Waxing, Sugaring oder Epilieren können für manche schmerzhaft sein. Lasern oder IPL sind langanhaltend, verursachen aber hohe Anschaffungskosten. Rasieren ist praktisch, birgt jedoch Verletzungsgefahr. All das trifft auf eine Enthaarungscreme nicht zu. Sie entfernt bereits ab einer durchschnittlichen Einwirkzeit von fünf Minuten lästige Haare.
Inzwischen gibt es ganz unterschiedliche Produkte auf dem Markt, die gezielt eine Haarentfernung an Achseln, Arme, Beine, Bikinizone oder auch im Gesicht ermöglichen. Dabei kann man inzwischen auf ganz unterschiedliche Arten zurückgreifen. Das wichtigste Kriterium: Das Ergebnis muss überzeugen.
Denn im Gegensatz zum Rasieren oder Epilieren, wo man das Resultat auf der Stelle sieht und gegebenenfalls sofort nachrasieren kann, ist das bei Enthaarungscremes nicht möglich. Bei einer erfolgreichen Entfernung wachsen die Haare langsamer nach als beim Rasieren - je nach Haarwuchs ist bis zu einer Woche »Freiheit« ist möglich.
Wer sich für eine Enthaarungscreme entscheidet, will Nachteile wie Schnitte, Rasurbrand und Rasurschatten, die sogenannten Erdbeerbeine, vermeiden.
Die »Zauberzutaten« für Enthaarungsmittel heißen Thioglykolsäure und Natriumhydroxid. Im Zusammenspiel entwickeln beide eine chemische Reaktion - das Haar löst sich. Das Natriumhydroxid, auch unter der Bezeichnung Ätznatron bekannt, sorgt nämlich dafür, dass der Säureschutzmantel der Haut durchlässig wird.
Als Folge quellen die Poren auf, und die Haut ist aufnahmebereit für die Thioglykolsäure. Die Wurzel wird nicht entfernt, aber der sichtbare Teil der Haare. Die Körperhaare können nun mit einem Spatel entfernt und abgespült werden. Hände waschen nach der Anwendung nicht vergessen!
Bei der Anwendung von Haarentfernungscremes entsteht oft ein leichter Schwefelgeruch, der die Reaktion der Thioglykolsäure als Ursache hat. Oft werden Duftstoffe eingesetzt, um den Geruch zu überdecken.
Haarentfernungscremes basieren auf Chemie - das ist kein Geheimnis. Die Thioglykolsäure dringt in die oberste Hautschicht ein. Es besteht ein Risiko, dass die Haut diesen Vorgang nicht verträgt. Ähnlich wie bei Haarfärbemitteln empfehlen die Hersteller deshalb, einen Allergietest zu machen. Das gilt für alle Hauttypen.
Einfach einen kleinen Klecks des Produktes auf einer zu enthaarende Körperstelle anwenden und nach der empfohlenen Einwirkzeit wieder entfernen. Um eine Verträglichkeit der Enthaarungscreme zu gewährleisten, gelten die 24-Stunden- und 72-Stunden-Regeln: Nach der Verwendung von Enthaarungscreme sollte man 24 Stunden lang keine Deodorants, alkoholhaltige Lotionen und Parfüms benutzen und zudem kein Sonnenbad nehmen. Zwischen zwei Anwendungen müssen mindestens außerdem 72 Stunden vergangen sein.
Das zählt nicht nur für diese Enthaarungsmethode. Auch wer sich vorher rasiert oder epiliert hat, sollte den Zeitraum abwarten. Viele Produkte enthalten den Zusatz »sensitiv« im Produktnamen, was aber nicht bedeutet, dass die Creme besonders schonend ist, denn Thioglykolat, eine weitere Bezeichnung für Thioglykolsäure, ist hier auch in der Regel enthalten.
Deshalb sollten Enthaarungscremes mit Thioglykolat nicht großflächig angewendet werden. Ganz wichtig: Bikinizone ist nicht gleich Intimzone. Das wird gerne mal miteinander verwechselt, aber bei der Enthaarung in der Bikinizone ist der Haarbereich gemeint, der nicht mehr von einer Bikinihose verdeckt wird.
Im Intimbereich sind auch die Haare im Genitalbereich gemeint. Es gibt Produkte, die speziell für den Intimbereich gekennzeichnet sind. Dennoch ist größte Vorsicht geboten, denn Enthaarungscremes dürfen nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen.
