Baby Blonde Haarfarben: Eine Reise von der Geburt bis zur Pubertät

Die Haarfarbe eines Babys sorgt oft für Begeisterung bei den Eltern. Vom ersten Flaum bis zur endgültigen Haarfarbe gibt es viele spannende Fragen rund um das Haar des Babys: Welche Haarfarbe wird mein Kind haben? Wie schnell wachsen Babyhaare und warum fallen sie wieder aus? Kann sich die Haarfarbe nach der Geburt noch einmal ändern?

Viele Eltern und Verwandte spekulieren schon während der Schwangerschaft, wem der Nachwuchs wohl ähnlich sehen wird. Gerade bei der Haarfarbe ist dies aber gar nicht so leicht zu beantworten. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Elternteile mit braunen Haaren ein braunhaariges Baby bekommen, ist relativ groß. Dennoch kann es auch in diesem Szenario Überraschungen geben.

Die Haarfarbe deines Babys steht bereits mit der Befruchtung fest! In diesem Moment treffen nämlich die Eizelle der Frau und das Spermium des Mannes mit ihren jeweils 23 Chromosomen, die die Erbinformationen enthalten, aufeinander und bilden eine sogenannte Zygote.

Jedes Chromosom hat dabei seine ganz eigene Rolle: Eins legt das Geschlecht fest, ein anderes die Persönlichkeitszüge und wieder ein anderes die Haarfarbe des Ungeborenen.

Bis heute ist die Vererbung in Bezug auf Haarfarben nicht gänzlich geklärt. Was wir jedoch wissen, ist, dass Gene für dunklere Haare dominant und solche für helle Haarfarben rezessiv sind. Das heißt, wenn ein Elternteil dunkle und ein Elternteil blonde Haare hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr Nachwuchs dunkelhaarig sein wird.

Die Rolle von Melanin

Ähnlich wie bei der Augenfarbe von Babys spielt auch bei der Haarfarbe das Protein Melanin, das von den Melanozyten produziert wird, eine wichtige Rolle. Wie viel und welche Art von Melanin in den Haaren vorkommt, hängt von den Genen ab.

Das wichtigste bekannte Gen, das mit der Haarfarbe zusammenhängt, heißt MC1R (die meisten Menschen habe zwei funktionierende MC1R, eins von jedem Elternteil). Dieses Gen enthält die Informationen, um das Protein Melanocortin-1-Rezeptor zu produzieren, das dazu beiträgt, Melanin herzustellen.

Der Melanocortin-1-Rezeptor bestimmt, welche Art von Melanin produziert wird: Ist der Rezeptor aktiviert, sorgt eine Reihe chemischer Reaktionen dafür, dass Eumelanin produziert wird, je mehr, je dunkler die Haarfarbe. Bei manchen Menschen wird weniger Eumelanin produziert, aber dafür mehr Phäomelanin - diese Menschen haben dann rote Haare. In wenigen Fällen wird nur das Pigment Phäomelanin produziert.

In einer Studie aus dem Jahr 2018 wurden 111 bisher unbekannte Genorte identifiziert, die mit der Bestimmung der Haarfarbe zu tun haben!

Viele Kinder bekommen erst im Grundschulalter, manche sogar erst mit Einsetzen der Pubertät, ihre bleibende Haarfarbe. Dieser Prozess hängt von der individuellen genetischen Veranlagung und der Entwicklung des Pigmentstoffes Eumelanin ab.

Veränderung der Haarfarbe im Laufe der Zeit

Ja, das kann sie tatsächlich. Dein Baby ist vielleicht mit feinen blonden Härchen auf die Welt gekommen und hat mit einem Jahr dann eine dunkelbraune Mähne. Gerade blonde Kinder entwickeln mit zunehmendem Alter oftmals dunklere Haartöne. Forscher:innen gehen davon aus, dass dies an Proteinen liegt, die aber erst im Laufe der Zeit aktiviert werden.

Übrigens: Auch wenn dieselben Elternteile mehrere Kinder miteinander haben, so sind die Erbanlagen jedes Kindes doch einzigartig! Wenn euer Erstgeborenes vielleicht mit blonden Locken auf die Welt kommt, kann Kind Nummer zwei durchaus glatte, braune Haare haben.

Die Vererbung der Haarfarbe im Überblick:

  • Schwarze Haare: Sehr viel Eumelanin, kaum Phäomelanin
  • Braune Haare: Viel Eumelanin, wenig Phäomelanin
  • Blonde Haare: Wenig Eumelanin, viel Phäomelanin
  • Rote Haare: Kaum Eumelanin, hauptsächlich Phäomelanin

Mehr als 98 Prozent der Menschen weltweit haben dunkle oder schwarze Haare. Blonde Haare kommen bei etwas über einem Prozent der Menschen vor. Rote Haare sind noch seltener - hier liegt der Anteil weltweit unter einem Prozent.

