Die Corona-Krise hat viele Lebensbereiche verändert, auch die Hochschulbildung. Um Studenten und Wissenschaftler in diesen herausfordernden Zeiten zu unterstützen, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Unsere klare Botschaft an Studierende und Wissenschaftler in Deutschland in diesen herausfordernden Zeiten lautet: Wir lassen euch, wir lassen Sie nicht alleine.
Kein Student und kein Wissenschaftler darf Nachteile dadurch haben, dass der Studien- und Wissenschaftsbetrieb dieser Tage nicht wie gewohnt stattfinden kann. Wer als Student wegen Corona seinen Job verloren hat, soll sein Studium fortsetzen und auch abschließen können.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, auch diejenigen Studentinnen und Studenten zu unterstützen, die nicht auf die vorhandene staatliche Ausbildungsunterstützung zugreifen können. Es ist uns wichtig, auch denjenigen zu helfen, die keinen BAföG-Anspruch haben, zur Finanzierung eines Studiums nebenher jobben müssen und ihren Job jetzt in der Krise verloren haben. Auch die ausländischen Studierenden aus Drittstaaten, die in Deutschland einen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, wollen wir nicht im Regen stehen lassen.
Mit den Überbrückungshilfen, die letzten Donnerstag vorgestellt wurden, hat das BMBF einen stimmigen Instrumentenmix gefunden, der den unterschiedlichen Notlagen der Studierenden Rechnung trägt. Härtefallfonds und ein ausgeweiteter Studierendenkredit zusammen sind ein gutes Angebot zur Unterstützung. Das Wichtigste ist: Sie können unmittelbar umgesetzt werden, rasch und unbürokratisch.
Alle Studierenden in Deutschland, auch internationale Studierende, haben nun die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen bei der KfW zu beantragen: bis zu 650 Euro im Monat zu fairen Konditionen, schnell und ohne aufwendige Prüfungen. Zudem können Studierende in besonders dringlichen Notlagen unkompliziert Zuschüsse über ihr Studierendenwerk erhalten. Wichtig ist nun, dass diese Regeln für den Härtefallfonds schnell erarbeitet werden und die finanziellen Hilfen für die Betroffenen dann auch tatsächlich rasch fließen können. Dafür wollen wir Sorge tragen.
So haben wir sichergestellt, dass BAföG-Geförderte ihr Geld weiter erhalten, auch wenn der Lehrbetrieb an Schulen und Hochschulen wegen der Pandemie ausgesetzt wird. Auch der BAföG-Vollzug wurde erleichtert, um BAföG-Berechtigten und vor allem denen, die wegen veränderter eigener oder elterlicher Einkommensverhältnisse kurzfristig BAföG beantragen müssen, möglichst schnell finanziell zu helfen.
Zudem haben wir mit der BAföG-Änderung im März dafür gesorgt, dass BAföG-Leistungen während der Coronakrise abweichend von den bisherigen Regelungen ungekürzt weiter ausgezahlt werden, wenn sich BAföG-Empfänger in dieser Zeit für unsere Gesellschaft engagieren. Mit dem Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetz, das wir nun heute hier beraten, wollen wir an diese Änderungen im BAföG anknüpfen. Wir wollen Anreize schaffen, dass Studierende auf freiwilliger Basis vorübergehende Tätigkeiten in allen systemrelevanten Bereichen aufnehmen bzw.
Ich bin dem Haus und Ministerin Anja Karliczek dankbar dafür, dass es in nicht ganz einfachen Verhandlungen letzte Woche gelungen ist, ein Unterstützungshilfenpaket zu schnüren. Unbürokratische Hilfe statt Diskussionen über einen Systemwechsel beim BAföG, meine Damen und Herren, darum ging es in den letzten Wochen. Ich gestehe den Oppositionsparteien und auch dem Koalitionspartner allerdings gerne zu, dass es Ihnen ebenfalls um eine schnelle Hilfe gegangen ist.
Mir ist bewusst, dass die Maßnahmen, die bereits getroffen wurden - das Unterstützungsgesetz, das wir heute beraten, eingeschlossen -, und nun auch die vom BMBF bereitgestellten finanziellen Hilfen bei vielen der Studierenden den Wegfall des Nebenjobs nicht komplett kompensieren können. Aber ich bin mir mit den Kolleginnen und Kollegen der Regierungskoalition sicher, dass dieser Mix von...
