innen und Celebs ein besonders beliebtes Wundermittel für geschmeidiges und glänzendes Haar. Wir verraten dir, ob Kokosöl für die Haare wirklich so gut ist und wie du es richtig anwendest.

Models wie Joan Smalls oder Gigi Hadid schwören auf die Haarpflege mit dem Öl. Doch was ist dran, ist Kokosöl wirklich so gut für die Haare?

Haarexperte Dejan Garz hat sich als Hairstylist und Friseurmeister auf Social Media einen Namen gemacht. Lange Zeit sah er die Kombination von Kokosöl und Haaren kritisch, heute revidiert er seine Vorbehalte: „Kokosöl ummantelt nicht nur die Haare, sondern hat wissenschaftlich bewiesen auch die Eigenschaft, den Haarschopf zu penetrieren, also ins Haar einzudringen.“ Weiter erklärt er auf Instagram: „Die wichtigen Moleküle im Kokosöl sind tatsächlich so klein, dass sie ins Haar eindringen, dort die Lipide auffüllen können und das Haar wesentlich gesünder erscheinen lassen oder sogar gesünder machen.“

Die Antwort auf diese Fragen findet sich in den wertvollen Bestandteilen des Kokosöls, welches aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird, die vor allem in Indonesien, Indien und den Philippinen angebaut wird. Kokosöl besteht zu über 99 Prozent aus wertvollen gesättigten Fettsäuren, wie Palmitinsäure, Caprylsäure oder Laurinsäure. Der Laurinsäure-Anteil in Bio-Kokosöl ist sogar so hoch, dass er in keinem exklusiven Kosmetikprodukt in dieser Anzahl zu finden ist. Neben der antibakteriellen Wirkung von Laurinsäure ist ihre positive Wirksamkeit für Körper wissenschaftlich belegt, weshalb sie so oft in Kosmetikprodukten eingesetzt wird.

Außerdem bringen die mittelkettigen Fettsäuren, die in dem Kokosnussöl in hoher Konzentration zu finden sind, die positive Eigenschaft mit sich, dass sie besonders leicht verdaulich und wasserlöslich sind und auf direktem Weg über die Blutbahn in die Leber gelangen, wo sie zur Energiegewinnung genutzt werden können. Entscheidend beim Kauf von Kokosöl ist, dass ausschließlich hochqualitative Produkte gekauft werden die aus kontrolliertem biologischem und unbehandeltem Anbau stammen, es sich also um ein vollkommen natives und naturbelassenes Produkt handelt. Nur Kokosnussöle mit bester Qualität gewährleisten die oben genannten wertvollen Inhaltsstoffe und somit die Wirksamkeit des Öls.

KOKOSÖL für schöne Haare — Anwendung und Tipps

Vorteile von Kokosöl für die Haare

Kokosöl ist nicht nur aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung und seines angenehmen Duftes beliebt für die Anwendung auf Haut und Haaren. Seine wertvollen Inhaltsstoffen pflegen und versorgen trockenes und sprödes Haar mit Feuchtigkeit und haben rückfettende und glättende Effekte. Außerdem unterstützen sie die Haut dabei, ihr natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.

Die Wirkung von Kokosöl aufs Haar im Überblick:

  • Kokosnussöl bietet Haaren Schutz und Kräftigung: Wie Dejan Garz bereits erklärt hat, ummantelt Kokosöl das Haar und dringt ebenso in dieses ein, sodass das Haar von innen gekräftigt und von außen geschützt wird.
  • Durch Kokosöl Haare vor Spliss bewahren: Durch den Schutzeffekt wird Spliss und Haarbruch nachhaltig vorgebeugt.
  • Kokosnussöl als Feuchtigkeits-Booster: Das natürliche Haaröl spendet dem Haar bis in die Wurzeln hinein Feuchtigkeit und Fett und gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus.
  • Mit Kokosöl altern die Haare langsamer: Kokosnussöl enthält nicht nur antibakterielle Laurinsäure, sondern auch viele Antioxidantien. Diese schützen unsere Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen und freien Radikalen.
  • Der optische Effekt von Kokosöl: Die Haare wirken weniger stumpf und spröde, denn das Öl verleiht Glanz, Geschmeidigkeit und kann eine glättende Wirkung auf die Haarstruktur haben.
  • Kokosöl gegen Haarausfall: Kokosöl kann das Haarwachstum anregen, denn es enthält wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Kalium und Natrium. Diese sorgen dafür, dass wichtige Nährstoffe an die Haarwurzel übertragen werden können. Das wiederum hilft im Kampf gegen Haarausfall und begünstigt ein gesundes Haarwachstum wie bei einem entsprechendem Haarwachstum-Serum.

