Hygienemaßnahmen gegen ansteckenden Hautpilz in Friseursalons und Barbershops

In der heutigen Zeit ist Hygiene in Einrichtungen wie Barbershops, Friseursalons, Beauty-Salons, Nagelstudios und Tattoostudios von größter Bedeutung. Die Verbreitung von Hautpilzen, insbesondere des Pilzes Trichophyton tonsurans, stellt eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Um Kunden und Personal zu schützen, sind strikte Hygienemaßnahmen und die Verwendung zuverlässiger Desinfektionsprodukte unerlässlich.

Dieser Artikel zeigt, wie solche Einrichtungen durch den Einsatz von Hygieneprodukten, sicherer werden können. Weder Friseure noch Barber wollen Pilzinfektionen unter ihren Kunden verbreiten.

PILZ IN BARBERSHOPS: Männer, aufgepasst! Immer mehr Kunden haben nach ihrem Friseurbesuch Hautpilz!

Die Gefahr von Trichophyton tonsurans

Trichophyton tonsurans ist ein hoch ansteckender Hautpilz, der durch direkten Hautkontakt oder kontaminierte Werkzeuge übertragen wird. Diese Infektion führt zu juckenden, schuppenden Hautstellen und kann sich leicht in Umgebungen verbreiten, in denen viele Menschen behandelt werden. Ohne geeignete Hygienemaßnahmen können sich die Sporen dieses Pilzes in Barbershops, Friseursalons, Beauty-Salons, Nagelstudios und Tattoostudios ausbreiten und sowohl Kunden als auch Personal gefährden.

Erst sind es kleine rote Stellen, an Kopf, Nacken oder im Bartbereich, die jucken. Im Lauf der Zeit werden sie dicker, es entstehen Knötchen, die sich mit Wasser oder Eiter füllen. Später kommt es zu kreisrundem Haarausfall. Schuld daran ist der Hautpilz "Trichophyton tonsurans".

In früheren Jahren hatten sich vor allem Kampfsportler mit dem Hautpilz "Trichophyton tonsurans" angesteckt, weil er über Matten und Körperkontakt übertragen wurde. Dass Barbershops so gefährdet sind, liegt zunächst an den Arbeitstechniken dort.

Bei Rasur und Haarschnitten, die auf null Millimeter gehen (Fade Cuts), ist das Risiko von Mikroverletzungen der Haut hoch. In der Friseurausbildung lerne man das. Gerade beim Fade Cut berührt der Scherkopf die Haut. Da muss man mit Hautverletzungen rechnen.

Männer mit Fade Cuts oder Undercuts sind häufig nach Besuchen in Barbershops betroffen. Die Uniklinik in Tübingen gibt zum Beispiel an, dass etwa 80 Prozent der betroffenen Patienten Barbershops besuchen würden. Der Pilz verbreitet sich über nicht korrekt gereinigte Scheren, Messer und Rasierklingen.

Der hochansteckende Hautpilz Trichophyton tonsurans, auch als "Ringerpilz" oder "Mattenpilz" bekannt, breitet sich zurzeit in Deutschland aus. Vor allem Jugendliche und junge Männer mit Fade Cuts oder Undercuts sind - nicht nur, aber häufig nach Besuchen in Barbershops - betroffen.

Ursachen der mangelnden Hygiene

Die Verbreitung von Hautpilzinfektionen ist oft auf unzureichende Hygienemaßnahmen zurückzuführen. Häufige Gründe sind:

  • Mangelndes Bewusstsein: Viele Betreiber und Mitarbeiter sind sich der Risiken und notwendigen Maßnahmen nicht bewusst.
  • Zeit- und Kostendruck: Die ordnungsgemäße Reinigung und Desinfektion erfordert Zeit und Geld, was in einem geschäftigen Arbeitsumfeld oft vernachlässigt wird.
  • Unzureichende Ausrüstung: Ohne die richtigen Desinfektionsmittel und -geräte ist eine effektive Hygiene schwer zu gewährleisten.

Hygienemaßnahmen zur Eindämmung von Pilzinfektionen

Um die Verbreitung von Trichophyton tonsurans zu verhindern, sind strikte Hygienemaßnahmen erforderlich. Hierbei spielen Hygieneprodukte eine entscheidende Rolle. Diese sind unter anderem bei SeniPax.de erhältlich.