Wir haben 25 Enthaarungscremes getestet und stellen hier einige hervor:
Wer kennt noch die nostalgischen Kaugummis aus der Tube? Ja, das war tatsächlich unser erster Gedanke, als wir unseren Testsieger auf die Haut auftragen, denn die Creme ist rosa - wie Kaugummi aus der Tube eben. Aber keine Sorge, die Konsistenz ist komplett eine andere. Weich, nicht zu flüssig und sehr angenehm zu verteilen. Durch Sheabutter, Mandelöl und Aloe vera ist die Be Routine Haarentfernungscreme Sensitive die Geschmeidigste unter unseren Testprodukten und ideal für empfindliche Haut bzw. die sensible Bikinizone geeignet.
Hier hat man wirklich das Gefühl, man trägt eine Creme auf. Auch der Geruch erinnert zum Glück nicht an typische Enthaarungscremes, sondern ist eher ein leicht blumiger Duft. Die Einwirkzeit beträgt fünf bis zehn Minuten. Mit 200 ml bringt unser Favorit teilweise doppelt so viel Inhalt mit als andere Tuben, die oft zwischen 100 und 150 ml Inhalt liegen. Noch eine Besonderheit: Hier sind die Gebrauchshinweise wirklich gut lesbar, was nicht selbstverständlich ist und auch mit Illustrationen verständlich erklärt wird. Die Inhaltsstoffe können ebenso überzeugen und sind weitestgehend frei von bedenklichen Wirkstoffen.
Im ersten Test 02/2023 haben wir bereits die Vorgängerversion getestet, beim Update 07/2025 steht die Balea Enthaarungscreme erneut auf dem Prüfstand. Das Produkt hat ein Makeover bekommen. Statt in pinkfarbener Optik erscheinen Verpackung und Spatel nun in einem pastelligen Fliederton. Hat sich sonst noch was geändert? Nicht viel - zum Glück. Der Inhalt bleibt weiterhin fast frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Die Creme an sich kommt uns etwas zähflüssiger vor und dadurch nicht ganz so leicht zu verteilen.
Das ist auch ein Vorteil, denn hier tropft nichts und die Wartezeit zwischen fünf bis zehn Minuten kann auch anders genutzt werden. Beim Vorgängermodell hat uns der Spatel sehr schnell begeistert, denn er lag durch Form, Biegung und Rillenstruktur sehr angenehm in der Hand. Und auch nach über 20 Enthaarungscremes können wir immer noch Balea für den besten Applikator im Test loben, denn die gelungene Ergonomie ist geblieben. Sie hat sich sogar noch ein klein wenig verbessert.
Störende Behaarung definiert jeder individuell. Für die einen sind es lästige Härchen im Gesicht oder an den Unterarmen, für die anderen ganz klassisch die Bein- oder Achselbehaarung. Wäre es da nicht praktisch, eine Haarentfernungscreme zu haben, die universell anwendbar ist? Schließlich sind die meisten Produkte in unserem Test nicht für Körper und Gesicht gleichzeitig geeignet. Die Belle Body Enthaarungscreme Soft Skin schon und geht noch einen Schritt weiter.
Als unsere Bestellung kommt, verwirrt uns der Blick in den Karton. Es fehlt ein Applikator. Aber der erste Gedanke täuscht. Hier ist bewusst kein Spatel, Schwamm oder Ähnliches dabei, denn diese Creme soll bewusst mit den Händen aufgetragen werden. Das ist erstmal ungewohnt, vielleicht aber gerade ein Vorteil für diejenigen, die mit Spatel & Co. nicht zurechtkommen. Das Verteilen geht wirklich leicht. Wichtig ist hier, dass die Creme nicht einmassiert wird, sondern die zu enthaarenden Stellen nur gut bedeckt sein müssen.
Andere Produkte enthalten Pflanzenöle, hier wird mit beruhigendem Thermalwasser gepflegt. Zudem ist die Creme fast geruchsfrei. Als einziges Produkt in unserem Test enthält die Vichy Dermo-Tolérance Enthaarungscreme Thermalwasser. Dieses besondere Wasser ist für alle Hauttypen geeignet und hat dermatologische Eigenschaften, die bei einer Haarentfernung besonders gefragt sind: Durch seine Mineralstoffe spendet es Feuchtigkeit, mildert Juckreiz und Rötungen und kann sogar die Hautschutzbarriere stärken.
