Bettwanzen sind kleine Parasiten, die sich von menschlichem Blut ernähren. Ihre Bisse jucken und können leicht mit Insektenstichen oder Flohbissen verwechselt werden. Bettwanzen stören zwar, sie sind aber ungefährlich und übertragen keine Krankheiten. Bettwanzen werden in Deutschland immer häufiger, wobei es jedoch wegen mangelnder Meldepflicht keine offiziellen Zahlen dazu gibt.
Dieser Artikel soll Ihnen helfen, Bettwanzen zu erkennen, ihre Bisse zu identifizieren und zu verstehen, wie Sie einen Befall in Ihrem Zuhause behandeln können. Zudem geben wir Ihnen Tipps zur Vorbeugung und wann es ratsam ist, professionelle Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen.
Eine Bettwanze unter dem Mikroskop.
Bettwanzen sind ovale, flache Parasiten und nur fünf Millimeter groß. Sie mögen es dunkel: Tagsüber sitzen die bräunlichen Insekten in dunklen Verstecken, zum Beispiel in Matratzen und Bettwäsche oder Ritzen und Spalten. Das macht es schwierig, sie zu entdecken. Nachts krabbeln Bettwanzen auf schlafende Menschen und ernähren sich von deren Blut. Die Bisse jucken manchmal und können sich entzünden. Bettwanzen übertragen aber keine Krankheiten.
Vom Ei bis zum erwachsenen Insekt durchlaufen Bettwanzen sechs Entwicklungsstadien. Dafür benötigen sie alle 3 bis 5 Tage eine Blutmahlzeit.
Bettwanzen kommen weltweit vor. Durch Reisen und Handel können sich die Parasiten ausbreiten. In Australien und den USA konnten sich Bettwanzen besonders stark ausbreiten. Außerdem sind sie gegen viele chemische Mittel (Insektizide) unempfindlich, sodass diese nicht mehr wirken.
Wer morgens mit rötlichen Hautflecken auf den Armen, Beinen oder im Gesicht aufwacht, denkt vermutlich zunächst an Mückenstiche oder Flohbisse. Es könnten aber auch Bettwanzen gewesen sein: Die kleinen Parasiten ernähren sich nachts von menschlichem Blut. Tagsüber verstecken sie sich.
Nach dem Aufwachen fallen zunächst rote Punkte an Armen, Beinen und im Gesicht auf. Das sind Bissstellen der Bettwanzen. Oft finden sich mehrere Bisse direkt nebeneinander. Die Bisse können jucken, müssen es aber nicht. Manchmal beginnt der Juckreiz auch erst Tage später.
Typische Anzeichen für Bettwanzenbisse:
Die Hautreaktion zeigt sich meist schon am nächsten Morgen.
Wichtig zu wissen: Die Bisse von Flöhen, Milben oder Mücken können mit denen von Bettwanzen verwechselt werden. Andere Gründe für Juckreiz und rote Flecken auf der Haut können Allergien, Ekzeme, Windpocken oder bakterielle Infektionen wie Borkenflechte (Impetigo contagiosa) sein.
Typische Anordnung von Bettwanzenbissen auf der Haut.
Bettwanzen leben versteckt in Ritzen am Bett, in der Kommode oder hinter der Tapete (Spitzname: Tapetenflunder). Bettwanzen verstecken sich tagsüber bevorzugt in der Nähe des Bettes, weshalb die Suche am besten im Schlafzimmer beginnt. Beliebt sind Spalten im Bettgestell oder der Matratze. Auf Bettwanzen deuten außerdem kleine Blutflecken auf dem Bettlaken hin. Haben sich die Bettwanzen schon stark vermehrt, kann es auch muffig-süß riechen. Der Geruch verstärkt sich häufig durch Klopfen auf die Matratze.
Weitere Anzeichen für einen Bettwanzenbefall:
Bettwanzen zu finden, ist schwer - vor allem, wenn es noch wenige sind. Wanzenfallen sollen die Insekten mit Duftstoffen anlocken. Ob sie Bettwanzen zuverlässig aufspüren können, ist aber unklar. Am besten wendet man sich an Fachleute für Schädlingsbekämpfung.