Anleitung zur Instrumentendesinfektion mit Hygieneprodukten

Der Rahmen für die Hygiene bei Friseurdienstleistungen geben der Reinigungs- und Desinfektionsplan der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) sowie die Hygieneverordnung des jeweiligen Landes vor.

  1. Vorbereitung
    • Handschuhe tragen: Tragen Sie Einweghandschuhe, um direkten Kontakt mit kontaminierten Instrumenten und Desinfektionsmitteln zu vermeiden.
    • Instrumente vorbereiten: Entfernen Sie grobe Verschmutzungen von den Instrumenten und spülen Sie sie unter fließendem Wasser ab.
  2. Reinigung und Desinfektion
    • Desinfektionslösung ansetzen: Bereiten Sie die Desinfektionslösung mit GigaSept Instru AF (2 Liter oder 5 Liter) gemäß den Anweisungen auf der Verpackung vor.
    • Instrumente einweichen: Legen Sie die Instrumente vollständig in die Desinfektionslösung in einer Wanne (3L, 5L oder 10L) und lassen Sie sie gemäß den Herstellerangaben einwirken.
    • Bürsten und Abspülen: Nach der Einwirkzeit reinigen Sie die Instrumente gründlich mit einer Bürste und spülen sie unter fließendem Wasser ab.
  3. Trocknung und Aufbewahrung
    • Trocknung: Trocknen Sie die Instrumente mit einem sauberen, fusselfreien Tuch oder lassen Sie sie an der Luft trocknen.
    • Aufbewahrung: Bewahren Sie die sauberen und desinfizierten Instrumente in einem trockenen, geschlossenen Behälter auf, um eine erneute Kontamination zu vermeiden.

Weitere Hygienemaßnahmen

Grundsätzlich gilt: Mehrfach verwendbare Geräte, bei deren Anwendung es zu Verletzungen der Haut kommen kann, müssen nach jeder Anwendung gereinigt und desinfiziert werden.

Unabhängig vom Verletzungsrisiko müssen alle Arbeitsmaterialien inklusive Scheren und Scherköpfen immer dann desinfiziert werden, wenn sie sichtbar mit Blut oder Sekreten kontaminiert sind. Das kann schon passieren, wenn ein Pickel abrasiert oder das Gerät auf krankhaft veränderter Haut angewendet wurde.

  • Händedesinfektion
    • Desmanol Care: Pflegende Formel für die Hände, ideal für den täglichen Gebrauch.
      • Anwendung: Tragen Sie eine ausreichende Menge auf die Hände auf und reiben Sie sie gründlich ein, bis die Hände trocken sind.
    • Primasept Wash: Hygienische Handwaschung.
      • Anwendung: Verwenden Sie es wie normale Seife, um Ihre Hände gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Flächendesinfektion
    • Mikrozid Universal Wipes Premium 100: Fertig getränkte Desinfektionstücher zur schnellen Reinigung und Desinfektion.
      • Anwendung: Wischen Sie alle Oberflächen ab, die häufig berührt werden, einschließlich Arbeitsflächen, Stühle und Geräte.
    • Green Line 114 oder Medizid Rapid QF Wipes: Alternative Flächendesinfektionstücher mit schneller Wirkung.
      • Anwendung: Wischen Sie alle Oberflächen ab, die häufig berührt werden.
    • Mikrozid Universal Liquid 1 Liter Sprühflasche oder Medizid Rapid + 1 Liter: Flächendesinfektion/Schnelldesinfektion.
      • Anwendung: Besprühen Sie die Oberflächen und lassen Sie das Desinfektionsmittel einwirken.
  • Wunddesinfektion
    • Octenisept 100ml: Wunddesinfektion, ideal zur Vermeidung von Infektionen.
      • Anwendung: Tragen Sie Octenisept auf kleine Schnitte oder Wunden auf, um Infektionen zu verhindern.
  • Schutzkleidung
    • Schwarze Nitrilhandschuhe: Einweghandschuhe zum Schutz vor Kontamination.
      • Anwendung: Tragen Sie die Handschuhe bei allen Tätigkeiten, die eine potenzielle Kontamination darstellen, und entsorgen Sie sie nach jedem Gebrauch.

Handtücher müssen nach jedem Kunden gewechselt und bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Auch Umhänge müssen sie täglich waschen und zusätzlich dann, wenn diese sichtbar verschmutzt sind. Ist Blut an einen Umhang gekommen, muss er mit einem desinfizierenden Waschmittel behandelt werden.

