Bartöl selber herstellen: Eine einfache Anleitung

Barthaare verlangen ähnlich wie alle anderen Haare nach regelmäßiger Pflege. Ein Bartöl ist ein wunderbares Pflegemittel für Gesichtshaut und -haar. Das selbstgemachte Bartöl pflegt die von der Rasur gereizte Haut und macht die Barthaare geschmeidig. Du kannst das Bartöl, für d/einen Freund oder für deinen Mann als Geschenk mischen. Einem Bartträger kann man kaum eine größere Freude machen, als mit einem guten Bartöl. Die Bartpflege ist bei Männern genau wie bei Frauen das Schminken, auch eine Art von Hobby und Lifestyle.

Bartöle sind deshalb so einfach herzustellen, weil sie bloß eine Mischung aus Ölen und Düften sind. Man nehme also 1-2 Basis- bzw. Trägeröle und mische sie mit ätherischen Ölen, fertig ist das Bartöl. Funktioniert ohne Hinzuschauen, außer bei Männern, bei denen es nicht funktioniert.

Hier findest du eine unkomplizierte Schritt-für-Schritt Anleitung für dein DIY-Bartöl. Bartöl selber zu machen geht schnell und erfordert nicht viele Zutaten. Ein hochqualitatives Bartöl gibt deinen Barthaaren einen gesunden Glanz: Die Pflege macht sie geschmeidiger und widerstandsfähiger. Du kannst dein DIY-Bartöl mit drei Zutaten ganz einfach selber machen.

Egal, welches Bartöl du dir im Laden anschaust - alle haben eines gemeinsam: Sie bestehen lediglich aus zwei Hauptkomponenten, den sogenannten Trägerölen und den ätherischen Ölen.

Es gibt beinahe unendlich viele Möglichkeiten, gute Bartöle zu produzieren und je nachdem welche Inhaltsstoffe man wählt kann man Schwerpunkte in Sachen Pflege und Geruch setzen.

Die Basics für dieses DIY sind ganz einfach: Kombiniert etwas pflegendes Öl mit etwas Duft und fertig ist das Ganze.

Bevor es zum eigentlichen “Mischen” deines neuen Lieblingsbartöls geht, benötigst Du noch ein paar praktische Behältnisse. Eine handvoll kleiner Fläschen (30ml), vorzugsweise Braunglas, sind für deine ersten Versuche mehr als ausreichend. Ohne Pipette läuft hier jedoch gar nix, denn Sie ermöglicht Dir ein tropfengenaues Herantasten an deinen persönlichen Lieblingsduft.

Die wichtigsten Komponenten für dein DIY Bartöl

Trägeröle (Basisöle)

Trägeröle sind pflanzliche Öle mit neutralem Duft, die in diesem Fall pflegende Eigenschaften haben. Die Öle kannst du entweder online bestellen oder in der Apotheke und im Bioladen kaufen. Achte bei den Ölen möglichst auf Bio-Qualität.

Trägeröle werden auch als Basisöle bezeichnet, denn sie bilden die Basis des Pflegeöls. Trägeröle stellen die Grundbasis jedes Bartöls dar und sind der eigentliche Träger der ätherischen Duftnoten. Auch sie gibt es in unterschiedlichster Ausführung und auf die verschiedensten Haut- und Haarbedürfnisse abgestimmt. Klassische Allrounder wie Jojoba-, Mandel- und Arganöl findest Du in fast jedem guten Bartöl wieder.

Du kannst dein Bartöl mit einem einzigen Basisöl anmischen, aber auch zwei oder sogar drei Öle kombinieren. Die Liste guter Trägeröle ist lang und am Besten stellst Du Dir je nach Pflegewunsch, Wirkung und Duftrichtung deine ganz persönliche Grundmischung zusammen.

Hier eine Übersicht über beliebte Trägeröle und ihre Eigenschaften:

  • Kaltgepresstes Mandelöl: Bewahrt die natürliche Hautfeuchtigkeit.
  • Arganöl: Kräftigt Haut und Barthaare und schützt vor freien Radikalen. Es wird in der Haarpflege oft verwendet und macht trockenen Haarspitzen wieder geschmeidig.
  • Traubenkernöl: Hält die Haut jung und ist besonders für fettige oder Mischhaut geeignet.
  • Hanfsamenöl: Bringt Feuchtigkeit und reduziert Irritationen, sich also besonders für reaktive Hauttypen empfiehlt.
  • Jojobaöl: Hält die Haut elastisch und widerstandsfähig, ist der Allrounder unter den Basisölen und für jeden Hauttyp geeignet. Es reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und hinterlässt einen zarten Schutzfilm, unter dem die Pflege optimal wirken kann.
  • Avocadoöl: Verringert den Juckreiz, der beim Wachstum eines Bartes mitunter auftreten kann. Bei sehr trockener Haut, Neurodermitis, Couperose und Schuppenflechte hilft Avocadoöl, alternativ ein gutes Olivenöl.
  • Aprikosenkernöl, Sesamöl oder Sonnenblumenöl: Sind eine gute Wahl bei Mischhaut oder leicht trockener bis spröder Haut. Diese Öle ziehen gut ein und hinterlassen keinen Fettfilm. Sonnenblumen zaubert zudem einen schönen Glanz in die Haare, allerdings kann Sein eigengeruch von Marke zu Marke variieren.
  • Macadamianussöl: Ohne extra Wirkstofföl, solltest du in diesem Fall Macadamianussöl nehmen. Das zeigt sich in seiner Textur leichter als z.B.
  • Nachtkerze: Wer zu Hautproblemen, gleich welcher Art (Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne etc.), neigt, für den ist Nachtkerze ein Muss. Es reguliert den Talgfluss und schützt die Haut.

Ätherische Öle (Duftöle)

Ätherische Öle wiederum wirken je nach Sorte antibakteriell oder entzündungshemmend. Ihre Hauptaufgabe ist jedoch, einen angenehmen Duft beizusteuern.

Steht die Basis einmal, kommen die ätherischen Öle ins Spiel. Hier ist ein wenig Feingefühl gefragt, denn diese hoch konzentrierten Duftstoffe aus der Natur können in seltenen Fällen leider auch allergische Reaktionen hervorrufen oder Empfindlichkeiten wecken. Dafür sind ihre Pflege- und Dufteigenschaften unschlagbar und erlauben Dir eine schier unendliche Möglichkeit Düfte zu kreieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch auf natürliches Parfüm zurückgreifen.

Ätherische Öle sind aufgrund ihrer Reinheit sehr geruchsintensiv und sollten mit Vorsicht und einem besonders ruhigen Händchen dosiert werden. Wir empfehlen 10 - 15 Tropfen auf 30 ml Trägerölmischung bzw. der Anteil der ätherischen Öle sollte nicht mehr als 1% des gesamten Volumens ausmachen.

Wichtig: Mische auf jeden Fall nur sehr wenig ätherisches Öl in dein Bartöl! Da ätherische Menge in hoher Konzentration die Haut reizen können, solltet ihr sparsam damit umgehen.

Hier einige Beispiele für ätherische Öle und ihre Wirkungen:

  • Ätherisches Öl aus Zeder und Limette: Wirkt entzündungshemmend und verleiht dem pflegenden Bartöl eine holzige, frische Note.
  • Kamille: Wirkt entzündungshemmend.
  • Lavendel: Wirkt als Schutz gegen Bakterien.
  • Sandelholz: Ist ein warmer, balsamischer Duft, der harmonisierend auf Seele und Körper wirkt. Er löst tiefsitzenden Ärger, Anspannung und Nervosität, wirkt stimmungshebend und hormonell ausgleichend. Sandelholz schenkt Selbstvertrauen und macht die Seele locker. Körperlich wirkt es entzündungshemmend, lindert Juckreiz und unterstützt den Stoffwechsel.
  • Benzoe Siam: Ist ein herb-balsamischer Duft mit einer starken Basisnote, der an Vanille erinnert. Es unterstützt die Hautfunktion, beugt wetterbedingten Hautirritationen vor und schenkt Gelassenheit.
  • Ho Blätter: Riechen frisch fruchtig und heben das Duftprofil des Love Me Tender Bartöls in die Mitte. Dadurch entsteht eine ausgleichende, selbstbewusste Gesamtnote.

Achtung: Die Duftessenzen solltet ihr sparsam einsetzen und zum Beispiel an einer kleinen Stelle am Unterarm testen ob ihr darauf allergisch reagiert, bevor ihr das fertige Pflegeöl benutzt. Ich reagiere sehr stark auf Duft und ätherische Öle, deswegen habe ich pro 20 Milliliter Basisöl nur ca. 1-3 Tropfen Duft hinzugegeben. Ich würde euch raten erstmal nicht mehr als 5 Tropfen Duft auf diese Menge zu geben.