Wer eine mutmaßliche Bettwanze findet, kann sie einfangen und ebenfalls von Fachleuten untersuchen lassen.
Eine Behandlung der Bettwanzenbisse und Quaddeln ist oft nicht nötig. Diese verschwinden meist nach etwa einer Woche. Haben die Bettwanzen wiederholt gebissen, können die Bissstellen stärker jucken. Dann lindern rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Mittel wie Kortisonsalben den Juckreiz.
Was Sie selbst tun können:
Sind Bettwanzen einmal in der Wohnung, ist es aufwendig und langwierig, sie wieder loszuwerden. Fachleute für Schädlingsbekämpfung helfen dabei.
Die Bekämpfung der Wanzen dauert oft Wochen, häufig müssen die unten genannten Prozeduren wiederholt werden:
Außerdem können die Wohnung und Möbel mit Insektiziden behandelt werden. Dies sollte jedoch unbedingt einem Fachbetrieb überlassen werden, denn eine sachgemäße Durchführung schützt vor Gesundheitsschäden wie einer Vergiftung. Nach 4 bis 20 Tagen sollte die Behandlung wiederholt werden, um wirklich alle Bettwanzen zu erwischen.
Auch eine Behandlung mit Hitze ist möglich. Dabei werden die befallenen Räume von Fachleuten abgedichtet und Heizgeräte aufgebaut, um die Räume für mindestens 48 Stunden auf über 50 Grad zu erhitzen.
Bettwanzen verbreiten sich mit dem Transport von Gegenständen: Versteckt im Gepäck oder in Spalten von Möbeln und Waren reisen sie mit - in der Regel unbemerkt. Oft fängt man sich Bettwanzen auf Reisen ein. In Unterkünften, in denen viele Menschen übernachten, ist das Risiko besonders hoch, ihnen zu begegnen. Bettwanzen kommen aber auch in Zügen, Bussen und Flugzeugen vor.
Vorbeugende Maßnahmen:
Weitere Tipps:
Um neue Wanzenbisse zu vermeiden und die Bettwanzen loszuwerden, empfiehlt das Umweltbundesamt (UBA), sich bei einer Firma für Schädlingsbekämpfung Hilfe zu holen. Vor allem, wenn sich die Bettwanzen schon stark vermehrt haben, kann es nötig sein, die Wohnung komplett auf den Kopf zu stellen: Möbel von der Wand abzurücken, auseinanderzubauen oder Ritzen im Dielenboden zu verschließen. Häufig braucht es dann nicht nur professionelle Hilfe, sondern auch Durchhaltevermögen.
Wir bieten Ihnen für Ihr Gewerbe kompetente individuelle Beratung vor Ort durch IHK ausgebildete Schädlingsbekämpfer. Schnelle, direkte Hilfe vor Ort für Privathaushalte, Behörden, Gewerbetreibende aller Branchen und die Stadt Haar.
Es gibt Hinweise darauf, dass dichte Körperbehaarung einen gewissen Schutz vor Bettwanzenbissen bieten kann. Forscher haben herausgefunden, dass stark behaarte Männer seltener gebissen wurden. Die Nerven an den Haarwurzeln warnen uns und geben uns die Möglichkeiten, die Körperstelle zu schützen. Zudem lieben Bettwanzen Körperschweiß, an den sie bei einer dichten Behaarung schlechter gelangen.
Allerdings bringt dichtes Körperhaar auch Nachteile mit sich, denn in den Haaren können sich Parasiten auch besser verstecken.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Erkennung | Rote, juckende Flecken in Reihen; Blutflecken auf dem Laken; Kotspuren; muffiger Geruch |
| Behandlung von Bissen | Juckreizstillende Salben, Kortisonsalben, Antihistaminika |
| Bekämpfung | Gründliches Staubsaugen, Insektizide (durch Fachbetrieb), Hitzebehandlung, Einfrieren von Gegenständen |
| Vorbeugung | Unterkünfte prüfen, Gepäck geschlossen halten, gebrauchte Möbel beobachten, Kleidung heiß waschen |
| Professionelle Hilfe | Bei starkem Befall und zur sicheren Anwendung von Insektiziden |
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