Kontaktflächen wie Stühle. Arbeitsflächen und der Sanitärbereich müssen mindestens einmal täglich gründlich gereinigt werden.

Symptome eines Hautpilz auf der Kopfhaut

Symptome eines Hautpilzes auf der Kopfhaut äußern sich typischerweise durch:

  • Juckreiz: Ein starkes Jucken ist oft das erste Anzeichen.
  • Rötungen: Die betroffenen Stellen sind gerötet und entzündet.
  • Schuppen: Es bilden sich weiße oder graue Schuppen.
  • Haarbruch: Das Haar kann brüchig werden und ausfallen.
  • Krusten: In einigen Fällen bilden sich kleine Krusten.

In solch einem Fall sollten sie den Kunden darauf hinweisen und einen Besuch beim Hautarzt empfehlen.

Wissenschaftliche Relevanz und rechtliche Verpflichtungen

Die Einhaltung strenger Hygienestandards ist nicht nur aus gesundheitlicher Sicht von Bedeutung, sondern auch aus rechtlicher. Gesundheitsämter führen regelmäßige Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden. Verstöße gegen diese Standards können schwerwiegende Konsequenzen haben, einschließlich Bußgeldern und sogar der Schließung des Betriebs.

Die Implementierung einer gründlichen und regelmäßigen Desinfektionsroutine ist daher unerlässlich, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Gesundheit von Kunden und Personal zu schützen.

Wo sind die Hotspots in Deutschland?

Tübingen, Stuttgart, Nürnberg, Berlin, Köln und auch München - was auch eine Untersuchung der TU München (externer Link) bestätigt -, nennt Maronna als "Hotspots", wo nach seiner Erfahrung bisher besonders viele Fälle von Infektionen mit dem Hautpilz Trichophyton tonsurans aufgetreten sind.

„Inzwischen kann man davon ausgehen, dass es eine deutschlandweite Epidemie ist. [...] Teilweise wird sogar von einem europaweiten Phänomen gesprochen“, sagt der Hautarzt. Er plädiert daher für eine Meldepflicht der Krankheitsfälle, um die Infektionszahlen besser in den Griff bekommen zu können.

Risikofaktoren und Prävention

Das Risiko einer Hautpilz-Infektion in einem Barbershop entsteht hauptsächlich durch mangelnde Hygiene.

Viele Barbershop-Werkzeuge wie Rasiermesser, Scheren, Kämme oder Handtücher können Pilze übertragen, wenn sie nicht gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Besonders anfällig für Infektionen sind Personen mit empfindlicher Haut, bestehenden Hauterkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem.

Der beste Schutz vor einer Hautpilz-Infektion besteht darin, auf gute Hygiene im Barbershop zu achten.

Fragen Sie nach den Hygienepraktiken: Zögern Sie nicht, Ihren Barbier zu fragen, wie die Werkzeuge gereinigt werden. Achten Sie auf frische Handtücher und Umhänge: Achten Sie darauf, dass für Sie saubere Handtücher und Umhänge verwendet werden.

Um eine Infektion mit dem Hautpilz zu verhindern, rät Hautarzt Maronna, sich den Friseursalon oder den Barbershop genau anzuschauen. Die entscheidenden Fragen seien: Bleibt dem Personal dort genügend Zeit für die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen, etwa das Desinfizieren der Stuhllehnen und insbesondere der Rasierer? Werden die Handtücher nach jedem Kunden gewechselt?

In einem ordnungsgemäß geführten Friseursalon sollte dies aber nicht erforderlich sein. Warum die Ansteckungsgefahr gerade in Barbershops besonders hoch ist, ist für Hecker wenig überraschend.

"In erster Linie liegt es natürlich daran, dass viele dieser Barbershops nicht von Meistern geführt werden und natürlich dann auch un- und angelernte Kräfte dort arbeiten. Die haben einfach diese Hygienemaßnahmen nicht gelernt und setzen das natürlich auch nicht um", betont er.

Folgende weitere Punkte sprechen ihrer Erfahrung nach für ein erhöhtes Risiko:

  • Der Inhaber oder die Inhaberin des Betriebes hat keine Meisterausbildung. Die Eintragung in die Handwerksrolle erfolgte auf Grundlage einer Ausnahmeregelung
  • Es werden überwiegend oder ausschließlich un- und angelernte Personen beschäftigt
  • Das Preisniveau ist sehr niedrig
  • Es können keine Termine vereinbart werden
  • Fehlende Informationen über Arbeitsschutz und Hygiene
  • Der Betrieb ist nicht in der Innung oder einer anderen qualifizierten Friseurvereinigung organisiert

„Vielen Barbershop-Betreibern und ihren un- oder angelernten Mitarbeitern fehlen die notwendigen Kenntnisse, wie man die Geräte desinfiziert“, sagt Doris Ortlieb.