Natürlich gilt bei der Verwendung von Kokosöl dieselbe Faustregel, die eigentlich für alle Pflegeprodukte besteht: Das Öl kann seine Wirkung vor allem durch eine regelmäßige und dauerhafte Anwendung entfalten und Verbesserungen sichtbar machen. Durch die natürlichen Inhaltsstoffe, die im Bio-Kokosöl enthalten sind, wird die Entstehung von Hautirritationen und Allergien deutlich gemindert, weshalb Kokosnussöl besonders für Allergiker noch mehr an Attraktivität gewinnt.

Kokosöl kann als Skinfood punkten, denn es regt die Zellerneuerung an und schützt die Haut vor freien Radikalen. Das Pflanzenöl spendet Feuchtigkeit für trockene und empfindliche Haut - und wirkt entzündungshemmend bei Pickeln. Wer zu starken Unreinheiten und Akne neigt, lässt aber lieber die Finger von Kokosöl: Es kann die Poren verstopfen und dadurch zu noch mehr Unreinheiten führen.

Kokosnussöl sorgt nicht nur für gesundes Haar, sondern ist auch ein wunderbarerer Ersatz für Spülung oder Haarmaske - quasi ein All-In-One-Produkt. Wie Kokosöl am besten in die Beauty-Routine integriert wird, für welchen Haartyp es geeignet ist und woran man hochwertiges Kokosöl für die Haare erkennen kann.

Ja, Kokosöl ist aus mehreren Gründen gut für unsere Haare.

  1. Gewonnen wird das Öl aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Es ist daher komplett natürlich und verfügt über keinerlei Zusatzstoffe. Kokosöl besteht zu rund 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren.
  2. Zudem enthält Kokosöl wertvolles Vitamin E, das als natürliches Antioxidans die Haare vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Sonneneinstrahlung schützt. Vitamin E stärkt das Haarwachstum und kräftigt die Haarstruktur.
  3. Viele stellen sich auch die Frage, ob Kokosöl gegen Schuppen helfen kann. Tatsächlich besitzt die in Kokosnussöl enthaltene Laurinsäure antibakterielle Eigenschaften, die gegen Bakterien, Pilze und Entzündungen wirken und unsere Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Gerade fettige Schuppen sind häufig auf einen Pilzbefall der Kopfhaut zurückzuführen. Hier kann Kokosöl als natürliches Hausmittel helfen.

Anwendung von Kokosöl für die Haare: Schritt-für-Schritt-Anleitungen

Für die Anwendung von Kokosöl im Haar gibt es verschiedene Varianten und Rezepte. Wir haben die drei besten Kokosöl-Haarkuren für dich - für vor, während und nach der Haarwäsche.

Übrigens: Wenn du deine Haare mit Kokosöl pflegen möchtest, solltest du auf die gleichzeitige Verwendung von Haarpflegeprodukten mit Silikonen verzichten. Der Grund: Silikone umhüllen jedes Haar, sodass das Kokosnussöl nicht mehr in das Haar eindringen kann. Das gilt übrigens auch, wenn du deine Haare mit Olivenöl pflegst.

1. Kokosöl als Pre-Haarkur vor dem Waschen

Bei dieser Haarkur-Variante werden die noch trockenen Haare vor der Wäsche mit Kokosöl versorgt. Ein Tipp von Dejan: „Das sorgt vor allem dafür, dass beim Haarewaschen nicht so viel Wasser in die Haare eindringen kann.“ Das Ergebnis: Das Haar quillt weniger. Und so geht’s:

  1. Nimm eine kleine Menge Kokosöl (etwa ein bis zwei Esslöffel) und erwärme diese in deinen Händen.
  2. Beginne, das geschmolzene Öl in den Haarspitzen zu verteilen. Arbeite dich nach oben zur Kopfhaut; hier vorsichtig mit dem Öl sein, sonst kann es fettig aussehen.
  3. Wickle dein Haar in ein Handtuch oder setze eine Duschhaube auf, damit das Öl warmgehalten wird und in den nächsten zehn bis 30 Minuten besser einziehen kann. Alternativ als Intensiv-Haarkur: Das Öl kann auch um die zwei, drei Stunden einwirken.
  4. Wasche dein Haar gründlich mit einem milden Shampoo. Möglicherweise musst du den Vorgang zweimal wiederholen, um alle Ölreste auszuwaschen.

