Färben, Hitze durch Stylingtools, mechanische oder umweltbedingte Schädigungen - die eigene Haarpracht macht so einiges mit. Umso wichtiger ist die richtige Pflege. Hier finden Sie die besten Shampoos und Haarkuren im Test, um Ihr Haar optimal zu pflegen und zu schützen.
Die Häufigkeit des Haarewaschens hängt vom Haartyp und den individuellen Bedürfnissen ab. Während Menschen mit fettigem Haar möglicherweise täglich waschen müssen, reicht es bei trockenem Haar oft aus, alle drei bis vier Tage zu waschen. Um das Haar richtig zu shampoonieren, solltest du es zunächst gründlich mit Wasser befeuchten - sonst lässt sich das Shampoo nicht richtig schäumen. Eine kleine Menge Shampoo in den Händen verteilen und sanft in die Kopfhaut einmassieren. Anschließend das Shampoo gründlich (!) ausspülen, da Rückstände das Haar stumpf machen können.
Beim Kauf eines Shampoos gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, um das richtige Produkt für die individuellen Bedürfnisse auszuwählen. Zunächst ist es ratsam, auf die Haartypen-Eignung des Shampoos zu achten, da verschiedene Produkte speziell für trockenes, fettiges, coloriertes oder strapaziertes Haar entwickelt wurden. Die Auswahl eines Shampoos, das auf den eigenen Haartyp zugeschnitten ist, kann dazu beitragen, die Haare optimal zu pflegen und Probleme wie Trockenheit oder Fettigkeit zu reduzieren. Des Weiteren ist es empfehlenswert, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und gegebenenfalls auf schädliche oder allergieauslösende Substanzen zu verzichten. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen können eine schonendere Alternative darstellen. Darüber hinaus sollten auch persönliche Vorlieben wie Duft und Konsistenz berücksichtigt werden, um die Nutzung des Shampoos zu einem angenehmen Erlebnis zu machen. Letztendlich ist es sinnvoll, auf Umweltverträglichkeit zu achten, indem man Shampoos wählt, die frei von umweltschädlichen Substanzen wie Mikroplastik oder Phosphaten sind und in umweltfreundlicher Verpackung angeboten werden.
In Shampoos finden sich eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die jeweils eine spezifische Funktion erfüllen. Zu den gängigsten Inhaltsstoffen gehören Tenside, die für die Reinigung sorgen, indem sie Schmutz und überschüssiges Fett lösen. Pflegestoffe wie Panthenol und Glycerin spenden Feuchtigkeit und machen das Haar geschmeidig. Silikone legen einen schützenden Film um das Haar, der für Glanz und Geschmeidigkeit sorgt, jedoch bei übermäßigem Gebrauch zu Rückständen führen kann. Natürliche Extrakte wie Kamille oder Aloe Vera können beruhigend und regenerierend wirken, während ätherische Öle für einen angenehmen Duft sorgen und möglicherweise zusätzliche pflegende Eigenschaften bieten. Konservierungsstoffe wie Parabene verlängern die Haltbarkeit des Shampoos, während Verdickungsmittel wie Natriumchlorid oder Xanthan Gum das Produkt in der gewünschten Konsistenz halten.
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über einige problematische Inhaltsstoffe in Shampoos, ihre Funktionen und potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt oder den Körper.
| Inhaltsstoff | Funktion | Potenzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Parabene | Konservierungsstoffe | Stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein |
| Silikone | Machen das Haar geschmeidig und glänzend | Können zu Ablagerungen führen, die das Haar beschweren |
| Sulfate | Tenside (Reinigungsmittel) | Können die Kopfhaut austrocknen und irritieren |
| Mikroplastik | Peelingkörper oder Füllstoffe | Umwelttechnisch problematisch, da schwer abbaubar |
| PEG (Polyethylenglykole) | Emulgatoren | Können die Haut durchlässiger für schädliche Stoffe machen |
Hier sind einige der besten Shampoos, die im Test überzeugen konnten:
Das “Curl Moisturizing Shampoo” von Bumble & Bumble ist ein Luxe-Traum für alle, die ihre Locken lieben. Mit einem nährenden Mix aus Avocado-, Kokos- und Jojobaöl sowie Shea- und Kakaobutter verwandelt es trockene, krause Haare in definierte, glänzende Wellen mit seidiger Geschmeidigkeit. Die sanfte, sulfatfreie Formel reinigt gründlich, bewahrt die Farbbrillanz und lässt jede Locke federleicht aufleben - ein sinnlicher Verwöhn-Moment bei jeder Haarwäsche.
