Juckende Augen sind ein häufiges und unangenehmes Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Wenn die Augen jucken, ist das zwar sehr unangenehm, aber meist harmlos. Manchmal sind juckende Augen jedoch auch ein Anzeichen einer Erkrankung.
Ein weiterer Grund für juckende Augen kann ein Ausschlag an der Haut um die Augen sein: Die Haut in diesem Bereich ist besonders dünn und produziert weniger Hautfett, das normalerweise als Schutzbarriere gegen Erreger und Allergene dient. Ohne diesen Schutz ist die Haut empfindlicher und anfälliger für eine Entzündung der Haut (Dermatitis).
Insgesamt gibt es viele Ursachen, die Schuppen in den Augenbrauen begünstigen, von Hauterkrankungen bis hin zu äußeren Einflüssen.
Das seborrhoische Ekzem wird auch als seborrhoische Dermatitis bezeichnet. Bei dieser nicht ansteckenden Hautentzündung bilden sich rote Flecken und fettige Schuppen - vor allem am Kopf und im Gesicht. Meistens jucken diese nicht. Medizinerinnen und Mediziner gehen davon aus, dass neben verstärkter Talgbildung (Seborrhoe) auch Hautkeime wie Pilze und eine geschwächte Abwehr zur Entstehung des Ekzems beitragen.
Beim seborrhoischen Ekzem, auch seborrhoische Dermatitis genannt, handelt es sich um einen chronisch-entzündlichen Hautauschlag. Er tritt im Gesicht und am Kopf auf und äußert sich durch gelblich, fettige Schuppen. Die Haut unter den Schuppen ist gerötet. Auch Säuglinge können eine seborrhoische Dermatitis haben.
Die seborrhoische Dermatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut bei Erwachsenen. Das äußere Erscheinungsbild sieht wie ein Hautausschlag aus und ähnelt dem Kopfgneis bei Säuglingen (seborrhoisches Säuglingsekzem). Im Gegensatz zum Kopfgneis kehrt das seborrhoische Ekzem in Schüben immer wieder und bleibt ein Leben lang bestehen.
Die genauen Ursachen und Risikofaktoren des seborrhoischen Ekzems sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass mehrere Aspekte, die sich gegenseitig beeinflussen, bei der Entstehung eine Rolle spielen.
Bis zum heutigen Zeitpunkt sind Ursache und Entstehung der seborrhoischen Dermatitis nicht vollständig bekannt. Dermatologen sind sich aber in dem Punkt einig, dass eine erhöhte Talgproduktion für die Hauterkrankung verantwortlich sein muss. Diese Annahme basiert darauf, dass sich das seborrhoische Ekzem vermehrt an Körperstellen zeigt, die sehr viele Talgdrüsen besitzen.
Weitere mögliche Faktoren sind Bakterien, Stress, erbliche Veranlagung und Hormone. Auch Nervenerkrankungen wie etwa Parkinson und ein geschwächtes Immunsystem können eine Rolle spielen. Menschen mit geschwächter Körperabwehr haben zudem ein höheres Risiko, an einer schwereren Form des seborrhoischen Ekzems zu erkranken. Bei dieser Form breitet sich die Erkrankung auf der gesamten Haut aus.
Viele Menschen mit seborrhoischem Ekzem stellen fest, dass sich die Erkrankung bei Stress verschlechtert. Auch das Klima kann sich offenbar auf das seborrhoische Ekzem auswirken. Auch der genetischen Veranlagung wird eine Rolle beim seborrhoischen Ekzem zugeschrieben.
Typische Symptome des seborrhoischen Ekzems sind meist klar begrenzte Rötungen der Haut, die mit talgigen, weißlich-gelblichen Schuppen oder Krusten bedeckt sind. Die Schuppen fühlen sich oft fettig an und treten meist auf der behaarten Kopfhaut auf. Daher wird diese Form der Dermatitis manchmal auch als „Kopfgneis des Erwachsenen“ beschrieben. Neben der Kopfhaut können auch das Gesicht, z. B. Das seborrhoische Ekzem kann auf eine Körperstelle, zum Beispiel an der Kopfhaut, begrenzt sein - die Erkrankung kann aber auch mehrere Hautregionen betreffen.
Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind Hautflecken, die mit gelblichen, fettig glänzenden Schuppen besetzt sind. Auf heller Haut erscheinen die Flecken rot. Auf dunkler Haut sehen die schuppigen Stellen eher wie hellere Flecken aus.