Bei den ätherischen Ölen hast du die Wahl. Der Geruch deines Bartöls wirkt nicht nur auf die holde Damenwelt, er beeinflusst auch dich selbst. Je nachdem, welches ätherische Öl du für dein Rezept verwendest, wird das Ergebnis zum Beispiel erfrischend und anregend oder eher entspannend ausfallen. Probiere es am besten einfach aus. Insgesamt stehen dir ungefähr 120 verschiedene Düfte zur Wahl.

Bartöl selber machen (günstiger & besser!) REZEPT DOWNLOAD

Anleitung: So stellst du dein eigenes Bartöl her

  1. Schritt 1: Mische zuerst die Trägeröle zusammen. Das Mischverhältnis hängt unter anderem davon ab, wie viele Trägeröle du verwenden willst. Bei zwei Basisölen mischst du die Öle zum Beispiel im Verhältnis 50/50 oder 25/75. Gib zunächst das Arganöl in eine braune Glasflasche. Eventuell brauchst du einen kleinen Trichter, um nichts zu verschütten.
  2. Schritt 2: Füge die ätherischen Öle hinzu. Gehe dabei lieber sparsam vor! Auf 30 ml Basisöl kommen maximal acht bis zehn Tropfen der hoch konzentrierten Duftbringer. Und zwar insgesamt, nicht pro Sorte. Eine Möglichkeit wäre also etwa, drei Tropfen Orangenöl, zwei Tropfen Teebaumöl, ein Tropfen Vanilleöl, ein Tropfen Eukalyptusöl und ein Tropfen Rosenholzöl in dein selbst gemischtes Bartöl zu geben. Gib nun etwa acht Tropfen von deinem liebsten ätherischen Öl in die Flasche. Du kannst auch mehrere Düfte miteinander mischen.
  3. Schritt 3: Verschließe die Flasche und schüttle das selbstgemachte Bartöl einmal kräftig durch, bis sich Trägeröl und ätherische Öle gut vermischt haben.

Nach dem Mischen solltest du dein Bartöl kühl und möglichst dunkel lagern, so hält es länger. Wie lang die Haltbarkeit deines Bartöls am Ende tatsächlich ausfällt, hängt von den Inhaltsstoffen ab.

Bewahre dein selbstgemachtes Bartöl zum Beispiel in einer braunen Glasflasche mit Pipette auf. Die kannst du beispielsweise in der Apotheke kaufen. Braunglas schützt dein Bartöl vor Licht und verlängert die Haltbarkeit. Die Pipette erleichtert dir die Dosierung. Alternativ kannst du ein altes Medizinfläschchen mit Dosierpfropfen verwenden. Lagere das selbesthergestellte Bartöl zudem möglichst im Kühlschrank. So bleibt es bis zu drei Monate haltbar.

Anwendung des Bartöls

Das pflegende Bartöl bei Bedarf in den gereinigten Bart massieren. Damit auch die Haut unter dem Bart gepflegt bleibt, das Bartöl bis zur Haut einmassieren.

Klar ist: Je größer der Bart, desto mehr Öl braucht er auch. Hat dein Liebster einen pflegeleichten Drei-Tage-Bart, sollten dafür 2 bis 3 Tropfen genügen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten und Männer sollten sich langsam an die passende Menge herantasten.

Das Anbringen von Öl mit einem Kamm oder ähnlichem ist nur bedingt ratsam, da es eigentlich niemals so gut und gründlich gelingt, wie mit der Hand. Das Öl am besten in die Hand träufeln und die gewünschte Menge etwas zwischen den Fingern verreiben, bevor man es gleichmäßig einmassiert. Für ausführlichere Techniken ist man im Internet mit Tutorials am besten bedient.

Nach dem Einmassieren sollte der Bart mit einer Bürste gepflegt werden. Nicht nur, dass das Öl so noch besser verteilt wird, sondern auch der Eigentalg wird dem Barthaar zu Gute kommen.

Beispielrezepte für dein DIY Bartöl

Hier sind einige Rezeptideen, die du ausprobieren kannst:

  • Rezept 1:
    • 10 ml Traubenkernöl
    • 4 Tropfen Limettenöl
    • 1 Tropfen Rosmarinöl
    • 1 Tropfen Zedernholzöl
  • Rezept 2:
    • 5 ml Jojobaöl
    • 2.5 ml Mandelöl (süß)
    • 10 Tropfen Eichenmoosöl
    • 10 Tropfen Patchouliöl
    • 7 Tropfen Vitamin E Öl (aus natürlicher Konservierung)
    • 5 Tropfen Lavendelöl
    • 3 Tropfen Geraniumöl

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