Bernhard Hoëcker: Mehr als nur ein Comedian – Ein Blick auf Karriere und Privatleben

Bernhard Hoëcker ist zweifelsfrei einer der beliebtesten TV-Entertainer Deutschlands. Ob als Moderator, notorischer Klugscheißer oder Comedian - die Herzen der Zuschauer hat der redegewandte TV-Darsteller im Sturm erobert.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf seine Karriere, sein Privatleben und einige interessante Details über den beliebten Comedian.

Bernhard Hoëcker mit Elton im ARD-Studio

Frühe Jahre und Ausbildung

Am 20. März 1970 wurde Bernhard Hoecker-von Mühlenfels in Neustadt an der Weinstraße geboren. Das „e" mit den aufgesetzten Doppelpünktchen (grammatikalisch als Trema bezeichnet) dient dazu, dass sein Nachname nicht als „Höcker" ausgesprochen wird. Mit zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach Bonn, wo er das dortige Gymnasium bis zum Abitur besuchte, zeitweise gemeinsam mit dem zwei Jahre jüngeren Comedian Bastian Pastewka.

Im Anschluss absolvierte Bernhard Hoëcker ein Volkswirtschaftsstudium in Bonn, das er bis zum Vordiplom ausübte. Doch schon während seiner Zeit als Student zeichnete sich sein komödiantisches Talent ab und er war Teil der „Comedy Crocodiles“ und des Bonner Improvisationstheaters „Die Springmaus“.

Karriere im Rampenlicht

Aus seiner gesammelten Erfahrung entsprangen zwei Soloprogramme, mit denen der Comedian seit 2001 auf bundesweiten Bühnen unterwegs war. Selbst seine Buchlesungen zu seinem Werk „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers“ glichen einem mitreißenden Bühnenprogramm mit bis zu 500 Zuhörern.

Bernhard Hoëckers Erfolg sprach für sich und somit wurde er durch seine Teilnahme in der Parodie-Show „Switch“ sowie in „Switch reloaded“ auf ProSieben zum absoluten Zuschauerliebling. Darüber hinaus zählte er zum festen Rateteam der Quizshow „Genial daneben“ mit Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen.

Bernhard Hoëcker

Nachdem sich die Zuschauer sehr schnell von dem enormen Wissensstand des eigentlichen Comedians überzeugen konnten, wurde Bernhard Hoëcker gefragter Gast diverser Quiz- und Rateshows, wie unter anderem in „Kaum zu glauben!“ des NDR mit Jörg Pilawa. Gemeinsam mit Wigald Boning führt Bernhard Hoëcker seit 2018 durch die Impro-Comedy-Show „Gute Frage“ beim NDR.

Bernhard Hoëcker und Wigald Boning beantworteten in der Dornhaner Stadthalle Publikumsfragen - mal wissenschaftlich, mal erfunden, aber meistens lustig. Entsprechend flexibel mussten die zwei bühnengestählten Komiker und Schauspieler reagieren.

Zu Gute kam Hoëcker und Boning eine frappierend gute, einander ergänzende Eingespieltheit, was auch in der gemeinsamen Moderation des satirischen Wissensmagazins „Nicht nachmachen“ begründet sein dürfte. Die drei Jahre mit dem Bonner Improvisationstheater „Die Springmaus“ hatten Bernhard Hoëcker gut auf solche Auftritte vorbereitet.

Folge 8 mit Wigald Boning und Bernhard Hoëcker

Aktuelle Projekte: „Wer weiß denn sowas?“

Bereits seit Juli 2015 zählt Bernhard Hoëcker neben Team-Kapitän Elton zum festen Ratestamm der ARD-Quizshow „Wer weiß denn sowas?“, durch die Moderator Kai Pflaume führt. Gemeinsam mit jeweils zwei prominenten Ratepartnern liefern sich Hoëcker und Elton einen erbitterten Wissenskampf um die richtigen Antworten.

Erst im Februar feierte das beliebte Rateteam seine 1000. Folge in Form einer XXL-Variante mit hochkarätigen Rategästen wie Markus Lanz und Günther Jauch. Wenn du die große Jubiläumssause verpasst hast, kannst du sie im Anschluss noch im Stream in der ARD-Mediathek abrufen.

Bernhard Hoëcker über Thomas Gottschalk

Auch fast zwei Monate nach der letzten "Wetten, dass ..?"-Ausgabe mit Thomas Gottschalk hallen dessen viel diskutierte Abschiedsworte weiter nach. Müssen sich Entertainer und Moderatoren heute wirklich vor der Kamera selbst zensieren, um der Gefahr eines "Shitstorms" auszuweichen? Bernhard Hoëcker hält die Behauptung, die sich aus Gottschalks Schlussmonolog ableiten lässt, für verfehlt. Das machte der ARD-Star jetzt in einem Interview deutlich.