Das seborrhoische Ekzem kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Die mildeste Form ist das seborrhoische Ekzematid. Es ist meist geprägt von einer starken Talg- und häufig auch Schweißproduktion. Die fettig-gelblichen Schuppen sind oft das einzige Anzeichen. Sie bilden sich in erster Linie im Gesicht, oft an den Augenbrauen und um die Nase.
In manchen Fällen juckt die Haut stark, in anderen tritt wiederum kein Juckreiz auf. Das seborrhoische Ekzem kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Die mildeste Form ist das seborrhoische Ekzematid. Es ist meist geprägt von einer starken Talg- und häufig auch Schweißproduktion. Die fettig-gelblichen Schuppen sind oft das einzige Anzeichen. Sie bilden sich in erster Linie im Gesicht, oft an den Augenbrauen und um die Nase.
Dein Hautarzt erkennt das seborrhoische Ekzem in erster Linie am Aussehen der Hautveränderungen und daran, wo diese am Körper auftreten. Wichtig bei der Diagnose ist, sie von anderen Erkrankungen der Haut zu unterscheiden. So kann insbesondere die Schuppenflechte (Psoriasis) zu ähnlichen Symptomen führen.
Es gibt jedoch eine Reihe von Unterscheidungsmerkmalen, die bei der Diagnose helfen, andere Hauterkrankungen auszuschließen. Während die Schuppen beim seborrhoischen Ekzem eher gelblich-fettig sind, sehen sie bei Psoriasis eher silbrig-weiß und trocken aus. Auch die betroffenen Hautstellen helfen bei der Unterscheidung: So zeigen sich bei der Psoriasis die schuppenden Hautareale neben der Kopfhaut häufig auch an Körperregionen, die für das seborrhoische Ekzem untypisch sind, etwa den Knien oder Ellenbogen.
An den behaarten Bereichen der Kopfhaut geht das seborrhoische Ekzem im Gegensatz zur Psoriasis in den meisten Fällen nicht über die Haargrenze an der Stirn hinaus.
Mit einer wirksamen Behandlung kann es gelingen, die lästigen Symptome des seborrhoischen Ekzems auch langfristig in Schach zu halten. Wie das seborrhoische Ekzem genau behandelt wird, richtet sich nach der Ausprägung der Hauterkrankung und danach, welche Beschwerden im Vordergrund stehen.
Zur Therapie werden meist Cremes oder Shampoos mit speziellen Wirkstoffen wie z. B. Ketoconazol und Ciclopirox verwendet, um das Wachstum der am seborrhoischen Ekzem beteiligten Malassezia-Pilze zu hemmen. Darüber hinaus eignen sich auch Shampoos mit Zinkpyrithion oder Seleniumsulfid.
Zur Linderung der Entzündungen, die mit dem seborrhoischen Ekzem einhergeht, können Kortisonpräparate eingesetzt werden. Auf der behaarten Kopfhaut werden sie als Shampoo oder Schaum aufgetragen, auf der übrigen Haut in Form von Cremes oder Salben. Bei längerer Anwendung können Kortikoide zu einem Ausdünnen der Haut führen. Gerade im Gesicht sollten daher alternativ Wirkstoffe aus der Gruppe der Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt werden (z. B. Pimecrolimus, Tacrolimus).
Wenn du mit der Behandlung deines seborrhoischen Ekzems beginnst, denke daran, dass es häufig ein wenig Geduld braucht, bis alle Beschwerden zurückgehen.
Neben medizinischen und kosmetischen Produkten können Hausmittel Ihre Haut auf natürliche Weise unterstützen:
Ganz gleich, welches Hausmittel Sie ausprobieren: Testen Sie dieses immer zuerst an einer kleinen Hautstelle, um allergische Reaktionen auszuschließen.
Allergien sind die häufigsten Ursachen für juckende Augen. Die Augenbindehaut spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Fremdstoffen und produziert einen Teil des Tränenfilms, der zahlreiche Immunzellen enthält. Diese Immunzellen können auf eigentlich harmlose Substanzen wie Pollen oder Hausstaub überempfindlich reagieren. Dabei setzen sie chemische Botenstoffe frei, die eine Entzündung der Augen hervorrufen - es entwickelt sich eine allergische Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis).
