Gillette Labs Rasierklingen im Test: Welcher Rasierer bietet die beste Rasur?

King C. Rasieren ist eine wiederkehrende Aufgabe und begleitet Männer ab dem ersten Bartwuchs bis zu ihrem Lebensende. Keine triviale Tätigkeit - es lohnt sich also, die richtige Methode für sich zu finden. Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken.

Um herauszufinden, welcher Rasierer die beste Leistung bietet, hat die Stiftung Warentest Nassrasierer getestet. Das Fazit ist klar: Die Qualitätsunterschiede sind gering, die Preisunterschiede aber gross. Für eine Überraschung sorgen die Rasierhobel.

Für das letzte «Test»-Heft des Jahres 2024 hat die deutsche Stiftung Warentest einen grossen Aufwand betrieben. 160 Männer haben 20 Nassrasierer getestet und beurteilt. Neben Systemrasierern mit einer bis sechs Klingen kamen auch klassische Rasierhobel zum Einsatz.

Die Stiftung Warentest kam in ihrem Test auf das gleiche Ergebnis. Dort führt die Bestenliste ein 5-Klingen-Rasierer an (Gillette Fusion5 Proglide), direkt darauf folgen ein 2-Klingen-Modell (Gillette SkinGuard) und anschließend ein Rasierer mit drei Schneiden (Gillette Mach3).

Die Anzahl der Klingen ist total egal

Für den Konsumenten ist es eine gute Nachricht - für die Hersteller weniger. Im Test gab es kaum Unterschiede zwischen den Modellen. Alle 20 Rasierer haben das Qualitätsurteil «gut» erhalten. Du kannst dir also kaufen, was dir am besten passt.

Es spielt auch keine Rolle, ob eine oder mehrere Klingen parallel zum Einsatz kommen. So hat im Test etwa der Vier-Klingen-Rasierer von Aldi besser abgeschnitten als die Version mit sechs Klingen.

Mehr Klingen bedeuten auch nicht unbedingt längere Haltbarkeit: Mit vier Klingen konnten die Tester im Schnitt zwölfmal das Gesicht gründlich rasieren, bei sechs Klingen waren es nur acht Durchgänge, bis die Klingen stumpf wurden. Maximal waren mit Systemrasierern fünfzehn Rasuren möglich, bei den Hobeln schwanken die Resultate von sieben bis elf Durchgängen.

Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.

Vierkampf um den Testsieg

Die Modelle Fusion 5 und Labs von Gillette sowie die Modelle Sword Hydro 5 Skin Protection Advanced und Sword Hydro 5 Skin Protection Regular von Wilkinson lieferten sich ein Rennen um den Testsieg. Alle erreichten eine deutsche Schulnote 1,8.

Der Fusion 5 schaffte es schlussendlich an die Spitze, weil er etwas hautschonender ist als die anderen Modelle und auch sonst überall sonst gute Noten erhielt. Der Wilkinson Advanced schaffte am meisten Rasuren mit einer Klinge. Aber wie erwähnt, sind insgesamt die Unterschiede sehr gering.

Für den Vergleich hat die Stiftung Warentest auch eine Vollkostenrechnung erstellt: Was kostet tägliches Rasieren pro Jahr? Der Gillette Labs liegt hier mit 157 Euro an der Spitze. Der Testsieger Fusion 5 ist mit 114 Euro ebenfalls noch teuer. Die beiden Wilkinson-Modelle sind mit 81 Euro (Advanced) und 59 Euro (Regular) bereits deutlich günstiger.

Gut, aber günstig

Aber es gibt noch günstigere Modelle, welche die Bewertung «gut» erhalten haben. Der Balea Men Precision5 Flex-Pro liegt mit der Note 1,9 ganz nahe an den besten vier Modellen, und die Kosten sind mit 45 Euro pro Jahr nochmals geringer.

In einem ähnlichen Preisbereich liegen auch viele andere Eigenmarken der deutschen Discounter, die wir aber nicht im Sortiment haben. Nur ein Modell von Aldi ist mit Kosten von knapp 20 Euro nochmals deutlich günstiger.

