Wer kennt es nicht: plötzlich und unerwartet beginnt die Augenbraue zu zucken. Viele Menschen erleben unvermittelt und plötzlich, dass ihre Augenbrauen unwillkürlich zucken. Meistens ist das Zucken harmlos und verschwindet wieder.
Was allgemein als Augenzucken bezeichnet wird, meint, dass das Augenlid ab und zu ganz leicht zuckt. Dabei ziehen sich bestimmte Muskeln unwillkürlich und unregelmäßig zusammen. In der Medizin heißt dieses Phänomen Faszikulation. Betroffen sind im Falle von Augenzucken die Fasern des Augenlidhebers (Musculus levator palpebrae), und/oder des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi), der sich rund um das Auge zieht.
Das Augenlid ist eines der empfindlichsten Muskeln des Körpers. Es kann sich daher schnell verkrampfen und zu einem unangenehmen Zucken führen.
Wenn man vom Augenzucken spricht, sind es eigentlich nur die Augenlider, die sich unwillkürlich bewegen. Dabei hat wahrscheinlich jeder bereits eine sogenannte Faszikulation bemerkt, bei der ohne erkennbaren Grund das Augenlid zuckt.
Normalerweise ist dieses Zucken nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Fast immer spürt die Person dann, dass es nur ein Auge betrifft, oft auch nur das obere oder das untere Augenlid. In den seltensten Fällen zieht sich die Augenmuskulatur auf beiden Seiten gemeinsam oder oben und unten gleichzeitig zusammen. Das Zucken kann nur ganz kurz auftreten, kann aber auch Tage anhalten oder wiederkehren.
Die Ursachen für das Zucken der Augenbrauen sind vielfältig. Zuckungen treten längst nicht nur an den Augenbrauen auf. Auch andere Körperstellen können davon betroffen sein. Am Auge nehmen wir ein Zucken jedoch schneller wahr. Der Grund hierfür besteht darin, dass die Haut im Gesicht viel dünner ist als an den anderen Stellen des Körpers.
Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Stress kann ebenfalls Zuckungen der Augenbraue hervorrufen. Das lange Arbeiten vor Computern und Müdigkeit können diese Zuckungen verstärken. Das Augenbrauenzucken kann auch mit Kopfschmerzen einhergehen. Über einen längeren Zeitraum kann dieser Spannungszustand Kopfschmerzen hervorrufen.
Stress und Überanstrengung können zu Muskelzuckungen führen. Die Ursache für nervöses Augenzucken sind oft Stress, Überanstrengung bei der Arbeit oder eine Erschöpfung der Augen. Das Auge ist sehr sensibel und anfällig für psychische Belastungen. Ein hohes Stresslevel kann die Augenmuskulatur strapazieren und zu einem ungewollten Zucken führen.
Wenn der Körper zu wenig Schlaf bekommt, kann die Stressresistenz darunter leiden und das Augenlid aufgrund dessen zu zucken beginnen. Wie jeder von uns weiß, schadet zu wenig Schlaf dem Körper und Nervensystem, wenn dies regelmäßig geschieht. Auch unsere Augen brauchen entsprechende Erholung. Ist dies nicht der Fall, verkrampft der Ringmuskel um die Augen und Zuckungen entstehen. Das linke oder rechte Augenlid zuckt dann innerhalb von kurzen Abständen.
Da ein Augenbrauenzucken häufig durch eine erhöhte psychische Belastung beziehungsweise Stress ausgelöst wird, empfiehlt es sich, wenn möglich die Belastung zu reduzieren oder Entspannungsmethoden wie autogenes Training anzuwenden. Teilweise wird dem Patienten auch empfohlen sich einer Psychotherapie zu unterziehen.
Wie kann man Stress abbauen?
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Ein Mangel an Magnesium kann für das Zucken der Augenbraue verantwortlich sein. Mineralstoffe wie Magnesium stabilisieren die Zelle und sorgen so dafür, dass nicht jeder Impuls an die Zelle weitergegeben wird. Liegt aber ein Magnesiummangel vor, wird die Membran durchlässiger.
Ein Mangel an Mineralstoffen, spezifisch ein Magnesiummangel kann eine weitere Ursache für das Zucken der Augenbrauen sein. Als Ursache kommen auch neurologische Ursachen in Frage. So zum Beispiel eine Nervenkompression oder eine Erkrankung des Gehirns.
Ein Vitaminmangel oder Magnesiummangel kann die Ursache für ein nerviges Augenzucken sein. Ergänzend ist wichtig, auch ausreichend Mineralstoffe zu sich zu nehmen. So hat Magnesium einen wesentlichen Einfluss auf Nerven und Muskeln. Besonders Veganer sind von einem Vitamin B12 Mangel gefährdet und so kann es passieren, dass ein Augenlid zuckt. Außerdem könnte ein Mangel an Mineralien ein zuckendes Augenlid hervorrufen. Aufgrund dessen sollte täglich ausreichend Mineralwasser zu sich genommen werden.
