Biotin, auch als Vitamin B7 oder Vitamin H bekannt, geistert als Wundermittel gegen Haarausfall durchs Netz. Doch wie wirksam sind Shampoos und Nahrungsergänzungsmittel mit diesem Vitamin wirklich, und kann Biotin Haarausfall tatsächlich bekämpfen? Dieser Artikel beleuchtet die wissenschaftlichen Erkenntnisse und gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin, das sowohl für den Stoffwechsel als auch für die Regulation der Genfunktion von Bedeutung ist. Bei den zahlreichen Stoffwechselprozessen im Organismus ist Biotin an der Umsetzung von Fettsäuren, Eiweißen und Kohlenhydraten beteiligt. Der Körper braucht das wasserlösliche Vitamin, um Keratin zu produzieren. Das ist ein Protein, aus dem Haare, Haut und Nägel bestehen. Biotin gilt daher auch als „Schönheitsvitamin“. Biotin ist in zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse im Körper eingebunden, etwa in die Bereitstellung von Energie aus Kohlenhydraten und die Reparatur von DNA-Schäden. Darüber hinaus trägt Biotin auch zu einer normalen psychischen Funktion bei.
Der Bestandteil der Haare ist Horn, dessen Hauptbestandteil wiederum Keratin ist. Um Keratin in der Haarwurzel bilden zu können, benötigt der Körper Biotin. Eine ausreichende Aufnahme an Biotin ist daher für ein gesundes Haarwachstum und die Erneuerung der Haare wichtig.
Da Biotin zu den Vitaminen gehört, kann auch hier ein Vitaminmangel auftreten. Dieser ist jedoch selten. Im Falle eines Biotin-Mangels kann es zu Haarausfall und einem vermindertem Haarwachstum kommen.
Ein Biotinmangel ist aus den obigen Gründen selten. Verschiedene Faktoren können aber dazu führen, dass unser Körper nicht ausreichend mit dem Vitamin versorgt wird. Dazu zählen:
Fehlt es dem Körper an Biotin, zeigt sich das zunächst oft an der Haut. Schuppiger, roter Ausschlag an Augen, Nase und Mund, aber auch Hautinfektionen und Bindehautentzündungen sind möglich. Betroffene können zudem über körperliche Schwäche sowie Übelkeit klagen. Und: Besteht ein Mangel an Biotin, kann das tatsächlich auch die Haargesundheit beeinträchtigen oder Haarausfall begünstigen. Besteht der Verdacht auf einen Biotinmangel, können Ärztinnen und Ärzte ihm über Urin- und Blutuntersuchungen auf die Spur kommen.
Inwieweit Biotin bei Haarausfall einen positiven Effekt erzielen kann, ist aufgrund der heutigen Studienlage nicht eindeutig. Die Studienübersicht zeigt, dass zwei von drei Studien keine eindeutigen Ergebnisse über die Wirksamkeit von Biotin aufweisen können. Nach heutigem Stand kommen unterschiedliche Veröffentlichungen von Wissenschaftlern zu dem Ergebnis, dass Biotin keinen nachweislich positiven Effekt auf das Haarwachstum hat. Auch konnte nicht festgestellt werden, ob Biotin Haarausfall verhindern kann.
Biotinmangel kann zu Haarausfall führen. Aber bedeutet eine Extradosis Biotin umgekehrt automatisch, dass lichter werdende Haare ein Ende haben? So einfach ist es leider nicht. Ein Blick auf die Studienlage zeigt: Bislang gibt es keine Hinweise dafür, dass Präparate mit Biotin das Haarwachstum fördern, wenn kein Biotinmangel vorliegt. Anders bei einem bestehenden Biotinmangel, etwa aufgrund von genetischen Besonderheiten oder der Einnahme bestimmter Medikamente: Dann kann eine zusätzliche Zufuhr von Biotin dem Haarverlust entgegenwirken.
Wichtig: Haarausfall kann zahlreiche Ursachen haben. Dazu zählen Faktoren wie Eisenmangel, Stress, schwere Infektionen und eine Schilddrüsenerkrankung. Sollten Sie übermäßigen Haarverlust bemerken, ist ein Arztbesuch ratsam, um der Ursache auf den Grund zu gehen.