Inhaltsstoffe: Jojoba- und Avocadoöl
Haartyp: Lockig
Das “Olaplex Bond Maintenance No. 4”-Shampoo stärkt geschädigtes Haar von innen heraus und schenkt ihm neuen Glanz und Geschmeidigkeit. Die luxuriöse Formel repariert Haarbrüche sanft und sorgt für sichtbar gesünderes, seidig weiches Haar - Tag für Tag.
Geruch: Zitrisch, frisch, fruchtig
Haartyp: Brüchig
Das “Farewell Frizz Smoothing Shampoo” von Briogeo ist ein luxuriöser Feuchtigkeits-Boost, der Frizz sichtbar glättet. Seine sulfatfreie Formel mit Rosmarin-, Argan- und Avocado-Extrakten reinigt sanft, versorgt das Haar intensiv mit Feuchtigkeit und schenkt seidig-welligen Glanz - für ein frizzfreies, atemberaubendes Finish.
Haartyp: Frizz, trocken
Das “Frische & Leichtigkeit Anti-Fett Shampoo” von Guhl ist ein revitalisierendes Pflegeerlebnis für fettiges Haar - angereichert mit erfrischendem Meeresmineral-Komplex und erdigen Kräuterauszügen. Die leichte, sanfte Formel klärt effektiv, spendet Feuchtigkeit und sorgt für ein angenehm entlastetes, frisches Haargefühl. Ein echter Frische-Kick für jeden Tag.
Inhaltsstoffe: Zitronenmelisse
Geruch: Zitrone
Haartyp: Fettig
Das Shampoo kann in allen Kategorien überzeugen und ist frei von kritischen Duftstoffen. Es verleiht den Haaren im Praxistest Volumen, macht sie geschmeidig und griffig und verleiht ihnen Glanz. Außerdem lassen sich die Haare anschließend gut kämmen.
Bei den Pflegeeigenschaften ist es nicht ganz so gut wie das beste Flüssig-Shampoo. Die Haare lassen sich nach dem Waschen nicht optimal entwirren und das Shampoo begünstigt einzelne „fliegende“ Haare. Geschmeidig und glanzvoll werden die Haare aber trotzdem.
Während Shampoos meistens in den klassischen Kategorien - Haartyp normal, fein, lockig, trocken/strapaziert oder coloriert - erhältlich sind, kommt es bei einer Haarkur mehr auf die »Defizite« an. Also was dem Haar fehlt oder wovon es mehr bräuchte. Während ein Shampoo nur reinigt und eine Spülung lediglich die Haare kämmbarer macht, liefert eine Haarkur deutlich mehr Pflege in Form von zum Beispiel nährenden Ölen, Keratin oder pflanzlichen Feuchtigkeitsspendern.
Die Empfehlungen von Herstellern als auch von Friseuren sind hier nicht einheitlich, weil die Anwendung immer vom Haarzustand und Haartyp abhängig ist. Als Faustregel gilt aber: Nicht mehr als einmal wöchentlich, es sei denn, das Haar braucht aufgrund von äußeren Umständen mehr Pflege. Besondere Vorsicht gilt bei feinem Haar. Da kann eine reichhaltige Haarkur die Haare sehr beschweren und platter machen.
Es lohnt sich, auch mal die Reihenfolge der Haarpflegeroutine zu ändern und neue Wege auszuprobieren. Wie etwa so: Die Haarkur im trockenen Haar auftragen und dann erst mit einem Shampoo auswaschen. Ganz wichtig: Nicht auf die Kopfhaut! Denn dort wächst am Ansatz neues Haar nach, das vergleichsweise weniger pflegebedürftig ist. Aber wo ist das Haar denn besonders strapaziert? Insbesondere an den Haarenden, wo auch Spliss entstehen kann. Genau dort wird auch die Haarkur aufgetragen, wie auch bei einer Haarspülung oder einer Haarmaske. Und zwar immer unter dem Motto »Weniger ist mehr«. Auch wenn die Verlockung groß ist, viel Produkt aufzutragen, oft reicht ein Spritzer von der Größe einer Ein-Euro-Münze aus.
Übrigens: Haarkuren werden manchmal auch Hair Treatments genannt, was einfach der englische Begriff dafür ist.
Was könnte bei einer Haarkur alles von Vorteil sein? Idealerweise ist die Verpackung so konzipiert, dass die Haarkur sich leicht und bis zum letzten Klecks entnehmen lässt. Auch wuchtig ist die Konsistenz: Sie darf nicht tropfen, aber auch nicht zu fest sein, um das Produkt einfach in das Haar einarbeiten zu können. Und da sind noch die Inhaltsstoffe: wirksam, gut kombiniert, komplett unbedenklich und somit sanft zur Umwelt und am besten noch ohne Tierversuche. Abschließend sollten sich die Kosten auch im Rahmen halten.
