Viele Menschen entscheiden sich für Permanent Make-up oder Microblading, um ihre Augenbrauen voller und dichter aussehen zu lassen. Dank der neueren Microblading-Technik sollen dicke, unnatürliche Augenbrauen endlich der Vergangenheit angehören. Doch immer häufiger sind Kunden unzufrieden mit dem Ergebnis, das gar nichts mehr mit “Beauty” zu tun hat. Grund dafür kann sein, dass technisch nicht sauber gearbeitet wurde, weil der Kosmetikerin die notwendige Expertise fehlt. So kommt es vor, dass diese mit dem Gerät abrutscht. Oder aber die Haut reagiert mit anhaltend allergischen Symptomen auf die Farbe. Was aber, wenn nach einer Laserbehandlung zur Entfernung oder Korrektur der Augenbrauen eine rötliche Verfärbung auftritt? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für dieses Phänomen und bietet Lösungsansätze.
Die Microblading-Methode stammt ursprünglich aus Asien und ist dort schon seit längerem ein großer Trend der Körper-Kunst. Sie wird angewandt, um Augenbrauen voller und dichter aussehen zu lassen und Lücken aufzufüllen. Die Methode soll die Augenbrauen deutlich natürlicher modellieren können als es mit klassischem Permanent Make-up möglich ist. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Tattoo-Variante. Während beim herkömmlichen Permanent Make-up die Farbe mit einer Akkupunkturnadel in die Haut „pigmentiert“ (das gesamte Verfahren nennt sich “Pigmentierung”) wird, werden beim Microblading einzelne dünne Härchen mithilfe von aneinandergereihten Nadeln - den sogenannten Blades - in die Haut „geritzt“.
Direkt nach der Behandlung sind auf der Augenbraue sehr dünne Linien zu erkennen. Denn auf die Verletzung reagiert die Haut mit einer sofortigen Abwehr. Zunächst wird der Schnitt von der Haut geschlossen, so wirkt das Ergebnis zu Anfang sehr filigran. Es bildet sich eine Kittsubstanz, bestehend aus Bindegewebe, um die natürliche Schutzschicht der Haut wiederherzustellen. Das führt dazu, dass die Augenbraue nach der Abheilung mit kleinen Narben übersäht ist.
Da das Microblading in die oberste Hautschicht (Epidermis) geritzt wird und diese sich regelmäßig erneuert, verblasst die Farbe nach einer gewissen Zeit. Zwischen 1 und 3 Jahren hält das Microblading ohne Nachbehandlung. Danach kann es auslaufen und unscharf werden. Haben sich die Farbpigmente aber in den kleinen Narben manifestiert, werden sie nicht verblassen, weil sie in der Haut stecken bleiben. Sie werden damit zu einem dauerhaften Tattoo.
Die Betroffenen leiden dann unter stark verunstalteten Augenbrauen. In so einem Fall kann man das Microblading entfernen lassen. Bei der hautschonenden und effektiven Entfernung mittels Laser werden die Farbpartikel erhitzt und so zerstört, dass sie sich in kleine Pigmente zerteilen. Die zersetzten Partikel werden dann über das Lymphsystem ausgeschieden, weil sie Fremdkörper im menschlichen Körper sind.
Die Rötung nach einer Laserbehandlung oder auch nach einiger Zeit beim Permanent Make-up/Microblading kann verschiedene Ursachen haben:
Es gibt verschiedene Methoden, um Permanent Make-up zu entfernen. Hier ein Überblick:
Bei der Laserbehandlung treffen Laserimpulse auf das entsprechende Hautareal und sorgen dafür, dass die Farbpigmente zerplatzen. Die kleinen Farbpartikel werden dann über das Lymphsystem abtransportiert. Zur Laserbehandlung von Permanent Make-up kommen verschiedene Lasertypen zum Einsatz, die durch unterschiedliche Wellenlängen in der Lage sind, verschiedene Pigmentfarben zu entfernen.
Faktoren, die die Dauer bis zur vollständigen Entfernung beeinflussen:
Neben der Laserbehandlung gibt es auch verschiedene Remover-Techniken, die zur Entfernung von Permanent Make-up eingesetzt werden:
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl der Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Pigmente, der Tiefe der Pigmentierung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick:
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Laserbehandlung | Effektiv bei vielen Farben, geringe Narbenbildung | Nicht alle Farben können entfernt werden, Farbumschläge möglich |
| Fruchtsäure | Ungefährlich für Augenbrauen und Lippen | Mehrere Behandlungen notwendig, nicht für Lidstrich geeignet |
| Remover Paste | Schmerzarm, zuverlässig | Mehrere Behandlungen notwendig |
| BB Remover | Entfernt alle Farben und Abtönungen | Keine Informationen im Artikel |
Die Korrektur eines missratenen Permanent Make-ups ist meist aufwendiger und teurer als eine Neugestaltung. Bei der Korrektur kann sowohl eine Form- als auch eine Farbkorrektur erforderlich sein.
Bei unsachgemäß durchgeführten Behandlungen kann es zu balkenartigen oder zu rot, blau oder grünverfärbten Augenbrauen oder zu asymmetrischen, fleckigen oder stark überzeichneten Lippenkonturen kommen. Zu den häufigsten Farbkorrekturen zählen bläuliche Verfärbungen bei Lippen und Orange-, Rot- oder Blauverfärbungen bei Augenbrauen. Durch den Einsatz spezieller Korrekturfarben ist es möglich, die meisten Verfärbungen in 2-3 Behandlungen zu korrigieren.
Formkorrekturen sind i.d.R. etwas aufwendiger, da das Permanent Make-up vor Beginn der Korrekturbehandlung oftmals teilweise oder komplett entfernt werden muss, um die Basis für eine ordnungsgemäße Form zu gewährleisten.
Um typische Microblading-Fehler zu vermeiden, sollte man folgende Tipps beachten:
Wer schön sein will… sollte also nicht zu sparsam sein, sondern besser ein erfahrenes Studio aufsuchen, in dem man auch eine professionelle Beratung erhält. Microblading ist allerdings nichts, was jemand schnell in einem drei-tägigen Workshop lernen kann - es braucht viel Erfahrung und Feingefühl, um Microblading-Fehler zu vermeiden.
Vielen Dank für die Pflegehinweise nach einer Behandlung mit BB-Remover. Es ist wichtig, diese Hinweise zu beachten, um den Behandlungserfolg zu gewährleisten und mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Bitte beachten Sie diese Pflegehinweise sorgfältig, um beste Ergebnisse und eine schnelle Genesung zu erzielen.
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