Saisonale allergische Bindehautentzündung: Diese Form wird durch Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern ausgelöst und tritt vor allem im Frühjahr und Sommer auf. Betroffene leiden häufig gleichzeitig unter Heuschnupfen und berichten von juckenden, geröteten und tränenden Augen.
Ganzjährige (atopische) Konjunktivitis: Diese Form tritt unabhängig von der Jahreszeit auf und wird durch dauerhafte Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen oder Tierhaare verursacht. Die Schleimhäute reagieren überempfindlich, was zu chronischem Juckreiz und Reizungen führt.
Chronische allergische Konjunktivitis: Diese Form hat einen milden Verlauf, ist jedoch langanhaltend und belastend. Sie tritt häufig bei Menschen mit Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie oder Tierhaarallergie (z. B. Katzenallergie) auf. Langzeitschäden sind in der Regel nicht zu befürchten.
Neben Allergien gibt es noch viele andere mögliche Erklärungen, wenn die Augen jucken bzw. ein einzelnes Auge juckt.
Empfindliche Haut um die Augen kann ebenso von einer entzündlichen Hautreaktion (Dermatitis) betroffen sein wie jede andere Körperstelle. Kontaktdermatitis wird durch eine allergische Reaktion (allergische Kontaktdermatitis) oder eine direkte Reizung der Haut (irritative Kontaktdermatitis) ausgelöst. Häufige Auslöser sind Duftstoffe, Konservierungsmittel oder Nickel in Kosmetikprodukten.
Auch Ekzeme können eine Ursache für Juckreiz und Ausschläge um die Augen sein. Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis führen oft zu entzündlichen Hautveränderungen in diesem Bereich. Das seborrhoische Ekzem, eine häufige Hauterkrankung, betrifft ebenfalls die Augenlider und äußert sich durch Rötung, Schuppung und Juckreiz. Eine weitere Form ist die periorale Dermatitis, die durch übermäßige Anwendung von Pflegeprodukten ausgelöst wird und die Haut um Mund und Augen betrifft.
Juckende Augen treten oft nicht allein auf. Zu den häufigsten Begleitsymptomen bei Augenjucken gehören unter anderem:
Weitere Begleiterscheinungen bei juckenden Augen können Schuppung oder Rötung der Haut um die Augen, Schmerzen beim Blinzeln, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Schmerzen bei Augenbewegungen sein. In einigen Fällen treten auch systemische Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder geschwollene Lymphknoten auf, insbesondere bei Infektionen oder allergischen Reaktionen.
Juckende Augen sind in der Regel unangenehm, jedoch meist auf harmlose Ursachen wie trockene Augen oder allergische Reaktionen zurückzuführen. In bestimmten Fällen kann jedoch ein Arztbesuch notwendig sein.
Ein Arztbesuch ist ratsam bei:
Ein Arztbesuch ist ebenfalls dringend erforderlich, wenn das Augenjucken mit systemischen Symptomen wie Gelenkschmerzen, trockenen Schleimhäuten oder Hautausschlägen verbunden ist, da dies auf eine Autoimmunerkrankung wie das Sjögren-Syndrom hinweisen könnte.
Um die Ursache für juckende Augen zu ermitteln, führt der Arzt oder die Ärztin eine gründliche Untersuchung durch. Diese umfasst ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung sowie spezifische Tests, um mögliche Auslöser wie Trockenheit, Allergien oder Infektionen zu identifizieren.
Im Rahmen der Anamnese, also der Erhebung der Krankengeschichte, kann der Augenarzt oder die Augenärztin Ihnen unter anderem folgende Fragen stellen:
Anschließend folgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin untersucht den Bereich um die Augen, um mögliche Ursachen für den Juckreiz zu finden. Im Fokus stehen dabei Schwellungen, Rötungen oder andere Auffälligkeiten im Bereich der Augenlider und der umliegenden Haut.
Anschließend folgt die eigentliche Augenuntersuchung. Der Arzt oder die Ärztin prüft beispielsweise die Größe der Pupillen, die Reaktion der Augen auf einfallendes Licht und die Augenbewegungen. Zusätzlich werden die Augen mit einer sogenannten Spaltlampe untersucht, um Entzündungen, Fremdkörper oder Schäden an Hornhaut und Bindehaut zu erkennen.
