Pickel am Bauch und Rasierpickel sind ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können unterschiedliche Ursachen haben und sowohl durch Hautreizungen als auch durch innere Faktoren ausgelöst werden. Dieser Artikel erklärt, wie Pickel am Bauch und Rasierpickel entstehen, wie man sie vermeiden und behandeln kann und wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Wie entstehen kleine Pickel am Bauch?
Die Entstehung von Pickeln am Bauch ähnelt der an anderen Körperstellen. Wenn die Haut zu viel Talg produziert und dieser nicht richtig abfließen kann, kommt es zu Verhornungen und die Poren verstopfen. Dringen Bakterien ein, entzünden sich die Poren, was zu Pickeln führt. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung von Pickeln am Bauch begünstigen können:
- Hormone: Schwankungen im Hormonhaushalt, insbesondere ein Überschuss an Androgenen (männliche Sexualhormone), können die Talgproduktion ankurbeln.
- Allergene: Allergene in Kleidung oder Waschmitteln können Hautreizungen und kleine, juckende Pickel verursachen.
- Hitze/Wärme: Schweiß, der durch hohe Temperaturen oder Sport entsteht, kann die Poren verstopfen und ein feuchtwarmes Klima schaffen, das Bakterienwachstum fördert.
- Kleidung: Enge oder neue, ungewaschene Kleidung kann die Haut reizen, die Poren verstopfen und Entzündungen verursachen.
- Tierische Besucher: Milben, Flöhe oder Bettwanzen können juckende Ausschläge und Pickel am Bauch verursachen.
- Rasur: Die Rasur kann die Haut reizen und mikroskopisch kleine Verletzungen verursachen, die anfällig für Bakterien und Entzündungen sind.
- Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung mit viel fettigem Essen, Zucker, Milchprodukten oder künstlichen Zusatzstoffen kann die Talgproduktion fördern und Pickel verursachen.
Pickel am Bauch - was kann ich tun?
Um Pickel am Bauch zu vermeiden, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
- Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und vermeiden Sie übermäßigen Konsum von fettigen Speisen, Zucker und Milchprodukten.
- Richtige Pflege: Verwenden Sie milde, pH-neutrale Reinigungsprodukte und vermeiden Sie aggressive Peelings.
- Vorsichtige Rasur: Verwenden Sie scharfe Klingen, Rasierschaum und rasieren Sie in Wuchsrichtung der Haare.
- Atmungsaktive Kleidung: Tragen Sie locker sitzende Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle.
Wenn trotzdem Pickel entstehen, sollten Sie diese nicht ausdrücken, um Entzündungen zu vermeiden. Cremes mit klärenden Wirkstoffen wie Vitamin A, BPO, Azelainsäure oder Salicylsäure können helfen, Bakterien abzutöten und Entzündungen zu hemmen. Peelings können ebenfalls helfen, Verhornungen abzutragen und verstopften Poren vorzubeugen.
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Müssen Pickel am Bauch medizinisch behandelt werden?
In einigen Fällen ist eine medizinische Behandlung erforderlich, insbesondere bei:
- Tierischem Befall (z.B. Milben, Flöhe)
- Schweren Fällen von Follikulitis
- Eingewachsenen Haaren mit tiefgehenden Entzündungen
In diesen Fällen kann ein Arzt Kortison-Präparate, Polidocanol-Creme oder Antihistaminika verschreiben oder die Entzündungen öffnen und ausschaben.
Rasierpickel am Körper: Was hilft und wie man sie verhindert
Rasierpickel sind Haarwurzelreizungen, die durch winzige Hautverletzungen bei der Rasur entstehen. Keime können über diese Verletzungen in die Haut gelangen und Entzündungen verursachen. Weitere Auslöser für Rasierpickel sind:
- Stumpfe Klingen
- Zu lange Haare
- Trockenrasur
- Rasieren gegen die Wuchsrichtung
- Fehlender Rasierschaum oder -gel
- Deodorants direkt nach der Rasur
- Sport direkt nach der Rasur
- Alkoholhaltige Pre- und After-Shave-Produkte
Was hilft, damit Rasierpickel schnell wieder verschwinden?