Die wahren Preissieger sind die Rasierhobel

Vier traditionelle Rasierhobel haben die Tester parallel dazu ausprobiert. Auch sie erhielten alle das Qualitätsurteil «gut». Trotz weniger Klingenschutz und vermeintlich komplizierterer Handhabung benötigten die Tester übrigens im Schnitt nur eine Minute länger für die Rasur als mit einem Systemrasierer.

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Zwei grosse Vorteile haben Rasierhobel: Die Klingen sind standardisiert, sodass du jeden Hobel mit Klingen aller Marken kombinieren kannst. Ausserdem sind die Klingen deutlich günstiger, wodurch sich die relativ teuren Hobel schnell amortisieren. Wer sich beispielsweise mit den Klingen von Mühle täglich rasiert, zahlt nur knapp über 10 Euro pro Jahr - nochmals deutlich weniger als mit dem Aldi-Rasierer.

Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet. Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen. Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht. Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar.

Der Gillette Labs im Detail

Gadgets sind meine Passion - egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Die Neugierde hat die Disziplin überwunden. Ich bin an dem Rasierer nicht vorbeigekommen. Mein bevorzugten Systemgerät ist seit langer Zeit der Mach3. Mit dem bekomme ich sanfte, sehr glatte und nachhaltige Rasuren hin. Alles was ich bisher mit mehr Klingen im Test hatte war mehr oder weniger eine Enttäuschung.

Für was die Mehrklinger allesamt meiner Meinung nach nicht taugen ist die Rasur eines Mehrtagebarts ab 3 Tagen. Da macht sicher auch der Labs keine Ausnahme. Getestet habe ich das nicht, aber alles andere würde mich doch sehr wundern.

Reiseetui? Mächtig großes Reiseetui. Für Rucksacktouren eher nicht geeignet. Aber ansonsten ganz nett und ordentlich stabil verarbeitet.

Rasierer und Ständer sitzen recht fest in den Halterungen des Etuis. Diese Halterungen könnten die Schwachstellen des Etuis sein. So oft, dass sie brechen, werde ich den Rasierer aber vermutlich nicht nutzen. Die Haptik des Rasierers gefällt mir. Angenehm schwerer Griff mit rutschsicherer Gummierung.

Die Klinge lässt sich mit Druck auf den goldenen Ring nach vorne lösen und auch wieder gut einrasten. Scheint sicher zu sitzen.

Der Kopf gibt auch schon auf leichten Druck nach. Etwas zu leicht scheint mir auf den ersten "Blick" (hat sich für mein Empfinden aber nicht bestätigt).

Keine Ahnung, warum das Gummielement vor den Klingen jetzt nicht mehr die Haus spannt, sondern reinigt. Vermutlich sind sie selber dahinter gekommen, dass auf rasiergelglitschiger Haut spannen kaum möglich ist und es sinnvoller ist, vor der Rasur das Gel zu entfernen. Aber eigentlich auch fast völlig egal. Das gelbgrüne Teil stört mich bei der Rasur nicht.

Wenn man es genau nimmt, handelt es sich beim Labs mit diesen Klingen um einen Zahnkamm. Hmmm, oder doch um ein Nadelspitzensystemie? Wurscht, denn:Das Teil rasiert mich richtig gut!

Sanft, gründlich und nachhaltig. Auch direkt unter der Nase passt das. Ich musste nicht mal üben. 1 x die übliche Routine m/q/g und alles palletti.

Ich bin wirklich erstaunt, dass mich der Labs nicht enttäuscht und für mich mit dem Mach3 mithalten kann. Die Konturenklinge habe ich nicht getestet.

Was mich an der Rasur am meisten gestört hat:Der Sound ist unterirdisch. Ich habe den Eindruck die Klingen klappern im Klingenblock. So angenehm schwer er sich angreift und halten lässt, so doof klingt die Rasur. Wäre es ein 0815-Hartplastikgriff würde das schon passen. Aber so geht das nicht.

Mit einer zusätzlichen Milliarde Entwicklungskosten und einer Verdopplung des Klingenpreises lässt sich das aber sicher richten!

