Haare färben mit Henna: Eine ausführliche Anleitung für natürliche Schönheit

Für alle, die eine Alternative zur herkömmlichen Haarfarbe suchen, bietet die Pflanzenhaarfarbe eine natürliche Lösung. Besonders Henna hat sich als beliebtes Mittel etabliert, um dem Haar Farbe und Glanz zu verleihen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über das Haarefärben mit Henna wissen müssen, von der Vorbereitung über die Anwendung bis hin zur richtigen Einwirkzeit.

Was ist Henna?

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis) stammt aus Asien sowie Nord- und Ostafrika. Aus den getrockneten Blättern wird Henna gewonnen, das als feines Hennapulver bekannt ist. Reines Henna färbt die Haare rötlich, aber im Handel sind auch Mischfarben erhältlich, die eine breitere Farbpalette von Blond über Braun bis Schwarz ermöglichen.

Schon die alten Ägypter nutzten das Pulver des Hennastrauchs als Haarfarbe, zur Pflege und für Körperbemalungen. Der im Henna enthaltene natürliche, rotgelbe Farbstoff wird als Lawson bezeichnet.

Vorteile des Haarefärbens mit Henna

  • Schonende Färbung: Im Gegensatz zu chemischen Tönungen und Farben belastet Henna weder Haare noch Kopfhaut.
  • Pflegende Wirkung: Henna legt sich schützend um die Haarstruktur, schützt vor UV-Strahlen und Haarbruch und verleiht Fülle und Glanz.
  • Natürliche Inhaltsstoffe: Pflanzenhaarfarben färben in der Regel ausschließlich mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und sind oft vegan.
  • Weniger Müll: Es fallen keine Plastikfläschchen an, was die Umwelt schont.

Nachteile des Haarefärbens mit Henna

  • Eingeschränkte Farbpalette: Henna bietet nur eine limitierte Farbpalette zwischen Rot, Braun, Schwarz und Dunkelblond. Es kann die Haare nicht bleichen oder hellblond färben.
  • Längere Einwirkzeit: Das Färben mit Henna dauert länger als mit chemischen Mitteln.
  • Unvorhersehbares Ergebnis: Das Färbeergebnis ist abhängig von der natürlichen Haarfarbe, der Vorbehandlung der Haare und den zusätzlichen Zutaten, die dem Henna beigemischt werden.
  • Austrocknende Wirkung: Henna kann die Haare austrocknen, daher ist eine ausgiebige Haarpflege nach dem Färben wichtig.

Was Sie vor dem Färben beachten sollten

Bevor Sie mit dem Färben beginnen, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

1. Shampoo ohne Silikone verwenden

Shampoos und Haarwäschen mit Silikonen legen sich wie eine Schicht um das Haar und verhindern, dass das Henna die Haare färbt. Verzichten Sie daher bereits mehrere Wochen vor dem Färben auf solche Produkte.

2. Probesträhne färben

Um das Farbergebnis besser einschätzen zu können, ist es ratsam, vorab eine Probesträhne zu färben. So können Sie sehen, wie Ihre Haare auf das Henna reagieren und ob Ihnen das Ergebnis gefällt.

3. Allergietest durchführen

Auch Henna-Haarfarben können in seltenen Fällen Kontaktallergien auslösen. Testen Sie die Farbe vor der Anwendung auf einer kleinen Hautstelle, um sicherzustellen, dass Sie nicht allergisch reagieren.

4. Ausgangshaarfarbe berücksichtigen

Ihre natürliche Haarfarbe beeinflusst das Farbergebnis maßgeblich. Blonde Haare werden eher orange oder karottenrot, während braune Haare einen intensiven bis dunkleren Rotton erhalten.

Anleitung zum Haarefärben mit Henna

Haare färben mit Pflanzen-Haarfarbe: So einfach geht‘s | Das khadi Anwendungs-Tutorial

Hier ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Ihre Haare erfolgreich mit Henna zu färben:

1. Vorbereitung

  • Benötigte Materialien: Hennapulver, hitzebeständige Schüssel, kochendes Wasser, natürliches Geliermittel (z. B. Xanthan), Balsam, alte Kleidung, Zeitungspapier, Haushaltshandschuhe, Frischhaltefolie oder Duschhaube, Handtuch, Conditioner (silikonfrei).
  • Schutzmaßnahmen: Schützen Sie Hautpartien wie Ohren und Stirn mit etwas Balsam vor Verfärbungen. Tragen Sie alte Kleidung und legen Sie den Boden mit Zeitungspapier aus.

