Atze Schröder, bekannt für seine markante Minipli-Locken-Perücke, ist ein fester Bestandteil der deutschen Comedy-Szene. Zusammen mit der bläulich getönten Pilotenbrille, den enganliegenden Klamotten und dem Goldkettchen steht seine Frisur für das leicht prollige Image, mit dem der Essener Stand-Up-Comedian zu einem der bekanntesten deutschen Comedy-Stars wurde.
Atze Schröder ist bekannt für seine charakteristische Minipli-Locken-Perücke.
Seit den 90er-Jahren gehört der Comedian zur Show-Branche - und trotz der langen Zeit auf der Bühne umgibt den Kleinkunst-Star ein riesiges Geheimnis. Denn bei Atze Schröder handelt es sich um eine Kunstfigur. Wer steckt dahinter? Das fragen sich auch viele Fans.
Trotz seiner Beliebtheit gelingt es ihm, ähnlich wie zum Beispiel auch Stefan Raab, sein Privatleben weitgehend vor der Öffentlichkeit zu schützen. Während sein bürgerlicher Name mittlerweile bekannt ist, bleiben Bilder von Atze Schröder ohne seine charakteristische Perücke nach wie vor rar. Öffentliche Bilder ohne seine Perücke sind äußerst selten.
Atze Schröder sieht man auf öffentlichen Bildern nie ohne seine Haarpracht. Das hat einen guten Grund. Der Essener Stand-Up-Comedian ist zwar eine öffentliche Person und einer der bekanntesten Comedy-Stars Deutschlands, gleichzeitig aber tunlichst darauf bedacht, seine Privatsphäre zu schützen.
Seine Locken-Perücke und die getönte Sonnenbrille sind sein Markenzeichen, sein Schutzschild, seine Tarnung. Doch wie humorlos ist Kult-Comedian Atze Schröder ohne die Bühnen-Verkleidung?
Schon 2005 veröffentlichte die Bildzeitung ein Foto, das Atze Schröder ohne Perücke zeigte. Damals gewann er einen Rechtsstreit gegen die „Bild“-Zeitung, die ein Foto von ihm ohne Perücke veröffentlichte. Der Künstler sah sich in seiner Privatsphäre verletzt und verklagte das Boulevard-Blatt erfolgreich. Seitdem ist kein weiteres Bild ohne seine Lockenpracht aufgetaucht.
Nicht nur, wenn es um Bilder von Atze Schröder ohne Perücke geht, ist der Künstler also äußerst empfindlich. In der Klage gegen den Weser-Kurier setzte sich Atze Schröder durch: Die Richter entschieden, dass das „Geheimhaltungsinteresse des Künstlers“ in diesem Fall Vorrang vor dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit habe.
In der Folge zerrte Atze Schröder also auch noch Arne Klempert, Geschäftsführer des Vereins Wikimedia Deutschland Wikipedia vor Gericht, da sein Name im Wikipedia-Eintrag zum Künstler zu lesen war.
Endgültig geklärt wurde die Frage, ob sein Name jetzt genannt werden darf, nicht, da der Comedian die Klage in letzter Minute zurückzog. Da aber immer noch die einstweilige Verfügung wegen der Nennung des Namens in der Weser-Zeitung existierte, entschied man sich bei Wikipedia letztlich dafür, den echten Namen von Atze Schröder zu entfernen.
Auch heute, fast 20 Jahre nach dem Rechtsstreit ist sein echter Name zumindest bei Wikipedia nicht zu lesen.
In dem bereits erwähnten Wikipedia-Eintrag findet sich eine „fiktive Biografie“ - allerdings ist fraglich, was davon stimmt und was frei erfunden ist. Demnach wurde Atze Schröder am 27. September 1965 unter dem Namen Thomas Schröder geboren. Während seiner Schulzeit war er angeblich ein hervorragender Kunstturner, der es sogar bis zum Jugendmeister brachte. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Tanzlehrer und studierte eine Zeitlang das klassische Fach für alle, die nicht wissen, was sie sonst machen sollen: Soziologie.
Ab Mitte der 1990er Jahre wandte er sich schließlich der Stand-Up-Comedy zu.
Wirklich bekannt wurde Atze Schröder durch die Pro7-Comedy-Sendung Quatsch Comedy Club und die Sendung „Alles Atze“, die von 2000 bis 2007 auf RTL lief. Atze Schröder wurde mehrmals mit dem deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet.
Nach den ersten Auftritten im Jahr 1995 wurde er vor allem durch seine Auftritte im „Quatsch Comedy Club“ bekannt. Von 1999 bis 2006 hatte er mit „Alles Atze“ seine eigene Comedyshow bei RTL. Im Jahr 2000 und von 2002 bis 2007 moderierte Atze Schröder die Verleihung des Deutschen Comedypreises - und auch in zahlreichen anderen TV-Shows war Atze Schröder im Laufe seiner Karriere zu Gast.