Das bedeutet auch, dass Eltern Gene für rote und blonde Haare tragen können, auch wenn sie selbst dunkle Haare haben. Wenn dann beide Elternteile die entsprechenden Gene zur Bildung von Phäomelanin, also der hellen Farben, weitervererben, kommen blonde beziehungsweise rote Haare dabei raus.

Rote Haare entstehen durch eine Mutation auf dem Chromosom 16. Der Melanocortin-Typ-1-Rezeptor (MC1R) wird verändert und erzeugt die rote Färbung. Damit ein Baby rote Haare bekommt, müssen beide Elternteile diese Genmutation in sich tragen - sie müssen dabei aber nicht selbst rote Haare haben.

Babys Haarfarbe kann sich wieder ändern. Manchmal ändert sich die Haarfarbe deines Kindes in den ersten Lebensjahren auch nochmal. So kann ein Kind, das mit schwarzem Schopf zur Welt kam, diese verlieren und blond werden.

Laut einer Studie ändert sich bei europäischen Babys die Haarfarbe besonders oft. Warum das so ist, konnten die Wissenschaftler jedoch nicht genau erklären.

Baby Blonde: Der Trend für Erwachsene

Inspiriert von feinen Kinderhaaren, die um das Gesicht etwas heller erscheinen, sind Babylights geradezu ideal, um die Haarfarbe mit dezenten oder prägnanten Lichteffekten ein wenig aufzupeppen und dabei trotzdem einen natürlichen Look beizubehalten. Mittlerweile sind Strähnchen ja nicht mehr nur Strähnchen. Es gibt eine Vielzahl an Techniken - von Lowlights, über Blocksträhnen oder eben Babylights - die jeweils einen anderen Effekt ins Haar zaubern.

Das Markenzeichen der Babylights sind sehr feine Strähnen, die sanft nach unten verlaufen. Es liegt in der Hand des Friseurs oder besser gesagt im Auge des Profis, wo und wie viele Strähnen gesetzt werden. Denn der Colorist beobachtet ganz genau, wie das Haar fällt und wie die Sonne sich auf ihm spiegeln würde. Babylights sind besonders pflegeleicht, denn sie müssen nicht ständig nachgefärbt werden.

Generell sollten Babylights höchstens ein bis zwei Töne heller als die Naturhaarfarbe sein, um den natural Beauty Look zu kreieren. Blondtöne eignen sich hierfür besonders gut. Optimalerweise wird der Colorist die Babylights auf den Hautton und die Naturhaarfarbe abstimmen.

Besonders bei normal bis feinem Haar funktionieren Babylights besonders gut, um mehr Volumen ins Haar zu zaubern. Denn sie konturieren das Haar und geben ihm einen gewissen 3D-Effekt. So wirkt es dicker und fülliger.

Baby Blonde, ein strahlender, frischer und natürlich wirkender Blondton, ist auf dem Vormarsch. Hierunter versteht man eine multidimensionale Farbe, die reich an verschiedenen Nuancen ist. Der Fokus liegt allerdings auf einem platinblonden Ton, der im Kontrast zu einem warmen Ton steht. Dadurch wirkt die Platin-Farbe nicht künstlich oder extrem, sondern eben ganz sanft.

Um diesen Look zu schaffen, wird in der Regel mit der bekannten Balayage-Technik, oftmals auch in Verbindung mit Babylights, gearbeitet. Beim Baby Blonde ist der Grundton immer eine warme, dunklere Farbe, die mit hellen und platinblonden Highlights verfeinert wird. Je nach Hautfarbe kann man hier auch mit unterschiedlichen Nuancen arbeiten, um einen Look passend zum Typ zu kreieren.

Am besten wirkt die Trend-Haarfarbe zu einem Long Bob oder schulterlangen Haaren. Wichtig ist lediglich, dass die Haare (idealerweise von den Profis im Friseursalon) gleichmäßig gefärbt werden, auf einen bewussten Ansatz verzichtet wird und die warmen Pigmente gegebenenfalls aus den Haaren gezogen werden. Das Baby Blond kommt nämlich erst dann zur Geltung, wenn es eine gewisse Kälte (passend zur Jahreszeit!) ausstrahlt.

HaarfarbeEumelaninPhäomelanin
Schwarze HaareSehr vielKaum
Braune HaareVielWenig
Blonde HaareWenigViel
Rote HaareKaumHauptsächlich

tags: #Baby #blonde #haare #farben

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