Augenbrauenpiercing: Risiken, Pflege und alles, was Sie wissen müssen

Das Augenbrauenpiercing ist ein beliebter Körperschmuck, der den individuellen Stil unterstreicht. Doch viele Interessierte haben Fragen zu Schmerzen, Heilung, Pflege und möglichen Risiken. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alles, was Sie über Augenbrauenpiercings wissen müssen.

Was ist ein Augenbrauenpiercing?

Ein Augenbrauenpiercing ist ein Oberflächenpiercing, das entlang der Augenbraue gestochen wird. Es kann vertikal oder horizontal verlaufen, wobei die vertikale Variante am häufigsten ist. Beim Augenbrauenpiercing befinden sich sowohl Einstich- als auch Austrittskanal auf der Körperoberfläche. Deshalb bezeichnet man diese Art von Schmuck als Oberflächenpiercing. Der Stichkanal ist bei dieser Art von Körperschmuck nur von wenig Gewebe umgeben, weil der Stich direkt unterhalb der Haut erfolgt.

Das Augenbrauenpiercing ist seit den 80er-Jahren und besonders seit den 1990er Jahren in der westlichen Welt verbreitet. Hierbei wird die Augenbraue meist vertikal durchstochen. In den 1980er Jahren etablierte sich das Augenbrauenpiercing als ästhetisches Alleinstellungsmerkmal in der Punk- und Rockszene. Der Sänger Chuck Mosley war einer der ersten, der ein Augenbrauenpiercing trug und so wesentlich zu seiner Bekanntheit beitrug. Der Rockmusiker Jonathan Davis trug drei Piercings in der Augenbraue. Ab den 1990er Jahren wurde das Augenbrauenpiercing als Schmuckelement auch allgemein immer beliebter.

Schmerzen beim Stechen

Die Schmerzempfindung ist individuell unterschiedlich. Im Allgemeinen wird das Augenbrauenpiercing als weniger schmerzhaft empfunden als andere Piercings, da die Haut an der Augenbraue relativ dünn ist. Der Schmerz beim Stich eines Piercings durch die Braue ist nicht schlimm und auch nur sehr kurz. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Sollte der Schmerz länger anhalten, ist etwas nicht in Ordnung und Du musst einen Arzt aufsuchen. Etwas Blut tritt beim Piercing der Braue mit Sicherheit aus.

Da der Stichkanal nicht tief unterhalb der Haut verläuft, ist das Piercing relativ schnell gesetzt. Jedoch ist neben der Desinfektion eine zusätzliche Betäubung der Stelle nicht notwendig.

Heilungsprozess und Dauer

Die Heilungsdauer eines Augenbrauenpiercings liegt normalerweise zwischen 4 und 8 Wochen. Eine gute Pflege ist essenziell für eine problemlose Heilung. Augenbrauenpiercings haben eine relativ kurze Abheilungszeit. Schon nach vier bis acht Wochen geht im Normalfall die Schwellung zurück. Entscheidend hierfür ist aber die Fachkompetenz und Sauberkeit des Piercingstudios. Auf keinen Fall sollte man sich ein Piercing durch die Augenbraue selbst stechen!

Ein gut gestochenes Augenbrauenpiercing sollte nach spätestens vier Wochen vollständig abgeheilt sein. Wenn es länger dauert oder sich Eiter bildet, musst Du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Es ist durchaus möglich, das sich das Augenbrauenpiercing später erneut entzündet, zumal immer die Gefahr besteht, damit hängen zu bleiben.