Gillette Labs mit Reinigungs - Element

Gillette Labs mit Reinigungs - Element ist der weltweit erste Rasierer mit im Griff integrierter Reinigungs - Technologie für eine mühelose und saubere Rasur in jedem Zug.

Lieferung: Sofort verfügbar, Lieferzeit max. Produktdetails Anzahl mitgelieferte Ersatzklingen , 2 St. , Artikelbezeichnung Besondere Merkmale , inkl. 👋 Hallo, ich bin Watson, dein persönlicher KI-Assistent. Ich unterstütze dich dabei, das für dich richtige Produkt zu finden.

Zusammenfassung der Kundenmeinungen

Die Gillette Labs Rasierklingen bieten ein herausragendes Rasur-Erlebnis dank ihrer scharfen Klingen, die sanft über die Haut gleiten und zu einem präzisen Schneiden am Haaransatz führen. Das Ergebnis ist eine gründliche Rasur mit weniger Hautreizungen, was besonders für empfindliche Hauttypen von Vorteil ist.

Diese hochwertigen Rasierklingen eignen sich ideal für Männer, die großen Wert auf eine professionelle und schonende Rasur legen. Die Gillette Labs Klingen sind perfekt geeignet für den täglichen Gebrauch sowie für spezielle Anlässe wie wichtige Meetings oder Dates, bei denen ein gepflegtes Erscheinungsbild unerlässlich ist.

Die Gillette Labs Rasierklingen erhalten insgesamt positive Bewertungen. Die Klingen sind scharf, gleiten gut über die Haut und bieten ein gutes Rasur-Ergebnis. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung der Kundenmeinungen.

Mit 5 Klingen, die über ein integriertes Reinigungselement verfügen, rasiert er absolut gründlich und hautschonend. Mitgeliefert wird ein Magnetdock. Das ist ein stylischer Ständer für den Nassrasierer. Die Zeiten, in denen ein Nassrasierer irgendwo im Badezimmer herumliegt sind jetzt vorbei.

Überraschend ist die ständig wachsende Anzahl der positiven Kundenrezensionen für den Gillette Labs Nassrasierer nicht. Zuletzt aktualisiert am 3. Mai 2025 um 15:21 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können.

Das ist zum einen selbstverständlich der Gillette Labs Rasierer mit integriertem Reinigungselement, der das erste Mal mit einem Griff ausgestattet ist, für den Gillette lebenslange Garantie ausspricht.

Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich erst vor kurzem erfahren habe, dass es so etwas gibt und bis dato meine Rasierer immer mit den Rasierklingen nach unten in den Schrank gelegt habe. Neben dem Rasierer geht es - zum anderen - um das kühlende Rasiergel, das die Haut vorbereitet, und die schnelleinziehende Feuchtigkeitscreme.

Ich muss wirklich sagen, dass die Rasur supergeschmeidig, angenehm und schnell über die Bühne gegangen ist. Ich war mit dem Ergebnis - gerade in Kombination mit der Feuchtigkeitscreme, die meine Haut unfassbar weich, irgendwie fast seidig, zurückgelassen hat - sehr zufrieden. Obwohl ich nach dem Test das Gefühl hatte, keine Irritationen im Gesicht feststellen zu können, funktioniert die Routine am besten für mich, wenn ich einen Tag Pause zwischen der nassen Rasur lasse. Ich hatte es am Folgetag erneut probiert, wieder mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis, jedoch reagierte meine Haut empfindlicher als beim ersten Mal. (Das ist bei mir aber immer so.)

Starker Rasierer, der seinen Job zuverlässig erledigt und mit seiner Ausstattung sowie der lebenslangen Garantie auf jeden Fall überzeugt.

Alternativen zum Gillette Labs

Um sich seines Bartes zu entledigen, gibt es viele Möglichkeiten. Wenn der Bart im Jugendalter zu sprießen beginnt, wählen die meisten männlichen Zeitgenossen die Nassrasur. Das hat vor allem finanzielle Gründe, denn ein guter Elektrorasierer ist eine kostspielige Anschaffung, während man Systemrasierer schon für ein paar Euro bekommen kann - die Ausgaben wachsen erst im Lauf der Zeit aufgrund der Ersatzklingen.