Ein Magnesiummangel kann sich vor allem auf die Augenlid versorgenden Nerven auswirken. Magnesium kann, genauso wie bei anderen Muskelkrämpfen, einer Muskelzuckung im Augenbereich entgegenwirken.
Wie kann man den Magnesiumhaushalt auffüllen?
Beim Muskel, der während des Augenbrauenzuckens permanent aktiv ist, handelt es sich um den Musculus orbicularis oculi. Er wird vom Facialisnerven versorgt. Kommt es im Verlauf des Nerven zu einer Einengung, wodurch es zu vermehrten Entladungen des Nerven kommen kann, können sich diese Entladungen in einem Zucken der Augenbrauen manifestieren.
Tritt das Augenbrauenzucken über einen langen Zeitraum oder immer wiederholt auf oder wird von weiteren Symptomen begleitet, sollte vom Arzt abgeklärt werden, ob es sich nicht um eine Störung des Gehirns handelt.
Multiple Sklerose (MS):
Die Multiple Sklerose stellt eine neurologische Erkrankung dar, die zu einer Zerstörung der Markscheiden von Nervenzellen führt. Je nach dem Ort der Schädigung können unterschiedliche Symptome resultieren. Ein klassisches Symptom der MS ist die Entzündung des Sehnervs. Die Entzündung kann durch Zuckungen im Bereich des Auges begleitet werden. Bei einem Zucken der Augenbrauen, das sich im weiteren Verlauf verschlechtert und von Sehstörungen begleitet wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine MS auszuschließen.
Beim Zucken einer Augenbraue kann es sich auch um eine sogenannte Tic-Störung handeln. Man unterscheidet zwischen motorischen und vokalen Tic-Störungen. Was die Ursachen einer Tic-Störung sind, ist leider noch relativ unbekannt.
Eine Tic Störung bezeichnet unwillkürliche, motorische Bewegungen oder vokale Ausdrücke. Sie können bis zu einem bestimmten Grad unterdrückt werden. Falls die Augenbrauen wiederholt in unregelmäßigen Abständen zucken, spricht dies für eine Tic Störung. In diesem Fall sollte man einen Arzt aufsuchen, damit die Diagnose gesichert werden kann.
Zuckungen der Augenbraue bzw. Zuckungen im Allgemeinen treten in der Schwangerschaft vermehrt auf. Dies liegt an dem erhöhten Verbrauch von Mineralien und Vitaminen in der Schwangerschaft. Möglicherweise kann ein Magnesiummangel vorliegen, welche für die Kontraktion von Muskelzellen eine bedeutende Rolle spielt.
Darüber hinaus stellt eine Schwangerschaft eine Belastung für den Körper dar. Sie kann sowohl Stress, als auch Müdigkeit hervorrufen. Diese Faktoren können bestehende Zuckungen verstärken. Aus diesem Grund sollte man sich in der Schwangerschaft schonen und auf eine ausgewogene Ernährung achten.
Gegen das Augenbrauenzucken kann man leider meist nicht viel tun, sondern muss abwarten, dass es wieder aufhört. In der Regel ist das sehr schnell der Fall. Wichtiger ist es, dass Sie den Ursachenkatalog durchgehen und dementsprechend Änderungen im Lebensstil vornehmen. Hier sind einige Tipps, was Sie gegen Augenzucken tun können:
Ein Augenarzt muss bei einem vereinzelt auftretenden Augenzucken nicht sofort aufgesucht werden. Das zuckende Auge verschwindet meist schnell von alleine wieder und es steckt keine ernsthafte Erkrankung dahinter. Häufig ist die Ursache für das Augenzucken offensichtlich.
Tritt das Augenbrauenzucken über einen längeren Zeitraum auf oder nimmt im Verlauf an Intensität zu, sollte es zur Sicherheit von einem Arzt zum Ausschluss einer Nervenkrankheit oder Ähnlichem abgeklärt werden. Wenn das Zucken der Augen häufig auftritt und auch nach einer Woche nicht aufhört, sollten Betroffene einen Augenarzt konsultieren. Dabei sollte die Brillenstärke auch geprüft werden.
Zeigen sich neben dem Augenzucken eine Entzündung, Rötung oder eine erhöhte Flüssigkeitsproduktion oder wenn das Auge schwer zu öffnen ist, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Im Falle von weiteren Untersuchungen empfiehlt es sich manchmal einen Neurologen hinzu zu ziehen.
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