Augenbrauen zupfen: So geht's richtig

Augenbrauen spielen eine wichtige Rolle bei der Gesichtspflege und Schmink-Routine, da sie die Augen formen und rahmen. Leider sind die wenigsten Menschen von Natur aus mit wohlgeformten, perfekt geschwungenen Augenbrauen gesegnet. Daher ist es nötig, hin und wieder Hand anzulegen, damit die ideale Grundform der Augenbrauen erhalten bleibt und sie nicht zu buschig und unförmig werden. Jeder entwickelt dabei ganz eigene Methoden und Techniken. Trotzdem gibt es einige Grundregeln und Tipps beim Augenbrauen zupfen, die du befolgen solltest, um dir die Arbeit zu erleichtern. Wir haben die besten DIY-Tipps für dich gesammelt.

Brauen zupfen erfordert Fingerspitzengefühl, Geduld und Mühe. Ein perfektes Ergebnis entsteht nur durch akribisches Arbeiten mit Pinzette und Spiegel. Um sich den Aufwand zu ersparen, lassen sich viele Frauen und Männer daher die Brauen beim Kosmetiker oder Friseur in Form zupfen. Das kann allerdings viel Zeit in Anspruch nehmen und ist nicht zuletzt kostspielig. Sitzungen kosten zwischen 15 bis 20 Euro.

Augenbrauen zu entfernen, indem du eine Pinzette nutzt, ist die wohl gängigste Variante. Hierbei zupfst du die Brauenhaare einfach einzeln oder in kleinen Büscheln heraus. Diese Technik kann recht schmerzhaft sein, ist aber trotzdem beliebt, weil du mit der Pinzette sehr akkurat arbeiten kannst. In erster Linie eignet sie sich für geringfügige Änderungen an der Form deiner Augenbraue. Möchtest du einen großen Teil der Augenbrauenhärchen entfernen, solltest du einen Rasierer oder Wachs verwenden. Hierbei kann auch eine Schablone hilfreich sein. Diese schneidest du in Form, legst sie dann auf deine Augenbrauen und gehst so sicher, dass du wirklich nur überschüssige Haare entfernst.

Willst du deine Augenbrauen richtig und akkurat zupfen, solltest du zumindest einen groben Leitfaden zur Hand haben, an dem du dich orientieren kannst. Einen solchen haben wir daher für dich zusammengestellt.

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So ermittelst du die ideale Augenbrauenform

Um den Verlauf des Brauenbogens zu bestimmen, benötigst du deinen Pinsel. Diesen legst du zuerst senkrecht und gerade an den äußeren Nasenflügel, sodass er bis zur Braue reicht. Den Punkt markierst du mit einem kleinen Strich - hier beginnt deine Augenbraue. Das Ende findest du, indem du den Pinsel vom Nasenflügel aus auf den äußeren Augenwinkel zeigen lässt. Diesen Punkt markierst du ebenfalls. Nun gilt es noch, den höchsten Punkt der Braue zu bestimmen. Lege dazu den Pinsel erneut an, sodass er den äußeren Nasenflügel berührt und deine Pupille in geradem Winkel schneidet. Markiere das Ende des Pinsels am oberen Rand der Braue - fertig!

Um deine Augenbrauen richtig zu formen, kannst du sie sanft mit einem Puder-Pinsel bestreichen. Bürste deine Augenbrauen seitlich hoch und entferne anschließend kleine, überstehende Haare an der Nasenwurzel. Danach zupfst du die Haare unterhalb des Brauenbogens, bürstest die Augenbrauenhaare einmal durch und kürzt dann überschüssige Haare mit deiner Schere. Schließlich kämmst du die Härchen einmal in Wuchsrichtung durch und verteilst ein bisschen Brauengel oder Augenbrauenpuder, um die Augenbrauen in ihre finale Form zu bringen.

Die Fadentechnik ist eine angenehmere Alternative zum Zupfen der Augenbrauen mit der Pinzette. Diese Variante ist weniger schmerzhaft und funktioniert gleichzeitig schneller. Kühle die Brauen bei Bedarf mit Eis oder kaltem Wasser. Dann schneidest du dir ein etwa 40 Zentimeter langes Stück Garn zurecht und bindest die Enden zusammen, sodass ein Kreis entsteht. Die gezwirbelte Mitte des Fadens setzt du anschließend an deinen Augenbrauenhärchen an.