Achte auf Hygiene: Beobachtet, ob deine Friseure ihr Werkzeuge gründlich reinigen und Desinfektionsmittel verwenden, ob immer ein frisches Handtuch verwendet wird und ein sauberer frischgewaschenen Umhang genutzt wird.

Informiere mich bitte vor beginn einer Behandlung, bzw. spreche es bei der Terminvergabe sofort an, solltet Du bereits unter einem Hautpilz leiden oder entsprechende Symptome haben, um eine Infektionskette sofort zu unterbrechen!

Was tun bei Verdacht auf Hautpilz?

Wenn Sie nach einem Barbershop-Besuch Symptome wie Rötungen, Juckreiz oder Schuppenbildung bemerken, könnte dies auf eine Hautpilz-Infektion hinweisen.

Falls Sie solche Symptome bei sich bemerken, sollten Sie umgehend einen Hautarzt aufsuchen. Die Behandlung hängt von der Schwere der Infektion ab. In den meisten Fällen werden topische Antimykotika (Cremes, Shampoo oder Salben) verwendet, um den Pilz zu bekämpfen.

Wichtig ist, die Behandlung so lange fortzuführen, wie vom Arzt empfohlen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.

Wer mit dem Hautpilz Trichophyton tonsurans infiziert ist, sollte laut Maronna folgendes beachten:

  • engen Kontakt zu Mitmenschen vermeiden,
  • Wäsche, wie Kleidung und Bettwäsche, auf jeden Fall aber das Kopfkissen, täglich oder zumindest alle zwei Tage wechseln und mit einem sogenannten Hygienereiniger "nicht mit der allerniedrigsten Temperatur" waschen,
  • Kontrolltermine beim Hautarzt wahrnehmen,
  • nicht zu früh die Therapie beenden, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.

Infektionen mit dem Hautpilz können mit Shampoos, Cremes, alkoholischen Lösungen und Tabletten behandelt werden. Da der Nachweis des Pilzes mittels PCR-Technik einige Tage dauern kann, rät Maronna in der Zeit, in der die Diagnose noch nicht eindeutig feststeht, aber vermutet wird, mit einer "lokalen Therapie", also mit Cremes, alkoholischen Lösungen und Shampoos, schon einmal anzufangen, "um dem Pilz ein bisschen Einhalt zu gebieten." Wenn der Pilz nachgewiesen ist, "sollte man auch zügig mit der Tablettentherapie loslegen", rät der Hautarzt.

Die Rolle des Gehirns bei Hautkrankheiten

Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, sensorische Informationen zu filtern und zu interpretieren. Bei einer Hautpilzinfektion werden die eingehenden Signale verstärkt, was zu einer gesteigerten Wahrnehmung von Juckreiz und Schmerz führt.

Diese Hautkrankheiten können zu einem erheblichen emotionalen Stress führen. Scham, Unsicherheit und Angst können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch emotionale Reaktionen werden in tieferen Schichten unseres Gehirns verarbeitet.

Unser Gehirn ist in der Lage, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu bilden und bestehende zu stärken.

Die Bedeutung einer ganzheitlichen Behandlung

Um Hautpilzinfektionen erfolgreich zu behandeln, ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise wichtig. Neben der medizinischen Behandlung mit antimykotischen Medikamenten können auch natürliche Nahrungsergänzungsmittel wie die Produkte von Beneganic, eine wertvolle Ergänzung darstellen. Diese unterstützen das Immunsystem und tragen dazu bei, die körpereigene Abwehr zu stärken.

Zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung:

  • Reduziere den Stress, denn das Immunsystem kann geschwächt die Heilung verzögern. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
  • Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, die er für die Reparatur und Regeneration benötigt.
  • Gerade während des Schlafs regeneriert sich der Körper und das Immunsystem wird gestärkt.

Durch die Implementierung dieser Hygienemaßnahmen können Barbershops, Friseursalons, Beauty-Salons, Nagelstudios und Tattoostudios sicherstellen, dass sie ihren Kunden eine sichere und hygienische Umgebung bieten.

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