2. Schnelle Spülung während des Waschens

So schnell und einfach funktioniert die Spülung mit Kokosöl:

  1. Wasche dein Haar mit Shampoo.
  2. Arbeite eine haselnussgroße Menge Kokosnussöl in dein Haar ein und verteile diese gut − bis in die Spitzen.
  3. Lass die Spülung drei bis vier Minuten einwirken.
  4. Wasche sie gründlich mit lauwarmem Wasser aus.

3. Leave-in-Haarkur: Kokosöl nach dem Waschen der Haare anwenden

Die Leave-in-Kur ist super unkompliziert, weil sie im Haar bleibt und nicht ausgewaschen werden muss. Wichtig ist, dass du nicht zu viel Öl verwendest, sonst sieht das Haar schnell fettig aus. So klappt’s:

  1. Wasche, trockne und style dein Haar wie immer.
  2. Verreibe eine kleine Portion Kokosöl in deinen Händen.
  3. Ziehe die nun flüssige Haarpflege durch deine Spitzen und spare den Ansatz aus, fertig.

Für die beste Anwendung und Pflege mit Kokosöl ist es im ersten Schritt wichtig, seinen Haartyp zu bestimmen.

Haartypen und Kokosöl:

  • Trockenes Haar: Gerade trockenes Haar profitiert von der Pflege mit Kokosöl. Durch die gesättigten Fettsäuren wird das Haar nicht nur mit Feuchtigkeit versorgt, sondern das Fett legt sich wie ein Schutzfilm über die Haare.
  • Fettiges Haar: Bei fettigem Haar ist von Kokosöl - jedenfalls in größeren Mengen - abzuraten, denn es kann die Haare noch fettiger erscheinen lassen.
  • Dünnes Haar: Feines Haar kann durch zu viel Kokosöl schnell strähnig wirken.
  • Dickes Haar: Vor allem fülliges Haar benötigt viel Feuchtigkeitspflege - da ist Kokosöl genau richtig.
  • Strapaziertes Haar: Der Kokosöl-Fettfilm wirkt wie ein Schutzschild. Zusätzlich schützt das enthaltene Vitamin E vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es stärkt die Haarstruktur und regt das Wachstum an.

Häufigkeit und Einwirkzeit

Wie oft sollte man Kokosöl in die Haare machen? Es kommt ein wenig darauf an, für welches Kokosöl-Treatment du dich entscheidest, zu welchem Haartyp du gehörst und welche Haarpflege-Routine du hast. Bei den meisten Haartypen reicht eine Anwendung einmal pro Woche aus. Achte am besten auf die Reaktion deiner Haare und passe entsprechend die Häufigkeit an.

Laut Haarexperte Dejan reichen bereits zehn Minuten, um die Wirkung von Kokosöl in den Haaren zu entfalten. Um das Haar noch intensiver zu pflegen, kann das Kokosöl als Haarkur aber auch zwei, drei Stunden einwirken - wobei du darauf achten solltest, dass der Kopf warm gehalten wird, damit das Öl nicht zu stark aushärtet. So kann eventuellem Haarbruch vorgebeugt werden - auch ein Grund, warum Experte Dejan von einer Kokosöl-Haarmaske über Nacht abrät.

Worauf man bei der Anwendung achten sollte

Es ist nicht jedes Kokosnussöl für die Haarpflege geeignet. Es werden viele Öle angeboten, die industriell verarbeitet wurden und nicht mehr so reich an essentiellen Aminosäuren und Nährstoffen sind. Daher solltest du unbedingt auf hochwertiges natives Bio-Kokosöl setzen, das …

  • kaltgepresst
  • ungebleicht
  • und nicht raffiniert ist.

Oftmals sind solche Bio-Kokosöle auch in der Drogerie zu finden.