Viele Werbungen versprechen kräftige und schöne Haare durch die Anwendung biotonhaltiger Shampoos. Dennoch konnten bisher keine wissenschaftlich nachgewiesenen Effekte durch solche Biotin-Shampoos erzielt werden. Da Biotin in Shampoos wasserlöslich ist, kann die Substanz zudem kaum in die Hornschicht der Haare eindringen.
Sofern Sie sich gesund und ausgewogen ernähren, kann Biotin beziehungsweise Vitamin B7 in einer ausreichenden Menge über die Nahrung aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen 40 Mikrogramm Biotin täglich. Da viele Lebensmittel Biotin enthalten, ist bei gesunden Menschen eine zusätzliche Biotin-Supplementierung nicht notwendig.
40 Mikrogramm: So viel Biotin sollten Erwachsene laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich zu sich nehmen. Ernähren sich Personen ausgewogen, erfüllen sie dieses Soll problemlos, denn Biotin ist in sehr vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Zu den Lebensmitteln mit besonders hohem Biotingehalt gehören Innereien, Fisch, Fleisch, Samen, Nüsse, bestimmte Gemüsesorten (wie Spinat, grüne Bohnen, Erbsen, Pilze, Süßkartoffeln) und gegarte Eier (insbesondere das Eigelb). Getreide (etwa Reis und Hafer) sowie Milch und Milchprodukte tragen ebenfalls zu einer guten Versorgung mit Biotin bei.
Gut zu wissen: In rohem Eiklar (dem durchsichtigen, gallertartigen Teil des Eis) findet sich das Eiweiß Avidin, das Biotin bindet. Das führt dazu, dass das Vitamin nicht vom Körper aufgenommen werden kann. Aber keine Sorge. Beim Erhitzen eines Eis wird das Avidin unschädlich gemacht, dadurch kann der Körper das Biotin problemlos aufnehmen. Für einen gesunden Biotinspiegel kann der regelmäßige Verzehr von rohem Eiweiß hinderlich sein.
Sollten Sie an einem nachgewiesenen Biotin-Mangel oder genetischem Defekt im Biotinstoffwechsel leiden, kann nach ärztlicher Absprache ein Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert sein. Aber auch Menschen ohne einen Mangel greifen aufgrund von Bewerbungen auf Präparate für Haut, Haare und Nägel zurück. Möchten Sie Vitamin B7 ohne einen bestehenden Mangel supplementieren, wird die Einnahme jedoch vermutlich keinen Effekt haben.
Sollten Sie an an keinem Biotin-Mangel leiden, kann eine zusätzliche Zufuhr an Biotin durch Nahrungsergänzungsmittel einen Haarausfall weder verlangsamen noch verhindern. Auch kann der Haarwuchs nicht gefördert werden.
Normalerweise ist es unproblematisch, größere Mengen Biotin durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Selten kommt es zu einer Magenverstimmung. Als wasserlösliches Vitamin wird überschüssiges Biotin vom Körper über den Urin ausgeschieden. Daher hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auch keine Höchstmenge für Biotin in Nahrungsergänzungsmitteln festgelegt. Anzeichen dafür, dass Biotin krebserregend sein könnte, gibt es keine.
Doch Vorsicht: Eine übermäßige Zufuhr von Biotin ist trotzdem nicht immer unproblematisch, da ein sehr hoher Biotinspiegel im Blut bestimmte Labortests beeinflussen kann. Besonders bei Untersuchungen der Schilddrüsen- und Sexualhormone könnten ungenaue Ergebnisse und womöglich falsche Diagnosen die Folge sein. Expertinnen und Experten raten daher von übermäßigen Tagesdosen ab. Nehmen Sie Biotinpräparate ein und steht eine Laboruntersuchung bevor? Dann sollten Sie Ihr Behandlungsteam vorab darüber informieren.
Info: Sofern Sie Biotin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, ist es wichtig, dies Ihrem Arzt vor Blutabnahmen mitzuteilen. Grund: Zugeführtes Biotin kann bestimmte Laborparameter verfälschen.
Durch die Einnahme von Biotin werden Labortests verfälscht. Dadurch kann es sowohl zu falsch positiven als auch zu falsch negativen Ergebnissen kommen. Davon sind insbesondere Untersuchungen der Schilddrüsenhormone, der Sexualhormone und Herz-Kreislauf-Marker wie Troponin (bei Herzinfarkten) betroffen. Falls Sie ein biotinhaltiges Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, sollten Sie dies bei der Blutabnahme unbedingt angeben.