Bei den Gebrauchshinweisen ist der Hersteller äußerst vorsichtig: Er empfiehlt, 24 Stunden vor und nach der Anwendung keine alkoholhaltigen Produkte und keine Seife an den zu enthaarenden Stellen zu verwenden. Keine Seife? Ja, das Reinigungsmittel hat einen alkalischen pH-Wert und entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Somit kann sie anfälliger für Hautirritationen sein.
Es sind oft kleine Dinge, die im Alltag den Unterschied ausmachen und uns das Leben etwas erleichtern - in diesem Fall die Benutzerfreundlichkeit von Körperpflege-Produkten. Bei der Veet Sensitive Haarentfernungscreme wurde beim Verpackungsdesign mitgedacht. Ein Pumpspender ist superpraktisch bei der Anwendung, besonders für Neulinge auf dem Gebiet. Man kann genau die Menge dosieren, die man braucht, bis alle Haare bedeckt sind, und man muss keinen Deckel aufdrehen.
Die Anwendung der Enthaarungscreme funktioniert wie die der meisten Produkte auf dem Markt: auftragen, abwarten und entfernen. Der Geruch war sehr dezent. Die Konsistenz der Creme entsprach der einer dickflüssigen Bodylotion. Sie tropft nicht - bei der Wartezeit von fünf bis zehn Minuten kann man sich also auch frei bewegen.
Rund acht Prozent aller Frauen leiden unter übermäßiger Behaarung im Gesicht oder auf dem Dekolleté. Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen dichte Körperbehaarung an Stellen aufweisen, die normalerweise eher bei Männern stark behaart sind. Dazu zählen zum Beispiel der Bereich zwischen Nase und Oberlippe (“Damenbart“), Kinn und Wangen, die Oberschenkel oder die Region zwischen den Brüsten.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben idiopathischem Hirsutismus, wie er bei Südeuropäerinnen öfter verbreitet ist, tritt die übermäßige Gesichtsbehaarung vor allem in Zeiten hormoneller Umstellung auf wie Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause. Auch bestimmte lang wirkende Kontrazeptiva, die nur Gestagene enthalten, hoch dosierte Pentothiazine, Metoclopramid oder Phenytoin können einen Hirsutismus auslösen. Die häufigste pathologische Ursache mit 70 bis 90 Prozent ist ein Polzystisches Ovarialsyndrom.
Hirsutismus kann psychisch sehr belastend sein, ist in den meisten Fällen jedoch gesundheitlich harmlos. Verschiedene Methoden zur Haarentfernung oder Medikamente können den starken Haarwuchs eindämmen. Seltener führen Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu Hirsutismus, wenn etwa ein hormonelles Ungleichgewicht entsteht.
Hirsutismus, der plötzlich auftritt, sehr stark ist oder mit weiteren Beschwerden einhergeht, sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Ein möglicher Hinweis auf eine hormonelle Ursache sind zusätzliche Symptome einer Vermännlichung. Zur Vermännlichung kommt es, wenn im Körper zu viele männliche Sexualhormone vorhanden sind:
Bei Hirsutismus, der durch eine bestimmte Erkrankung oder Medikamente ausgelöst wurde, richtet sich die Therapie vor allem nach der jeweiligen Ursache. Eine Alternative ist die Behandlung mit sogenannten Antiandrogenen oder der „Antibabypille“.
Bei übermäßiger Gesichtsbehaarung steht der Wirkstoff Eflornithin als Creme zur Verfügung. Die Creme wird meist zweimal täglich auf die betroffenen Partien aufgetragen und vollständig einmassiert. Bis eine Wirkung sichtbar ist, können einige Wochen vergehen. Nach Absetzen der Behandlung kehrt die Behaarung nach und nach zurück, sodass häufig eine dauerhafte Anwendung nötig ist.
Es gibt verschiedene Methoden zur Haarentfernung, jede mit ihren Vor- und Nachteilen:
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Rasieren | Schnell und einfach | Kurzfristig, Verletzungsgefahr |
| Enthaarungscreme | Schmerzfrei, langanhaltend | Chemische Inhaltsstoffe, Geruch |
| Laserhaarentfernung | Dauerhaft | Teuer, nur für bestimmte Haar- und Hauttypen geeignet |
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