Neben Stars wie Kaya Yanar und Ralf Schmitz hat er seit Jahrzehnten einen festen Platz in Deutschlands Comedy-Szene, ist von den Bühnen des Landes und aus dem Fernsehen nicht mehr wegzudenken: Comedy-Star Atze Schröder.
Er hat neben Stars wie Kaya Yanar und Ralf Schmitz seit Jahrzehnten einen festen Platz in Deutschlands Comedy-Szene, ist von den Bühnen des Landes und aus dem Fernsehen nicht mehr wegzudenken: Comedy-Star Atze Schröder.
Aktuell ist der Komiker noch bis August mit seinem Programm Echte Gefühle auf Tour und ab November als Der Erlöser. Wer ihn kennt, weiß, dass es auch hier wieder sehr turbulent zugehen wird!
Wer Aktuelles von ihm hören will, kann beim Podcast „Betreutes Fühlen“ einschalten.
In seinen Shows nimmt Atze Schröder zwar kein Blatt vor den Mund, wenn es um ihn selbst geht, versteht er allerdings keinen Spaß.
Der Mann, der sich Atze Schröder nennt, gibt kaum Interviews. Und wenn, darf man nicht schreiben, wie er in Wahrheit aussieht, nichts Privates fragen. Offiziell ist nur wenig über ihn bekannt, selbst ob sein Alter von 57 Jahren stimmt, ist nicht gewiss. Er schützt seine wahre Identität konsequent.
Hinter dem echten Atze steckt also scheinbar kein pöbelnder Prolet, sondern ein gebildeter, hilfsbereiter, besonnener Typ, der viel Wert auf Privatsphäre legt. Viel mehr wissen wir nicht über ihn.
Im Magazin „Gala“ zu seiner Autobiografie stellte er 2022 klar, dass er aus seiner Identität auch weiterhin ein Geheimnis machen will. „Für mich war immer klar, dass ich meine wahre Identität nicht preisgebe“, sagte er. Er habe privat auch nicht so eine große Klappe wie seine Bühnenfigur Atze Schröder - „und ich freue mich sehr darüber, dass ich ein ruhiges Leben führen kann. Ich bin privat sehr beschaulich unterwegs und das genieße ich auch.“
Der private Mensch hinter der Figur unterscheide sich von Atze Schröder. „Der Bühnen-Atze hat immer den perfekten Spruch parat, aber wenn sich bei mir im Rewe ein Rentner vordrängelt, weiß ich oft auch nicht, was ich sagen soll. Auf der Bühne bin ich rotzfrech, privat deutlich charmanter.“
Laut einem Bericht der „Cosmopolitan“ berichtete Schröder im Podcast „Betreutes Fühlen“ unter anderem, dass er glücklich liiert sei, dass seine Freundin ein ganzes Stück jünger sei als er - und er berichtete über die Trennung von seiner Exfrau. Auch deren Name ist ein Geheimnis.
Atze Schröder hat die Kontinuität, die Ruhe und die Einfachheit des Glücks zu schätzen gelernt.
Machte er vor Jahren noch Werbung für fleischliche Bratwürste, ernährt er sich heute vegan, wie er im Podcast "Plantbased" bekennt. Mit der Stiftung Naturschutz pflanzte er im Kreis Bad Segeberg 10.000 Bäume zum so genannten "Atze-Wald". Seinen bei Günther Jauch, 69, erspielten Gewinn von 500.000 Euro spendete er der Organisation "Madamfo Ghana", die sich in Ghana für die Bekämpfung der Kindersklaverei einsetzt. Inzwischen stehen dort mehrere von Atze Schröder initiierte Schulen.
Schröder bekennt sich zu eigenen Therapie-Sitzungen, in denen er seine teils tragische Familiengeschichte aufgearbeitet hat. Im Gespräch mit Ingmar Stadelmann spricht er von mehreren Suiziden innerhalb der Verwandtschaft. Der äußerst erfolgreiche Podcast "Betreutes Fühlen" mit dem befreundeten Psychologen Leon Windscheid, 36, ist ausdrücklich tiefergehenden Themen gewidmet.
Atze Schröder ist und bleibt einfach ein Mysterium. Heute kennen wir zwar seinen echten Namen, doch wirklich näher bringt uns das dem geheimnisvollen Mann aus Essen-Kray noch lange nicht.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Geburtsjahr | 1965 |
| Bekannt für | Minipli-Locken, Pilotenbrille, prolliger Humor |
| Karriere-Highlights | Quatsch Comedy Club, Alles Atze, Deutscher Comedypreis |
| Privatleben | Schutz der Privatsphäre, wenige öffentliche Informationen |
| Rechtsstreitigkeiten | Erfolgreiche Klagen gegen Veröffentlichung von Bildern ohne Perücke und bürgerlichem Namen |
| Soziales Engagement | Spenden an Madamfo Ghana, Baumpflanzaktionen |
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