Die Studienstiftung hat viele begabte Menschen auf ihrem Weg begleitet und ihnen geholfen, ihre Ziele zu erreichen. Hier sind einige Einblicke und Erfahrungen von Stipendiaten:
Die Aufnahme in die Studienstiftung ist für mein berufliches Leben von immenser Bedeutung: Wie viele Frauen meiner Generation war ich nicht mit besonders großem Selbstbewusstsein gesegnet, hielt mich für eher durchschnittlich. Dazu hatte sicher auch die Schule beigetragen, ein konservatives altsprachliches Gymnasium mit nur wenigen Mädchen, die eher gelitten als geschätzt waren. Meine Leistungen waren auch nur in Deutsch überzeugend, in Griechisch und Mathematik deutlich weniger.
Das allein empfand ich schon als Ritterschlag. Dass mich die Studienstiftung aber auch aufnahm - ohne Einser-Abitur - hat mich geradezu beflügelt. Dafür bin ich der Studienstiftung bis heute dankbar.
Die neun Monate in Paris waren zweifellos der Höhepunkt meines Studiums. Ein ganz besonderes Privileg und die Chance, dort auch für meinen späteren Beruf als Journalistin wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Vor allem aber lernte ich dort auch meinen Mann kennen, die wichtigste Erfahrung von allen.
Die Studienstiftung hat meinen Berufsweg insofern mit zu ›verantworten‹, als dass ich ohne sie nicht das Selbstbewusstsein gehabt hätte, mich im Männerberuf Journalismus - damals lag der Frauenanteil bei zehn Prozent - und dann auch noch bei den ›harten‹ Nachrichten auf Dauer durchzusetzen.
Begabung verpflichtet, und die Förderung durch eine Stiftung verpflichtet ebenso. Mir war immer klar, dass ich aus all den Chancen, die ich bekommen habe, etwas machen musste. Vor allem wollte ich daran mitwirken, dass es Mädchen und Frauen mal leichter haben sollten, nach oben zu kommen. Das ist mir in der Kombination von Journalismus und Feminismus vielleicht ein wenig gelungen - beispielsweise in den zehn Jahren beim ZDF- Frauenmagazin »Mona Lisa«.
Als mein Doktorvater zum ersten Mal die Studienstiftung des deutschen Volkes erwähnte, dachte ich spontan: Das ist nur was für Kinder aus Arzthaushalten, die mindestens ein Musikinstrument spielen, Goethes »Faust« schon mit 15 gelesen haben und sich beim Essen Servietten auf den Schoß legen. Ich selbst komme aus einer Familie, in der Geld immer ein Thema war und in der, um Musik zu machen oder in einem Buch zu versinken, viel zu viel gestritten wurde.
Drei Tage lang war ich mit Menschen zusammen, die (wie ich) mit sich haderten, zweifelten, grübelten - und gleichzeitig eine kaum zu bändigende Lust am Denken hatten. Die Studienstiftung hat mir ermöglicht, dieser Lust auch nach dem Ende der Förderung zu folgen. Mein Vertrauensdozent Burghardt Wittig empfahl mich einem befreundeten Redakteur beim Deutschlandfunk. Sechs Jahre lang schrieb ich als freie Autorin Essays und Features für den Sender.
Schon in der Grundschule nimmt er an seinem ersten Mathematik-Wettbewerb teil. Die Aufgaben lösen in ihm eine Begeisterung aus, die ihn seitdem nicht mehr loslässt.
Peter Scholze will Zusammenhänge verstehen und Probleme lösen. »Die Mathematik ist bereits da, es geht darum, sie zu entdecken«, sagt er. Peter Scholze ist so gut, dass er in der 11. Klasse vom Mathematikunterricht freigestellt wird. Stattdessen besucht er Seminare und Vorlesungen an der FU Berlin. Die Schule beendet er quasi nebenbei - mit einem Abitur-Schnitt von 1,0.
Mit dem Gewinn des Bundeswettbewerbs Mathematik im Alter von 16 Jahren erhielt er die Förderzusage. In Bonn werden seine Studienleistungen aus Berlin angerechnet, so dass er nach drei Semestern »regulären« Studiums seinen Bachelorabschluss erhält, nach weiteren zwei Semestern den Masterabschluss.
Er stellt eine neue Theorie zur Beschreibung von p-adischen Räumen auf. Mit Hilfe dieses neuen Ansatzes kann er unter anderem ein wichtiges Theorem seines Bonner Kollegen Gerd Faltings, dem ersten deutschen Träger der Fields-Medaille und ebenfalls Alumnus der Studienstiftung, verallgemeinern und neue geometrische Interpretationen für Räume liefern, die sein Doktorvater Michael Rapoport erstmals beschrieben hatte. Er erweitert damit das Methodenspektrum der Mathematik ganz wesentlich und unerwartet.
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