Pflege des Augenbrauenpiercings

Bei der Piercing Pflege eines Augenbrauenpiercings ist unbedingt darauf zu achten, dass der Stichkanal nicht mit Gesichtspflegemitteln (wie z.B. Make-Up, Reinigungsmilch, Cremes etc.) oder Haarspray in Berührung kommt, damit keine unnötigen Reizungen entstehen. Außerdem sollte auf Hygiene geachtet und das Piercing am Anfang nur zur Pflege und Reinigung angefasst werden, aber nur mit gründlich gereinigten oder besser noch desinfizierten Händen. Bei einer bestehenden Wundkruste diese mit klarem Wasser oder Wundspray aufweichen und vorsichtig von innen nach außen (vom Stichkanal weg) entfernen. Trägt man einen Piercingschmuck Ring, sollte dieser beim Reinigen sanft gedreht, eine Banane wird durch auf- und abbewegen gesäubert.

Hinderlich für die schnelle Abheilung des Stichkanals ist zudem Schminke, Reinigungsmilch oder Haarspray. Hier sollte man besonders darauf achten, dass keine dieser Substanzen in den Stichkanal gelangt. Wir empfehlen hier das ProntoLind Spray. Prontolind Spray reinigt selbst schwer zugängliche Areale und dringt durch die niedrige Oberflächenspannung selbstständig in den Stichkanal ein. Berühre Dein frisch gestochenes Augenbrauenpiercing nicht oder nur mit desinfizierten Händen. Die beste Pflege ist keine Pflege, sondern Schutz und Ruhe.

Während der Heilungsphase von bis zu 3 Monaten sollte komplett auf Make-up und Haarsprays verzichtet werden, die in die Wunde gelangen können.

Hier sind einige zusätzliche Pflegetipps:

  • Kein Sonnenbaden/ Sauna/ Solarium für die nächsten drei Wochen.
  • Bei der Körperpflege sollte das Shampoo und Duschgel Ph-Neutral sein und nicht in Berührung mit der „Wunde“ kommen.
  • Wichtig ist, dass beim Schminken und Stylen nichts von den verwendeten Utensilien (Haarspray, Makeup und Färbemittel) in und an den Stichkanal gelangt.

Risiken und Komplikationen

Wie bei allen Piercings gibt es auch beim Augenbrauenpiercing potenzielle Risiken. Zu den häufigsten Komplikationen zählen:

  • Infektionen: Durch unsachgemäße Pflege oder unsterile Instrumente.
  • Allergische Reaktionen: Auf die verwendeten Materialien oder Farben.
  • Herauswachsen: Bei einem horizontalen Augenbrauenpiercing besteht das Risiko des Herauswachsens, da hier Ein- und Austrittsstelle vollkommen auf einer Ebene liegen.
  • Verletzung von Gesichtsnerven: Im schlimmsten Fall kann eine Verletzung der Gesichtsnerven zu einer Gesichtslähmung führen.

Das größte Risiko für körperliche Beeinträchtigungen besteht allerdings beim Stich in den ersten zwei Dritteln der Augenbraue. Hier können wichtige Gesichtsnerven getroffen werden. Im schlimmsten Fall kann eine Verletzung der Gesichtsnerven zu einer Gesichtslähmung führen. Auch im letzten Drittel der Augenbraue besteht die Gefahr, Ausläufer des Trigeminusnervs zu treffen. Im Gegensatz zu anderen Piercings ist das Risiko an der Augenbraue aber eher gering.

Hat sich ein Augenbrauenpiercing entzündet, hat dies größtenteils den falschen Umgang mit Kosmetikprodukten als Ursache.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Falls dein Piercing Anzeichen einer Entzündung zeigt (z. B. Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Ausfluss), musst Du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

BRUSTWARZENPIERCING RISIKEN, HEILUNG UND SCHMERZEN

Arten von Augenbrauenpiercings

Generell können für Piercings in der Augenbraue auch andere Schmuckvarianten gewählt werden. Diese beiden Formen haben sich bis jetzt nur am meisten bewährt. Neben der vertikalen und horizontalen Variante gibt es noch das sogenannte Anti-Augenbrauenpiercing.

