Die Welt mit einem Segelboot zu umrunden, ist ein Lebenstraum vieler. Renate und Manfred Urich haben sich diesen Traum mit ihrem Segelboot "La Rossa" erfüllt. Ihre Reiseberichte geben einen Einblick in die technischen Herausforderungen, persönlichen Erlebnisse und unvergesslichen Momente einer solchen Expedition.
"La Rossa" wurde von 1995 bis 1998 bei der niederländischen Werft Trintella B.V. in `s Hertogenbosch gebaut. Im Grundkonzept ist sie nach Plänen des Yachtkonstrukteurs van de Stadt entstanden, und die hervorragenden Handwerker von Trintella setzten alle technischen Wünsche um in ein Schiff, das uns nicht nur gut gefällt, sondern das für uns das ideale Schiff für unsere erste Weltumsegelung war.
Technische Daten von "La Rossa":
Zur Ausstattung gehörten hydraulische Winschen, eine hydraulische Rollreffanlage, moderne Navigationshilfen und Kommunikationstechnik sowie eine umfangreiche Sicherheitsausrüstung. Auch für Komfort war gesorgt: Eine Waschmaschine, ein Geschirrspüler, Gästekabinen und eine Klimaanlage waren an Bord.
Die erste Weltumsegelung von Renate und Manfred Urich führte sie durch verschiedene Meere und zu zahlreichen faszinierenden Orten. Hier ist eine Zusammenfassung ihrer Route:
Die Gesamtstrecke der ersten Weltreise betrug ca. 45.000 Seemeilen, davon 18.000 Seemeilen Einhand.
Die Reise war nicht nur von schönen Erlebnissen geprägt, sondern auch von Herausforderungen und Schwierigkeiten. In dieser Zeit trafen Anrufe diverser Freundinnen und Bekannter meiner Mutter ein, die mich wissen ließen, dass meine Mutter häufig gefallen sei und jetzt im Krankenhaus liege. Ich hatte einen Rückflug für den 17.9. von Quito über Miami nach Frankfurt und wollte den 17.9. abwarten. Dann sahen wir früh um 9 Uhr am 11. September - Manfred wollte gerade unsere Einreiseunterlagen abholen - das schreckliche Attentat von New York im Fernsehen in der Marina.
Ein weiteres Beispiel ist die Reise von Cartagena nach Panama. Mit zu wenig Wind überquerten wir den großen Golf von Darien unter Motor, von Cartagena aus westwärts. Ein wenig segeln konnten wir auch, dabei riss allerdings das Auge des Großsegels mit einem lauten Knall aus und nun ist erst mal vorbei mit Segeln. Es ist zwar blöd, aber besser, es passiert hier als mitten auf dem Pazifik. In Panama wollen wir es reparieren lassen. Was uns mehr stört, ist der Ruderantrieb. Das Rudergestänge rumpelt sehr.
Trotz aller Widrigkeiten gab es auch viele unvergessliche Momente. So berichtet Renate von einem Ankerplatz in Kolumbien: Am Ufer hinter einer Riffbank waren 2 Häuser, die aussahen wie aus einem Märchenbuch: mit dicken strohgedeckten Steildächern und Holzbalkonen ringsherum. Am Strand Bäume und Palmen in einem unbeschreiblichen Grün. In unserer gruseligen Phantasie tauften wir sie „Kokain-Bucht“.
Eine Weltumsegelung erfordert sorgfältige Vorbereitung, insbesondere die Beschaffung von ausreichend Proviant. In Kolumbien sind Lebensmittel relativ preisgünstig, qualitativ gut und das Einkaufen ist bequem, in Panama soll es weitaus gefährlicher sein, sich außerhalb der Marinas zu bewegen, so bunkern wir hier, vor allem Flüssiges, für die nächsten 6 Monate. In der Südsee ist alles enorm teuer, so kostet in Tahiti eine Dose Bier beispielsweise 7-8 DM, und hier in Kolumbien 1,10 DM. Also kauften wir 480 Dosen Bier, 240 Dosen Cola, 60 Liter Saft, 30 Liter H-Milch, 400 Liter Trinkwasser in Flaschen, Nudeln, Reis, Spaghetti-Saucen, Gewürze, 10 kg Kaffee. Dazu noch frische Lebensmittel für die nächsten 2-3 Wochen. Der Einkauf dauerte ewig, aber noch länger dauerte das Verstauen der Schätze.
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