Wie schon beschrieben, erfordert es Übung, die Augenbrauen mit einem Faden zu zupfen. Es kann durchaus passieren, dass dir versehentlich ein ganzes Büschel deiner Augenbrauen verloren geht - gehe also vorsichtig vor.

Bevor du daran gehst, deinen Augenbrauen den letzten Schliff zu verpassen, solltest du ein bisschen Zeit investieren, um die Form auf deinen Gesichtstyp abzustimmen. Nicht jedes Brauen-Styling passt nämlich zu dir. Augenbrauen können deine Augenpartie auf ganz unterschiedliche Weise betonen und dabei deine Vorzüge, aber auch Makel hervorheben. Daher ist es sinnvoll, wenn du dir vor dem Augenbrauen-Zupfen einen Überblick über deine Möglichkeiten verschaffst. Grundsätzlich unterscheiden wir vier verschiedene Gesichtstypen.

Augenbrauen richtig formen? Das ist jetzt kein Problem mehr für dich. Dank unserer Anleitung gelingt dir das Augenbrauenzupfen beim nächsten Mal garantiert. So hast du ganz schnell wunderschöne Brauen, die die Grundlage für einen erstklassigen Make-up-Look sein können.

Die richtige Augenbrauenform für jeden Gesichtstyp

Nicht jede Augenbrauenform passt zu jedem Gesichtstyp. Hier ist eine Übersicht, welche Form am besten zu deinem Gesicht passt:

  • Runde Gesichter: Besitzen so gut wie keine markanten, auffälligen Merkmale. Kinn, Wangen und Stirn bilden ein Oval. Um diese Gesichtsform gut in Szene zu setzen, bedarf es einer Brauenform, die das Gesicht als Ganzes schmaler wirken lässt. Setze daher auf leicht angewinkelte Augenbrauen mit einem sanften Schwung.
  • Eckige Gesichter: Verbinden ein kantiges Kinn mit einer breiten, gewölbten Stirn. Augenbrauen sollten diese markanten Teile deines Gesichts optisch etwas abschwächen. Solche, die geschwungen sind und nach außen hin spitz zulaufen, eignen sich daher ideal.
  • Herzförmige Gesichter: Hier läuft das Kinn spitz zu, die Stirnpartie ist dagegen recht breit. Bei ovalen Gesichtern verbindet sich eine schmale Stirn mit einem spitzen Kinn und hohen, ausgeprägten Wangenknochen.
  • Ovale Gesichter: Gerade Augenbrauen unterstreichen deine Gesichtsform, die als ideal gilt.

Menschen mit einem runden Gesicht können durch eckige Augenbrauenformen mehr Struktur in ihre Gesichtsform bringen. Ein herzförmiges Gesicht profitiert von einem abgerundeten Bogen am höchsten Punkt der Braue. Das äußere Ende kann leicht gekürzt werden. Einer eckigen Gesichtsform werden durch leicht rund geformte Brauen sanftere Züge verliehen. Ovale Gesichter sind der Allrounder. Hier funktioniert wirklich jede Brauenform.

Wenn du deine Augenbrauen zu oft zurechtzupfst, kann das tatsächlich unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Beim Entfernen der Haare ziehst du nämlich nicht nur die Haare, sondern auch die Papillen heraus. Letztere benötigen anschließend bis zu sechs Wochen, um sich zu regenerieren. Wenn du deine Brauen häufig mit der Pinzette bearbeitest, zerstörst du diesen Erneuerungsmechanismus. Die Papille vernarbt und es bilden sich keine neuen Härchen an der beschädigten Stelle. Entscheidest du dich also für einen sehr schmalen, feinen Brauenstrich, kann es sein, dass sich die ausgerupften Härchen nie mehr erneuern.

Augenbrauen zu zupfen geht leichter als du denkst: Mit der richtigen Technik kannst du störende Haare fast schmerzfrei entfernen. Schöne Augenbrauen müssen nicht einem starren Trend folgen. Ob natürlich, buschig oder dezent in Form gebracht: Augenbrauenzupfen heißt nicht, sie in eine künstliche Form zu zwingen, sondern kann deine eigene Gesichtsform unterstreichen. Schön definierte Augenbrauen verleihen deinem Gesicht Ausdruck und betonen deinen Typ. Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen die Mode diktierte, dass schöne Augenbrauen dünn sein müssen.