Übliche Arten:

  • Vertikal
  • Horizontal
  • Anti-Augenbrauenpiercing (Tear-Drop Piercing)

Das Anti-Augenbrauenpiercing, auch Tear-Drop Piercing genannt, ist eine Piercing-Variation, bei der das Surface-Bar im Jochbein, also unter dem Auge, eingesetzt wird. Ein Piercing im Jochbeinbereich ist ebenfalls möglich. Es wird Anti-Augenbrauenpiercing oder Teardrop-Piercing genannt.

Schmuck für Augenbrauenpiercings

Am verbreitetsten als Schmuck für die Augenbraue sind Curved Barbells oder Ball Closure Ringe. Die Schmuckvielfalt innerhalb dieser Grundformen ist jedoch sehr groß. Auch die Spannbreite des Materials ist breit. Am besten Du informierst Dich im Piercing Shop und wählst Dir ein individuelles Schmuckstück aus. Es gibt auch Barbells mit Anhängern in Tropfen-, Perlen oder Sternenform. Das Grundmaterial - egal ob Metall oder Kunststoff - sollte auf jeden Fall antiallergen sein. Für ein Augenbrauenpiercing sind Materialien wie etwa Silber oder Titan ebenso geeignet wie Chirurgenstahl.

Beim Augenbrauenpiercing befinden sich sowohl Einstich- als auch Austrittskanal auf der Körperoberfläche. Deshalb bezeichnet man diese Art von Schmuck als Oberflächenpiercing.

Materialien:

  • Metall (z.B. Silber, Titan, Chirurgenstahl)
  • Kunststoff
  • Naturmaterialien

Es gibt Titan PVD-Überzüge in allen erdenklichen Farben. Wer sich gerne ein Augenbrauenpiercing stechen lassen möchte, muss auf einige Faktoren achten, vor allem wenn man darüber nachdenkt, den Piercingschmuck auszutauschen. Bei dieser Piercingart wird ein Curved Barbell (Banane) oder ein Ball Closure Ring getragen.

Kosten

Die Kosten für ein Augenbrauenpiercing variieren je nach Studio und Region, liegen aber in der Regel zwischen 40 und 80 Euro. Ein Piercing an der Augenbraue kostet im Allgemeinen zwischen 40 bis 60 EUR.

Platzierung des Augenbrauenpiercings

Die Platzierung des Augenbrauen-Piercing richtet sich nach Form der Augenbraue und dem Wunsch des Kunden. Es sollte jedoch nicht über den Rand des Augenwinkels hinaus gestochen werden und auch nicht zu weit in Richtung der Nasenwurzel reichen. Prinzipiell können mehrerer Piercings nebeneinander platziert werden. Üblicher Weise wird die Augenbraue mit einem Winkel durchstochen. Damit passt sich die Stichstelle dem natürlichen Verlauf der Braue an. In manchen Fällen wird die Braue auch genau vertikal durchstochen.

In den meisten Fällen wird eine Stelle am äußeren Rand der Braue gewählt. Nach der Desinfektion markiert der Piercer, der auf jeden Fall Handschuhe tragen muss, die Stichstelle an beiden Seiten. Mit einer Klemmzange wird Deine Braue dann fixiert und mit einer Spezialkanüle durchstochen. Der von Dir gewählte Piercingschmuck wird hindurch gezogen. Der erste Schmuck sollte Spielraum lassen, da die Stichstelle zunächst anschwillt. Je näher das Piercing hin zur Nase gesetzt wird, um so größer ist die Gefahr einer Gesichtslähmung.

Über die Gefahr eines Augenbrauenpiercings zur Mitte des Gesichts hin wurde gesprochen. Die Braue kann auch horizontal durchstochen werden. Dies geschieht oberhalb oder unterhalb der Brauenwulst. Günstiger ist es, diese Variante oberhalb der Braue stechen zu lassen. Der passende Schmuck hierfür ist ein Surface-Bar.

Kann man das Augenbrauenpiercing entfernen?

Ja, das Augenbrauenpiercing kann jederzeit entfernt werden. Wenn das Piercing noch nicht lange verheilt ist, schließt sich das Loch relativ schnell.

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