2. Henna-Paste anrühren

  • Mischen: Geben Sie das Hennapulver in eine hitzebeständige Schüssel und rühren Sie kochendes Wasser ein, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Halten Sie sich dabei an die Herstellerangaben.
  • Geliermittel: Mischen Sie zusätzlich natürliches Geliermittel (wie Xanthan) unter, um die Masse geschmeidig zu halten und das Bröckeln zu verhindern.
  • Ruhezeit: Lassen Sie die Paste eine Weile stehen, damit sich die Farbwirkung entfalten kann. Die Farbe sollte vor dem Auftrag für einige Stunden oder über Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur durchziehen.

3. Henna auftragen

  • Auftragen: Ziehen Sie Haushaltshandschuhe an und tragen Sie Strähne für Strähne das angerührte Henna auf. Beginnen Sie am Haaransatz des Hinterkopfes und arbeiten Sie sich bis zum Deckhaar an der Stirn vor.
  • Wärme: Umwickeln Sie Ihr Haar mit Frischhaltefolie (oder einer Duschhaube) und einem Handtuch. Die Wärme verstärkt die Farbwirkung und hindert die Paste am Eintrocknen.

4. Einwirkzeit

  • Dauer: Warten Sie mindestens zwei Stunden. Je länger die Farbe einwirkt, desto intensiver ist das Ergebnis.
  • Temperatur: Damit die Paste warm bleibt, können Sie die Schüssel mit dem angerührten Henna in ein heißes Wasserbad stellen.

5. Ausspülen und Nachpflege

  • Ausspülen: Spülen Sie Ihr Haar gründlich mit warmem Wasser aus, bis nur noch klares Wasser aus Ihren Haaren rinnt.
  • Conditioner: Waschen Sie Ihre Haare mit einem Conditioner (silikonfrei) und spülen Sie erneut mit klarem, kaltem Wasser nach.
  • Handtuch: Verwenden Sie zum Auswringen am besten ein altes Handtuch, da Ihre Haare noch etwas färben könnten.
  • Haarwäsche: Eine richtige Haarwäsche mit Shampoo können Sie ab dem darauffolgenden Tag durchführen.

Die richtige Einwirkzeit für Henna-Haarfarbe

Die Einwirkzeit von Pflanzenhaarfarbe sollte zwischen 75 und 90 Minuten liegen. Je länger die Einwirkzeit, desto kräftiger wird das Ergebnis sein.

Weitere Tipps für ein optimales Farbergebnis

  • Häufigkeit des Haarewaschens: Waschen Sie Ihre Haare nicht zu oft (ideal wären 2 Mal pro Woche), da sich die Farbe sonst zu schnell wieder rauswäscht.
  • Zusätze: Mit bestimmten Hausmitteln können Sie die Wirkung des Hennapulvers beeinflussen. Zitronensaft bringt beispielsweise den Rotton besser hervor, während schwarzer Tee die Farbe abdunkelt.
  • Ansatzfärbung: Um ein gleichmäßiges Farbergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, bei wiederholter Anwendung nur den Ansatz nachzufärben.

Henna-Haarfarbe kaufen

Henna-Haarfarbe ist mittlerweile fast überall erhältlich. Onlineshops wie Amazon, aber auch Drogerien wie Rossmann oder dm haben Pflanzenhaarfarben im Sortiment. Achten Sie beim Kauf auf qualitativ hochwertige Produkte ohne synthetische Inhaltsstoffe wie PPD (Phenylendiamine).

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Mit diesen Tipps und Anleitungen steht dem erfolgreichen Haarefärben mit Henna nichts mehr im Wege. Genießen Sie die natürliche Schönheit und den Glanz, den Henna Ihrem Haar verleiht!

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