Natürlich gezupfte Augenbrauen passen zum Gesicht. Meistens passt ohnehin die natürliche Form deiner Augenbrauen am besten zu dir. Indem du vereinzelte Haare entfernst, die aus der Reihe wachsen, kannst du deine natürliche Augenbrauenform betonen. Form definieren: Entscheide dich zuerst, in welche Form du deine Augenbrauen zupfen möchtest. Augenbrauen farblich unterstreichen: Anschließend kannst du die Kontur der Augenbrauen farblich hervorheben. Über den Winkel findest du die richtige Form, um die Augenbrauen zu zupfen.

Bevor du startest, die Augenbrauen zu zupfen, legst du die Form fest. eine Wimpernbürste, mit der du die Augenbrauen in Form bürstest. Nun markierst du auf jeder Augenbraue drei Punkte. Innerhalb dieser Punkte verläuft der für deine Gesichtsform ideale Bogen der Augenbrauen. Mithilfe eines Stifts, den du flach in unterschiedlichen Winkeln an dein Gesicht hältst, ermittelst du diese Hilfspunkte. Nimm wieder den Stift und halte ihn flach vom äußeren Nasenflügel über deine Augenmitte. Bei einem schmalen Gesicht liegen die drei Punkte näher beieinander. Du erhältst also einen stärker geschwungenen Bogen, wenn du die Punkte bogenförmig miteinander verbindest. Ist das Gesicht großflächiger, wird der Bogen flacher, weil die Punkte weiter auseinander liegen. Bei runden oder herzförmigen Gesichtern wirken weiche, schmalere Bögen besser. Augenbrauen mit sauber gezupften Konturen.

Gesichtsform Empfohlene Augenbrauenform
Rund Eckig, angewinkelt
Eckig Geschwungen, spitz zulaufend
Herzförmig Abgerundet
Oval Gerade

Mit der richtigen Technik tut es fast nicht weh, wenn du dir die Augenbrauen selbst zupfst. Achtung: Die Augenbrauen sollten nicht fettig sein, ansonsten kannst du die Haut unter den Augenbrauen nicht richtig spannen. Bürste deine Augenbrauen mit der Wimpernbürste in Form. Orientiere dich dabei an den Hilfspunkten. Kämme die Haare schräg nach oben: So siehst du leichter, welche Haare außerhalb der Idealform wachsen und ob einige Spitzen zu lang sind.

Spanne die Haut mit dem Zeige- und Mittelfinger der linken Hand (wenn du mit rechts die Pinzette führst) - du zupft immer zwischen diesen beiden Fingern. Dabei ziehst du die Haut unter den Augenbrauen nach oben und etwas auseinander. Jetzt setzt du die Pinzette in einem flachen Winkel an und zupfst die Haare unterhalb der Augenbraue entgegen der Wuchsrichtung. Je besser du die Haut dabei spannst, desto weniger tut es weh. An der Nasenseite wachsen die Haare breiter und zum Haaransatz hin, laufen sie meist schmaler zu. Den unteren Bogen zupfst du entsprechend dieser natürlichen Form in eine schöne Kontur.

Den schwierigsten Teil hast du jetzt geschafft. Sollten einige Haare länger sein und buschig über den oberen Bogenrand herausstehen, schneide mit einer Nagelschere die Spitzen ab. Bei hellen Haaren reicht Augenbrauen zupfen oft nicht aus, um die Form zu definieren, da hilft ein Augenbrauenstift weiter. Die Augenbrauen wachsen bei jedem unterschiedlich: Bei einigen sind sie sehr dicht. Bei anderen wachsen die Haare eher vereinzelt oder so hell, dass auch bei in Form gezupften Augenbrauen die Kontur nicht deutlich wird. Mit etwas Farbe kannst du in solchen Fällen deinen Augenbrauen mehr Ausdruck verleihen.