Wann man die Anwendung von Kokosöl in den Haaren besser lassen sollte

Immer wieder taucht die Frage „Warum trocknet Kokosöl mein Haar aus?“ auf. Tatsächlich ist Kokosöl für viele, aber eben nicht alle Haartypen geeignet. Sind die Haare sehr porös - sei es durch Überbeanspruchung oder von nur Natur aus - kann das Öl den Feuchtigkeitshaushalt stören.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Kokosöl

Neben den zahlreichen Anwendungsgebieten in der Küche und im Beautybereich lässt sich von der positiven Wirkung des Kokosöls in vielen weiteren alltäglichen Lebensbereichen profitieren. Dabei können wir sogar noch eine Menge Geld sparen, denn selbst das edelste Bio-Kokosöl ist immernoch günstiger als die meisten teuren Produkte aus der Parfümerie.

Es ist immer wieder faszinierend welche beeindruckenden Möglichkeiten in nur einem einzigen Produkt stecken können, kein Wunder, dass der Hype um Kokosöl zurzeit gar kein Ende mehr findet.

  • Wird eine dünne Schicht Kokosöl in die Gesichtshaut einmassiert unterstützt das Öl die Haut dabei, ihr natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.
  • Zum Abschminken nimmt man eine in etwa haselnussgroße Menge Kokosöl, lässt diese zwischen den Fingern zerschmelzen und verreibt sie wie ein herkömmliches Waschgel auf dem gesamten Gesicht.
  • Mit Kokosöl kann man rauen und ausgetrockneten Lippen effektiv entgegenwirken. Füllt man es in einem kleinen Tiegel ab, kann man es jederzeit als Lipbutter verwenden.
  • Die im Kokosöl enthaltenen Säuren wirken durch ihre keimtötenden und entzündungshemmenden Eigenschaften gegen Mundgeruch, Kariesbildung und Zahnfleischentzündungen. Besonders effektiv ist das “Ölziehen”, für das eine ca. 1 Esslöffel große Menge Kokosnussöl in den Mund genommen wird und einige Minuten durch die Zähne gezogen wird. Anschließend wird der Mund gründlich ausgespült.
  • Kokosöl enthält einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 4 und kann somit vor allem in der Übergangszeit als leichter Sonnenschutz oder auf vorgebräunter Haut als Sonnenöl angewendet werden.
  • Als Badezusatz im Fußbad oder als entspannende Fußmassage vor dem Schlafengehen verleiht das Kokosöl den Füßen ein samtweiches Gefühl.
  • Mit dem Kokosöl sanft die unlackierten Nägel und Nagelhaut massieren.
  • Kokosöl kann trockenem und sprödem Haar neuen Glanz schenken und kaputten Spitzen entgegenwirken. Dazu sollte wöchentlich vor dem Schlafengehen eine je nach Haardichte und -länge 1-2 Esslöffel große Menge Kokosnussöl vorsichtig geschmolzen und sanft in Kopfhaut, Längen und Spitzen einmassiert werden. Danach werden die Haare in ein Handtuch eingewickelt damit das Öl in jedem Fall für mehrere Stunden, am besten sogar über Nacht, einwirken kann.
  • Mithilfe von Kokosöl wird Leder wieder glänzend und geschmeidig. Dazu einen Klecks Öl auf ein weiches Tuch geben und mit diesem gleichmäßig das Leder einreiben.
  • Der Geruch von Kokosöl wirkt abstoßend auf Zecken.
  • Dadurch, dass Kokosöl besonders zügig in die Blutbahn aufgenommen werden kann, wird es schnell in Energie umgewandelt und stellt somit ein optimales Nahrungsergänzungsmittel für Sportler dar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kokosöl seinem Ruf als Allroundtalent in jedem Fall gerecht wird. Neben den zahlreichen Anwendungsgebieten in der Küche und im Beautybereich lässt sich von der positiven Wirkung des Kokosöls in vielen weiteren alltäglichen Lebensbereichen profitieren. Dabei können wir sogar noch eine Menge Geld sparen, denn selbst das edelste Bio-Kokosöl ist immernoch günstiger als die meisten teuren Produkte aus der Parfümerie.

tags: #bio #kokosöl #haare #anwendung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen