Im Alltag muss es zwar nicht unbedingt täglich ein aufwändiges Styling sein. Aber so manche Frisur sitzt ohne Gel oder Festiger einfach nicht richtig. Das Problem an herkömmlichen Stylingprodukten ist jedoch, dass sie meist chemische Zusätze enthalten, die sich auf der Kopfhaut und in den Haaren ablagern. Außerdem sind die Produkte mitunter ganz schön teuer.
Easy DIY: Haargel ist vor allem für viele Kurzhaarfrisuren ein unverzichtbares Stylingmittel, doch auch bei längerem Haar kann es helfen, störrische Haare im Zaum zu halten oder einen sexy Wetlook zu kreieren. Natürlich ist Haargel aus der Drogerie meist nicht teuer, doch was genau in den industriellen Gelen drin ist, kann man nicht immer nachvollziehen. Ein selbstgemachtes Haargel hingegen trocknet deine Haare nicht aus und ist zudem noch super günstig.
Leinsamengel ist eine natürliche und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Haar-Styling-Produkten. Leinsamen bereichern durch ihren Nährstoffreichtum nicht nur deinen Speiseplan, sondern eignen sich auch für ein pflegendes Haargel. Da die kleinen Samen reich an Schleimstoffen sind, quellen sie in Wasser schnell auf.
Leinsamengel ist frei von ökologisch und gesundheitlich bedenklichen Zusatzstoffen, wie sie Stiftung Warentest oft kritisiert. Da das Gel sehr feuchtigkeitsspendend und frei von Zusatzstoffen ist, eignet es sich auch für beanspruchtes und feines Haar. Das natürliche Gel hält zudem besonders lockige Haare in Form.
Mittlerweile haben die meisten ja mitbekommen, dass ich gerne mit natürlichen Zutaten in meinen Haaren spiele und da viel Freude am herumprobieren habe. Deshalb kam mir direkt der Gedanke, dass die guten Eigenschaften von Leinsamen auch hervorragend in meine Haarpflege passen würden. Vor Allem viel Feuchtigkeit für die Haare!
Leinsamen-Gel verfügt zudem über eine außerordentliche Eigenschaft: Es hält die Haare in Form. Im Netz fand ich dann noch zahlreiche Erfahrungsberichte von Menschen mit starken Locken, die diese mit Leinsamen-Gel nicht nur pflegen sondern auch formen und stylen. Das finde ich ganz schön faszinierend. Leinsamen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel das Haarwachstum anregen sollen, weshalb wir uns das Gel auch gerne auf die Kopfhaut geben können.
Leinsamengel ist eines meiner Lieblingsgele für Haare. Vor allem musst du dir keine Gedanken machen, wo du es kaufen kannst. Du kann das Leinsamengel ganz einfach selber herstellen. Die Basis sind Leinsamen und Wasser. Leinsamen findest du überall in Deutschland - Supermarkt, Drogerie und natürlich online. Leinsamen wird vor allem in der Küche eingesetzt. Leinsamen enthalten Schleimstoffe, welche in Verbindung mit Wasser aufquellen. Diese Stoffe bewirken, dass wir aus Leinsamen ein Gel für unsere Haare herstellen können. Zudem bilden die Schleimstoffe einen natürlichen Film um unsere Haare. Das hergestellte Leinsamengel ist also ein natürlicher Befeuchter (engl. Es verstärkt die Sprungkraft deiner Locken und Wellen und bringt sie zum Glänzen. Das Leinsamengel eignet sich hervorragend als Haargel für Locken. Besonders für feines und/oder gering poröses Haar. Es ist sehr schwer, Leinsamengel überzudosieren.
Leinsamen-Gel kannst du in nur wenigen Minuten einfach selbst herstellen. Hier ist ein einfaches Rezept:
Du kannst die Mengenangaben variieren und anpassen; wichtig ist jedoch, dass das Verhältnis von Leinsamen und Wasser 1:4 ist. Das pflanzliche Glycerin ist für die Feuchtigkeitsbindung da, Sheabutter, das ätherische Öl bzw. das Duftwasser für den Geruch. Hier kannst du nach deinem persönlichen Geschmack gehen.