Beide Varianten haben ihre Vorteile. Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen. Dadurch wird die Haut nicht ganz so glatt und der Bartschatten wird früher wieder sichtbar.

Auch die Kosten sind ein wichtiger Faktor. Nassrasierer kosten zwar bei der Anschaffung nicht viel, die Klingen gehen jedoch stark ins Geld - und man muss sie oft wechseln. Auch für Männer mit unebener Gesichtshaut geht nichts über die Elektrorasur. Sich mit einem Rasierapparat zu schneiden, ist nahezu unmöglich.

An den offenen Schneiden von Nassrasierern kann man sich hingegen relativ leicht verletzen, und das Risiko wird durch den Rasierschaum noch gesteigert. Darüber hinaus ist Nassrasieren zeitaufwendiger als die Trockenrasur.

Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Es gibt auch Ausnahmen, die mit zwei, vier oder gar sechs Klingen aufwarten, diese sind aber eher selten - in unserem Test ist der Wilkinson Quattro das einzige Modell mit einer geraden Anzahl Schneiden.

Wir können das jedoch nicht bestätigen. Unter den von uns getesteten Systemrasierern gab es keine merklichen Unterschiede zwischen Modellen mit drei und mit fünf Klingen - weder bei der Gründlichkeit, noch bei der Hautirritation oder der Lebensdauer schnitten die 5-Klingen-Rasierer besser ab. Unser Testsieger ist ein 3-Klingen-Rasierer und erledigte seine Aufgabe dennoch besser als seine Konkurrenten mit mehr Schneiden.

Den Gillette Mach3 gibt es schon lange, mittlerweile hat er ein Vierteljahrhundert überstanden und macht keine Anstalten, seinen Platz in den Verkaufsregalen zu räumen. Viel zu verbessern gibt es daran auch nicht, finden wir.

Gillettes Dauerläufer hat nicht nur im Handel einen langen Atem, sondern auch im Badezimmer - die Klingen hielten von allen in unserem Test am längsten. Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirkt der Gillette Mach3 regelrecht grazil. Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt. Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.

Wer den Griff nicht mag, bekommt optional auch andere mit den Klingen kompatible Griffe, die mitunter aus sehr hochwertigen Materialien wie etwa Nussbaumholz hergestellt sind, von Drittherstellern - ein Vorteil der hohen Verbreitung des Mach3, denn für andere Klingensysteme gibt es derartige Enthusiasten-Ausstattung im Normalfall nur sehr selten.

Die Klingenaufnahme ist ein Dorn in der Mitte, der in eine Öffnung gesteckt wird - ein bewährtes Prinzip. Eine Taste löst die Arretierung. Der Klingenwechsel geht damit leicht von der Hand und benötigt nicht mehrere Anläufe, wie wir es leider bei einigen Konkurrenten erlebt haben.

Eine Systemklinge hat drei Schneiden, wie der Name Mach3 bereits andeutet. Die Klinge ist angenehm schmal, was das Rasieren an feinen und unebenen Stellen wie dem Philtrum, dem Adamsapfel und nahe der Mundwinkel erleichtert.

Die Klinge ist flexibel neigbar und hat einen angenehmen Widerstand - sie klappert nicht und wackelt nicht bei jeder Bewegung herum, man muss aber auch nicht stark aufdrücken, was Hautreizungen begünstigen und das Verletzungsrisiko durch Schnitte erhöhen würde. Der Mach3 liegt in der goldenen Mitte.

Rundum brillieren konnte der Mach3 bei der Nutzungsdauer der Klingen. Sie halten eine gefühlte Ewigkeit - bei allen Testpersonen deutlich länger als der Durchschnitt unter allen getesteten Systemrasierern, und sie haben selbigen ordentlich angehoben. Das ist für sich toll, noch schöner ist es aber in dem Wissen, dass Ersatzklingen für den Mach3 zwar nicht zu den allergünstigsten gehören, gegenüber vergleichbar ausdauernden Klingen (namentlich die des Gillette Fusion5 und des Wilkinson Hydro 5) aber für einen deutlich geringeren Betrag den Besitzer wechseln. Pro Rasur ist der Mach3 der drittgünstigste Nassrasierer im Test.

