Ist Behentrimoniumchlorid schädlich für die Haare? Eine umfassende Analyse

Behentrimoniumchlorid ist ein häufig verwendeter Inhaltsstoff in Haarpflegeprodukten, insbesondere in Conditionern und Haarfarben. Es dient als Antistatikum und Emulgator, bildet eine Schicht auf dem Haar, die es entwirrt und mit Feuchtigkeit versorgt, insbesondere bei geschädigtem Haar. Doch trotz seiner Vorteile gibt es Bedenken hinsichtlich seiner potenziellen schädlichen Auswirkungen auf das Haar und die Kopfhaut.

Schematische Darstellung der Haarstruktur.

Was ist Behentrimoniumchlorid?

Behentrimoniumchlorid gehört zur Gruppe der kationischen Tenside, die in ihrem hydrophilen Kopf eine positive Ladung tragen. Diese positive Ladung ermöglicht es dem Stoff, sich an die negativ geladene Haaroberfläche anzulagern, wodurch das Haar leichter kämmbar, weicher und glänzender wird. In Haarpflegeprodukten findet man kationische Tenside z.B. Als Quats werden quartäre Ammoniumverbindungen wie z.B. Cetrimonium chlorid bezeichnet. Bei diesen gibt es ein quartäres Ammoniumion, d.h.

Anders sind die sogenannten Esterquats, denn diese basieren auf quartären Di- bzw. Triethanol-Methyl-Ammonium-Verbindungen und erhalten eine Estergruppe, diese habe ich dir bei der Strukturformel des Esterquats farbig markiert.

Strukturformel eines Esterquats.

Vor- und Nachteile von Behentrimoniumchlorid

Vorteile:

  • Antistatische Wirkung: Verringert die elektrostatische Aufladung der Haare.
  • Haarkonditionierung: Macht das Haar leichter kämmbar, geschmeidig, weich und glänzend.
  • Emulgator: Ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des Produkts im Haar.

Nachteile:

  • Hautreizung und Allergien: Kann bei manchen Menschen Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Austrocknende Wirkung: Einige Anwender berichten von trockenen und strohigen Haaren nach der Anwendung.
  • Umweltbelastung: Ist biologisch schwer abbaubar und kann die Umwelt belasten.
  • Build-up-Effekt: Ähnlich wie bei Silikonen kann es bei häufiger Anwendung zu einem Build-up-Effekt kommen, der das Haar beschwert.

Behentrimoniumchlorid vs. Silikone und Quats

Da die Nachteile von Silikonen inzwischen bekannt sind, setzen viele konventionelle Marken auf silikonfreie Formulierungen - die jedoch oft stattdessen sogenannte Quats enthalten. Quats (quaternäre Ammoniumverbindungen) sind synthetische Weichmacher auf petrochemischer Basis. Silikone sind synthetische Polymere auf Erdölbasis, die in der Kosmetikindustrie als Filmbildner eingesetzt werden.

Silikone:

  • Vorteile: Glätten die Haaroberfläche, verleihen Glanz und verbessern die Kämmbarkeit.
  • Nachteile: Dichten die Haaroberfläche ab, können zuBuild-up-Effekt führen und sind biologisch schwer abbaubar.

Quats:

  • Vorteile: Machen das Haar leicht kämmbar, weich und wirken statischer Aufladung entgegen.
  • Nachteile: Können Kopfhaut und Schleimhäute reizen, allergisierend wirken, austrocknend sein und sind biologisch schwer abbaubar.

Alternativen zu Behentrimoniumchlorid

Wer die potenziellen Risiken von Behentrimoniumchlorid vermeiden möchte, kann auf Naturkosmetikprodukte zurückgreifen, die auf alternative Inhaltsstoffe setzen.

Natürliche Alternativen:

  • Pflanzliche Öle: Naturbelassene Bio-Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen sorgen für natürlichen Glanz, glätten und regenerieren die geschädigte Haaroberfläche.
  • Pflanzliche Proteine: Weizenkeimproteine (Hydrolyzed Wheat Protein) ähneln dem Protein, das im menschlichen Haar vorkommt, und können für mehr Fülle und Halt sorgen.
  • Natürliche Feuchtigkeitsspender: Pflanzliche Mikronährstoffe wie Betaine, Bio Aloe Vera oder Beta-Glucan aus Hafer spenden Feuchtigkeit und schützen das Haar.
  • Stearamidopropyl Dimethylamine: Im sauren pH-Bereich wirkt er ebenfalls kationisch und kann so die Funktion des Incros übernehmen.

Bio Conditioner von Myrto Natural Cosmetics.

Tipps für die Umstellung auf Naturkosmetik

Der Wechsel zu milder Naturkosmetik ohne Silikone oder Quats lohnt sich - braucht aber etwas Geduld. Je nach Haarstruktur und Rückstandsbelastung kann der Detox-Prozess mehrere Wochen bis Monate dauern. Falls du vorher einen konventionellen Conditioner mit schädlichen Chemikalien bzw. umstrittenen Inhaltsstoffen verwendet hast, kann es sein, dass dein Haar anfangs zunächst mit einem tiefen reinigenden Bio Shampoo von der abdichtenden Silikon-Schicht befreien muss, um aufnahmebereit für die nachhaltig nährende Pflege eines Bio Conditioners zu sein. Manchmal kann die Umstellung 3 - 6 Monate dauern, bis sich Kopfhaut und Haare regeneriert haben.

Empfehlung:Nutze ein mildes, silikonfreies Tiefenreinigungsshampoo.

Anwendung von Bio Conditionern: Da es sich bei den myrto Bio Conditionern und der Bio Haarmaske um Leave-in Produkte handelt, kannst du sie unkompliziert und sparsam einfach in nasses oder trockenes Haar einkneten. Spare dabei den Haaransatz etwa handbreit aus. Bei Bedarf kannst du immer wieder nachdosieren und dein Styling auch am nächsten Tag wieder auffrischen. Taste dich allmählich an die für dein Haar passende Conditioner-Menge heran, bis du schließlich dein gewünschtes Pflege- und Styling-Ergebnis erreicht hast.

Ein Conditioner ist kein unbedingtes Muss in der Haarpflege - insbesondere wenn du erst dabei bist, auf Naturhaarpflege umzusteigen. Zu Beginn deiner Umstellungsphase kannst du dich zunächst auf dein neues myrto Bio Shampoo fokussieren und allein damit schon hervorragende Ergebnisse erzielen.

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