Lass das Gel unter Rühren für ca. Wenn die Mischung anfängt einzudicken, nimmst du sie vom Herd und gießt sie durch das Sieb in eine Schüssel. Das Gel sollte nun ungefähr die Konsistenz von Eiweiß haben. Im Kühlschrank hält sich das Leinsamengel ca. ein bis zwei Wochen. Das Gel ist recht geruchsneutral. Für einen angenehmen Duft kannst du einige Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. Tipp: Greif am besten auf Leinsamen in Bio-Qualität zurück.
Nach der Haarwäsche kannst du das Leinsamengel im feuchten Haar verteilen. Wie viel du verwendest, hängt von der Struktur und Länge deiner Haare ab. Besonders am Anfang kann sich die Konsistenz des Leinsamengels noch etwas ungewohnt anfühlen. Wenn du recht viel Gel verwendet hast und dein Haar sehr lockig ist, kann sich das Gel beim Trocknen verhärten.
Das natürliche Haargel versorgt dein Haar dank der Samen mit jeder Menge Feuchtigkeit und macht dein Haar weich und griffig.
Leinsamengel Schritt für Schritt Anwendung:
Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften kannst du Leinsamengel auch als Gesichtsmaske verwenden. Wenn du unter Magen-Darm-Beschwerden leidest, kannst du circa 150 bis 200 Milliliter des Gels über den Tag verteilt trinken. Die heilende Wirkung der Schleimstoffe in den Samen hilft dabei, die Verdauung sowohl bei Durchfall, Reizdarm als auch Verstopfung zu regulieren.
In der Küche kannst du das Leinsamengel als veganen Eiweiß-Ersatz verwenden (z.B. für die Herstellung von Baiser-Masse). Achte darauf, dass das Gel gut gekühlt ist. Du kannst es vorher einige Minuten ins Tiefkühlfach stellen, bis sich kleine Eiskristalle bilden.
Ein bewährtes Produkt fürs Styling der Haare ist Bier. Nach der Haarwäsche kann einfach etwas Bier in die leicht feuchten Haare einmassiert werden. Anschließend die Frisur wie gewünscht in Formen bringen. Der Biergeruch verschwindet nach kurzer Zeit.
Ein weiterer Klassiker, der sogar auffälligen Punk-Frisuren festen Halt verleiht, ist Zuckerwasser. Dazu einen Teelöffel Zucker in 250 Millilitern warmem Wasser auflösen, die Mischung in eine Sprühflasche füllen und auf die Haare auftragen.
Zusätzlich sollten ein Topf und eine Schüssel für ein Wasserbad, ein Löffel zum Umrühren und ein leerer, sauberer Tiegel griffbereit sein. Die Sheabutter dient als Träger und pflegt das Haar gleichzeitig. Das Wachs ist dafür zuständig, der Frisur die gewünschte Form zu geben. Wer keine tierischen Produkte verwenden will, kann das Bienenwachs durch Rosenwachs oder Carnaubawachs ersetzen. Vom Carnaubawachs genügt die Hälfte. Eine Alternative zur Sheabutter wiederum kann Kokosöl sein.
Ist die Mischung flüssig, für einen Test der Konsistenz ein paar Tropfen auf einen kalten Teller geben und abkühlen lassen. Die fertige Mischung dann in einen Tiegel umfüllen und abkühlen lassen. Während das Haarwachs abkühlt, können ein paar Tropfen eines ätherischen Öls hinzugefügt werden. Für die Anwendung wenig Wachs in die Hand nehmen und die Hände aneinander reiben, um es zu erwärmen. Anschließend im Haar verteilen und die Frisur in Form bringen. Ratsam ist, nur eine kleine Menge zu verwenden und bei Bedarf nachzulegen.
Da dein selbstgemachtes Bio-Haargel keine Konservierungsstoffe enthält, solltest du es - wie die meisten selbstgemachten Naturkosmetika - im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei bis drei Wochen aufbrauchen.
Das Gel sollte sich ungefähr einen Monat im Kühlschrank halten. Riecht es säuerlich oder sieht komisch aus, ist es gekippt. Dann solltest du es nicht mehr benutzen.
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