Das BfR empfiehlt Herstellern, auf biotinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln einen Hinweis anzubringen, dass das Laborpersonal vor dem Labortest über die Biotineinnahme informiert werden muss. Da Biotin hauptsächlich über den Urin ausgeschieden wird, kann es bei Menschen mit Nierenproblemen zu höheren Biotin-Konzentrationen im Blut kommen. Dies erhöht das Risiko von Wechselwirkungen.
Das BfR weist darauf hin, dass bei einer Hochdosis-Biotin-Therapie besondere Vorsicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Neugeborenen, Kindern und Schwangeren geboten ist. Nahrungsergänzungsmittel enthalten zurzeit Tagesdosen, die mitunter weit über 150 µg Biotin liegen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfahl 2019, die Produktinformationen von Arzneimitteln mit ≥ 150 µg Biotin um Hinweise zu Wechselwirkungen und Warnhinweise zu ergänzen.
Um die Haargesundheit Ihrer Haare nachhaltig zu verbessern, können Sie alternativ auf andere Pflegeprodukte zurückgreifen, wie z.B.
Für Menschen mit genetisch bedingtem Haarausfall und dem Wunsch nach vollem Haar eignet sich eine Haartransplantation besonders. Bei der professionellen Haartransplantation werden Haare an den betroffenen Stellen auf der Kopfhaut eingepflanzt. Es gibt verschiedene Methoden der Haartransplantation. Die am häufigsten praktizierten Verfahren sind jedoch FUT (Follicular Unit Transplantation) und FUE (Follicular Unit Extraction) / DHI Haartransplantation. Beide Behandlungen haben die Entnahme, Lagerung und Einsetzung der Haarfollikel gemeinsam. Der Unterschied liegt in der Gewinnung und Entnahmetechnik der Haarfollikel. Wenn wenig Haar transplantiert werden muss, ist die FUE-Methode sinnvoll. Bei der FUT-Methode hingegen muss der Spenderbereich nicht rasiert werden.
Die Einnahme des rezeptfreien Medikaments Minoxidil erweitert die Blutgefäße und sorgt für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut. Nach Angaben der Mayo Klinik wirkt das Medikament bei etwa Zweidrittel der Probandinnen, wenn es täglich auf die Kopfhaut aufgetragen wurde. Kopfhautreizungen und Akne im Anwendungsbereich gehören zu häufigen Nebenwirkungen.
Das verschreibungspflichtige Finasterid, z. B. Propecia, ist ein sehr wirksames Medikament und verhindert die Bildung des für die Haarwurzel schädliche Hormon DHT. Auf diese Weise kann Haarausfall verlangsamt und gleichzeitig neues Haarwachstum gefördert werden. Bei Probanden unter 60 Jahren wirkt das Medikament, laut der Mayo Klinik, am effizientesten. Ist der Haarausfall jedoch bereits weit fortgeschritten, kann die Einnahme von Finasterid keine große Wirkung erzielen, da das Medikament hauptsächlich den Haarausfall stoppt.
Stiftung Warentest hat für stern.de die freiverkäuflichen Präparate unter die Lupe genommen und bewertet. Am ehesten helfen noch Produkte mit Minoxidil. Der Wirkmechanismus von Minoxidil bei Haarausfall ist nicht genau bekannt. Möglicherweise wird die Haarwurzel besser durchblutet. Frauen sprechen nach diesen Ergebnissen besser auf den Wirkstoff an, bei ihnen genügen schon geringere Mengen an Minoxidil. Minoxidil kann den Haarausfall verlangsamen, sodass sich eine Glatze nur verzögert ausbildet und regt zudem den Haarwuchs wieder an. Ein kosmetisch akzeptables Ergebnis findet sich allerdings nur bei etwa 10 bis 20 von 100 Behandelten. Wird das Mittel weggelassen, setzt der Haarausfall unvermindert wieder ein.