Weitere Untersuchungen, die bei juckenden Augen mitunter notwendig sind:
Die Behandlung von juckenden Augen richtet sich nach der Ursache des Juckreizes und zielt darauf ab, die Symptome zu lindern.
Bei trockenen Augen helfen Augentropfen, die das Auge feucht und geschmeidig halten. Sie lindern zwar die Symptome, bekämpfen jedoch nicht immer die zugrunde liegende Ursache, wie etwa eine Fehlfunktion der Tränenproduktion.
Künstliche Tränen oder lipidhaltige Augentropfen stabilisieren den Tränenfilm und reduzieren Juckreiz. In schweren Fällen können Punctum Plugs eingesetzt werden, um die Tränenflüssigkeit zu erhalten. Entzündungshemmende Augentropfen wie Cyclosporin oder Lifitegrast können bei juckenden, trockenen Augen helfen, indem sie Entzündungen reduzieren, die Tränenproduktion fördern und die Stabilität des Tränenfilms verbessern.
Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung verschreibt der Arzt oder die Ärztin ein lokales Antibiotikum in Form von Augensalben oder Augentropfen (z.B. Gentamicin oder Ofloxacin).
In schweren Fällen oder bei Ausbreitung der Infektion auf andere Körperregionen können zusätzlich Antibiotika in Tablettenform erforderlich sein.
Liegt eine virale Augenentzündung - zum Beispiel mit Herpes Viren (Augenherpes) - vor, helfen Virostatika wie zum Beispiel Aciclovir (lokal oder systemisch). Sie hemmen die Vermehrung der Viren. Bei viralen Infektionen ohne spezifische Therapie (z.B. durch Adenoviren) können kühlende Umschläge und künstliche Tränen Linderung verschaffen.
Wenn die Augen aufgrund einer Allergie jucken, ist es wichtig, den Kontakt mit dem Allergieauslöser zu vermeiden. Bei bestimmten Allergieformen ist zudem eine Hyposensibilisierung möglich. Zur Linderung akuter Allergiesymptome verschreibt der Arzt Antihistaminika in Form von Tabletten oder Augentropfen. Sie lindern das Jucken im Auge (und andere Allergiesymptome), indem sie die Ausschüttung des Botenstoffs Histamin hemmen.
Zusätzlich können Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure in Form von Augentropfen vorbeugend wirken und allergische Reaktionen verhindern. In schweren Fällen kann die Anwendung von Augentropfen mit Kortison notwendig sein, um Entzündungen und damit den Juckreiz schnell zu lindern.
Bei einem Ausschlag am Auge richtet sich die Behandlung nach der Ursache. So können spezielle Salben und Auflagen hilfreich sein. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Ausschlag unter oder um den Augen mit Kortison zu behandeln. Pflegende Cremes für empfindliche Haut können helfen, die Hautbarriere zu stärken und Reizungen zu reduzieren.
Bei einer Lidrandentzündung (Blepharitis) kann regelmäßige Reinigung der Lidränder mit speziellen Reinigungstüchern oder Lösungen helfen, den Juckreiz zu reduzieren.
Bei Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom ist eine interdisziplinäre Behandlung notwendig. Neben künstlichen Tränen können immunsuppressive Medikamente wie Cyclosporin-Augentropfen eingesetzt werden, um Entzündungen zu reduzieren und die Tränenproduktion zu fördern.
Wenn die juckenden Augen durch ein Medikament (Augentropfen, Augensalbe etc.) verursacht werden, wird der behandelnde Arzt Ihnen nach Möglichkeit ein anderes Präparat verschreiben oder die Dosierung anpassen.
Setzen Sie Medikamente nie ohne Rücksprache mit dem Arzt ab. Auch die Dosierung eines Präparats sollten Sie nie eigenständig verändern.
Ist eine Fehlsichtigkeit verantwortlich dafür, dass Ihre Augen jucken (und evtl. brennen), brauchen Sie eine passende Sehhilfe - eine Brille und/oder Kontaktlinsen.
Ist eine andere Erkrankung die Ursache für juckende Augen, muss diese fachgerecht behandelt werden, damit sich die Beschwerden bessern.
Reinigen Sie Ihre Augenbrauen und die umliegende Haut regelmäßig, um überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen. Denn beides kann die Schuppenbildung begünstigen. Verwenden Sie milde Reinigungsprodukte, die die Haut nicht austrocknen.
tags: #augenbrauen #jucken #ursachen #und #bedeutung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.