Die Neuverfilmung von Disneys "Arielle, die Meerjungfrau" hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Während einige die Besetzung der schwarzen Schauspielerin Halle Bailey in der Hauptrolle begrüßen, kritisieren andere die Abweichung vom ursprünglichen Aussehen der rothaarigen Arielle. Dieser Artikel beleuchtet die Fakten rund um Arielle und die Kontroverse um die Neuverfilmung.
Hans Christian Andersens Märchen "Die kleine Seejungfrau" von 1837 diente als Vorlage für den Disney-Klassiker "Arielle". Im Gegensatz zum Original, in dem die Seejungfrau am Ende ihren geliebten Prinzen aufgibt, erhält Arielle im Disney-Film ein Happy End. Die fiese Seehexe Ursula stirbt, ihre Opfer werden befreit und König Triton erlaubt seiner Tochter Arielle, von nun an als Mensch an Eriks Seite zu leben.
Der Disney-Trickfilmklassiker "Arielle" wird am Wochenende auf einer Großbildleinwand in der Münchner Philharmonie gezeigt, die Oscar-prämierte Musik live gespielt von einem Symphonieorchester.
Es gab 1997 von Disney: Rodgers & Hammerstein’s Cinderella und da wurden die Charaktere buntgemischt, weil sie zu ihren Rollen passte und das wirkte auch ungezwungen und es ist ein sehr schöner Film mit toller Musik, da hatte es niemand von ihnen "verlangt".
Krebs Sebastian versucht der verliebten Arielle das Leben im Meer wieder schmackhaft zu machen und preist singend alle Vorzüge der Unterwasserwelt an. Der Filmsong "Under the Sea" (deutsch: "Unter dem Meer") wurde ein Hit. Filmkomponist Alan Menken und Texter Howard Ashman durften sich sogar über einen Golden Globe und einen Oscar freuen. Das Lied gewann auch den Grammy in der Kategorie "Bester Song geschrieben für Film oder Fernsehen".
Wie Disney im Juli 2019 mitteilte, wird die 19-jährige Schauspielerin Halle Bailey die Hauptrolle in der Realverfilmung übernehmen. Das führte im Sommer zu rassistischen Kommentaren im Netz, denn Bailey hat keine roten Haare und auch keine blasse Haut wie die animierte Arielle. Dazu postete sie ein Foto einer schwarzen Zeichentrick-Arielle.
In Disneys Neuverfilmung von „Die kleine Meerjungfrau“ ist Arielle schwarz und dunkelhaarig. Die Besetzung ist nicht weniger unsinnig als es eine rothaarige, sommersprossige Mulan wäre.
Die neue Arielle hat optisch rein gar nichts mit der Nixe aus dem Zeichentrickfilm von 1989 gemein. Dabei war deren unverwechselbares Aussehen ihr Markenzeichen.
Mittlerweile dürfte es jeder mitbekommen haben: Disney-Arielle soll in einer Neuverfilmung von der schwarzen Sängerin Halle Bailey gespielt werden. Die Diskussion um eine Kinderfigur zeigt damit wieder einmal, in was für einer rassistischen Gesellschaft wir leben.
Viele Fans fragen sich, welchen Sinn eine Realverfilmung des Klassikers hat, wenn er sich nicht mehr an den Vorgaben des Originals orientiert. Sie argumentieren, dass das unverwechselbare Aussehen der rothaarigen Arielle ihr Markenzeichen war und die Besetzung von Halle Bailey eine unnötige Abweichung darstellt.
Einige Kritiker behaupten, es sei unlogisch, unter Wasser dunkle Haut zu vermuten, da die Sonne nicht so tief ins Meer strahlt. Andere verweisen auf Hans Christian Andersen und argumentieren, dass Arielle dänischer Herkunft sei und es keine schwarzen Däninnen gäbe.
Befürworter der Besetzung argumentieren, dass es sich bei Arielle um eine fiktive Figur handelt und ihr Aussehen nicht festgelegt ist. Sie betonen die Bedeutung von Diversität und Repräsentation in Filmen und sehen in der Besetzung von Halle Bailey eine Möglichkeit, schwarzen Kindern eine Identifikationsfigur zu bieten.
Es gab auch bei "Arielle" bereits schwarze Meerjungfrauen.
Die Disney-Produzenten konzentrieren sich auf die Geschichte und nicht auf die Hautfarbe (von nicht-existenten) Meerjungfrauen. Kinder, denen man die Geschichte von Arielle erzählt, werden sich rein gar nicht für die Hautfarbe der Protagonistin interessieren.
Im Internet kursieren Videos als Reaktion auf die rassistische Hetze. „She is black?“, fragt etwa ein kleines Mädchen völlig verblüfft. Sie kann es kaum fassen, aber ihr strahlender Blick zeigt, wie begeistert sie darüber ist. „She looks like me!“, freut sich ein anderes Kind. Die Videos sind berührend und beim Ansehen denke ich, wie schön es gewesen wäre, wenn es schon in meiner Kindheit Figuren gegeben hätte, die mir gezeigt hätten: Du kannst alles sein. Sogar eine Meerjungfrau! Denn dass Repräsentation wichtig ist, ahnte ich schon damals, als meine rothaarige Freundin so glücklich über Arielles Haarfarbe war. Nun gibt es eben noch schwarze Kinder, die sich in dieser Filmfigur wiedererkennen können. Niemandem wird damit etwas weggenommen.
Einige Kritiker werfen Disney "Blackwashing" vor, d. h. die Besetzung von nicht-weißen Schauspielern in Rollen, die traditionell von weißen Schauspielern gespielt wurden. Sie sehen darin einen Versuch, eine bestimmte Ideologie zu verbreiten, anstatt sich an Fakten oder das Original zu halten.
In vielen Filmen geht es mittlerweile nur noch darum, eine Ideologie zu verbreiten und nicht mehr darum, sich an Fakten oder das Original zu halten.
Es gibt einige Bewegungen, die darauf aufmerksam machen, dass sogar noch zur heutigen Zeit, also im 21. Jahrhundert, eine unfaire Chancenungleichheit herrsche. Araber, Asiaten und auch Rothaarige zählen zur Minderheit.
Das Augenmerk liegt augenscheinlich vielleicht auf schwarzen Schauspielern, weil sie eben sehr lange unbeachtet blieben. Und endlich dafür eingestanden wird, dies zu ändern.
So langsam werden tragende, gute Rollen mit Nicht-Weißen besetzt. Endlich. Im neuen DER KÖNIG DER LÖWEN leihen zum Beispiel prominente Schauspieler Simba und Co. ihre Stimmen. Draufgeschaut: vier Weiße und acht Schwarze. Aber es sind nicht nur Schwarze. Es tut sich langsam etwas. Und ich glaube, das ist das Beste, was den jüngsten Generationen passieren kann. Denn ich hoffe, dass meiner fünfjährigen Nichte derartige Auseinandersetzungen erspart bleiben. Weil sie in einer medialen Welt aufwächst, in der Diversität selbstverständlich ist.
Die Kontroverse um die Besetzung von Halle Bailey als Arielle in der Realverfilmung zeigt, wie emotional das Thema Diversität in der Filmwelt diskutiert wird. Während einige die Abweichung vom Original kritisieren, sehen andere darin eine wichtige Möglichkeit, Repräsentation zu fördern und schwarzen Kindern eine Identifikationsfigur zu bieten.
Unabhängig von der persönlichen Meinung zu dieser Thematik bleibt festzuhalten, dass die Diskussion um Arielle die Bedeutung von Diversität und die Notwendigkeit, Stereotypen zu hinterfragen, in den Fokus rückt.
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