Bei BIO-H-TIN handelt es sich um ein Mittel, das gegen erblich bedingten Haarausfall eingesetzt wird. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen leiden an erblich bedingtem Haarausfall. Denn schönes, volles Haar gehört für viele Menschen dazu, um sich wirklich attraktiv zu fühlen. Viele Betroffene probieren deshalb unterschiedliche Präparate aus, um dem Haarverlust entgegenzuwirken. Das Mittel wird äußerlich als Spray aufgetragen und erreicht so die Haarfollikel zuverlässig. Dort angelangt, sorgt BIO-H-TIN Minoxidil® für eine Stimulierung des Haarwachstums - und kann so übermäßigen Haarausfall verhindern. Der Haarfollikel wird ausgedehnt, während gleichzeitig die Wachstumszeit des Haars verlängert wird. Das Ergebnis? Weniger Haarausfall und mehr Haarwachstum. Das zumindest verspricht der Hersteller auf seiner Webseite.
Wenn durch Stress oder hormonelle Umstellungen die Haare kraftlos werden, gibt es einen tollen Helfer: BIO-H-TIN Hair Essentials sorgt mit einer ausgewogenen Nährstoffkombination für kräftige und schöne Haare von innen! BIO-H-TIN Hair Essentials versorgt mit einer ausgewogenen Nährstoffkombination die Haarwurzel mit Mikronährstoffen und Spurenelementen, unterstützt das Haarwachstum von innen heraus und stärkt das Haar in jeder Lebensphase.
Das Besondere an BIO-H-TIN Hair Essentials: Es packt das Problem im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel! Denn es liefert essenzielle Mikronährstoffe und wichtige Spurenelemente direkt dorthin, wo sie entscheidend für kräftiges und schönes Haar sind - die Haarwurzel. Die ausgewogene Nährstoffkombination mit Biotin, Zink und Selen fördert das gesunde Haarwachstum von innen heraus und stärkt das Haar in jeder Lebensphase. Für gesunde, kräftige und schöne Haare.
Wichtig zu wissen: Die in BIO- H-TIN Hair Essentials enthaltenen Mikronährstoffe und Spurenelemente benötigen Zeit, um ihre Wirkung im Körper nachhaltig zu entfalten, da sich diese immer nur auf nachwachsende Haare auswirken. Deshalb ist eine durchgängige Kur von mindestens drei Monaten empfehlenswert!
Noch ein kleiner Tipp: Wer den Effekt verstärken möchte, kann die BIO-H-TIN Hair Essentials Kapseln auch mit anderen Produkten aus dem umfangreichen BIO-H-TIN Behandlungs-System für gesunde Haare ergänzen!
Schöne und gesunde Haare zählen für viele Personen zu einem wichtigen Schönheitsmerkmal. Haar-Vitamine können eine unterstützende Rolle bei der Förderung des Haarwachstums und der Verbesserung der Haargesundheit spielen.
Hier eine Übersicht von Haar-Vitaminen im Vergleich:
| Produktmodell | Preis ca. | Biotin | Positiv | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Haar Vitamine von Vihado | ca. 23 € | 250 μg pro Kapsel | Voller wichtiger Nährstoffe | Gleich lieferbar |
| Haar-Vitamine von BIO-H-TIN | ca. 33 € | 50 μg pro Kapsel | Starker Selengehalt | Gleich lieferbar |
| Haar-Vitamine von SUPLINT | ca. 19 € | 5.000 μg pro Kapsel | Viele Nährstoffe enthalten | Gleich lieferbar |
| Haar Vitamine von Donivital | ca. 26 € | 2.500 μg pro Kapsel | Reich an Biotin | Gleich lieferbar |
| Hair Power von NaroVital | ca. 25 € | 2.500 μg pro Kapsel | Reich an Biotin | Gleich lieferbar |
Großes Augenmerk haben wir auf die Kategorien Menge, Biotin, Selen und Ohne Magnesiumsalze gelegt.
Fazit: Auch wenn Biotin die Eigenschaft nachgesagt wird, dass es Haarausfall bekämpfen kann, können zusätzliche Biotin-Nahrungsergänzungsmittel und -Shampoos Ihren Haarwachstum nicht nachweislich fördern. Fakt ist dennoch, dass der menschliche Körper - beziehungsweise die Haare - Biotin zur Bildung von Keratin benötigt. Da unsere Nahrung von Natur aus bereits ausreichend Biotin enthält, ist die zusätzliche Aufnahme bei Menschen ohne Biotin-Mangel über Präparate nicht notwendig.
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