Wenn Rasierpickel bereits entstanden sind, empfiehlt Hautexpertin Dr. med. Insa Lohmeyer:
- Viel Luft an die Haut lassen (keine enge Kleidung)
- Entzündungshemmende Cremes verwenden
- Bei starken Entzündungen eine antibiotische Creme (nach ärztlicher Beurteilung)
Was kann man tun, um Pickeln nach der Rasur vorzubeugen?
- Hautpartie vorab mit antibakterieller Seife reinigen
- Pre-Shave-Lotion auftragen
- Nach der Rasur kühlen
- Mildes, nicht alkoholisches Pflegeprodukt auftragen
- Direkt nach der Rasur Kleidung aus Baumwolle tragen
Warum entstehen Pickel besonders oft im Intimbereich?
Die Haut im Intimbereich ist besonders empfindlich und das feuchtwarme Klima bietet einen idealen Nährboden für Bakterien.
Wie bekommen manche Menschen Rasierpickel und andere nicht?
Dies hängt von der individuellen Hautempfindlichkeit und Haarstruktur ab. Trockene Hauttypen und Menschen mit gelockten Haaren sind häufiger betroffen.
So beugen Sie Rasierpickeln im Intimbereich vor!
Eine Intimrasur ist für viele Menschen heute selbstverständlich. Entstehen danach Eiterpickel im Intimbereich, ist dies nicht nur unästhetisch, sondern oft auch besonders schmerzhaft.
- Wenn Sie die Schamhaare lange nicht mehr oder vielleicht noch nie rasiert haben, sollten Sie diese vorher mit der Schere kürzen. Denn zu lange Haare verfangen sich schnell im Rasierer und werden dann ausgerissen statt abrasiert, was wiederum die Haut verletzen kann. Die Folge: Rasierpickel. Bikinizone und die Innenseiten der Oberschenkel sollten ebenfalls vor der Rasur von allzu langen Haaren befreit werden.
- Probieren Sie aus, wie häufig die Intimrasur für Ihre Haut am besten verträglich ist. In vielen Fällen muss sie sich erst an die Rasur gewöhnen. Nach einiger Zeit wird sie strapazierfähiger und reagiert dementsprechend weniger sensibel. Bei vielen Menschen braucht Haut zwischen den Rasuren ausreichend Zeit, um sich zu erholen. Dann reagiert sie nach und nach gelassener auf die Rasur und bildet weniger Rasierpickel.
Tipps für eine unkomplizierte Intimrasur
Beachten Sie folgende Hinweise, um nach der Intimrasur pickelfrei zu bleiben.
- Wer zu Rasierpickeln neigt, sollte sich lieber nass als trocken rasieren, denn die Trockenrasur beansprucht die Haut generell stärker.
- Vorbeugen können Sie außerdem, indem Sie Ihre Haut vor der Rasur mit warmem Wasser und einer antibakteriellen Seife reinigen. Das öffnet die Poren und befreit die Haut von entzündungsfördernden Bakterien. Zusätzlich können Sie eine spezielle Pre-Shave-Lotion verwenden, um die Haut weich und geschmeidig zu machen.
- Für die Rasur selbst sollten Sie immer scharfe Klingen sowie Rasierschaum beziehungsweise -gel benutzen und am besten mit der Wuchsrichtung arbeiten. Rasieren Sie gegen den Wuchs, kommt die Klinge direkt mit der Haut in Kontakt, was wiederum schneller zu Verletzungen führen kann.
- Nach der Rasur kühlen Sie die Haut am besten kurz mit kaltem Wasser, so dass sich die Poren schließen. Anschließend mit einem Kosmetiktuch vorsichtig trocken tupfen und ein mildes, nicht alkoholisches Pflegeprodukt auftragen.
- Tragen Sie zumindest direkt nach der Intimrasur Baumwollunterwäsche, die nicht zu eng anliegt, damit ausreichend Luft an die Haut gelangen kann.
Was tun gegen Rasierpickel?