Den Gillette Mach3 als Testsieger auszuzeichnen war keine schwere Entscheidung. Das Gesamtpaket stimmt, gleichzeitig hat der Rasierer keine eklatanten Nachteile, sofern man nicht unbedingt eine Trimmerklinge benötigt. Die Stiftung Warentest (8/2020) hat unseren Favoriten mit der Gesamtnote 1,9 (»gut«) bewertet.

Der Herausforderer rasiert ebenfalls einwandfrei und ist etwas größer und ergonomischer geformt als der Testsieger. Der Wilkinson Sword Hydro 5 schlug sich in unserem Test fast genauso gut wie unser Favorit - welchen man bevorzugt ist zu einem großen Teil eine Geschmacksfrage. Preislich liegen beide nah beieinander.

Wer Gillette aus irgendeinem Grund nicht mag, dem silbern glänzenden Metall-Look nichts abgewinnen kann oder sich an der kompakten Bauweise des Mach3 stört, bekommt mit dem Wilkinson Sword Hydro 5 die beste Alternative in unserem Test. Der Griff ist ein gutes Stück länger und breiter, außerdem ist er ergonomischer geformt. Es ist somit schlicht mehr zum Anfassen da - mit großen Pranken lässt er sich besser greifen. Er ist auch stärker gummiert - das spürt man und man sieht es auch. An den wenigen Stellen, die nicht von Gummi bedeckt sind, kommt auch beim Hydro 5 Metall zum Einsatz, allerdings farbig lackiert.

Die Klinge ist flexibel, sie kann auf einer Achse geneigt werden. Ihr Widerstand ist gering - etwas zu gering für unseren Geschmack. Es bleibt aber im Rahmen. Beim Rasieren ist alles in Ordnung, schüttelt man den Rasierer, hört man sie aber ganz leise klappern.

Die Klinge ist sehr viel breiter als die des Mach3, was für präzises Rasieren kleiner Stellen ein Nachteil ist und daran liegt, dass der Hydro 5 zum einen fünf statt nur drei Klingen hat und zum anderen der Kunststoffrahmen über- und unterhalb der Klinge recht großzügig dimensioniert ist. Der obere Teil lässt sich immerhin zurückklappen, was die Übersicht etwas erleichtert. Auf eine separate Trimmerklinge muss man hingegen verzichten - zwar spricht der Hersteller bei dem Feature von einer Konturenklinge, gemeint ist aber der Klappmechanismus.

Die Klingenaufnahme folgt dem Spreizklemmenprinzip, was wir in der Regel nicht für ideal halten. Weil der Hydro 5 eine Führungsnase hat, ist das Einsetzen aber zum Glück kein Problem. Wir erwischten uns dennoch immer wieder beim Überprüfen, ob die Klinge tatsächlich sitzt oder gleich wieder abfällt. Beim Mach3 ist das hingegen immer eindeutig, die Frage stellt sich dort nicht.

Die Gründlichkeit bewerteten alle Tester mit gut bis sehr gut. Nur eine Testperson berichtete über ein gelegentliches Auftreten leichter Hautirritation, die anderen hatten keinerlei Probleme. Schlechter ist es um den Gleitstreifen bestellt: Er trägt viel zu stark auf und »schleimt« regelrecht - nach der Rasur muss man den Schlick richtig von der Haut waschen. Gut ist der Hydro 5 wieder bei den Kosten: Ähnlich wie beim Mach3 halten die Klingen sehr lange. Sie sind allerdings etwas teurer.

Wer auf eine sehr gründliche und reizarme Rasur Wert legt, aber auf keinen Fall auf die Trimmerklinge verzichten möchte, bekommt beides vom Gillette Fusion5. Ein Klingentausch ist auch diesem Rasierer nur sehr selten nötig, denn die Schneiden sind wie bei unserem Favoriten extrem ausdauernd. Die teuren Klingen sind der Hauptgrund, warum der Gillette Fusion5 für uns nicht als Testsieger in Frage kam, denn für sich genommen ist der Rasierer super. Auszusetzen haben wir daran überhaupt nichts.