Bei Haarkuren muss jeder Verbraucher für sich selber entscheiden, ob sie ein Produkt mit oder ohne Silikone verwenden möchten. Silikone haben zwar den Effekt, dass das Haar oberflächlich repariert aussieht und Glanz und Geschmeidigkeit hinzugefügt werden. Aber sie sind kein zuverlässiges Wundermittel für die Haarstruktur.
Viele Hersteller kennzeichnen ihre Produkte damit, dass sie unter anderem frei von Parabenen sind, welche als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Die Verwendung von bestimmten Parabenen wurden vorsorglich in der EU reguliert oder auch verboten. Die zugelassenen Parabene gelten aber in geringer Dosis als verträglich. Hinter diesen Bezeichnungen auf der Inhaltsliste stecken Parabene: Unter anderem Butylparaben, Ethylparaben, Propylparaben oder Methylparaben.
Hier sind einige der besten Haarkuren, die im Test überzeugen konnten:
Die Lavera Haarkur Repair & Tiefenpflege schafft es, in nur drei Minuten die Haare intensiv zu nähren, ohne zu übersättigen. Dafür sorgen unter anderem Arganöl und Macadamiaöl. Dieses Produkt wirkt wie ein Weichzeichner. Der Duft ist im Großen und Ganzen eher mild, etwas Zitrusfrucht, aber auch eine leicht nussige Note sind wahrnehmbar.
Der Olaplex No 3 Hair Perfector holt wirklich so einiges aus der strapazierten Mähne raus und das schon nach einer Anwendung. Schon nach dem Ausspülen bemerken wir, dass sich die Haare gekräftigt anfühlen. Mehr Griffigkeit, weniger Frizz, mehr Glanz - fast wie ein Filter, der sich über die Haare gelegt hat.
Eine stärkende Pflege für kraftloses Haar, aber bitte ohne zu viel Ballast - mit der L’Oréal Paris Elvital Haarkur Full Resist ist es möglich. Dafür sorgen sowohl das Powertrio aus Aminexil, Biotin und Arginin, als auch der Rest aus überwiegend unbedenklichen Inhaltsstoffen.
Die Alverde Haarkur 4in1 Repair Wunderkur ist es für Natur und Geldbeutel ein Win-Win. Mit pflegenden Bio-Ölen und pflanzlichem Keratin ist dieses Produkt eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme bei geschädigtem Haar. Die Konsistenz ist fest und ergiebig, was wir persönlich bevorzugen. Der Duft riecht sehr dezent nach Kakaobutter. Trotz Avocado-Öl und Kakaobutter (beides in Bio-Qualität) ist das Haar nach dem Ausspülen nicht beschwert, sondern punktet durch ein angenehmes Haargefühl. Die Haarstruktur wirkt gebändigt und sieht glatter aus.
Professionelle Haarpflege wird - wie es der Name schon verrät - von Profis und in der Regel für Profis entwickelt. Worin sie sich von der Haarpflege aus der Drogerie oder vom Discounter unterscheiden, ist die Formulierung. Enthaltene Wirkstoffe sind meist höher konzentriert, und auch hinsichtlich Duftkompositionen erwartet dich hier etwas anders.
Thommy Momsen: “Ich empfehle Leave-in-Haarmasken. Warum? Sie sind schnell und einfach in der Ausführung, bringen sichtbare Ergebnisse nach regelmäßiger Anwendung und haben einen großen Pluspunkt: In vielen Masken ist schon ein Hitzeschutz integriert.”
Dimitris Dimitrakoudis: “Nacht-Seren oder spezielle Nachpflegeprodukte für zu Hause kann ich sehr empfehlen. Ich liebe Produkte, die die Kopfhaut beruhigen. Vor der Anwendung sollte man die Haare gut ausbürsten, um Staub und Schmutz des Tages zu entfernen. Danach trägt man das Produkt entweder vom Ansatz bis zu den Spitzen oder nur auf die Kopfhaut auf und massiert es ein. Am nächsten Tag ist es wichtig, die Haare zu waschen. Besonders empfehle ich das ‘Kerasilk Specialists verdichtendes Kopfhaut Serum’ oder das ‘Goldwell Dualsenses Scalp Specialist Anti-Hair Loss Serum’.”
Dimitris Dimitrakoudis meint ganz klar: “Nein, das stimmt nicht. Nicht jede Person kann sich ein Shampoo für 30 oder 50 Euro leisten, und dafür gibt es tolle Alternativen in der Drogerie. Natürlich sind diese Produkte oftmals anders formuliert und enthalten beispielsweise mehr Wasser. Aber teuer heißt nicht immer besser! Vorteil bei der professionellen Haarpflege ist, dass das Personal geschult ist, das heißt, der:die Friseur:in ist ausgebildet und kann definitiv das richtige Produkt für dich empfehlen. In der Drogerie kannst du nicht erwarten, dass du auf Anhieb das richtige Produkt finden wirst.”
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