- Sind trotz aller Sorgfalt nach dem Rasieren Pickel entstanden, sollten Sie die betroffenen Hautpartien zunächst mit Wasser oder Eiswürfeln kühlen. Diese Hausmittel reduzieren die Schwellungen und lindern Begleiterscheinungen wie Jucken und Brennen. Danach ist Pflege angezeigt - behandeln Sie die Rasierpickel mit einer feuchtigkeitsspendenden, nicht fettenden, hautberuhigenden Creme oder Lotion. Versuchen Sie bitte nicht, entzündete Pickel auszudrücken. Damit reizen Sie die Haut noch mehr. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Abszess, der langwierig behandelt werden muss. Wenn Sie regelmäßig unter eitrigen Rasierpickeln leiden, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.
Das A und O beim Rasieren ist die richtige Vorbereitung und Technik. Denn jede Rasur strapaziert die Haut. Wer es dazu noch an Pflege mangeln lässt oder schlicht die falsche Rasiertechnik anwendet, der schafft beste Voraussetzungen für Rasierpickel.
Rasierpickel sind Entzündungen, die von Bakterien ausgelöst werden. Sie bilden sich infolge von winzigen Hautverletzungen, die beim Rasieren rasch entstehen und den Mikroorganismen den Weg unter die Haut frei machen. Rasierpickel sehen nicht nur unschön aus, sie quälen zudem häufig mit Juckreiz, Brennen und Nässen.
Begünstigt werden Rasierverletzungen zum Beispiel durch stumpfe Klingen. Diese schneiden die Haare nicht sauber ab, sondern reißen Sie aus, was die Haut verletzt. Besonders trockene Haut ist anfällig für Verletzungen bei der Rasur - sie neigt zu Rissen und ist weniger geschmeidig. Weitere Faktoren, die Rasierpickel fördern, sind:
- Eingewachsene Haare. Sie können eitrige Entzündungen mit Pickelbildung verursachen.
- Deodorants. Direkt nach der Rasur aufgetragen, reizen sie die Haut und können Rasierpickel fördern.
- Sport unmittelbar nach der Rasur. Der dabei entstehende Schweiß enthält Salze, auf die die Haut mit Irritationen bis hin zu Rasierpickeln reagieren kann.
- Nassrasur ohne Rasierschaum oder -gel - die Klinge schabt über die Haut statt zu gleiten, so steigt das Verletzungsrisiko.
- Alkoholhaltig Pre- und After-Shave-Produkte trocknen die Haut aus und machen sie damit anfälliger für Rasur bedingte Verletzungen und Rasierpickel.
Grundsätzlich entstehen an allen Körperstellen Rasierpickel. Beine, Achseln und auch das Gesicht können gleichermaßen davon betroffen sein. Auch die Schamregion ist nicht ausgeschlossen, dort bilden sich sogar besonders schnell Rasierpickel - Intimbereich und Bikinizone besitzen eine empfindliche Haut, die rasch zu Irritationen neigt.
Zudem ist der Intimbereich mit seinem feucht-warmen Klima ein idealer Nährboden für Bakterien, die bei Hautverletzungen entsprechend zahlreich in die Haut eindringen können. Das Resultat sind Pickel nach der Rasur im Intimbereich.
Alternativen zur Rasur
Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren.
- Enthaarungscremes: Sie enthalten Stoffe, die die Hornsubstanz der Haare aufweichen und dazu führen, dass sich die Haare leicht ablösen lassen.
- Epilation: Dabei wird das Haar samt Wurzel ausgerissen, entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten.
- Lasern: Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört, sodass es nicht mehr nachwachsen kann.
Die folgende Tabelle fasst die Vor- und Nachteile der verschiedenen Haarentfernungsmethoden zusammen:
| Methode | Vorteile | Nachteile |
| Rasur | Schnell, einfach, kostengünstig | Kann zu Rasierpickeln und Hautirritationen führen |
| Enthaarungscreme | Schmerzfrei, einfache Anwendung | Kann Hautreizungen verursachen |
| Epilation | Lang anhaltendes Ergebnis | Kann schmerzhaft sein |
| Lasern | Dauerhafte Haarentfernung | Teuer, mehrere Sitzungen erforderlich |
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