Zum einen ist der Griff größer und ergonomischer geformt, sodass er noch etwas besser in der Hand liegt. Er besteht aus stabilem Metall, das oben und unten mit feinen Gummilamellen bestückt ist, die einen hervorragenden Halt gewährleisten. Auch die Gewichtsverteilung ist exzellent, der Schwerpunkt des Nassrasierers mit Klinge liegt ziemlich genau in der Mitte.

Die Klinge ist auf einer Achse flexibel und hat genau den richtigen Widerstand - nicht zu viel und nicht zu wenig, hier hat Gillette den Sweetspot getroffen. Der Gegendruck ändert sich auch nicht, wenn die Klinge in einen stärkeren Winkel geneigt wird - perfekt!

Der Gleitstreifen gehört zu den besten im Test. Man bemerkt ihn - aber positiv. Er macht die Rasur spürbar angenehmer, trägt nicht zu viel auf und bleibt ziemlich lange bestehen, bevor er aufgebraucht ist, was besonders in Hinsicht auf die lange Nutzungsdauer der Klingen eine äußerst respektable Leistung ist.

Alles super also - wäre da nicht der bereits erwähnte Preis. Die Klingen gehen zum Testzeitpunkt für mindestens 3,50 Euro pro Stück (4er-Packung) über die Ladentheke und sind damit die zweitteuersten im Testfeld, lediglich die für die Schwester Fusion5 Power Proglide sind noch teurer. Wer den Kostenpunkt nicht scheut, bekommt mit dem Fusion5 auf jeden Fall einen tollen Nassrasierer.

Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet. Den Cien Men Dynamic 5 Pro kennen einige vielleicht noch unter seinem alten Namen »Shark«.

Die Oberseite ist mit Metall bedeckt, was dem Cien einen etwas edleren Anstrich verleiht als die Discounter-Konkurrenten bieten, aber nicht ganz die Klasse eines Gillette Mach3 erreicht. Unten ist der Dynamic 5 Pro dezent gummiert und mit Rillen versehen, um Rutschen zu verhindern. Die Klingenaufnahme besteht aus einem breiten Metalldorn, gewechselt wird der gesamte Klingenkopf. Das ähnelt einigen Konkurrenten, unter anderem dem Balea Men Revolution 5.1 und dem Harry’s Truman, deren Fassungen allerdings aus Kunststoff bestehen.

Die Klinge selbst ist relativ breit - nur minimal weniger als die des Wilkinson Hydro 5 - und somit nicht allzu gut für Feinheiten geeignet. Die Gründlichkeit erreicht nicht ganz die unserer anderen Empfehlungen, ist aber überdurchschnittlich hoch. Auch Hautreizungen traten im Test nicht auf. Das ändert sich jedoch mit zunehmendem Abstumpfen der Klinge, was leider relativ schnell passiert und unser größter Kritikpunkt am Cien-Rasierer ist. Allerdings sind die Ersatzklingen günstig, wodurch der Preis pro Rasur dennoch niedrig ist und im Testfeld lediglich vom Aveo Men 3-Klingen-Rasiere...

Kostenvergleich der verschiedenen Rasierer

Um die Kosten verschiedener Rasierer zu vergleichen, wurde eine Vollkostenrechnung erstellt. Hier ist eine Übersicht der jährlichen Kosten:

Rasierer Jährliche Kosten
Gillette Labs 157 Euro
Gillette Fusion 5 114 Euro
Wilkinson Sword Hydro 5 Advanced 81 Euro
Wilkinson Sword Hydro 5 Regular 59 Euro
Balea Men Precision5 Flex-Pro 45 Euro
Aldi-Rasierer ca. 20 Euro
Rasierhobel (Mühle Klingen) ca. 10 Euro

tags: #gillette #rasierer #labs #klingen #test

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