Du kannst die Augenbrauen mit natürlichen Mitteln färben, zum Beispiel mit Kaffee oder Kakao. Mit einem matten Lidschatten oder speziellem Augenbrauenpuder betonst du die Augenbrauen ebenfalls auf natürliche Art. Menschen mit hellblonden Haaren sollten eher nicht zu Brauntönen greifen. Diese können leicht zu rötlich wirken. Tipp: Verwende Produkte aus einer Naturkosmetikserie. In diesen Kosmetika ist zum Beispiel kein Glitter aus Plastik enthalten. Du kannst dich an den Siegeln für Naturkosmetik wie NCP oder BDIH orientieren.

Sind Schablonen als Vorlage sinnvoll? Schablonen können dir Anhaltspunkte geben, falls du beim Zupfen unsicher bist. Der Nachteil: Sie sind meist aus Plastik. Wenn du zum ersten Mal deine Augenbrauen zupfst, gehe lieber langsam vor und zupfe nur einige wenige Haare weg. Zupfen hält lange an: Erst nach etwa drei Wochen wirst du wieder Haare entdecken, die aus der Form wachsen. Denn du zupfst die Haare mit der Haarwurzel heraus, sodass sie erst wieder vollständig aus der Hautpore heraus wachsen müssen.

Weitere Methoden zur Augenbrauenkorrektur

Vielleicht traust du dir das Zupfen nicht zu oder möchtest lieber einen Profi ans Werk lassen. Neben der Haarentfernung mit der Pinzette gibt es viele weitere Möglichkeiten, um deine Augenbrauen in eine Form zu bringen, die zu dir passt.

  • Brow Waxing: Beim Brow Waxing bringst du deine Brauen mithilfe von Kalt- oder Warmwachs in Form. Diese Methode ist eher für Fortgeschrittene geeignet. Denn es ist gar nicht so einfach, das Wachs punktgenau aufzutragen. Wenn du noch unerfahren im Umgang mit Wachs bist, raten wir dir: Nutze es nicht für Fein-, sondern für grobe Vorarbeiten. So funktioniert es: Erwärme das Warmwachs und trage es anschließend mithilfe eines Spatels auf die Region, die du von Haaren befreien möchtest, auf. Tipp: Verzichte lieber auf Brow Waxing, wenn du sehr empfindliche Haut hast. Der Grund? Mit Wachs entfernst du deine Haare an der Wurzel. Dafür musst du kräftig und ruckartig ziehen. Das belastet deine Haut und kann sie reizen. Empfindliche Haut neigt dann zu Rötungen und kann anschließend weh tun, wenn du sie berührst. Bringe bei empfindlicher Haut deine Brauen deshalb lieber mit einer schonenderen Methode in Form. Falls du es trotzdem unbedingt einmal ausprobieren möchtest, trage unbedingt eine beruhigende Feuchtigkeitspflege nach dem Waxing auf.
  • Threading: Eine andere - ebenfalls für Geübte geeignete -Technik zum Augenbrauen Formen ist das Threading. Hierbei entfernst du selbst oder eine Kosmetikerin störende Härchen mithilfe eines Fadens, der zu einer Schlaufe gedreht ist. Schnell über die Haut geführt, werden damit die Haare an der Wurzel entfernt.
  • Microblading: Beim Microblading zeichnet eine zertifizierte Kosmetikerin feine Augenbrauen-Härchen mithilfe von Permanent-Make-up nach und arbeitet sie in deine Haut ein. Ein Microblading läuft oft in zwei Sitzungen ab: Beim ersten Termin wählt die Kosmetikerin eine Farbe aus, die zu deiner Haarfarbe und deinem Hautunterton passt und füllt deine Brauen mit feinen Strichen auf. Die Form passt sie deinen individuellen Vorlieben und deiner Gesichtsform an - eine Schablone gibt es hier nicht. Das Ziel ist ein möglichst natürlicher Look und Farbton. Beim zweiten Termin arbeitet die Kosmetikerin noch einmal nach und gleicht kleine Unregelmäßigkeiten aus - für ein rundum perfektes Endergebnis. Wichtig: Die Behandlung ist nicht ganz schmerzfrei und reizt die Haut. Deshalb - und damit deine Haut nach der Behandlung nicht austrocknet, ist im Anschluss die richtige Pflege wichtig.

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