Die Auswahl der richtigen Permanent Make-up (PMU) Farben für Augenbrauen ist ein entscheidender Schritt, um ein natürliches und ästhetisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Ohne richtige Schulung kann die Farbauswahl im Permanent Make-up leicht schiefgehen, insbesondere bei der empfindlichen Gesichtshaut. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte erläutert, die bei der Farbauswahl zu beachten sind.
Der Farbkreis ist ein unverzichtbares Werkzeug, um Farben zu verstehen. Er teilt Farben in drei Kategorien ein:
Komplementärfarben liegen sich im Farbrad gegenüber und neutralisieren sich gegenseitig, wenn sie gemischt werden. Viele Pigmenthersteller verwenden Gelb, Grün, Rot, Schwarz und Weiß, um natürliche Make-up-Looks zu kreieren.
Farbwerte helfen uns, die Beziehung zwischen der Haut unserer Kunden und den von uns verwendeten Pigmenten besser zu verstehen. Damit das Pigment durch die geheilte Hautfarbe sichtbar wird, muss es einen dunkleren Wert als die Haut haben. Wenn es jedoch zu dunkel gewählt wird, kann der Kontrast zu groß sein und das Ergebnis unnatürlich wirken.
Das Finden der Untertöne Ihrer Kunden ist ein wesentlicher Schritt bei der Auswahl des richtigen Pigments. Die meisten Menschen haben entweder kühle, warme oder neutrale Untertöne. Kühl getönte Kunden benötigen mehr Wärme, um ihre kühlen Töne auszugleichen, während warm getönte Kunden kühle Pigmente benötigen. Warme Hauttöne finden sich häufig bei dunklerer Haut, oft mit dunklem Haar und dunklen Augen.
Die Fitz-Patrick-Hautskala wurde 1975 ursprünglich dazu entwickelt, um die Hautreaktion auf UV-Licht zu analysieren. Heute hilft die Skala vor allem dabei Hauttöne detailliert zu klassifizieren. Die verschiedenen Hauttypen auf der Skala basieren darauf wie viel Melanin natürlicherweise im jeweiligen Hauttyp vorhanden ist. Typischerweise haben Fitzpatrick-Typen 1 bis 3 kühle Untertöne, während die Typen 4 bis 6 warme Untertöne haben, aber das ist nicht immer der Fall. Einige Künstler sind der Meinung, dass diese Skala veraltet ist und die Branche eine aktualisierte Hautskala benötigt, während andere sich mit dieser Skala wohlfühlen und glücklich sind.
| Hauttyp | Hautfarbe | Reaktion auf Sonne |
|---|---|---|
| Typ 1 | Sehr helle Haut, oft Sommersprossen | Verbrennt immer, bräunt nie |
| Typ 2 | Helle Haut | Verbrennt leicht, minimale Bräunung |
| Typ 3 | Mittlere Haut | Verbrennt manchmal, bräunt allmählich |
| Typ 4 | Olive Haut | Verbrennt selten, bräunt gut |
| Typ 5 | Braune Haut | Sehr selten Verbrennungen, bräunt leicht |
| Typ 6 | Dunkelbraune oder schwarze Haut | Verbrennt nie, bräunt immer |
Je nach Hauttyp jedes Klienten und den gewünschten Ergebnissen verwenden Sie wahrscheinlich eine Vielzahl von organischen, anorganischen und hybriden Pigmenten in Ihrer Arbeit! Wichtige Dinge, die Sie wissen müssen, sind, dass organische Pigmente kleinere Partikel haben, mehr Licht reflektieren, leichter implantiert werden können und wahrscheinlich heller heilen. Ein gängiges anorganisches Pigment ist Titandioxid, das weiß ist und eine starke Opazität hat. Pigmenthersteller verwenden es gerne, da es die Sichtbarkeit und Stabilität der Pigmente erhöht, während seine reflektierenden Eigenschaften dazu beitragen, dass der fertige Effekt natürlich gesund und strahlend aussieht.
Hybride Farben (Pigmentierfarben) im Bereich des Permanent Make-up bezeichnen Farben, die aus einer Mischung von organischen als auch anorganischen Bestandteilen bestehen. Hybride PMU Farben bieten verschiedene Vorteile bei der Verwendung im Permanent Make-up:
Die passende Farbauswahl ist eine der wichtigsten und auch schwierigsten Schritte beim Permanent Make-up und Microblading, da die Pigmente in Kombination mit dem Hautton der Kund:innen wirken.
Glücklicherweise bieten die meisten PMU-Pigmentmarken Informationen darüber, ob ihre Farbtöne warme oder kühle Töne haben, welche Grundfarben (wie grün oder gelb) enthalten sind und für welche Hauttöne sie am besten geeignet sind. Marken wie Perma Blend, Li Pigments und Ever After sind sorgfältig für bestimmte Hauttöne formuliert und müssen in der Regel nicht gemischt werden.
Einige Marken bieten auch „Korrektoren“ an - Pigmente, die zu Farbtönen hinzugefügt werden können, um unerwünschte Farben in geheilten Ergebnissen zu neutralisieren. Wie immer sollte jede Farbkorrektur fallweise beurteilt werden - einschließlich der Anzahl der vorherigen PMU-Sitzungen des Kunden. Wenn die Haut übersättigt ist, könnte die einzige sichere Option die Entfernung und ein Neustart nach dem Heilen sein.
Werden Farbtheorie und Hautton bei der Farbauswahl berücksichtigt und darauf basierend eine hochwertige PMU Farbe eingesetzt, sind Farbfehler äußerst selten. Trotzdem kann es zu Ergebnissen kommen, die von den Kundenerwartungen abweichen. Bei einem Auffrischungstermin können dann Farbkorrekturen mit sog. Modifikatoren vorgenommen werden.
Auf Basis des Farbrads gelingt es im Handumdrehen mit der passenden Komplementärfarbe genutzte Pigmente zu neutralisieren. Außerdem gibt es auch spezielle Korrekturfarben (Korrektoren) von Epikur Effekt, die zur Neutralisierung entwickelt wurden und auch bei abgeheilten Ergebnissen beim Auffrischen hinzugefügt werden können, um unerwünschte Farbtöne zu neutralisieren und somit möglichst natürliche Ergebnisse zu erzielen.
Folgende Korrekturkombinationen gibt es:
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