"Schade, dass er am Ende dieses völlig unrichtige 'man darf ja nix mehr sagen' von sich gegeben hat""Ehrlich gesagt habe ich die Sendung gar nicht gesehen", räumt der Teamcaptain der ARD-Quizshowreihe "Wer weiß den sowas?" auf Nachfrage von "web.de" ein. Gottschalks beißende Kritik am vermeintlich überempfindlichen Zeitgeist ist ihm offenbar dennoch zu Ohren gekommen.

"Schade, dass er am Ende dieses völlig unrichtige 'man darf ja nix mehr sagen' von sich gegeben hat", konzediert Hoëcker, der festhält: "Bisher ist niemand für Gags ins Gefängnis gegangen, aber die Leute können heute halt leichter ihre Meinung dazu äußern."

Somit sei "eine Art Waffengleichheit hergestellt", findet der durch die Parodieshow "Switch" bekannt gewordene Schauspieler und Komiker: "Das ist für den, der immer stärker war, weil er öffentliche Präsenz hatte, natürlich doof."

Bernhard Hoëcker, der Gottschalk früher bei "Switch" oft parodierte, lässt immerhin auf die Unterhalterqualitäten des gebürtigen Franken nichts kommen. Er sei "grundsätzlich (...) ein toller Entertainer, spontan und witzig". Entsprechend schwierig sei es, einen passenden Nachfolger für "Wetten, dass ..?" zu finden. "Wichtiger wäre es, das Konzept zu modernisieren", findet Hoëcker im "web.de"-Interview.

Privatleben: Familie und Hobbys

Bernhard Hoëcker lebt mit seiner Frau, der TV-Produzentin und Autorin Eva von Mühlenfels, und ihren gemeinsamen beiden Töchtern in Bonn. Dort genießt die kleine Familie abseits des Blitzlichtgewitters ihr Privatleben, über das sich der Comedian in der Öffentlichkeit zu keiner Aussage hinreißen lässt.

Eva von Mühlenfels wurde 1979 in Mannheim geboren und hat in Köln als Produzentin für verschiedene Unterhaltungsformate, insbesondere in der Comedy-Sparte, mitgewirkt. Bernhard Hoëcker, der in seiner Freizeit gerne dem Geocaching nachgeht, ist natürlich auch in den Sozialen Medien vertreten und betreibt einen Instagram-Account. Familienschnappschüsse findest du dort jedoch leider keine. Dafür wartet er häufig mit allerhand Klamauk auf, oftmals mit Freund und TV-Kollege Wigald Boning.

Bernhard Hoëcker und seine Frau Eva von Mühlenfels

Bernhard Hoëcker über seine Körpergröße

Bernhard Hoëcker ist nur 1,59 Meter groß. Bernhard Hoëcker (52) hat als Kind unter seiner Körpergröße gelitten. Mit 1,59 Metern liegt der Comedian deutlich unter den 1,79 Metern des deutschen Durchschnittsmanns. "Klein sein ist total bescheuert", erzählt er nun in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Besonders anstrengend sei, dass von ihm erwartet würde, seine Körpergröße mit Wissen auszugleichen: "Ist das nicht schlimm? Da bist du schon klein und dann musst du auch noch klug sein!", witzelt Hoëcker. "Kann ich nicht einfach nur klein und dumm sein? Wäre doch auch in Ordnung!"

Besonders "blöd" sei die Körpergröße früher in Sachen Liebe gewesen: "Weil natürlich alle Mädchen immer die großen Jungs wollten", sagt der Comedian, der heute verheiratet ist und zwei Kinder hat. "Frauen orientieren sich immer an größeren Männern. (...) Groß bedeutet Dominanz, Schutz, Geborgenheit.

Bis heute beeinträchtige ihn dies: "Nicht mehr so schlimm, aber wenn neben mir in einer Sendung ein Basketballer sitzt, dann lachen die Leute nicht, weil mein Gag so gut war, sondern weil ich neben dem Riesen so lustig aussehe. Man lacht immer über den Kleinen, selten über den Großen.

Doch Bernhard Hoëcker vermutet auch, dass die auffällige Körpergröße ihm bei seiner Karriere als Comedian geholfen haben könnte: "Die Größe hat mir auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche gebracht. Wie bei "Genial daneben" damals: "Der Kleine da rechts", da wusste immer jedes, das ist der Hoëcker!", sagt er.

"Und da ich körperlich noch nie so richtig in der Lage war, mich zu behaupten, habe ich die fehlenden Zentimeter wahrscheinlich mit meiner Sprache ausgeglichen. Oha!Im Interview plaudert Bernhard Hoëcker aus dem Nähkästchen. Was da alles zu Tage kommt...Dieser Mann steckt voller Geheimnisse.

Buchtipp: "Das Katzenhuhn"

Bernhard Hoëcker hat mit seiner Frau Eva von Mühlenfels das Buch „Das Katzenhuhn - Abenteuer von einem sehr besonderen Bauernhof“ (Verlag Esslinger) geschrieben. Es ist eine zauberhafte Geschichte, die im Video von Bernhard selbst vorgelesen wird.

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